{"id":10849,"date":"2011-11-23T01:40:38","date_gmt":"2011-11-22T23:40:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/?p=10849"},"modified":"2011-11-23T01:40:38","modified_gmt":"2011-11-22T23:40:38","slug":"s-eigentliche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/2011\/11\/23\/s-eigentliche\/","title":{"rendered":"S&#8216; Eigentliche"},"content":{"rendered":"<h3>Reisen, R\u00f6cheln, Riesenkraken 6<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was man bei den 5 Eintr\u00e4gen bisher manchmal beinahe vergessen kann: Ozie und ich waren ja tats\u00e4chlich aus einem bestimmten Grund in Stuttgart. Unter all den Terminen und Besuchen ging es auch tats\u00e4chlich zweimal zum Standesamt. Zweimal? Ja. Erfreulicherweise war das allerdings geplant und nicht etwa auf den verlorenen Ausweis von Ozie zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man darf in Deutschland nur heiraten, wenn man daf\u00fcr Geb\u00fchren bezahlt. Und dazu muss man selbstverst\u00e4ndlich auch zum Standesamt. Es w\u00e4re wirklich mal an der Zeit, dass irgendwer etwas erfindet, mit dem man Geld in einer anderen Stadt bezahlen kann, ohne dass man einen Boten beauftragen muss. Das w\u00e4re sicher eine unglaubliche Marktl\u00fccke&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie dem auch sei. Der wichtigere Termin war nat\u00fcrlich dann der zur Eheschlie\u00dfung selbst. Nachdem mein Vater wenigstens angemessen irritiert war, dass ich Krawatte trage, haben wir die Familienzusammenf\u00fchrung mit der minimal ben\u00f6tigten Anzahl an H\u00e4ndedr\u00fccken vorl\u00e4ufig abgeschlossen. Das Standesamt empfing uns mit seinem seltsamen bordellroten Eingang und der Warnung, blo\u00df nicht auf die Idee zu kommen, Reis zu werfen. Der Vorraum, den man zu einem Umtrunk nutzen darf, besteht so ziemlich genau aus abwaschbarer Fl\u00e4che, einem Gel\u00e4nder f\u00fcr den Rollstuhlaufgang und 2 Kn\u00f6pfen f\u00fcr den Fahrstuhl. K\u00f6nnte man Romantik in Beton pressen, h\u00e4tte man wahrscheinlich zugunsten der Sauberkeit auch hier darauf verzichtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meinen alten Herrn \u00fcbermannten wohl Jahrzehnte zur\u00fcckliegende Erlebnisse im ersten Obergeschoss, zumindest attestierte er dem Raum &#8222;den Mief der 50er&#8220;. Meine Sch\u00e4tzung w\u00e4ren die 70er gewesen, trotz recht abstrakter Formgebung und hellen Farben wirkte der Warteraum eher so unterk\u00fchlt wie ein durchschnittliches Klassenzimmer. Ozie und ich durften unsere Ausweise und Ringe abgeben, woraufhin hinter den Kulissen wohl alles vorbereitet wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Trauung selbst muss wohl vor dem vereinbarten Termin angefangen haben, laut dem Schwob haben wir uns das Ja-Wort &#8222;Punkt 12&#8220; gegeben. Dem Voraus ging eine eigentlich ganz passable Rede der Standesbeamtin, die wunderbar versuchte, ihr Schw\u00e4bisch zu kaschieren. Ihre Blicke waren zwar sowohl Ozie als auch mir etwas unheimlich, letztlich haben wir aber durchaus den Sinn darin erkennen k\u00f6nnen: Dass ja niemand in Stuttgart versehentlich heiratet! Wenn ich ehrlich sein soll: Die Rede war zwar ein wenig furchteinfl\u00f6\u00dfend, aber sie hat mich nicht einmal davon abbringen k\u00f6nnen, mich zu fragen, was wohl der endgeile Schreibtisch in dem Trausaal gekostet hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Ja haben wir beide ohne Z\u00f6gern gegeben, meines war leider krankheitsbedingt eher ein Kr\u00e4chzen. Alles in allem war die Sache ok, aber dieses exponierte Rumsitzen und belehrt werden war sicher nicht die romantischste Situation in den 6 Jahren Beziehung, das k\u00f6nnt ihr mir glauben. Meinetwegen h\u00e4tte es aber sowieso ein<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Wolln&#8216; se?&#8220;<\/em><br \/>\n<em>&#8222;Jo.&#8220;<\/em><br \/>\n<em>&#8222;Unterschreiben sie hier!&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">getan. Zum Schluss, nach den Unterschriften, hab ich noch gefragt, wie viele Leute eigentlich mit Nein antworten. Laut der Standesbeamtin bei ihr immerhin schon zwei. Und nach 40 Jahren Berufserfahrung sah sie nicht gerade aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber irgendwie war es doch interessant, das alles mal erlebt zu haben. Ich muss aber auch sagen: Bisher merk&#8216; ich es nicht! Und Ozie auch nicht. Verheiratet? Sicher? Kommt da nicht noch irgendwas? Das war es schon?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier war es das jedenfalls noch nicht. Der Hauptteil stand uns an dieser Stelle des Textes ja noch bevor: Die Party!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/8381c55cde6d4b2ebaf00f2eff9704aa\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reisen, R\u00f6cheln, Riesenkraken 6 Was man bei den 5 Eintr\u00e4gen bisher manchmal beinahe vergessen kann: Ozie und ich waren ja tats\u00e4chlich aus einem bestimmten Grund in Stuttgart. 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