{"id":1360,"date":"2009-05-08T04:43:23","date_gmt":"2009-05-08T02:43:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/?p=1360"},"modified":"2012-02-28T07:16:46","modified_gmt":"2012-02-28T05:16:46","slug":"u-blog-30","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/2009\/05\/08\/u-blog-30\/","title":{"rendered":"U-Blog 30"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Nun muss ich hier mal das Spiel erkl\u00e4ren, das wir hier die ganze Zeit zocken. Ich nehme ja stark an, dass es dem ein oder anderen bekannt sein wird, aber zumindest meine Familie kennt es noch nicht so lange &#8211; vielleicht habe ich also tats\u00e4chlich die Chance, jemandem mal was neues zu zeigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei &#8222;30&#8220; handelt es sich um ein sehr einfaches W\u00fcrfelspiel, dass man gut um Geld zocken kann &#8211; aber nicht muss. Wir spielen es hier &#8222;mit Geld, aber nicht um Geld&#8230;&#8220;, wie ein Familienmitglied j\u00fcngst \u00e4usserte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ben\u00f6tigt wird: 1 W\u00fcrfelbecher, 6 W\u00fcrfel, 1 bis ? Mitspieler und Kleingeld. Wenn man das Geld nur als Z\u00e4hlmittel und nicht als Ziel nimmt, dann sind bei 1 bis 5 Spielern 10 \u20ac pro Person angemessen &#8211; wenn man um Kohle zockt, steht einem der Einsatz nat\u00fcrlich frei. Grunds\u00e4tzlich: Je mehr Mitspieler, desto mehr Geld&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Spielablauf:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man bestimmt, welcher Spieler anfangen soll &#8211; f\u00fcr gew\u00f6hnlich w\u00fcrfelt man das aus, aber das sollte ich nun wirklich nicht erl\u00e4utern m\u00fcssen&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Spieler 1 beginnt zu w\u00fcrfeln &#8211; mit 6 W\u00fcrfeln. Ziel ist es, mindestens 30 Augen zu w\u00fcrfeln. Daher der Name des Spiels. Die Anzahl der Versuche ist frei, man muss aber bei jedem Wurf mindestens einen W\u00fcrfel &#8222;rauslegen&#8220;, sprich: werten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie es weitergeht, h\u00e4ngt vom Ergebnis ab. Hat man nun insgesamt weniger als 30 Augen, dann hat man ein Problem: Man muss seinen Mitspielern Geld zahlen. F\u00fcr jedes Auge unter 30 w\u00e4ren das 10 Cent an jeden Mitspieler. Das heisst, dass man bei einem Ergebnis von 28 und drei Mitspielern 2 x 10 x 3 = 60 Cent los ist. Die Mitspieler verleiben dieses Geld ihrem Verm\u00f6gen ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hat man genau 30 erw\u00fcrfelt, so \u00e4ndert sich nichts und der n\u00e4chste Spieler ist dran.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00fcrfelt man insgesamt \u00fcber 30, so h\u00e4ngt wieder alles von der Augenzahl ab. Da das erreichbare Maximum 36 ist, kann ja jeder Zahl \u00fcber 30 eine Seite des W\u00fcrfels zugeordnet werden. Bei 31 die 1, bei 32 die 2 usw. Somit bestimmt das Ergebnis, auf welche Zahl der Spieler nun w\u00fcrfeln kann. Hat er also 34 zusammenbekommen, w\u00fcrfelt er nun auf die 4er. D.h. er w\u00fcrfelt mit allen 6 W\u00fcrfeln, gez\u00e4hlt werden aber nur noch die 4er. So lange 4er gew\u00fcrfelt werden, werden diese rausgelegt. Beim ersten Wurf ohne 4er werden die bisherigen Augen (also der 4er) zusammengez\u00e4hlt, und der Spieler erh\u00e4lt nun von jedem Mitspieler jeweils die Augenzahl x 10 Cent. Danach ist der n\u00e4chste Spieler mit W\u00fcrfeln dran. Sollte man \u00fcbrigens tats\u00e4chlich sechs 4er gew\u00fcrfelt haben, so werden alle W\u00fcrfel wieder in den Becher getan, und der Spieler w\u00fcrfelt weiter. Das heisst: Theoretisch existiert kein Maximum an Gewinn &#8211; die Wahrscheinlichkeit macht einem aber in der Regel noch vor dem zehnten 6er einen Strich durch die Rechnung \ud83d\ude09<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt noch Variationen, bei denen z.B. &#8222;Stra\u00dfen&#8220; auch gewertet werden &#8211; die haben wir hier allerdings nicht gespielt, die Regeln kann dann gerne jemand in den Kommentaren erg\u00e4nzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Spielziele kann man vorher ausmachen, z.B. kann man spielen, bis ein Spieler bankrott ist. Oder man macht eine bestimmte Rundenzahl aus. Grunds\u00e4tzlich kann man &#8211; da man mit dem Geld ja immer einen aktuellen Spielstand hat &#8211; eigentlich zu jeder Zeit aufh\u00f6ren und einen Sieger ermitteln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Sch\u00f6ne an dem Spiel ist zum einen die Einfachheit. Man braucht kein Spielbrett, und im Gegensatz zum Kniffel nicht einmal einen komplizierten Wertungszettel. Das Spiel ist aber trotz der geringen Komplexit\u00e4t insbesondere bei vielen Mitspielern unberechenbar, da der eigene Spielstand in enormem Ma\u00dfe auch davon abh\u00e4ngig ist, ob die anderen Gl\u00fcck haben. So kann man 10 Runden lang nahezu einen identischen Kontostand haben, mit einem guten Zug aber pl\u00f6tzlich 6 \u20ac bekommen oder 3 \u20ac verlieren &#8211; was ja nicht wenig ist, wenn man mit 10 \u20ac startet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ehrlich gesagt: Bei dem Spiel w\u00fcrde ich wirklich gerne mal &#8222;ernsthaft&#8220; um Geld spielen &#8211; weil da der Anreiz nat\u00fcrlich noch h\u00f6her ist. Irgendwie st\u00f6\u00dft mein Wunsch in der Familie aber auf wenig Gegenliebe \ud83d\ude41<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun muss ich hier mal das Spiel erkl\u00e4ren, das wir hier die ganze Zeit zocken. 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