{"id":11156,"date":"2012-01-12T03:50:24","date_gmt":"2012-01-12T01:50:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/?p=11156"},"modified":"2012-01-12T03:52:00","modified_gmt":"2012-01-12T01:52:00","slug":"schreibwut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/2012\/01\/12\/schreibwut\/","title":{"rendered":"Schreibwut"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der Maskierte hat heute ein leidliches Thema f\u00fcr all die durchs Netz wuselnden Kreativlinge angesprochen: <a title=\"Der Maskierte - Schreiben\" href=\"http:\/\/dermaskierte.wordpress.com\/2012\/01\/11\/schreiben\/\" target=\"_blank\">Was, wenn einen die pure unverf\u00e4lschte Schreibwut packt<\/a> &#8211; noch dazu eine, die so pur und unverf\u00e4lscht ist, dass sie nur etwas neues hervorbringen kann und nicht etwa alte angefangene vielversprechende Texte vollenden? Und wenn einem dann nix einf\u00e4llt?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der erste Kommentator empfahl gleich, mich zu fragen \ud83d\ude42<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun ist das ein nicht ganz cleverer Rat, denn meine Online-Zeit ist gepflastert von viel Notstandsgeblogge, das mich selbst nervt, weil es mich drei Jahre sp\u00e4ter beim Durchbl\u00e4ttern meines Blogs am eigenen Verstand zweifeln l\u00e4sst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So ziemlich jeder Autor, Blogger, Schriftsteller und sonstwie ver\u00f6ffentlichender Schreiberling h\u00f6rt diese Frage irgendwann und wird meist gleichzeitig gelobt, weil er dieses Problem ja offenbar nicht hat. Das ist Quatsch. Jeder Schreiber kennt solche Tage, je mehr man das Schreiben liebt, desto enervierender der beschriebene Zustand. Und wahrscheinlich ist das auch ganz normal. Vor allem, wenn man viel schreibt&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von der absurdesten dieser N\u00e4chte m\u00f6chte ich mal kurz erz\u00e4hlen. Es war zu einer Zeit, als ich noch eher tags\u00fcber meiner Arbeit nachging. Nun hatte ich aber Wochenende. Ich lag sp\u00e4t am Abend im Bett und konnte nicht einschlafen. Mich hielten Gedanken wach, die eine Geschichte formten. Ich malte mir diese Geschichte bereits in sch\u00f6nen Worten aus, war begeistert von der ein oder anderen Formulierung und in mir reifte der Gedanke, dass ich das unverz\u00fcglich niederschreiben m\u00fcsste.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun kam mir eine gute Idee. Denn f\u00fcr lange Schreibereien schien mir mein Sessel zu unbequem, sodass ich lieber im Bett schreiben wollte. Dass das ein ewiger Trugschluss ist, ist \u00fcbrigens Tatsache! Es ist niemals auf Dauer bequemer im Bett. Aber ich war jung, doof und tagaktiv. Also musste das Bett n\u00e4her an den PC. Eigentlich kein Problem, denn das Tastaturkabel war recht lang und ich konnte schon damals recht gut sehen. Um das Bett seitlich vor den Schreibtisch zu kriegen, musste es seinen Platz allerdings mit einem Regal und einer Kommode tauschen. Das w\u00e4re nicht weiter dramatisch gewesen, w\u00e4re meine Operationsbasis nicht nur 9m\u00b2 gro\u00df gewesen. Niemals konnte ich das Bett einfach so drehen!<br \/>\nDann befanden sich in der Kommode s\u00e4mtliche Klamotten meiner Wenigkeit, abgesehen nat\u00fcrlich von dem Teil, den ich ohnehin aufr\u00e4umen musste, weil er ums Bett herum auf dem Boden verteilt war. Auf der Kommode befand sich meine bescheidene aus etwa 350 Exemplaren bestehende CD-Sammlung und meine Stereoanlage. Diese musste auf den Schreibtisch wechseln, was eine Verr\u00fcckung des Computers erforderlich machte, da das Monitorkabel leider nicht so lang war wie das Tastaturkabel. \u00dcberhaupt musste die Platte vom Schreibtisch gel\u00f6st werden, um die n\u00f6tigen Kabel vern\u00fcnftig hinter dem Tisch verlegen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Ende des Liedes war, dass ich um 5 Uhr morgens in einem Zimmer eingeschlafen bin, das aussah, als h\u00e4tte eine Bombe eingeschlagen. Bis in die Abendstunden konnte ich \u00fcberhaupt nicht an den Computer und es ist wohl unn\u00f6tig zu erw\u00e4hnen, dass ich nach diesem Tag nicht mal ansatzweise Lust hatte, eine Geschichte zu schreiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe heute keine Ahnung mehr, wovon sie \u00fcberhaupt handelte. Aber ich habe nun eine andere Geschichte zu erz\u00e4hlen: Die Geschichte davon, wie das Erz\u00e4hlen einer Geschichte mich zu einer der gr\u00f6\u00dften Umr\u00e4umaktionen innerhalb meiner WG gebracht hat. Manchmal offenbaren sich die guten Seiten einer Sache erst sp\u00e4t. Und das ist doch eigentlich ein sch\u00f6nes Fazit in Anbetracht dieses beschissenen Zustandes, dass man unbedingt etwas schreiben m\u00f6chte, es aber einfach nicht gebacken kriegt&#8230; \ud83d\ude42<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und hey: Ich hatte nicht einmal ein paar verdammte Fu\u00dfmatten in dem Zimmer damals!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/341d92513f2346e5b9a89509d434de09\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Maskierte hat heute ein leidliches Thema f\u00fcr all die durchs Netz wuselnden Kreativlinge angesprochen: Was, wenn einen die pure unverf\u00e4lschte Schreibwut packt &#8211; noch dazu eine, die so pur und unverf\u00e4lscht ist, dass sie nur etwas neues hervorbringen kann &hellip; <a href=\"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/2012\/01\/12\/schreibwut\/\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_editorskit_title_hidden":false,"_editorskit_reading_time":0,"_editorskit_is_block_options_detached":false,"_editorskit_block_options_position":"{}","footnotes":""},"categories":[12,1],"tags":[],"class_list":["post-11156","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-haushalt","category-vermischtes"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11156","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11156"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11156\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11159,"href":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11156\/revisions\/11159"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11156"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11156"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11156"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}