{"id":13990,"date":"2015-01-06T06:04:14","date_gmt":"2015-01-06T04:04:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/?p=13990"},"modified":"2015-01-06T08:15:39","modified_gmt":"2015-01-06T06:15:39","slug":"armutszeugnis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/2015\/01\/06\/armutszeugnis\/","title":{"rendered":"Armutszeugnis"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Steuererkl\u00e4rung! \\o\/<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">OK, dass Ozie und ich uns heute hinsetzen werden, um die Steuererkl\u00e4rung zu machen, klingt erst einmal v\u00f6llig organisiert und f\u00fcr viele sogar \u00fcbertrieben motiviert. Das ist in gewisser Weise auch der Fall. Ich hab von meinen Chefs noch nicht einmal die Endabrechnung f\u00fcr 2014 und das Finanzamt meldet sich in fr\u00fchestens ein paar Monaten, um eine Frist zu setzen. Da werden wir dieses Jahr aber sowas von die Schnellsten sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich h\u00e4tte aber vor die Lobhudelei vielleicht besser etwas genauer den Zeitraum eingrenzen sollen, denn wenn ich ehrlich bin, dann machen wir heute und morgen die Steuererkl\u00e4rung f\u00fcr 2014, aber eben auch jene f\u00fcr 2013. *h\u00fcstel*<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass letztere nicht l\u00e4ngst bei den Beh\u00f6rden liegt, ist wohl meine Schuld. Ich hab es k\u00fcrzlich schon mal geschrieben: Ich hasse den Mist! Das liegt zu guten Teilen daran, dass ich mich mit Buchhaltung nicht auskenne und folglich viele auftauchenden Probleme mit zu wenig Fachwissen angehen muss. Und wer sich jetzt denkt: &#8222;H\u00e4, was&#8217;n das Problem?&#8220;, der sollte nicht vergessen, dass es f\u00fcr mich nicht damit getan ist, meine Lohnabrechnung in Formulare zu \u00fcbertragen. Ich hab zudem eine freiberufliche T\u00e4tigkeit, die zum Beispiel darin besteht, jetzt nach drei Bier \u00fcber die Steuererkl\u00e4rung rumzuranten (was immerhin einer gewissen Komik nicht entbehrt). Und f\u00fcr Leute, die wie ich mit Buchhaltung nur wenig im Sinn haben, ist das ziemlich schwierig. An interessierte Laien k\u00f6nnte ich hier z.B. die Frage stellen, wie ich ein Handy korrekt verbuche, das ich im Rahmen meiner beruflichen T\u00e4tigkeit geschenkt bekommen habe und zu 50% privat nutze, wenn ich weder den Staat noch mich selbst dabei bescheissen will. Im Rahmen einer ordnungsgem\u00e4\u00dfen E\u00dcR wohlbemerkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber gut, f\u00fcr die fachlichen Fragen hab ich eine hochbegabte Frau an meiner Seite, die das studiert. Meine Dankbarkeit f\u00fcr diese Hilfe kennt kaum Grenzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Grenzen hingegen sind alles andere als unbekannt f\u00fcr staatliche Beh\u00f6rden \u2013 und damit auch f\u00fcr das Finanzamt. Das n\u00e4mlich ist, o Wunder!, nicht gerade begeistert davon, dass die Steuererkl\u00e4rung f\u00fcr 2013 bisher noch nicht gemacht worden ist. Eine ganze Weile \u2013 also mindestens ein lockeres halbes Jahr \u2013 macht es zwar nicht wirklich was schlimmes, au\u00dfer gelegentlich Briefe zu schicken, aber dann wird&#8217;s ernst. Ernst! Und das haben wir letzten Monat zu sp\u00fcren bekommen. Verst\u00e4ndlicherweise. Immerhin bin ich sozialversicherungspflichtig besch\u00e4ftigt und habe ein freiberufliches Nebeneinkommen, w\u00e4hrend Ozie Studentin und selbst\u00e4ndige Unternehmerin ist. Es geht um das Einkommen aus drei Jobs, da will der Staat nat\u00fcrlich wissen, was Sache ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als eine Art Ultima Ratio besitzt das Finanzamt das Werkzeug der Steuerfestsetzung. Wenn man das Amt nicht rechtzeitig \u00fcber sein(e) Einkommen informiert, riskiert man, dass es die voraussichtlich zu bezahlenden Steuern sch\u00e4tzt, was kein Spa\u00df ist, da das Finanzamt nat\u00fcrlich einen Teufel tut, die Betr\u00e4ge zu niedrig anzusetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und da kommen wir zum Titel des Eintrags.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ozie und ich, beide selbst\u00e4ndig und ich dazu noch sozialversicherungspflichtig besch\u00e4ftigt, gemeinsam veranlagt, haben unl\u00e4ngst einen entsprechenden Bescheid gekriegt, weil wir das mit der Steuererkl\u00e4rung noch nicht so ganz auf die Reihe bekommen haben. Und die Zahlen sind schockierend! Anhand unserer Vorjahresverdienste (und wohl mit einem gewissen Zuschlag) wird die durch uns zu entrichtende Steuer auf folgenden Betrag festgesetzt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>0,00 \u20ac<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und das ist leider nicht einmal \u00fcbertriebene Gnade, ein Fehler oder der Witz eines in der Beh\u00f6rde sitzenen Bloglesers. Darauf wird&#8217;s auch nach der Steuererkl\u00e4rung heute rauslaufen. Unser Haushalt f\u00e4llt trotz unserer vielf\u00e4ltigen T\u00e4tigkeiten unter den Freibetrag. Und abgesehen vom steuerfreien Trinkgeld bei mir im Taxi geben wir alles an, selbst Geschenke.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch wenn&#8217;s nicht der urspr\u00fcnglichen Definition entspricht: Ist das nicht ein waschechtes und wasserdichtes Arumtszeugnis?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">PS: Wer mich trotzdem f\u00fcr einen gierigen Schmierfinken h\u00e4lt, darf gerne mal die Steuerfreibertragsh\u00f6he googlen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/452e96523ca54f2e86441e26e6a2bb79\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Steuererkl\u00e4rung! \\o\/ OK, dass Ozie und ich uns heute hinsetzen werden, um die Steuererkl\u00e4rung zu machen, klingt erst einmal v\u00f6llig organisiert und f\u00fcr viele sogar \u00fcbertrieben motiviert. Das ist in gewisser Weise auch der Fall. 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