{"id":11929,"date":"2012-06-13T16:17:13","date_gmt":"2012-06-13T14:17:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/?p=11929"},"modified":"2012-06-13T16:26:17","modified_gmt":"2012-06-13T14:26:17","slug":"warum-ich-sash-heise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/2012\/06\/13\/warum-ich-sash-heise\/","title":{"rendered":"Warum ich Sash hei\u00dfe"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Warnung: Dieser Blogeintrag springt v\u00f6llig wirr zwischen geschriebener und gesprochener Sprache. Einfach so. Schwupps.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So ziemlich jeder, der meinen letzten Blogeintrag kommentierte, betonte die \u00dcberraschung dar\u00fcber, dass ich Sash &#8222;englisch&#8220;, also mit \u00e4 ausspreche. Ich hatte jetzt ja schon einige Leser bei mir im Taxi sitzen und die meisten haben mich spontan mit &#8222;Sasch&#8220; angesprochen, manche haben gefragt. Ein Problem damit hab ich auch nicht, denn<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1) woher solltet ihr es wissen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2) hab ich ja diesen zweideutigen Nick gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wobei gew\u00e4hlt nur relativ zu sehen ist. Auch wenn es nur bedingt spektakul\u00e4r ist, kann ich ja heute mal schreiben, woher ich diesen Namen \u00fcberhaupt habe und weswegen f\u00fcr mich undenkbar ist, ihn anders auszusprechen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zun\u00e4chst einmal sei erw\u00e4hnt, dass meine Mutter immer stolz darauf war, mir einen Namen gegeben zu haben, der sich nicht durch Verk\u00fcrzung irgendwie &#8222;verunstalten&#8220; lie\u00df. Ihre Begeisterung, als ich pl\u00f6tzlich Sash genannt wurde, hielt sich folglich in Grenzen. Allerdings hat sie es selbst schnell \u00fcbernommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcberhaupt ging das alles ziemlich schnell. Wir m\u00fcssen dazu zur\u00fcck in eine Zeit gehen, in der man Leute mit Handys noch bel\u00e4chelt hat und es den Begriff Frontalunterricht in der Schule noch nicht gab, weil keine Alternative dazu bekannt war. So zumindest meine Erinnerung. Pi mal Daumen 15 Jahre m\u00fcsste das her sein, irgendwann zwischen 1996 und 1997 jedenfalls. Ganz so wichtig ist das Jahr auch nicht. Ich ging damals in die 9. oder 10. Klasse und stand damit kurz davor, der gr\u00f6\u00dfte Mensch an unserer Schule zu sein. Mein Kunstlehrer sollte mir dies zwar erst kurz vor dem Abitur zugestehen, dabei hatte ich seine Niedlichkeit von 1,90 m recht schnell \u00fcberboten. Dennoch war ich an der Schule nicht unbedingt der gro\u00dfe Held.<br \/>\nIrgendwann beim Wechsel aufs Gymnasium hatte ich aufgeh\u00f6rt, mir meinen Ruf einfach dadurch zu erarbeiten, dass ich alle anderen zusammengeschlagen habe und im Laufe der Jahre wusste niemand mehr, dass ich das \u00fcberhaupt je getan hatte. Folglich war ich der Dicke, ein etwas verschrobener Kerl vielleicht sogar, auf jeden Fall v\u00f6llig uncool.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das genaue Gegenteil, nur ein bisschen zu kurz geraten in Intelligenz und K\u00f6rperl\u00e4nge, war Stefan S., eine Stufe \u00fcber mir. Das war ein relativ ber\u00fcchtigter Kerl, wobei sich seine Gef\u00e4hrlichkeit auch \u00fcberwiegend auf seine fiese Fresse beschr\u00e4nkte. Den meisten F\u00fcnftkl\u00e4sslern konnte er damit imponieren, es gingen Ger\u00fcchte um, er zocke ihnen ihr Taschengeld ab. Mir und meinem Freundeskreis war der Typ v\u00f6llig schnuppe, das einzige weswegen er \u00fcberhaupt erw\u00e4hnenswert war, war sein Erfolg bei den M\u00e4dels. Aber, auch wenn es vielleicht ihm gegen\u00fcber nie jemand gesagt h\u00e4tte, wir hielten ihn f\u00fcr einen Lutscher.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun kam besagter Stefan S. irgendwann auf die Idee, er m\u00fcsse mal den komischen Dicken anlabern, keine Ahnung, was er sich davon erhoffte. Ob er versuchte, irgendwelche Schwachpunkte zu finden oder ob er mich gleich blo\u00dfstellen wollte? Kein Plan, wirklich! Jedenfalls fing er mich irgendwann am schwarzen Brett ab, begr\u00fc\u00dfte mich mit &#8222;Ey, S\u00e4\u00e4\u00e4\u00e4\u00e4sh&#8220;, um im Anschluss irgendsowas ganz innovatives wie &#8222;Fettsack&#8220; oder dergleichen fallen zu lassen. Nicht gerade beeindruckend, mir w\u00e4ren auf der Stelle 10 bessere Beleidigungen eingefallen. Ich kannte sie ja alle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erstaunlicherweise passierte aber gar nichts. Weder machte er mich weiter an, noch gab ich ihm einfach die Schelle, die er verdient gehabt h\u00e4tte und an die er sich unweigerlich heute noch erinnern w\u00fcrde. Nein, ich ging einfach. Das einzige Mal in meinem Leben hat dieses &#8222;Und wenn dich jemand beleidigt, dann geh einfach!&#8220; funktioniert. Als ich einem Kumpel davon berichtete, ist der fast umgefallen vor Lachen. Nicht meinetwegen, sondern wegen des komischen Namens: Sash! Es waren wirklich nur Tage, bis aus der Ironie im Klassenzimmer irgendwann ernst wurde und die Leute mich wirklich mit Sash ansprachen. Immer noch mit \u00e4, allerdings nicht so peinlich in die L\u00e4nge gezogen wie von Stefan.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Problem hab ich \u00fcbrigens mit einer Eleganz gel\u00f6st, die in dem Alter kaum zu \u00fcberbieten war: Als Stefan das n\u00e4chste Mal mit seinen Freunden im Schlepptau an mir vor\u00fcberging und mich Sash nannte, fiel ich ihm ins Wort: &#8222;Mensch, St\u00e4\u00e4\u00e4ph! Was geht?&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er hat mich \u00fcberhaupt nie wieder angesprochen. Meinen Namen hatte ich dennoch weg. Mit dem \u00e4, von Steph.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/0d74f508e52740b594d1510aac77a70e\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warnung: Dieser Blogeintrag springt v\u00f6llig wirr zwischen geschriebener und gesprochener Sprache. Einfach so. Schwupps. 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