{"id":14048,"date":"2015-02-11T03:40:14","date_gmt":"2015-02-11T01:40:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/?p=14048"},"modified":"2015-02-11T03:40:14","modified_gmt":"2015-02-11T01:40:14","slug":"mal-wieder-etwas-franzoesisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/2015\/02\/11\/mal-wieder-etwas-franzoesisch\/","title":{"rendered":"Mal wieder etwas Franz\u00f6sisch"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt ein paar Dinge, die nun wirklich die allerwenigsten meiner Leser wissen. So zum Beispiel, dass mir jetzt auf Anhieb kein lustiger zweideutiger Witz mit &#8222;Franz\u00f6sisch&#8220; einfallen will, obwohl es doch so nahe liegen w\u00fcrde.<br \/>\nNein, im Ernst: Franz\u00f6sisch war meine erste Fremdsprache, und nicht nur das: ich h\u00e4tte um &#8222;Haaresbreite&#8220; sogar das &#8222;franz\u00f6sische Abi&#8220; gemacht. Davon merkt man nicht mehr viel, wenn man mir heute eine Frage auf franz\u00f6sisch stellt, aber es ist wahr. Meine Schule hat damals als eine der ersten diese M\u00f6glichkeit geboten und meine Eltern haben mich aufs Geratewohl in jenem franz\u00f6sischen Zug angemeldet. Das nehme ich ihnen nicht \u00fcbel, aber wirklich geklappt hat&#8217;s halt auch nicht. Ausgerechnet mit Franz\u00f6sisch bin ich nicht sonderlich warm geworden \u2013 noch lange bevor ich mir mein hier schon oft erw\u00e4hntes Mathe-Defizit eingetreten habe. Trotzdem hatte ich jahrelang extra viele Stunden &#8222;Franz&#8220; und mit der Zeit dann auch andere F\u00e4cher in dieser Sprache. Was mich bei meiner Franz\u00f6sisch-Schw\u00e4che zugegebenerma\u00dfen nur bedingt weiterbrachte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich dann die elfte Klasse wiederholen musste, hab ich zus\u00e4tzlich den Absprung gewagt und das Ziel &#8222;Bac&#8220;, das Baccalaur\u00e9at, sausen lassen. Ich bin in den Englisch-Zug gewechselt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hab das nie bereut. Ernsthaft. Wie bei Mathe hatte ich zwar auch gegen Franz\u00f6sisch nichts, nur weil ich es nicht gut konnte, aber wirklich gefehlt hat es mir auch nicht. Ich wollte nunmal nicht in Frankreich studieren, kannte nur Franzosen, die auch deutsch konnten und war genug besch\u00e4ftigt damit, einsprachig nicht auf die Schnauze zu fallen. Daran hat sich im Grunde nicht viel ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hab mir in den letzten Jahren einfach so nebenher ein brauchbares Englisch zugelegt. Und es hilft mir jeden einzelnen Tag im Internet und jeden einzelnen Arbeitstag im Taxi. Es ist ja wirklich so: Fremdsprachen sind was tolles.<br \/>\nDass ich f\u00fcr mein Englisch im Taxi gelobt werde, hat zudem wenig zu tun mit meiner perfekten Grammatik (die wo ich selbst im Deutschen nur so halb beherrschen), sondern mit der Aussprache und einem gewissen Grad an Spontaneit\u00e4t. Und zumindest das beherrsche ich im Franz\u00f6sischen durchaus auch. Nur hat mein aktiver Wortschatz da \u00fcber die Jahre so gelitten, dass ich kaum mehr frei reden kann und f\u00fcr die Bestellung eines Apfelsaftes locker 5 Minuten Vorbereitungszeit brauche. Was f\u00fcr 7 Jahre Unterricht echt bitter ist und zudem etwas kurios, wenn ich bedenke, wie viel ich verstehe, wenn franz\u00f6sische Taxikunden in ihrer Landessprache l\u00e4stern. Meist traue ich mich dennoch nicht, sie mit einem akzentfreien &#8222;au revoir&#8220; (Auf Wiedersehen!) zu verabschieden, weil mir immer noch nachh\u00e4ngt, wie ich in der 6. Klasse der Oma meines Austauschsch\u00fclers aus Grenoble ein schallendes &#8222;aujourd&#8217;hui&#8220; (Heute) entgegengeschmettert habe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch dann kam Ozie an und zeigte mir <a title=\"duolingo.com\" href=\"https:\/\/www.duolingo.com\/\" target=\"_blank\">Duolingo<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist eine sehr einfach gehaltene Website, mit deren Hilfe man Sprachen erlernen kann oder zumindest k\u00f6nnen soll. In kurzen Lektionen, bunt zusammengew\u00fcrfelt, weit weg vom Frontalunterricht aus meiner Erinnerung. Eher spielerisch. Gamification ist das Stichwort, Ingo! Wie weit man damit kommen kann, wei\u00df ich nicht. Weiter als ich es eigentlich sein sollte sicher nicht. Weiter als ich tats\u00e4chlich bin jedoch durchaus. Und so erarbeite ich mir Franz\u00f6sisch in den letzten Tagen wieder zur\u00fcck. Und Ozie macht dankenswerterweise mit. F\u00fcr sie ist die Sprache komplett neu und so komme ich in die wirklich sehr komische Situation, ausgerechnet in Franz\u00f6sisch ein paar Dinge erkl\u00e4ren zu k\u00f6nnen. In Franz\u00f6sisch! H\u00e4tte mir das vor ein paar Jahren mal wer gesagt!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie weit das gehen wird, wei\u00df ich nicht. Vielleicht gebe ich es in zwei Wochen wieder auf, vielleicht gucke ich in einem halben Jahr TV5 und lese Houellebecq im Original. Oder alles dazwischen. Momentan fasziniert mich vor allem, dass ich das Interesse an der franz\u00f6sischen Sprache zumindest kurzfristig wiederentdeckt habe. Und da sind zwei Dinge, die ich deswegen mal wieder anmerken muss:<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Das Internet ist geil!<br \/>\nSo viel Mist im Netz auch passiert; es vermag tolle Sachen zu leisten. Es sind Dinge m\u00f6glich, die in meiner Kindheit, w\u00e4hrend meiner Schulzeit, nicht m\u00f6glich waren. Sehr einfache, manchmal aber auch sehr komplexe Dinge. Ich liebe es, diese Entwicklung mitzuerleben!<\/li>\n<li>Bildung ist geil!<br \/>\nIch rante gerne \u00fcber meine Schule, meine Lehrer und das verkrustete Bildungssystem zu &#8222;meiner Zeit&#8220; rum. Sicher nicht zu Unrecht. Aber ich bin r\u00fcckblickend so froh, es aufs Gymnasium geschafft zu haben, wo mir neben allen Fehlschl\u00e4gen dann doch auch viel beigebracht wurde, selbst als ich eigentlich nicht so wirklich Bock drauf hatte. Dieses Gl\u00fcck hatten nicht alle mit ihrer Schule und ich muss r\u00fcckblickend sagen, dass ich verdammt dankbar bin, selbst falls es sich nicht in einer Bilderbuchkarriere niederschlagen sollte.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich verbleibe mit einem netten &#8222;au revoir&#8220; und bringe einfach noch eine weitere Lektion hinter mich. \ud83d\ude42<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/cc299d7bbcd443678b4ef31770b8bf66\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt ein paar Dinge, die nun wirklich die allerwenigsten meiner Leser wissen. So zum Beispiel, dass mir jetzt auf Anhieb kein lustiger zweideutiger Witz mit &#8222;Franz\u00f6sisch&#8220; einfallen will, obwohl es doch so nahe liegen w\u00fcrde. 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