{"id":12977,"date":"2013-05-16T04:29:51","date_gmt":"2013-05-16T02:29:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/?p=12977"},"modified":"2013-05-16T04:29:51","modified_gmt":"2013-05-16T02:29:51","slug":"die-ersten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/2013\/05\/16\/die-ersten\/","title":{"rendered":"Die Ersten \u2026"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">In den letzten Tagen ist <a title=\"Wikipedia \u2013 Mars One\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mars_One\" target=\"_blank\">Mars One<\/a> ein wenig durch die Medien gegangen. Zu Recht, wie ich finde. Ist es doch zweifelsohne derzeit das einzige Vorhaben, die Menschheit einen Schritt voranzubringen, \u00fcber den man sich bisher noch nicht einmal im Ansatz Gedanken machen konnte: Das dauerhafte Verlassen des Planeten Erde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man darf nat\u00fcrlich skeptisch sein. Nicht nur bez\u00fcglich des Projektes selbst, dessen Ziele wahrlich \u00fcberambitioniert erscheinen. Nein, auch ob der Idee, tats\u00e4chlich die Erde zu verlassen. Nicht nur, weil es hier so schnuckelig ist, sondern weil es nat\u00fcrlich eine Menge gesellschaftliche Fragen aufwirft, inwiefern die Menschheit reif dazu ist, alleine mit dem Gedanken umzugehen, dass sie mehr als diesen Planeten zur Verf\u00fcgung zu haben. So sehr man anerkennen muss, dass wir immerhin ein paar Fortschritte machen, so bleibt doch bez\u00fcglich unseres eigentlichen Planeten eine verheerende Bilanz, was unser bisheriges Wirken angeht.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Vielleicht w\u00e4re es besser, wenn die Menschheit sich selbst ausl\u00f6scht, bevor sie in der Lage ist, den Planeten zu verlassen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diesen Satz hab ich pessimistisch vor etwa 15 Jahren irgendwo notiert und er ist mir nicht mehr aus dem Ged\u00e4chtnis gegangen. Und dar\u00fcber nachzudenken lohnt sich sicher immer noch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abgesehen vom Nachdenken \u00fcber unsere (zumeist) negativen Beeinflussung der Umwelt stellt sich bei einem Konolisationsprojekt nat\u00fcrlich auch eine wichtige gesellschaftliche Frage: Was bedeutet es f\u00fcr das Leben auf der Erde, wenn Menschen mit einem gewissen Einkommen notfalls die M\u00f6glichkeit haben, diesen Felsbrocken zu verlassen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alles spannend, aber das wollte ich gar nicht wirklich vertiefen. Da fehlt mir ganz ehrlich gesagt auch einiges an Grundwissen. F\u00fcr mich als Laien viel interessanter ist die Frage, wie man sich auf eine Mission bewerben kann, die zwar historisch ohne Vergleich ist, dennoch den Abschied von ALLEM darstellt, was einem bislang noch als Gewissheit dienen konnte.<br \/>\nDie ersten Missionen von Mars One w\u00e4ren n\u00e4mlich \u2013 zumindest voraussehbar \u2013 Einwegmissionen. Reisen zum Mars ohne eingeplante R\u00fcckkehr. Und damit so ziemlich die v\u00f6llige Isolation von all dem, was man bislang kannte. Nat\u00fcrlich sind wir in der Lage, mit dem Mars und eventuell dort wohnenden Menschen zu kommunizieren. Aber die Entfernung von ca. 50 bis 350 Millionen Kilometern erschwert die Sache enorm. Vom Gedanken, dorthin zu telefonieren, kann man sich verabschieden, denn jede Antwort auf eine Nachricht w\u00fcrde etliche Minuten Wartezeit ben\u00f6tigen \u2013 und wir kommunizieren bereits mit der h\u00f6chstwahrscheinlich schnellstm\u00f6glichen Geschwindigkeit \u2013 der Lichtgeschwindigkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dar\u00fcber hinaus viel wichtiger: Kann sich \u00fcberhaupt irgendwer vorstellen, den Rest seines Lebens au\u00dferhalb unserer Zivilisation zu verbringen? Da mag die k\u00fcnftige Station auf dem roten Planeten noch so gut ausgebaut sein und die Besatzung mit 40 Leuten vergleichsweise hoch: Nie mehr fremde Menschen treffen? Wirklich nie mehr?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bin ja wirklich ein lichtscheuer Geselle und w\u00fcrde mich als Einsiedler bezeichnen. Aber zum einen hab ich immer noch das Internet, zum anderen habe ich die Gewissheit, mein Leben jederzeit \u00e4ndern zu k\u00f6nnen. Wie muss es sein, nach drei Jahren festzustellen, dass alle 39 restlichen Mitbewohner auf meinem Planeten Idioten sind und man trotzdem nie wieder jemand anders zu Gesicht bekommt? Egal, was man macht \u2026<br \/>\nIch muss ehrlich sein: Ich glaube nicht daran, dass es Menschen gibt, die WIRKLICH bereit sind, diesen Schritt zu wagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf der anderen Seite kann ich nicht verleugnen, ein Interesse an der Sache zu haben. Und erst recht habe ich Bewunderung \u00fcbrig f\u00fcr die Leute, die diese Aufgabe auf sich zu nehmen bereit sind. Und ich kann nur hoffen, dass niemand je dieses Risiko einzugehen gedenkt aufgrund eines Star-Ruhmes, von dem einem am Ende \u2013 auf dem Mars! \u2013 \u00fcberhaupt nichts bleibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man sieht also: Zu den entscheidenden Fragen, die diese geplante Mission mit sich bringt, will ich mir keine Meinung erlauben. Zu schwierig ist das Thema.<br \/>\nSollte das Ganze allerdings tats\u00e4chlich irgendwann einmal Gestalt annehmen und durchgef\u00fchrt werden, dann muss ich zugeben, dass die mitwirkenden Menschen, insbesondere nat\u00fcrlich die Astronauten, meinen Respekt haben. Denn gegen das bei Mars One geplante ist objektiv gesehen selbst die Mondlandung unwichtig und allenfalls ein halbgarer Versuch ohne nennenswerte Auswirkungen gewesen \u2013 so leid es mir f\u00fcr die Pioniere damals tut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vielleicht leben wir tats\u00e4chlich in einer Zeit, in der eine der gr\u00f6\u00dften wissenschaftlichen Leistungen vollbracht werden wird. Ich bin gespannt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/14e991b4166442b3919bf860f9b8f57f\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den letzten Tagen ist Mars One ein wenig durch die Medien gegangen. Zu Recht, wie ich finde. 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