{"id":13167,"date":"2013-07-31T04:07:59","date_gmt":"2013-07-31T02:07:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/?p=13167"},"modified":"2013-07-31T04:14:39","modified_gmt":"2013-07-31T02:14:39","slug":"medien-rudeltiere-und-schnappatmung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/2013\/07\/31\/medien-rudeltiere-und-schnappatmung\/","title":{"rendered":"Medien, Rudeltiere und Schnappatmung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Medien sind Rudeltiere! Diesen Satz hab ich in den letzten Tagen oft erw\u00e4hnt, und das nicht ohne Grund. <a title=\"berliner-zeitung.de \u2013 Taxifahrer in Berlin: \u00dcber Bordellbesucher und mickrige L\u00f6hne\" href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/ueber-berlin-reden\/taxifahrer-in-berlin-ueber-bordellbesucher-und-mickrige-loehne,20812554,23712596.html\" target=\"_blank\">Das Interview mit der Berliner Zeitung<\/a> hat zum Beispiel trotz mehreren hunderttausend potenziellen Lesern kaum Spuren im Blog hinterlassen, gleich aber zeit.de mit auf den Plan gerufen, f\u00fcr die ich dann ja umgehend den &#8222;<a title=\"blog.zeit.de \u2013 Proust-Fragebogen f\u00fcr Blogger (69)\" href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/zeitmagazin\/2013\/07\/27\/proust-fragebogen-fur-blogger-69\/\" target=\"_blank\">Proust-Fragebogen f\u00fcr Blogger<\/a>&#8220; ausgef\u00fcllt habe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch schneller waren zwei Jungs vom Stern, da kam es aber erst in den Tagen danach zu einer Absprache, das Interview mit denen wird erst am Donnerstag, also morgen, stattfinden. Die haben mich allerdings vor mein gr\u00f6\u00dftes Problem bei solchen Anfragen gestellt: Restaurants. Journalisten treffen sich grunds\u00e4tzlich Restaurants. Das finde ich eine gute Angewohnheit, schlie\u00dflich bin ich essen und trinken ebenso wenig abgeneigt wie plaudern. Dumm nur: Wenn ich mich nicht mit Journalisten treffe, gehe ich nicht essen. Das schr\u00e4nkt meine Erfahrungen etwas ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Ernst: Restaurants besucht man einfach nicht alleine, und meinen Freundeskreis pflege ich in den meisten F\u00e4llen online. Ich hab \u00fcberhaupt nix gegen gutes Essen, es ist mir blo\u00df meist das Geld nicht wert. Und nicht, dass wir uns falsch verstehen: ich wei\u00df die gastronomische Dienstleistung sehr zu sch\u00e4tzen und hab einen Heidenrespekt vor beispielsweise K\u00f6chen in Restaurants. Was die f\u00fcr einen Schei\u00dfjob machen \u2013 Junge, Junge!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber Ozie und ich sind ganz gut im Kochen, wir bleiben gerne zu Hause, ich ziehe Unterw\u00e4sche als Bekleidung so ziemlich allem anderen vor und muss finanziell gesehen f\u00fcr ein mittelpr\u00e4chtiges Essen mindestens 2 bis 5 Stunden arbeiten. Sprich: So sehr ich gutes Essen zu sch\u00e4tzen wei\u00df, so selten kommt mir das als Ganzes wirklich erstrebenswert vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deswegen hab ich die Arschkarte, wenn die mir netterweise die Wahl eines Restaurants \u00fcberlassen. Das ist lieb, keine Frage. Aber ich f\u00fcr meinen Teil kenne kaum welche, noch dazu hab ich keine Ahnung, was so im Normalfall unter den Herren Journalisten (waren bisher keine Frauen dabei!) \u00fcblich ist. Das hab ich jetzt nach vier Tagen \u00fcberlegen dem Stern auch einfach geschrieben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch sehr sch\u00f6n ist, dass eine Literaturagentur sich noch gemeldet hat. Nicht etwa sch\u00f6n, weil sich \u00fcberhaupt eine gemeldet hat, sondern weil es mal eine gute Anfrage war. Ich schlittere in dieses Autoren-Verlags-Dingsbums-Gesch\u00e4ft ja auch nur langsam rein, da kommen am Anfang nat\u00fcrlich allerlei ziemlich fadenscheinige Mails. Ich kann echt nur allen raten, vorsichtig und nicht leichtsinnig zu sein. Wenn wir gute Blogs schreiben, dann ist das eine tolle Sache. Wenn &#8222;die alten Medien&#8220; darauf aufmerksam werden, dann ist das nat\u00fcrlich auch eine tolle Sache. Aber um Himmels Willen blo\u00df keine Schnappatmung mit mittelschwerem Anfall geistiger Umnachtung, blo\u00df weil in irgendeiner Betreffzeile &#8222;Buch&#8220; und\/oder &#8222;Verlag steht! Da gibt es ebensoviele Schmierenkom\u00f6dianten, Idioten und Abzocker wie online auch, machen wir uns nix vor. Und wenn der einzige Vorteil ein gedrucktes Buch ist, dann ist das nix. Es fasst sich toll an, aber ein Buch kann man auch bei Buchbindern und in jedem dritten Copyshop oder gar online irgendwo erstellen lassen. DAZU braucht&#8217;s keine Verlage, auch wenn sie das gerne h\u00e4tten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die aktuelle Anfrage hat nat\u00fcrlich mit <a title=\"GNIT \u2013 ein anderer Blog von Sash\" href=\"http:\/\/gestern-nacht-im-taxi.de\/\" target=\"_blank\">GNIT<\/a> zu tun, sie fragen aber konkret danach an, ob ich mir vorstellen k\u00f6nnte, mit ihnen zusammen ein Buchprojekt auf Basis meiner Taxigeschichten zu erarbeiten. Kein &#8222;Wir machen ihren Blog zum Buch&#8220;, &#8222;lassen Sie ihren Blog drucken&#8220;, nein. Eine konkrete Anfrage, ob ich mir vorstellen k\u00f6nnte, ein Konzept zu erarbeiten, das \u00fcber einzelne Artikel hinausgeht. Das, was ein Buch ausmacht am Ende \u2013 eine Anfrage, die zumindest mal die Hoffnung zul\u00e4sst, es arbeiten nicht nur Schwachmaten auf Beutefang dort.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das praktische ist, dass ich sowas f\u00fcr demn\u00e4chst sowieso geplant hatte, seit anderthalb Jahren ein angefangenes Manuskript mit unver\u00f6ffentlichten Geschichten rumliegen hab, und mir das im Falle einer \u00dcbereinkunft tats\u00e4chlich eine angenehme Hilfe sein k\u00f6nnte, die ich gerne in Anspruch nehme. Wer wei\u00df, vielleicht kommt es ja in absehbarer Zukunft zu einem Treffen. Ich hab Interesse bekundet, gleichzeitig aber auch klargemacht, dass sie nicht die einzigen oder auch nur ersten sind und das mit dem Taxibuch derzeit nicht oben auf meiner Priorit\u00e4tenliste steht.<br \/>\nDas wirkt jetzt sicher wahnsinnig abgebr\u00fcht, aber da schlittert man rein und das kommt einfach, wenn man sich mal ernsthaft mit allerlei dubiosen Anfragen auseinandergesetzt hat und sich \u00fcberlegen muss, wie man auf Anfragen als solche \u00fcberhaupt reagiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn Ihr Euch wie ich dem Schreiben ver\u2026 \u00e4h, -schrieben habt, dann k\u00f6nnt ihr jedenfalls sicher sein: Es wird immer irgendwie komisch und chaotisch werden. Das \u00e4ndert sich wahrscheinlich nie. Selbst wenn man im Grunde Stufe um Stufe seinen pers\u00f6nlichen Berg erklimmt. Aber das, und das ist vielleicht das Geheimnis, ist eigentlich auch das witzige daran \u2026<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/779763584acb4ff59d07fec1897e1567\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Medien sind Rudeltiere! Diesen Satz hab ich in den letzten Tagen oft erw\u00e4hnt, und das nicht ohne Grund. 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