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	<title>Sashs Blog &#187; stuttgart</title>
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		<title>Verbuddeln, verbuddeln!</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 15:08:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sash</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nun ist es also so weit: Der Hauptbahnhof meiner alten  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nun ist es also so weit: Der Hauptbahnhof meiner alten Heimatstadt wird in diesen Augenblicken&#8230; ja, was wird er? Zurückgebaut? Wie nennt man einen Teilabriss, wenn das Gebäude denkmalgeschützt ist?</p>
<p style="text-align: justify;">Ist ja auch egal.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Bauarbeiten an <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stuttgart_21" target="_blank">Stuttgart 21</a> haben damit wohl begonnen. Die <a href="http://taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/baustopp-gefordert/" target="_blank">taz berichtet</a>, dass es derzeit wohl schon Gegendemos gibt und heute Abend eine Großdemo &#8211; mal wieder eine &#8211; geplant ist. Schade, dass ich in Berlin bin, ehrlich!</p>
<p style="text-align: justify;">Stuttgart 21 ist mit Sicherheit ein zweischneidiges Schwert. Dass Stuttgart es nötig hätte, verkehrstechnisch optimiert zu werden, wird kein Stuttgarter bestreiten. Inwiefern das Verbuddeln des Bahnhofs diesen Zweck erfüllt, ist indes fraglich. Klar, es geht nicht um das Vergraben von Bahnhof und Geld allein. 60 Kilometer Gleise sollen neu verlegt werden, 3 neue Bahnhöfe, von S-Bahn-Station bis Fernbahnhof, gebaut werden, und so weit ich mich erinnere (kann es aber gerade nicht fnden) kamen auch noch ein zwei neue Brücken dazu.</p>
<p style="text-align: justify;">Und eben das Tieferlegen des Hauptbahnhofs, damit dieser nun Durchgangs-, statt Kopfbahnhof wird, mit Reduzierung der Gleise von 17 auf 8, was wiederum zur Folge hat, dass mit nicht weniger als 18 neuen Tunneln die komplette Stadt unterquert werden muss.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich bin kein Verkehrsexperte, und ich bin kein Konservativer. Änderungen sind ja nicht schlecht, und die Überlegung, den Flughafen Stuttgart mal vernünftig an den Fernverkehr anzuschließen, ist ja so dämlich nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber ein bisschen aus dem Ruder gelaufen ist das Projekt meines Erachtens nach schon. Schon das Finanzierungskonzept passt wahrscheinlich hinten und vorne nicht. Ich weiss noch, dass es anfangs um die Kleinigkeit von 5 Milliarden DM ging. Heute geht man von 4 Milliarden € aus, Gutachten von Kritikern vermuten bis zu 8,7 Milliarden €. Das wiederum kann man gar nicht so sicher sagen, da ein Teil der Kosten durch den Verkauf von Grundstücken gedeckt werden soll &#8211; die aber natürlich erst frei sind, wenn der Spaß fertig ist.<br />
Und wie bei jedem Projekt dieser Größe ist im Vorfeld eine Menge gemauschelt worden. Irgendwo hab ich neulich gelesen, dass die Stadt schon im Vorfeld Geld an die Bahn zahlt, damit sich der Aufwand lohnt oder so&#8230; alles ein wenig undurchsichtig.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Übrigen hat der Berliner Hauptbahnhof etwa 500 Millionen € gekostet. Ich würde mich einfach sehr wundern, wenn ausgerechnet Stuttgart es schaffen sollte, mit &#8220;nur&#8221; dem achtfachen dieses Budgets de facto 4 Bahnhöfe, 57 km Schienen, 18 Tunnels etc. zu bauen. Das glaub ich einfach nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Kritiker bemängeln indes nicht nur die Geldverschwendung. Auch wenn sicher seit dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs im letzten Jahr viel Paranoia auf dem Gebiet herrscht, scheint es doch fragwürdig zu sein, ob der Stuttgarter Untergrund &#8211; oder vielleicht auch nur die bedeutenden Mineralquellen &#8211; die umfangreiche Untertunnelung einfach so wegstecken können.</p>
<p style="text-align: justify;">Außerdem wird allein für die Abraumentsorgung eine Schneise durch den zentralen Park in Stuttgart, den Schloßgarten bzw. Rosensteinpark geschlagen werden. Neben den üblichen bedrohten Käfern, Vögeln und Fledermäusen ist auch noch fraglich, wie sich die diffizile Klimasituation im Stuttgarter Talkessel entwickeln wird, wenn die rund 100 Hektar Gleisanlagen erstmal in ein Neubauviertel umgewandelt sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Es geht also nicht um eine kleine Baustelle und die Frage, ob jetzt der alte Bahnhof schön ist oder nicht. Je nach Umfrage sind zwischen einem und zwei Drittel der Stuttgarter Bevölkerung gegen das Projekt, das im Übrigen so einfach zu realisieren scheint, dass es nicht einmal eine ernsthafte Überprüfung von Alternativen gab. Und alleine die Tatsache, dass sich in der sonst so überschaubaren Schwabenmetropole bis zu 20.000 Leuten aufraffen, um gegen die Geschichte zu demonstrieren, und nicht nur die üblichen 2.000 Spaßbremsen, von denen wie ich sowieso einige abgewandert sind, das ist schon beachtlich.</p>
<p style="text-align: justify;">Randaliert ein bisschen für mich mit heute Abend!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Nachtrag 26.8.2010, 5:00:</strong></p>
<p>goldie giftig ist gerade am Spamschutz gescheitert und hat mich gebeten, folgendes noch reinzuhauen:</p>
<p><a href="http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=6763378/1dxqms6/" target="_blank">http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=6763378/1dxqms6/</a></p>
<p>unser bfe ist auf kuschelkurs (bis auf wenige ausnahmen, zumindest für ihre verhältnisse)</p>
<p><a href="http://www.parkschuetzer.de/" target="_blank">http://www.parkschuetzer.de/</a><br />
<a href="http://www.bei-abriss-aufstand.de/" target="_blank">http://www.bei-abriss-aufstand.de/</a><br />
<a href="http://www.spiegel.de/thema/stuttgart_21/" target="_blank">http://www.spiegel.de/thema/stuttgart_21/</a></p>
<p>Falls jemand sich näher informieren will&#8230;</p>
<p><strong>Nachtrag 26.8.2010, 6:45:</strong><br />
Inzwischen auch schön im Vordergrund zu sehen, wie die Polizei einmal mehr das erst neulich als verfassungsrechtlich unerlaubt eingestufte &#8220;präventive Filmen&#8221; bei Demonstrationen einfach weiter betreibt&#8230;</p>
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		<title>Noch 7 Tage&#8230;</title>
		<link>http://www.sashs-blog.de/wordpress/2010/07/04/noch-7-tage/</link>
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		<pubDate>Sat, 03 Jul 2010 22:45:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sash</dc:creator>
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		<description><![CDATA[...dann rechne ich mit etwas Geld.





Nach dem  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">&#8230;dann rechne ich mit etwas Geld.</p>
<p style="text-align: justify;">
<div id="attachment_6270" class="wp-caption aligncenter" style="width: 590px"><a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/07/2010-07-03-gerichtheader.jpg"><img class="size-full wp-image-6270" title="2010-07-03-gerichtheader" src="http://www.sashs-blog.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/07/2010-07-03-gerichtheader.jpg" alt="Vollstreckbar, Quelle: Sash" width="580" height="73" /></a><p class="wp-caption-text">Vollstreckbar, Quelle: Sash</p></div>
<p style="text-align: justify;">Nach dem überraschenden (*hüstel*) <a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/2010/06/09/ahnliche-erfahrung-machen/" target="_blank">Sieg im Gerichtsverfahren</a> gegen meinen Ex-Vermieter haben wir nun eine ganze Weile auf eine schriftliche Ausfertigung des Urteils warten dürfen. Wie zu erwarten war, liest es sich nur halb so geil, wie es sich anfühlt:</p>
<p style="text-align: justify;">
<div id="attachment_6271" class="wp-caption aligncenter" style="width: 590px"><a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/07/2010-07-03-gerichtsurteil.jpg"><img class="size-full wp-image-6271" title="2010-07-03-gerichtsurteil" src="http://www.sashs-blog.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/07/2010-07-03-gerichtsurteil.jpg" alt="Wortlaut, Quelle: Sash" width="580" height="341" /></a><p class="wp-caption-text">Wortlaut, Quelle: Sash</p></div>
<p style="text-align: justify;">Was bin ich froh, dass meine Wortwahl etwas freier ist, als die von Justizangestellten <img src='http://www.sashs-blog.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: justify;">Nun ja, im Laufe des Samstags ist der Brief an Dieter und Petra via Post rausgegangen, und wir erwarten gemäß unserer Forderung einen Zahlungseingang bis zum 10.7.2010. Also binnen einer Woche. Das ist gar nicht so fies, wie es sich anhört, denn wir hätten auch gleich den Gerichtsvollzieher beauftragen können. Aber wieso sollte ich jemandem den Gerichtsvollzieher auf den Hals hetzen, wenn ich ihm auch einen netten Brief ohne förmliche Anrede zustellen kann?</p>
<p style="text-align: justify;">Ja, damit ist die Geschichte zwar prinzipiell gelaufen, was aber noch folgen wird, ist ein Kostenfestsetzungsverfahren, in dessen Rahmen dann erörtert wird, was Dieter mir noch alles überweisen darf. Die Summe wird &#8211; wenn alles gut läuft &#8211; noch einmal ein ähnlich hoher Betrag, schließlich geht es um lange und beschwerliche Reisen, Verdienstausfall, Übernachtungen, Gerichtskosten (die wir vorgestreckt haben) und weitere solche Kleinigkeiten. Oder um es etwas pointenorientierter auszudrücken: Wenn er das Geld vor zwei Jahren nicht verdammt gut angelegt und damit verdoppelt hat, sehe ich schwarz für seine Gesamtbilanz zu dieser Geschichte <img src='http://www.sashs-blog.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: justify;">Und nun mal gucken, ob er das mit dem Überweisen hinbekommt.</p>
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		<title>Kleiner Nachschlag zum Prozess</title>
		<link>http://www.sashs-blog.de/wordpress/2010/06/11/kleiner-nachschlag-zum-prozess/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 05:20:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sash</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So, nun bin ich wieder in Berlin, brotfertig zwar, aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">So, nun bin ich wieder in Berlin, brotfertig zwar, aber immerhin.</p>
<p style="text-align: justify;">Zu der Gerichtsgeschichte wird es ab jetzt wohl nur noch unspannende Kleinigkeiten zum Kostenfestsetzungsverfahren oder so geben, da ist die Spannung natürlich raus. Tut mir leid für euch Leser, aber mich entlastet es doch ein wenig, wenngleich sich die Tatsache, dass wir wirklich endgültig gewonnen haben, noch nicht bis ins Gehirn schleichen konnte. Aber nach den nun vergangenen 45 Stunden, seit die Geschichte gelaufen ist, kann ich tatsächlich noch mit einem netten Leckerli aufwarten, das zwingend verbloggt werden muss.</p>
<p style="text-align: justify;">Dass René wahrheitsgemäß ausgesagt hat und damit für seine Eltern nicht nur keine Hilfe, sondern der Tropfen war, der das Schiff zum Kentern brachte, habe ich gestern bereits ausführlich beschrieben. Ozie hingegen hatte ein paar Minuten Gespräch mit René, und was dabei herauskam toppt so ziemlich alles, was ich bisher erwartet habe.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Hauptproblem unserer Ex-Vermieter war ja stets (in Bezug auf Wohnung, Mietvertrag, Protokoll, Kaution etc.), dass sie einfach nichts gemacht haben. Der ganze Prozess fußte ja auf der Tatsache, dass die beiden nie irgendwas gemacht haben. Jetzt aber die Neuerung: Genau so haben sie ihn auch verloren!</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist ja sehr löblich, dass sie nicht &#8211; wie wir ja durchaus befürchtet haben &#8211; versucht haben, auf Renés Aussage einzuwirken. Dass sie aber mit ihm offenbar nicht einmal darüber gesprochen haben, was er weiss, das ist echt zu viel des Guten. Laut René himself hat er von seiner Ladung durch &#8211; nun ja! &#8211; die gerichtliche Ladung erfahren. Was seine Eltern damit bezwecken, war ihm sichtlich fremd.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich meine: Die wohnen direkt nebenan und haben es nicht fertig gebracht, ihm zu kommunizieren, dass und warum sie ihn als Zeugen laden! Ich meine, wie soll ich es bitte ernst nehmen, dass sie sich beschweren, dass sie verloren haben?</p>
<p style="text-align: justify;">Wie zur Hölle kann man sich in einem Gerichtsverfahren von der Aussage seines Sohnes überraschen lassen? Es ist doch nicht verboten, sich über das Thema auszutauschen. So lange er dennoch wahrheitsgemäß aussagt&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Ich meine, die haben ihn vor einem Jahr quasi auf die Zeugenliste gesetzt. Dann haben sie alle außer ihm wieder runtergenommen. Sie haben den Beschluss bekommen, dass René als einziger Zeuge den offenbar einzigen Beweis antreten soll, dass sie im Recht sind. Und dann reden die nicht mal miteinander? Ich meine, ich steig doch beim Taxifahren auch nicht hinten ein und warte mal, ob das Auto mich und den Kunden irgendwohin fährt, oder?</p>
<p style="text-align: justify;">So langsam glaube ich, die wollten mir diesen zweiten Kurzurlaub in Stuttgart einfach gerne bezahlen.  Das können sie haben, aber ehrlich gesagt, hätte es da eine einfache Überweisung getan. Deswegen muss man doch nicht vor Gericht gehen&#8230;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ähnliche Erfahrung machen&#8230;</title>
		<link>http://www.sashs-blog.de/wordpress/2010/06/09/ahnliche-erfahrung-machen/</link>
		<comments>http://www.sashs-blog.de/wordpress/2010/06/09/ahnliche-erfahrung-machen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 13:46:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sash</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gerichtsverfahren sind eine komische Geschichte. Seit e [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Gerichtsverfahren sind eine komische Geschichte. Seit etlichen Einträgen hangele ich mich durch ein mir noch vor einem Jahr unbekannt gewesenes Thema und gebe Prognosen ab, wie es enden könnte, kotze Gift und Galle in Form scheinbar liebenswürdiger Anekdoten gegen Richter, Anwälte und mindestens das Justizsystem im Allgemeinen.</p>
<p style="text-align: justify;">Und irgendwie kommt doch immer alles anders. Naja, fast.</p>
<p style="text-align: justify;">Beim heutigen Termin, der Zeugenvernehmung, waren die Möglichkeiten eines Ausganges der Geschichte bereits von Anfang an eingegrenzt. René, seines Zeichens Sohn der beiden Beklagten, sollte mit seiner Aussage beweisen, dass zu meinem Einzug die Schäden, die mir zur Last gelegt werden, noch nicht existierten.</p>
<p style="text-align: justify;">So gab es nur ent oder weder. Gelingt es, ist mit einer nächsten Runde in alle Bereiche zu rechnen, dem Auseinanderpflücken der Schadenshöhe z.B.. Im anderen Falle könnte es sogar das sofortige Ende sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber im Endeffekt wussten wir nicht einmal, ob René kommen würde, und wenn, ob er aussagt, und wenn, wie. Denn soweit wir wussten, wohnt er noch bei den Beklagten, ist mit ihnen verwandt, von ihnen wirtschaftlich abhängig&#8230; das macht vielleicht nicht so schnell glaubwürdig, birgt aber natürlich gewisse Risiken für die Wahrheit.</p>
<p style="text-align: justify;">Vorbereitet waren wir für die Verhältnisse gut. Wir haben uns Erkundigungen von unseren Zeugen eingeholt, woran sie sich erinnern konnten, und haben eine kleine Auswahl fieser Fang- und offensichtlicher Lull-und-Lall-Fragen vorbereitet, um jede Lüge in bester Staranwalt-Manier in ein enger werdendes Netz purer Ausweglosigkeit zu lotsen.</p>
<p style="text-align: justify;">Erschreckend war es für einen Moment, als ich beim Betreten des Gerichtsgebäudes ausgerechnet René und Petra sah, denn das Worst-Case-Szenario bestand aus der Kombination von einer Anwesenheit Renés und Beeinflussung seitens seiner Mutter.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber auch Dieter und der Anwalt ließen nicht ewig auf sich warten. Unsere beiden Zeugen waren auch da, sodass eine gewisse Ausgeglichenheit durch die Anzahl wenigstens gegeben war.</p>
<p style="text-align: justify;">Direkt meinen Ex-Vermietern gegenüberzustehen hat mich zwar einmal mehr nervös gemacht, aber schon die Tatsache, dass der Anwalt vom umnachteten Moment, in dem er mir die Tür vor der Nase zumachte, abgesehen, wenig kampfeslustig gab, lies mich aufatmen.</p>
<p style="text-align: justify;">Im winzigen Saal wunderte ich mich nur, dass eine mir unbekannte Frau das Geschehen verfolgte, aber so ist das bei öffentlichen Verhandlungen. Man kann sich dennoch mal ziemlich alleine fühlen. Am Kopf des Raumes die Richterin, mir gegenüber Dieter und sein Anwalt. Petra nahm wie die Unbekannte im Zuschauerraum Platz.<br />
Meine Zeugen mussten den Raum zunächst verlassen, und Ozie sowieso, weil der gegnerische Anwalt sie ja bereits letztes Mal als &#8220;potenzielle&#8221; Zeugin aus dem Raum entfernen lies.</p>
<p style="text-align: justify;">Man fühlt sich so ein bisschen umzingelt.</p>
<p style="text-align: justify;">Um mich selbst zu beruhigen, habe ich mir die vorbereiteten Fragen auf den Tisch gelegt und nach einem Blick zum gegnerischen Anwalt ebenso wie dieser meinen Unterlagenordner aufgeschlagen. Dazu gab es keinen ersichtlichen Grund, aber ich hatte nicht vor, dieses Mal in Punkto stoischer Gelassenheit oder professioneller Arroganz den Kürzeren zu ziehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Binnen drei Minuten lag ich in Führung.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe mir mein süffisantes Lächeln nicht permanent verkneifen können, als mir klar wurde, dass René wahrheitsgemäß aussagt. Nach wenigen Sätzen seinerseits war klar, dass er zum fraglichen Zeitpunkt nie in der Wohnung war und lediglich bezeugen kann, dass die Schäden nach meinem Auszug existierten. Bei meinen Fragen musste ich plötzlich erfinderisch sein, denn ich hatte eigentlich keine passenden. Er sagte ohnehin nichts gegen uns aus, und so habe ich die Zeit genutzt, um ihn den Umfang der Schäden schildern zu lassen, was ggf. bei weiteren Beweisaufnahmen oder einer zweiten Instanz von Belang sein könnte. Selbst das nicht ohne Erfolg.</p>
<p style="text-align: justify;">Der dritte Schaden (die Duschtür, bei der ein unbeteiligter Freund gestern beim gemütlichen Beisammensein spontan rief &#8220;Die war doch ewig schon kaputt!&#8221;) wurde nur noch oberflächlich angegangen, da René bereits gesagt hatte, er war zur fraglichen Zeit nie im Bad, aber ich muss es eben erwähnen, weil Renés O-Ton zum Zustand beim Auszug</p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: justify;"><em>&#8220;Komplett deformiert&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">schlicht in diesen Eintrag gehört.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Richterin deutete ihre Enttäuschung bezüglich der Beweiskraft an, und so tat der Anwalt, was er tun musste: Kurze Unterbrechung.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich war eigentlich gelassen genug, um diese zum Pinkeln zu nutzen, aber um der Gegenseite nicht den Eindruck zu vermitteln, sie seien der einzige gackernde Haufen im Gericht, bin ich festen Schrittes raus, hab Ozie, die sich den Tisch im Flur inzwischen mit den drei Zeugen beider Parteien in trauter Eintracht teilte, mit einer hoffentlich professionell anmutenden Geste zu mir gewunken.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf dem Weg ins Abseits vernahm ich die Stimme des gegnerischen Anwaltes:</p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: justify;"><em>&#8220;Also, jetzt bleibt nur noch eine Möglichkeit&#8230;&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">Ich lauschte, immer noch festen Schrittes durchs Haus marschierend, angestrengt.</p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: justify;"><em>&#8220;Anerkenntnis&#8230;&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Yes!</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Etwa 5 Minuten später war bereits zu Protokoll gegeben, dass die Beklagten die Klage anerkennen. Die volle Kaution, die Zinsen, die Gerichtskosten&#8230; all das geht zu Lasten Dieters! So wie ich es immer gesagt habe.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wir haben gewonnen! </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ein paar halblebige Jammereien hatte ich noch anzuhören, wie sehr sie belogen wurden und dass ihre Lehre daraus sei, keine WG&#8217;s und &#8220;Studenten&#8221; (ca. 3 Leute von 13 in der gesamten WG-Zeit) mehr aufzunehmen.</p>
<p style="text-align: justify;">Als ich nach einem unspektakulären Ende ohne große Emotionen oder Worte den Saal mit professionell anmutender Nüchternheit verlassen habe, fauchte mir Petra noch zu:</p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: justify;"><em>&#8220;Dir wünsch ich nur, dass du mal ähnliche Erfahrungen mch&#8217;sch, weil des jetzt&#8230;&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">Ohne mich umzudrehen, erwiderte ich ein dahingehauchtes</p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: justify;"><em>&#8220;Hach&#8230;!&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">Von René habe ich mich mit einem Handschlag verabschiedet und mich für die Unannehmlichkeiten entschuldigt, was er mit einem Lächeln entgegennahm. Mit Ozie und meinen beiden Zeugen habe ich mich dann davongemacht, um mir das Elend nicht länger anzusehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die haben nicht im Geringsten verstanden, warum sie den Prozess verloren haben, mal abgesehen davon, dass eine ganze Menge themenbezogener Ignoranz nötig ist, um sich von einem wahrheitsgemäßen Geständnis des eigenen Sohnes überaschen zu lassen. Wir sind die bösen und das Recht ist eben mal wieder ungerecht. Wahrscheinlich glaubt das selbst die Richterin noch, was ich schade finde. Aber ich hab ja jetzt, was ich will.</p>
<p style="text-align: justify;"> <img src='http://www.sashs-blog.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: justify;">So, es gibt noch mehr zur Fahrt, ich könnte stundenlang schreiben. Aber ich hab in den letzten 60 Stunden nur 2 x 4 davon geschlafen und mein Körper braucht noch Kraft für die zweistellige Anzahl an großen Bier, die heute Abend vernichtet werden will.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich melde mich aus Berlin live wieder und beantworte auch die Kommentare erst wieder zu Hause. Morgen kommt nur ein kurzer Taxitext, aber glaubt mir: Der Alltag kommt schnell genug wieder&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Und jetzt wird gefeiert!!!</p>
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		<title>Abwesenheitsnotiz</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 15:15:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sash</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Abwesenheitsnotizen sind langweilig!
Aber nein, irgend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Abwesenheitsnotizen sind langweilig!</p>
<p style="text-align: justify;">Aber nein, irgendwie müssen sie ja sein. Warum nicht auch mal langweilig? Ursprünglich wollte ich erst morgen sowas raushauen, aber ich war irgendwie mit dem Text nicht zufrieden, und wann, wenn nicht nach rund 24 Stunden Wachsein sollte man so etwas schreiben, wenn es mal was anderes werden soll?</p>
<p style="text-align: justify;">Ich und Ozie treffen hier sowas ähnliches wie letzte Startvorbereitungen für den dreitägigen Ausflug nach Stuttgart. Pünktlich am heutigen Morgen, also rund 24 Stunden vor Fahrtantritt haben wir mal sowas ähnliches wie eine Verbindlichkeit bei einer Autovermietung zustandegebracht.</p>
<p style="text-align: justify;">Autos mieten ist ja so eine Sache: Im Prinzip sehr einfach und unproblematisch, aber bei uns stimmt immer irgendwas nicht. Die einzige Kreditkarte im Haus hat nicht genügend Verfügungsrahmen um die Kaution noch mit zu begleichen, die Karte für das bestgefüllte Konto läuft nicht auf den Namen des einzigen, der das Auto mieten darf und überhaupt ist eher zu viel Bargeld und zu wenig electronic cash in der Reisekasse. Wahrscheinlich eine Berufskrankheit meinerseits. Dann hat unser Autodealer ums Eck keine Kisten mehr da und wieder andere erlauben ec-Kartenzahlung nur bis 200 € zwischen 12 und 16 Uhr, wenn der Mond voll und die Karte nicht grün ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir probieren mal wieder eine andere Vermietung aus, und der Kontakt am Telefon war schon mal erste Sahne, der Preis ist völlig ok und wir sind irgendwie schon ein wenig hibbelig. Die letzten Klamotten rödeln im Trockner eine Extrarunde, während wir dem Wetter und dem Klamottenpacken wegen größtenteils textilfrei aufs Schlafen warten. Dank einer Coffee hab ich dann binnen einem Tag meinen Rhytmus umgestellt, und das ist schon die halbe Miete.</p>
<p style="text-align: justify;">A prospos Miete: Weswegen Stuttgart? Soll ja anderswo auch ganz nett sein&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Der Termin ist quasi Pflicht. Im <a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/category/feinde/vermieter-feinde/" target="_blank">Rechtsstreit mit meinem Vermieter</a> steht eine extrem wichtige und gleichermaßen unterhaltsame Zeugenvernehmung an. Wie schon so vieles könnte auch das prozessentscheidend sein, und auch wenn ich als Kläger keine Anwesenheitspflicht habe, wäre ich blöd, wenn ich mir die Gelegenheit entgehen lassen würde, mir das Spektakel reinzuziehen. Oder vielleicht sogar mal ein paar fiese Fragen einzureichen. Fieserweise findet es diesmal kurz vor dem Aufstehen statt.</p>
<p style="text-align: justify;">Naja, darüber hinaus frohlocket mein Herz tatsächlich gar sehr, dass es mich mal wieder in heimatliche Gefilde trägt. Wenngleich der Termin familiär betrachtet schlecht liegt, so hoffe ich doch wenigstens mit dem Wiedersehen einiger weniger Leute, und stellvertretend für die blutsverwandte Baggage wird der Schwob mit mir am Mittwochabend Dartpfeile und Bierkrüge ein ums andere Mal stemmen.</p>
<p style="text-align: justify;">Erfahrungsgemäß endet das damit, dass wir keine Brüder mehr sind, aber warten wir es ab <img src='http://www.sashs-blog.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: justify;">Ja, das Auto wird in den frühen Morgenstunden, so gegen 8 Uhr abgeholt. Wenn mir jemand also binnen der nächsten 4 Tage noch schnell ein paar Beschimpfungen zukommen lassen will, die ich erwidern soll, dann wären die nächsten 12 Stunden der sinnigste Zeitpunkt. Danach ist es wahrscheinlich erstmal ein bisschen ruhig, wenngleich ich die Hoffnung habe, dass ich wenigstens im Falle eines gewonnenen Verfahrens die Zeit finde, ein paar Spottverse zu Ungunsten des gegnerischen Anwaltes zu dichten und zu bloggen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich wünsche jedenfalls allen da draussen eine ähnlich unterhaltsame Woche wie mir und viel Spaß!</p>
<p style="text-align: justify;">Wir lesen voneinander. Bald.</p>
<p style="text-align: justify;"> <img src='http://www.sashs-blog.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Was macht eigentlich&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 14:04:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sash</dc:creator>
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		<description><![CDATA[das Gericht?
Ich hab lange nichts mehr über das Verfa [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">das Gericht?</p>
<p style="text-align: justify;">Ich hab lange nichts mehr über das Verfahren geschrieben, das ich gegen meinen Vermieter am Laufen habe. Nun, der einfachste und offensichtlichste Grund ist auch der richtige: Es gibt keine News.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir gehen mehr oder minder gemütlich dem Termin der <a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/2010/03/26/das-wird-nicht-aufhoren/" target="_blank">Zeugenvernehmung</a> entgegen und schmieden die ersten Reisepläne. Stand der Dinge ist der, dass (endlich!) mal Dieter in der Beweispflicht ist, dass diese Schäden vor meiner Übernahme der Wohnung nicht existiert haben. Dank seines gering ausfallenden Interesses an Papier gab es natürlich auch damals kein Übergabeprotokoll, und so soll dieser Sachverhalt jetzt mit der Vernehmung seines Sohnes geklärt werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Das ist nach wie vor eine witzige Geschichte, da sie sich hier ziemlich verrannt haben. Besagter Sohn war nämlich bei der entsprechenden Wohnungsübernahme gar nicht anwesend.</p>
<p style="text-align: justify;">Eben habe ich mich mit einem Telefonanruf bei Gericht davon überzeugt, dass er tatsächlich geladen wurde, und so langsam bin ich echt beängstigt ob der Überlegung, dass René dort eine Falschaussage machen könnte. Allerdings weniger meinetwegen, sondern seinetwegen. Zu meiner Version der Geschichte sind immerhin auch zwei Zeugen geladen und ich glaube, dass eine Falschaussage unter diesen Umständen recht leicht zu entlarven sein wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich hoffe, dass er clever ist und von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch macht.</p>
<p style="text-align: justify;">Was es für uns bedeuten würde, wenn es keinen erbrachten Beweis dafür gibt, dass wir Schäden verursacht haben, brauche ich sicher nicht näher erläutern. <img src='http://www.sashs-blog.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Voll schön!</title>
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		<pubDate>Fri, 28 May 2010 04:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sash</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hatte ich also eine (besser gesagt: zwei) nette Abschlu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Hatte ich also eine (besser gesagt: zwei) nette Abschlusstouren mit einem Vierertrupp gutgelaunter und schon leicht angeschlagener Mädels aus meiner alten Heimat Stuttgart. Auch wenn die Wege nicht ewig waren, sind wir doch ein bisschen zum Reden gekommen, und wie so oft schweifte das Thema irgendwann zum Taxifahren:</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 30px;"><em>&#8220;Und, kann man da gut von leben?&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 30px;"><em>&#8220;Ach, ich bin zufrieden, aber eine Familie möchte ich damit nicht durchbringen müssen. Ansonsten ist Berlin ja eine günstige Stadt.&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 30px;"><em>&#8220;Echt? Was zahlst du denn so an Miete?&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 30px;"><em>&#8220;Das ist ein bisschen schwer zu beantworten, denn ich wohne zusammen mit einem Kumpel und meiner Freundin&#8230;&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">Und dann alle im Chor:</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 30px;"><em>&#8220;Ooooaaaahhhh!&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">Ich bin ja auch froh, meine Freundin zu haben, auf so viel Mitgefühl war ich allerdings nicht vorbereitet. Und mir ist spontan ein alter nichtlustig-Cartoon dazu eingefallen:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://nichtlustig.de/toondb/081118.html" target="_blank">Klick mich, wenn du gucken willst!</a></p>
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		<title>Niemals</title>
		<link>http://www.sashs-blog.de/wordpress/2010/05/07/niemals/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 04:46:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sash</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute Nacht hat offenbar ein Kollege am Ostbahnhof eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Heute Nacht hat offenbar ein Kollege am Ostbahnhof einen Menschen angefahren. Ich kenne weder den Kollegen, noch den angefahrenen Menschen. Ich weiss nicht, was genau passiert ist, wie es dem/der Angefahrenen geht, oder wer rechtlich und/oder moralisch schuld an der Sache ist. Ich weiss nur eines: Niemals will ich das selbe erleben, niemals!</p>
<p style="text-align: justify;">Einen Unfall mit einem im Protokoll nüchtern vermerkten Personenschaden möchte ich nie in meinem Leben, egal ob beruflich oder privat, verschulden oder auch nur in einen verwickelt sein!</p>
<p style="text-align: justify;">Ganz abgesehen von den beruflichen Konsequenzen weiss ich nicht, wie ich damit umgehen könnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Klar, der Gefahr bin ich mir bewusst. Im Gegensatz zu offenbar vielen anderen Verkehrsteilnehmern bin ich mir bewusst, dass ich mit meinem über eine Tonne wiegenden Gefährt auch ein Gerät mit mir führe, das im Extremfall wirksamer ist als manche Waffe. So sehr ich selbst es als schleichend empfinde, weiss ich doch, welch verheerende Auswirkungen ein Unfall mit einem Passanten schon bei so &#8220;geringer&#8221; Geschwindigkeit wie 30 km/h haben kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Vor Jahren hatte ich eine Situation, bei der es fast so weit gekommen wäre. Ich bin in Stuttgart als unbedeutender Teil des fließenden Verkehrs auf eine Ampelanlage für Fußgänger zugefahren, ruhig und gelassen wie alle anderen auch mit 50 km/h. Von hinten rannte durch die stehende Menge an Menschen ein Mann, um  &#8211; aus welchem Grund auch immer &#8211; auf die andere Straßenseite zu gelangen. Als er mit dem Fuß die Straße betrat, trennten uns vielleich 10 Meter. Ich, auf der rechten Spur fahrend, zog instinktiv den Wagen nach links. Ich bilde mir gerne ein, gewusst zu haben, dass neben mir eine Lücke im Verkehr war, aber wahrscheinlich war mir das nicht bewusst. Der übereifrige Sprinter erkannte seinen Fehler gleichfalls und stoppte möglichst aprupt. So bekloppt seine Idee auch grundsätzlich war (ich war wirklich nicht der einzige Wagen dort), ist es doch der schnellen Reaktion von uns beiden zu verdanken, dass wir uns um vielleicht 50 Zentimeter verfehlt haben. Hätte er gezögert beim Bremsen, hätte ich nicht ausweichen können. Und hätte ich nur gebremst, hätte der Wagen hinter mir spätestens mich in ihn hineingeschoben.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch wenn nichts passiert ist, und ich zwei Kilometer weiter den Wagen abgestellt habe, als sein nichts gewesen, muss ich heute, ein paar Jahre später, doch zugeben, dass dieser Moment nicht spurlos an mir vorübergegangen ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Inzwischen bin ich beruflich Fahrer und ich habe durch meine Reaktion inzwischen mehr als nur ein oder zwei Unfälle verhindert, an denen ich nicht schuld gewesen wäre. Das bestätigt mich tatsächlich in meiner Selbsteinschätzung und ich bin in gewisser Weise tatsächlich stolz darauf.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber genauso gut weiss ich seit diesem Zwischenfall, dass es schnell gehen kann. Schneller, als wir alle es uns vielleicht vorstellen. Der motorisierte Verkehr ist eine Gefahrenquelle, ganz egal, welche tollen Sicherheitssysteme inzwischen in Autos installiert sind! Ich hoffe, dass die Geschichte am Ostbahnhof heute glimpflich ablief, und ich hoffe auch, dass beide Seiten irgendwie was daraus gelernt haben, ohne dass es einem der beiden das Leben verpfuscht!</p>
<p style="text-align: justify;">Aber ja, so sehr ich mir meist Gelassenheit in Ausnahmesituationen attestieren würde: Niemals würde ich tauschen wollen, niemals!</p>
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		<title>Jahresrückblick</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Dec 2009 23:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sash</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Irgendwie kann es ja nicht sein, dass die längsten Blo [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Irgendwie kann es ja nicht sein, dass die längsten Blogeinträge des Jahres alle ausgerechnet von Gerichtsschreiben handeln. Also bekommt ihr hier in sage und schreibe 5.060 Worten meinen subjektiven Rückblick auf das Jahr 2009. Der längste Beitrag dieses Jahres, &#8220;<a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/2009/11/21/nimm-dies-schurke/" target="_blank">Nimm dies, Schurke!</a>&#8221; hat laut WordPress zwar ganze 6.143 Wörter, aber den hab ich beim besten Willen nicht mehr erreichen können. Und dieser hier hat wenigstens mehr Bilder! Ich hab natürlich nicht über alles geschrieben, und zudem fast nur meine eigenen Artikel verlinkt. Sonstige Links gibt es (fast) nur zu Wikipedia, da ich kein Nachrichtenmedium bevorzugen will und nicht die Zeit habe, bei jedem Ereignis nach dem wirklich besten Artikel zu suchen. Wer einen vernünftigen Überblick sucht, der sich nicht mit Belanglosigkeiten und Zynik irgendwie aus der Relevanzlosigkeit zu retten versucht, der muss andere Medien befragen. Ganz ehrlich, es kann gut sein, dass mir das ein oder andere wichtige Ereignis entfallen ist. Das wiederum passiert ja auch leicht, da die offiziellen Jahresrückblicke der etablierten Medien ja nicht nur mindestens so subjektiv sind wie meiner, sondern zudem in der Regel irgendwann zwischen dem ersten und fünfzehnten Dezember enden. Dank an diese vorschnelle Schußkraft der medialen Gesellschaft! Und nebenbei Entschuldigung dafür, dass ich die Ereignisse in Detroit tatsächlich nicht mitbekommen hab&#8230; <img src='http://www.sashs-blog.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':(' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: justify;">Garniert ist das Ganze mit je einem Bild pro Monat. Die meisten dürften noch unbekannt sein, und es ist nur eine spontane Auswahl von mir. Inhaltlich haben sie mal mehr, mal weniger mit dem Monat zu tun, sind aber alle in der jeweiligen Zeit aufgenommen worden. Vielleicht weiss ja das ein oder andere zu gefallen.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber gut, lassen wir das und fangen an! Der Rückblick:</p>
<p style="text-align: justify;">Wider Erwarten fing das nun auslaufende Jahr auch am ersten Januar an, was kalendarisch Sinn ergab, aber in die damalige Welt nicht wirklich gepasst hat. Drei Monate zuvor war die Welt wirtschaftlich zusammengebrochen und man hatte das Gefühl, die apokalyptischen Vorgänge des noch jungen Jahrtausends finden sowieso im September statt. Aber egal. Wir wollen über das Jahr 2009 reden. Das Jahr, das dem Geschnatter zu Beginn nach als Krisenjahr in die Geschichte eingehen sollte, und bei dem man sich momentan irgendwie fragt, ob es denn jetzt schon schlimm war, ob es doch besser als erwartet war und das Schlimmste erst noch kommt oder ob nicht sowieso alles immer schlimm ist. Vielleicht versteckt sich die Antwort irgendwo zwischen den folgenden Zeilen&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Januar:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<div id="attachment_4631" class="wp-caption aligncenter" style="width: 590px"><img class="size-full wp-image-4631" title="2009-01" src="http://www.sashs-blog.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/2009-01.JPG" alt="Work in Progress - die Esstischgarnitur in der WG" width="580" height="435" /><p class="wp-caption-text">Work in Progress - die Esstischgarnitur in der WG</p></div>
<p style="text-align: justify;">Im Januar ist dieser Blog noch nicht einmal existent. Ich wurstele mich noch bei overblog durch und amüsiere mich Tag um Tag aufs Neue über kuriose Übersetzungsfehler und einen Support, der offensichtlich inspiriert ist durch das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Infinite_Monkey_Theorem" target="_blank">Infinite-Monkey-Theorem</a>, wobei &#8211; statistisch nicht unrelevant &#8211; die unendliche Zahl der Affen mit 1 gleichgesetzt wurde. Rückblickend war es ein Albtraum bei overblog, aber ich hatte lange Zeit Angst, mich wieder auf den eigenen Server zu wagen. Es war so bequem, einfach nur zu schreiben und sich um sonst nichts zu kümmern. Hätte ich damals schon eine Ahnung von WordPress gehabt, wäre das sicher schneller gegangen.<br />
Meine Abneigung gegen Sport bekommt ausgerechnet durch einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Althaus" target="_blank">helmbewehrten Ministerpräsidenten</a> der CDU auf Abwegen neue Nahrung und überhaupt bin ich ja noch dabei, mich erstmal mit dem Auto in Berlin zurechtzufinden. Der Januar ist der erste komplette Monat im Taxigewerbe für mich und neben einigen vergurkten Touren aufgrund mangelnder Ortskenntnis kommt auch die erste längere Krankheit dazu, was dieses Jahr leider kein Einzelfall bleiben sollte.<br />
Den ersten und immerhin einzigen &#8220;<a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/2009/01/29/so-dies-und-das/" target="_blank">Unfall</a>&#8221; im Taxi hab ich auch gleich einen Monat nach meinem Einstand in der Firma gefeiert, was mir bis heute mit meiner Vorliebe für Statistiken ziemlich peinlich ist, obwohl die Welt nicht ernstlich untergegangen ist dadurch. Im Grunde war diese Aktion herrlich unspektakulär, aber ich habe auch nicht erwartet, dass meine tägliche Unfallvermeidung zwischen einer Horde von Idioten ähnlich honoriert wird, wie die eines Pilotes in New York, der nach einem Crash mit einem Vogelschwarm nicht nur Unmengen Geschnetzeltes produziert, sondern zu guter Letzt seinen Job verdammt gut gemacht hat, indem er ein zum Fliegen gefertigtes Verkehrsmittel erfolgreich als Boot benutzte.<br />
Ansonsten ist die Welt im Freudentaumel. Der von Berlusconi als &#8220;gut gebräunt&#8221; bezeichnete Barack Obama wird als Präsident der USA vereidigt und alle sind einmal mehr der Meinung, ein Personalwechsel werde die Welt nachhaltig verändern. Im Grunde verhielt es sich jedoch mit einigen durchaus positiven Ausschlägen nach oben ähnlich wie mit unserem WG-Versuch, endlich mal <a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/2009/01/21/neues-jahr-neues-gluck/" target="_blank">mehr Chilis</a> anzubauen: Man hat stillschweigend hingenommen, dass Fortschritt vielleicht ein wenig regelmäßige Pflege bräuchte und man hat das Sterben akzeptiert. Aber die Bösen sitzen auch 2009 noch an alter Stelle &#8211; in Russland &#8211; und drehen den Guten den Gashahn zu. Ein PR-Desaster erster Güte in einem so kalten Monat.<br />
Und während ich feststelle, dass es keine Kollegenmär ist, dass der Januar finanziell scheiße ist, beschließt die Bundesregierung nach den (Unwort des Jahres 2008 bitte hier einsetzen) auch der restlichen Wirtschaft ein paar Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Ich nehme an, ich bin nicht der einzige, der nicht sicher sagen kann, was ihm das gebracht hat, ausser dem Wissen, dass die eigenen Kinder irgendwann noch mehr Schulden haben werden als man selbst. Meine erhöhen sich im Januar um rund 400 €, die ich in meine <a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/2009/01/06/frohes-neues-nochmal-2/" target="_blank">neue Digicam</a> stecke. Etwas teurer mag der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Burj_Dubai" target="_blank">Burj Dubai</a> gewesen sein, der seit Januar seine volle Höhe von 818 Metern erreicht hat, aber im Gegensatz zum Emirat Dubai bin ich heute auch nicht komplett pleite.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Februar:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<div id="attachment_4632" class="wp-caption aligncenter" style="width: 590px"><img class="size-full wp-image-4632" title="2009-02" src="http://www.sashs-blog.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/2009-02.JPG" alt="Upside Down - Nicos Fahrrad" width="580" height="773" /><p class="wp-caption-text">Upside Down - Nicos Fahrrad</p></div>
<p style="text-align: justify;">Der Februar ist trotz oder gerade wegen seiner Kürze enttäuschend. Weltweit gehen etliche Firmen pleite und wir schließen uns als WG an, indem wir einen ganzen Haufen Geld verprassen und für neue Möbel ausgeben. Was aussieht, als hätten wir in irgendeiner Form vor, tatsächlich die Konjunktur anzukurbeln, ist in Wahrheit eine Verlegenheitslösung. Ende Februar findet das erste Mal zu Ozies Geburtstag eine Familienfeier in unserer Wohnung statt und wir haben ein  Wohnzimmer, in dem sich so ungefähr das quadrierte Nichts befindet. Keine Möbel. Klingt komisch, ist aber so. Im Zuge der Wohnungsneueinrichtung nach Ralfs Auszug erhält nun auch das Fernsehen <a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/2009/02/26/als-das-farbfernsehen-ins-saarland-kam/" target="_blank">endlich Einzug</a> ins Saarland, unser Stehpinkel-Klo. In Anbetracht der gravierend ins Wanken geratenen Wirtschaftslage ist es nicht verwunderlich, dass ein Film wie Slumdog Millionaire 8 Oscars erhält.<br />
Ich selbst pflege den Untergang der Privatfinanzen zusätzlich mit ein bisschen Streiterei mit den Cops. Über <a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/2009/02/09/die-grunen-mannchen/" target="_blank">eine rote Ampel</a> bin ich angeblich gefahren. Die einzigen Gegenbeweise, die ich gehabt hätte, mussten leider schnell pinkeln und für mich war der Tag eh gelaufen. 3 Punkte hab ich seit damals. Im Gegenzug hab ich 123 € nicht mehr. Fairness siegt&#8230;<br />
Wesentlich härter trifft es die Berliner Kassiererin, die wegen Pfandbons im Wert von 1,30 € ihren Job verloren hat.  Ähnliche Kündigungsfälle beschäftigen das Land das ganze Jahr über immer wieder. Die Wirtschaftskrise sorgt aber nicht nur aufsehenerregend für Entlassungen, sondern auch ganz still und heimlich dafür, dass plötzlich alle, die vor ein paar Monaten einen solchen Vorwurf noch mit der ungelenken Beschuldigung &#8220;Kommunistenschweine&#8221; zu verhindern gewusst hätten, die Idee von verstaatlichten Banken irgendwie sozial finden. Die Hypo Real Estate wird allerdings nicht wirklich zum ersten Opfer des wegen ihr verabschiedeten Gesetzes, sondern wird auf herkömmlichem Wege dem Staat zugeführt.<br />
Für die Pressefreiheit ist es ein seltsamer Monat, da der DFB-Präsident Theo Zwanziger anhaltend juristisch gegen den Journalisten Jens Weinreich vorgeht, weil der nebenbei einmal mit Bezug auf Zwanziger das Wort &#8220;Demagoge&#8221; fallen lassen hat. Die Kampagne &#8220;<a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/2009/02/25/zwanziger-gegen-zwanziger/" target="_blank">Zwanziger gegen Zwanziger</a>&#8221; haben wir auch mit einem blauen Scheinchen unterstützt, und spätestens seit ich in diesem Februar endlich den Blog erneuert und an den aktuellen Platz verlegt hatte, sah ich mich ja dann doch auch ein wenig als Bloggerkollege. Die Leserzahlen wuchsen dezent weiter, und dank der nun vorherrschenden Taxi-Thematik gesellten sich immer mehr neue Leser zu meinem Blog.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>März:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<div id="attachment_4633" class="wp-caption aligncenter" style="width: 590px"><img class="size-full wp-image-4633" title="2009-03" src="http://www.sashs-blog.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/2009-03.JPG" alt="Enough Money - Monatseinnahmen" width="580" height="435" /><p class="wp-caption-text">Enough Money - Monatseinnahmen</p></div>
<p style="text-align: justify;">Der März war ein arbeitsamer Monat. Viel passiert ist nicht hier in der WG, aber sonst war die Hölle los.<br />
Die ganze Republik jammert, dass die Bahn ihren eigenen Mitarbeitern hinterherspioniert, was am Ende zur Folge hat, dass Hartmut Mehdorn die Chefetage verlässt. Gerade rechtzeitig, um nicht mehr volle Verantwortlichkeit für das S-Bahn-Chaos in Berlin übernehmen zu müssen.<br />
In Winnenden erschüttert <a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/2009/03/19/unsortierte-gedanken-zum-stand-im-heimatland/" target="_blank">ein Amoklauf</a> die Bevölkerung, was wie so oft zur Folge hat, dass die Medien, die sich in diesem Fall pietätlos und fahrlässig genug verhalten, letztlich auch wieder den ganzen alten Bullshit zu so genannten Killerspielen aus den Archiven kramen, da trotz Ursel &#8220;Fruchtbombe&#8221; von der Leyen und Wolfi &#8220;Will aber Flugzeuge abschießen&#8221; Schäuble noch kein allgemeines Computerverbot eingeführt wurde.<br />
Das Thema bleibt aber wichtiges Element der Innenpolitik und sorgt für eine sehr ungewöhnliche Solidarität unter den Netzaffinen aller Couleur.<br />
Während in Österreich die Verurteilung des Inzest-Vaters des Jahrhunderts gelingt, wird klar, dass die baden-württembergische Polizei jahrelang einer inexistenten durchs Land marodierenden, klauenden und mordenden Transe <a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/2009/03/27/ein-wenig-amusiert/" target="_blank">hinterhergerannt ist</a>, die es so nie gab. Die vermeintlich von Tätern verschiedenster Verbrechen hinterlassenen DNA-Spuren stammten von einer Mitarbeiterin, die die Produktion der zur Beweissicherung verwendeten Wattestäbchen betreute.<br />
Passend zur Verblödung der Menschheit, der selten genug ein Licht aufgeht, muss nun auch noch ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%BChbirnenverbot#Europ.C3.A4ische_Union" target="_blank">Gesetz</a> gemacht werden, das normale Glühbirnen verbietet. Dass die Menschen in den darauffolgenden Monaten mit einem Enthusiasmus in die Läden rennt, um ja noch so ein Teil zu bekommen, das den dreifachen Stromverbrauch hat, kann sich nur dadurch erklären lassen, dass Blödheit dominant vererbt wird und nicht nur die Österreicher gerne intrafamiliäres Geschnacksel praktizieren.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>April:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<div id="attachment_4634" class="wp-caption aligncenter" style="width: 590px"><img class="size-full wp-image-4634" title="2009-04" src="http://www.sashs-blog.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/2009-04.JPG" alt="As Time goes by - Bahnhofsgeländer" width="580" height="773" /><p class="wp-caption-text">As Time goes by - Bahnhofsgeländer</p></div>
<p style="text-align: justify;">Berlin wagte einen <a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/2009/04/26/wahlgeheimnis/" target="_blank">Volksentscheid</a> zum Religionsunterricht, der  &#8211; und es ist selten, dass ich so etwas auch noch befürworte &#8211; keine Änderung der bisherigen Situation zur Folge hatte. Trotz Günther Jauch. Dass ausgerechnet das im Vergleich zu anderen Ländern sehr weltliche Religionsunterrichtsmodell von Berlin gekippt werden soll, lässt mich einmal mehr daran glauben, die Menschen wehren sich absichtlich gegen Vernunft. Gut, dass das in die Hose ging.<br />
Während in Italien die Erde heftig wackelt und so selbst Berlusconi aus seinem Luftschloss rüttelt, passiert im Taxi-Gewerbe in Berlin gar nichts. Die Schulferien senken die Umsätze auf ein Jahrestief, was spätestens ab dem dritten Tag extrem nervig wird. Ich selbst  beschäftige mich in diesem Monat aus Mangel an sonstigen Alternativen damit, das Blog-Design ein wenig zu ändern, und so erstrahlt der Blog seit April ziemlich genau so, wie ihr es jetzt seht.<br />
Eine einzige bedeutende Fahrt hatte ich im April: Ich hab endlich das <a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/2009/04/23/wombats-sehen-und-sterben/" target="_blank">Wombats Hostel</a> gesehen, obwohl ich schon in den Monaten davor ständig Leute dahin gebracht hatte &#8211; die aber aus absurden Gründen immer schon vorher aussteigen wollten.<br />
Ein Häufchen nicht unbedeutender Provider in Deutschland beginnt mit einer freiwilligen Zensur von Kinderpornografie im Internet, was eine ziemlich absurde Form vorauseilenden Gehorsams darstellt, aber natürlich nicht in Frage zu stellen ist, weil es ja schließlich um Kinderpornografie geht. T-Mobile lässt gleich ein Special-Feature folgen: Ein paar Stunden kompletter Netzausfall. Sehr wahrscheinlich, dass sich auch Kinderpornografienutzer geschädigt fühlen!<br />
Mit der Entführung des Schiffs Hansa Stavanger beginnt ein monatelanges Schauspiel der menschlichen Unzulänglichkeiten, das parallel zu einer ähnlichen Hype-Veranstaltung läuft: Die Schweinegrippe! Ein <a href="http://www.paramantus.net/?page_id=1736" target="_blank">sympathisches kleines Grippe-Virus</a> hat sich in Mexiko vor die Türe getraut, und seit April warten wir alle auf den Totalausfall der menschlichen Zivilisation, der unweigerlich eintreten wird, wenn das Virus mal loslegt.<br />
Ich muss das erste Mal mit eigenen Augen den Unfall eines Kollegen beobachten, der zwar glücklicherweise nicht so drastisch ausging wie die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Koninginnedag#Anschlag_2009_in_Apeldoorn" target="_blank">Amokfahrt</a> in Apeldoorn in den Niederlanden, an meinen eigenen Nerven jedoch wesentlich mehr zerrt. Bis heute bin ich verwundert, dass Need for Speed seit den Vorkomnissen von Apeldoorn nicht von der Regierung zu einem Killerspiel hochgestuft wurde. Und just in diesem Monat habe ich mich auch mit einem <a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/2009/04/10/ich-lernen-wie-verkehr-2/" target="_blank">Verkehrsseminar</a> beschäftigt, was mir die zwiespältige Erkenntnis brachte, dass die Quote neuen Wissens überschaubar ist, die Quote der Fahrer, die damit was anzufangen wissen allerdings noch überschaubarer. Seit damals bin ich zudem bei fotolia angemeldet und hab mit meinen Bildern bisher 5,70 € verdient. Nicht, dass ich meinen Lebensunterhalt damit bestreiten könnte, aber immerhin!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Mai:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<div id="attachment_4635" class="wp-caption aligncenter" style="width: 590px"><img class="size-full wp-image-4635" title="2009-05" src="http://www.sashs-blog.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/2009-05.JPG" alt="Gone for a While - Nico" width="580" height="435" /><p class="wp-caption-text">Gone for a While - Nico</p></div>
<p style="text-align: justify;">Der erste Mai in Berlin begann seit langer Zeit mal wieder mit <a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/2009/05/02/erster-mai-buntes-durcheinander/" target="_blank">Krawall</a>, und wenngleich ich eine Beteiligung verneine, so war ich doch anwesend. Ganz offensichtlich sind mir die Kinderspielchen aber fast schon zu langweilig geworden, habe ich doch immerhin nicht einmal realisiert, dass hinter mir ein Molli explodiert ist, was Ozie in Angst und Schrecken versetzte. Ein bisschen dekadent mutet mein Abkommen mit ihr von diesem ersten Mai an, fortan den ersten Mai in Kreuzberg künftig immer mit einer Taxifahrt nach Hause zu beenden. Mal sehen, wie lange wir das durchhalten.<br />
Während die Kita-Mitarbeiter streiken und wir als Taxifahrer uns im Gegenzug vor der Tariferhöhung am 1. Juli fürchten, stagniert die Inflation in Deutschland und sogar für Opel wird ein Rettungsplan vereinbart. Dass das Jahr aber nicht zu Ende gehen würde, wie es angefangen hat &#8211; obwohl nicht einmal der Bundespräsident wechselt &#8211; zeigt sich bei uns in der WG dann, als sich <a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/2009/05/19/wat-n-fall/" target="_blank">Vattenfall meldet</a>. Zu Recht, schließlich haben wir anderthalb Jahre keinen Strom gezahlt. Mir scheint, der Mitarbeiter vor unserer Tür ist ähnlich perplex wie wir. Dumm nur, dass wir einen Teil der Stromkohle eine Woche zuvor in eine WG-Umbau-Aktion investiert hatten. Nico ist spontan gen Süden aufgebrochen und sollte &#8211; was wir da noch nicht erahnen konnten &#8211; erst im September wiederkommen. So hätten wir unserem kurzfristigen Kurzzeit-Mitbewohner Daniel eigentlich doch längere Zeit ein Zimmer geben können. Aber diesbezüglich war die WG dieses Jahr sowieso ganz gut bedient: 3 Übergangsbewohner können wir 2009 verzeichnen, eigentlich kein schlechter Schnitt und für uns Grund genug, eine so große Wohnung zu unterhalten.<br />
In anderen Branchen wird die Kurzarbeit so nötig, dass die Regierung deren Rechtmäßigkeit auf 24 Monate ausdehnt, was immerhin mal dafür sorgt, dass die Statistiken für dieses Krisenjahr 2009 bezüglich der Arbeitslosigkeit recht hübsch aussehen. Weniger hübsch sieht es mit meiner Laune aus, als mir Handy und Kamera <a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/2009/05/16/nach-dem-feiertag-niederschlag/" target="_blank">aus dem Taxi geklaut</a> werden. Aber wie so oft schmerzt der Verlust vor allem der Blödheit der beteiligten wegen. Zum einen wären da die Jungs, die bei fleißigem Wiederholen solcher Späße sicher irgendwann Ärger für nichts haben werden, zum anderen muss ich anmerken, dass ich &#8211; ohne allzu unverschämt sein zu wollen &#8211; es ein bisschen armselig von der Polizei finde, nicht einmal einen humpelnden Jugendlichen in Skateroutfit in einem 8-Parteien-Haus zu finden&#8230;<br />
Ich hänge aber inzwischen so an der Cam, dass ich eine Woche später eine neue bestelle, mit deutlich mehr Vorfreude als Tränen, und das trotz 400 € Kosten und dem Wissen, dass ich noch ein paar Monate für die alte zahlen werde. Ach ja, der Stasi-Skandal des Jahres &#8211; ein gewisser Herr Kurras, den Altlinke noch als Mörder von Benno Ohnesorg kennen, fällt auch in den Mai. Obwohl die Bild sehr an einer Umschreibung der Geschichte interessiert war, hat sich die Ansicht, die 68er-Bewegung sei nur ein Kampf unter Kommunisten gewesen, bis Jahresende nicht wirklich durchgesetzt&#8230;<br />
Der Mai ist zudem der Monat einer Online-Petition gegen Netzsperren, bei der über hunderttausend Menschen die verquere Art der Regierung, das Internet fehlzuinterpretieren abrechnen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Juni:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<div id="attachment_4636" class="wp-caption aligncenter" style="width: 590px"><img class="size-full wp-image-4636" title="2009-06" src="http://www.sashs-blog.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/2009-06.JPG" alt="Fail - Fail" width="580" height="435" /><p class="wp-caption-text">Fail - Fail</p></div>
<p style="text-align: justify;">Ähnlich wie ein Air-France-Flieger nach einem Absturz im Atlantik geht auch der Arcandor-Konzern unter und meldet Insolvenz an. Dass der Reisekonzern und damit Flugreisenanbieter Thomas Cook aus dem Portfolio noch &#8220;erfolgreich&#8221; verkauft wurde ist dabei eine Belanglosigkeit, aber ich stehe wahnsinnig drauf, in derartigen Texten Querverweise zu generieren, die selbst einer kindlichen Logik zu blöde sind.<br />
Die Europawahl geht mit einem Ergebnis zu Ende, das in vielen Punkten Entsetzen bei mir auslöst. Deutlich weniger entsetzt bin ich über die <a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/2009/06/03/haben-die-nichts-zu-tun/" target="_blank">Mitteilung des Arbeitsamtes</a>, dass ich kein Hartz4 mehr bekommen werde. Da ich aber schon seit einem halben Jahr in Lohn und Brot stehe und die letzte Zahlung dieser Nulpen ohnehin noch im Vorjahr rausging, ist es ein für mich persönlich erträgliches Schreiben mit immerhin witzigen Formulierungen.<br />
Während Mr. Obama noch flötet, die Finanzmärkte müssen besser reguliert werden, wird an Bernard Madoff ein Exempel statuiert: 150 Jahre Knast fürs Verzocken von fremdem Geld. Sieht wohl nicht gut aus für unsere Regierung&#8230;<br />
Zwei Dinge erweisen sich als Gegenteile, obwohl sie nie was miteinander zu tun hatten: Das Dresdner Elbtal verliert die Ehre, Weltkulturerbe zu sein und die Schweinegrippe erhält die Ehre, endlich eine Pandemie zu sein. Auch wenn die Grippe in der Presse vorne liegt, ist fraglich, was den Deutschen mehr Angst macht. Ich erhalte das erste Mal <a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/2009/06/09/green-queen-und-das-erste-mal/" target="_blank">ausländisches Geld</a> von Fahrgästen und die Mausenpeoples ziehen in unsere Mäuseburg. Um das gegenzufinanzieren, geht der Mahnbescheid an meinen Ex-Vermieter raus, was uns noch den Rest des Jahres beschäftigen wird. Im Iran wird gewählt, was gewählt werden soll, was die die gewählt haben, nicht gewählt haben wollen. Kurz gesagt: Es gibt eine Menge Stress.<br />
Aber eigentlich ist das alles sowieso unwichtig, weil Michael Jackson tot ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Juli:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<div id="attachment_4637" class="wp-caption aligncenter" style="width: 590px"><img class="size-full wp-image-4637" title="2009-07" src="http://www.sashs-blog.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/2009-07.JPG" alt="Disturbing Colors - Abendhimmel" width="580" height="435" /><p class="wp-caption-text">Disturbing Colors - Abendhimmel</p></div>
<p style="text-align: justify;">Der Juli ist insbesondere finanziell sonnig. Dank familiärer Unterstützung geht es den WG-Finanzen wieder besser und auch bei <a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/2009/07/31/gar-nicht-mal-so-schlecht/" target="_blank">meinem Umsatz</a> war dies der beste Monat des Jahres. Ähnlich ging es der Regierung, sie haben den 2. Nachtragshaushalt 2009 beschlossen, und somit auch erstmal kräftig auf Pump ihre Arbeit finanziert. Der Umsatz bei mir war insbesondere der Modemessen zu Beginn wie auch der ersten Tariferhöhung meines noch kurzen Taxlerdaseins geschuldet. Nicht zu vergessen auch das beginnende totale Chaos bei der Berliner S-Bahn. Aufgrund verschlampter Reparaturen fallen bis zu 50% der Züge aus. Das sorgt nicht nur für gute Umsätze im Taxigewerbe, sondern auch für den ein oder anderen verärgerten Kunden. Bis heute fällt im Taxi noch oft der Satz: &#8220;Wissen sie, mit der S-Bahn wäre das einfach zu stressig jetzt&#8230;&#8221;<br />
Tote gab es aber natürlich auch im Juli noch, wenngleich die Michael-Jackson-Hysterie das Meiste überdeckt. So wird in Dresden eine Ägypterin ausgerechnet vor Gericht umgebracht, unsere Maus Fail stirbt und in Nachterstedt rutscht gleich halbes Dorf ein paar Stockwerke abwärts. Etwas vorsichtiger ist man mit Atomkraftwerken: Krümmel wird nach nur sehr kurzer Wiederanlaufphase erneut notabgeschaltet. Sicher nicht das letzte Mal.<br />
Porsche hat sich Dank der Finanzkrise an VW verschluckt und wird nun selbst Teil des begehrten Konzerns. Mir ist entfallen, was für einen Dienstwagen sich Ulla Schmidt in Spanien klauen ließ, aber daran ist offensichtlich keine Firma verendet. Die Karriere der Frau Schmidt dagegen schon. Während in Tegel noch der Stress um die Taxikontrollen tobt, werde ich unvorteilhaft von Journalisten der Neon <a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/2009/07/19/meine-15-minuten/" target="_blank">fotografiert</a> und weiss ehrlich gesagt bis heute nicht, ob das Foto veröffentlicht wurde. Vielleicht sollte man künftig im Netz mit bing suchen, der neuen Suchmaschine von Microsoft, deren Start allerdings nicht den gewünschten Aha-Effekt hat. Zumindest nicht in Deutschland, was mangels Deutschsprachigkeit aber vielleicht kein Wunder ist. Der Juli war zudem der Monat, in dem wir endgültig beschlossen haben, Dieter zu verklagen, was ja auch noch immer seine Schatten in Form langer Einträge und Briefe wirft.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>August:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<div id="attachment_4638" class="wp-caption aligncenter" style="width: 590px"><img class="size-full wp-image-4638" title="2009-08" src="http://www.sashs-blog.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/2009-08.JPG" alt="As much as possible - Umzug per Taxi" width="580" height="435" /><p class="wp-caption-text">As much as possible - Umzug</p></div>
<p style="text-align: justify;">Der August ist genau so, wie ich ihn eigentlich nicht mag: Heiss. Ich lasse die Arbeit ziemlich schleifen und nehme mir den ein oder anderen freien Tag. Ein dubioser Waffenschieber namens Schreiber taucht gezwungenermaßen mal wieder in Deutschland auf, was ihm sicher noch heute das Leben schwer macht.<br />
Verschollen hingegen bleibt bei uns in der WG Nico. Wir wissen immerhin, dass er bald ausziehen will und machen Planungen für die Zeit danach. Ozie beginnt den Umzug ihres Zimmers und neben dieser Schwerstarbeit in der WG hecheln auch einige Athleten anlässlich der Leichtathletik-WM in Berlin solidarisch mit uns. Porsche hingegen kommt alleine nicht so recht auf die Beine, woraufhin das Emirat Katar sich finanziell beteiligt. Falsch lag offenbar, wer dachte, die Scheichs unterstützen die Weissacher schon genügend mit Vorratskäufen. In Afghanistan wird die alte Regierung wiedergewählt, was nicht nur Freude auslöst und bis Ende des Jahres verdächtig bleibt. Offenbar um solche dubiosen Vorgänge künftig zu verhindern, beschliesst die OSZE erstmals, auch Wahlbeobachter nach Deutschland zu entsenden. Ich selbst gewöhne mich trotz vieler freier Tage aufgrund von Faulenzia Vulgaris und Getriebeschaden an meine ungewöhnliche 5-Tage-Woche und kriege mit viel Glück dennoch das bisher höchste Trinkgeld von 40,60 €. Die Anzahl der Blogeinträge durchbricht die 1000er-Marke.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>September:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<div id="attachment_4639" class="wp-caption aligncenter" style="width: 590px"><img class="size-full wp-image-4639" title="2009-09" src="http://www.sashs-blog.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/2009-09.JPG" alt="Red Light District - Ostbahnhof" width="580" height="773" /><p class="wp-caption-text">Red Light District - Ostbahnhof</p></div>
<p style="text-align: justify;">Der September verspricht ein ähnlich heißer Monat zu werden. Allerdings in anderer Hinsicht. Die Bundestagswahl steht an, und inzwischen wissen wir alle, dass wir nicht hätten hingehen müssen. Der immerhin sehr konsequenten Wahlniederlage der SPD ging ausnahmsweise mal ein behäbiger, fast schon lethargischer Wahlkampf voraus., der dennoch zu einigen &#8220;<a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/2009/09/25/yeaahh/" target="_blank">Yeaah!</a>&#8220;-Rufen inspirierte. Während wir uns hier erstmals ernsthaft mit einem Gericht beschäftigen müssen, geht es anderswo richtig zur Sache. Die Bundeswehr beispielsweise befiehlt die Bombardierung afghanischer Tankwagen, was später noch zu richtigem Tumult führt. Und zwar bis in die Ministerriege der Republik. Davon, dass Al Quaida inzwischen serienmäßig Drohungen gen Deutschland ausstößt, mal ganz abgesehen.<br />
Immer noch fraglich ist, ob das Bombenräumkommando am 24.9.09 deswegen den Ostbahnhof gesperrt hat. Bis in die Nachrichten hat es diese Aktion kurioserweise nicht geschafft.<br />
Die Jugend scheint sich auch zum Kampf zu rüsten, mit gemischten Ergebnissen: In München wird ein Geschäftsmann getötet, weil helfen wollte, während in Ansbach ein Amoklauf &#8220;misslingt&#8221;. Der erste Fahrgast, der mir ins Auto kotzt, ist allerdings kein Jugendlicher Komasäufer, sondern eine wohlsituierte Dame mit renommierter Begleitung. Vom Geruch her schenkt sich das allerdings nichts.<br />
Ob die Bundesregierung grundsätzlich an Soldaten zweifelt nach der afghanischen Tanklaster-Geschichte, ist nicht ganz ersichtlich, aber immerhin werden nach 64 Jahren endlich Kriegsverräter der Wehrmacht rehabilitiert.<br />
Die Weltpolitik scheint sich ein wenig zu entspannen, immerhin verhindert Obama ein Raketenwettrüsten mit Russland, es werden ein paar Finanzmarktregulierungen beschlossen und als ob die Welt damit nicht schon in Frieden und Freiheit leben würde, teilt der Iran der IAEA auch gleich noch mit, dass sie tatsächlich in einem zweiten Keller an der <span style="text-decoration: line-through;">Atombombe</span> friedlichen Nutzung der Kernkraft arbeiten. Durch den ersten Marathon von Ozies Onkel wohne ich der Show hier in Berlin das erste Mal bei. Während Berlins Straßen deswegen gesperrt sind, wird anderswo der Weg für eine Impfung gegen die immer noch nicht grunzende Schweinegrippe freigemacht.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Oktober:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<div id="attachment_4640" class="wp-caption aligncenter" style="width: 590px"><img class="size-full wp-image-4640" title="2009-10" src="http://www.sashs-blog.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/2009-10.JPG" alt="Broken - Gerüst" width="580" height="435" /><p class="wp-caption-text">Broken - Gerüst</p></div>
<p style="text-align: justify;">Der Oktober wird ohne dass es geplant war auch nicht zu meinem Monat. Ich verliere zwar nicht meine Immunität und habe einen Haufen schlimme Gerichtsverfahren zu erwarten wie ein gewisser Herr Berlusconi &#8211; aber mich erwischt die Grippe. Ob es die Schweinegrippe war, weiss ich nicht sicher zu sagen, aber immerhin werde ich im November nicht krank, nachdem ich mit einem ziemlich sicheren Fall ein Bier trinke.<br />
Während ich fast 3 Wochen außer Gefecht gesetzt bin, aber außer massiv erhöhtem Tee- und Taschentuch-Konsum kaum bleibende Schäden davontragen, sterben nun auch in Deutschland ein paar Leute an der Sauseuche.<br />
Barack Obama bekommt spontan den Friedensnobelpreis für sein zugegeben beachtliches Engagement, erntet aber auch berechtigte Kritik, da seine Leistungen sich vorerst hauptsächlich auf nette Worte beschränken.<br />
Die Wirtschaftskrise ömmelt sich immer noch weiter durch Deutschland und die Welt, was sich hier insbesondere bemerkbar macht, weil die HRE nun ihre Verstaatlichung abschliesst und die Jahrzehnte lang als Musterkonzern geltende Arcandor-Tochter Quelle abgewickelt werden muss.<br />
Bei uns tobt inzwischen das Gerichtsverfahren und zuzüglich zu einem famosen Schreiben von Dieters Anwalt, in dem wir sogar für den maroden Küchenboden verantwortlich gemacht werden, erhalten wir einen Termin: Den 11.11.09. Ein Tag vor meinem Geburtstag soll die Verhandlung also steigen. Super!<br />
Noch bevor es soweit ist, gibt sich allerdings das &#8220;Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden&#8221; Mühe, meine alte Heimat in der ganzen Welt lächerlich zu machen, indem sie <a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/2009/10/17/die-bekloppten-in-der-heimat/" target="_blank">einen Container aufstellen</a>, in den besorgte Familien ihre sogenannten Killerspiele werfen können. Die Resonanz ist allerdings mit dem Wort inexistent treffend umschrieben.<br />
Mein Blog lebt weiter und seit Oktober kommen auch die ein oder anderen Werbeangebote rein, die ich allerdings bisher allesamt ablehne, weil es mir entweder zu blöd ist, oder die Verantwortlichen sich nicht mehr melden, wenn ich ihnen die Bedingungen mitteile. Was soll&#8217;s? Bleib ich halt arm!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>November:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<div id="attachment_4641" class="wp-caption aligncenter" style="width: 590px"><img class="size-full wp-image-4641" title="2009-11" src="http://www.sashs-blog.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/2009-11.JPG" alt="Cops and Money - Zimmerdeko" width="580" height="435" /><p class="wp-caption-text">Cops and Money - Zimmerdeko</p></div>
<p style="text-align: justify;">Der November stand trotz anfänglicher schlechter Meldungen bezüglich der Gesundheit meiner Mutter ganz im Zeichen des <a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/2009/11/14/schon-ein-gottliches-ereignis/" target="_blank">Gerichtstermins</a> am 11.11.09. Damals war mir auch nicht bewusst, dass das Telefonat, in dem ich mich für Silvester angekündigt habe, das letzte gewesen sein sollte.<br />
Der Gerichtstermin endet mit einem Schock, der Tag allerdings dank neuer Beweise in einem rauschenden Fest, mit dem wir gleich meinen Geburtstag einbezogen haben. Endlich ein Wiedersehen mit vielen Leuten und einfach eine verdammt witzige Reise. Ach ja, vom <a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/2009/11/14/koniglich-versorgt/" target="_blank">Essen im Kronprinz</a> werde ich gedanklich auch noch eine ganze Weile lang was haben.<br />
Im herbstlichen Wetter überschlägt die Welt sich jedoch fast. Der schon beinahe gerettet geglaubte Opel-Konzern wird nun doch nicht von Mami GM in die freie Wildbahn gelassen.<br />
In Fort Hood, einer US-Militärbasis mit ungefähr der Größe von Berlin, wird auch noch Amok gelaufen. Eine einsatzfreudige aber fragwürdige Methode, einem Kampfeinsatz zu entgehen&#8230;<br />
Deutschland hingegen hat inzwischen mehr Ärger mit aufmüpfigen Studenten, die allenthalben protestieren anstatt schön fleißig und schnell Arbeitsmarktfutter zu werden. Dazu verrennt sich der Verteidigungsminister in falschen Opferzahlen des ach so friedlichen und unkriegsmäßigen Bundeswehreinsatzes in Afghanistan und darf danach gleich weiterrennen &#8211; nämlich aus dem Amt. Der Nationaltorwart Robert Enke nimmt sich das Leben, was immerhin dazu führt, dass ich seinen Namen mal kennenlerne. Etwas spät, wie mir erscheint. Dem Spiegel ist das natürlich eine Titelgeschichte wert, obwohl inzwischen auch dem letzten Dorfpsychologen klar ist, dass die Berichterstattung über Suizid in der Form Nachahmungen nach sich zieht. Aber es ist so oder so nicht der Monat des Spiegels, hat sich das Magazin doch noch ein anderes Ei gelegt: Seitenweise fabulieren sie Oskar Lafontaine eine Affaire an den Hals, woraufhin dieser sich kurz darauf meldet und seinen politischen Rückzug mit einer Krebserkrankung begründet. Autsch!<br />
Sonst bleibt alles beim Alten: Zwei Verbrecher brechen aus, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fball-Wettskandal_2009" target="_blank">Fußballwetten</a> sorgen für Verbrechernachwuchs und die Regierung verbricht mit massiven Steuerentlastungen auch noch was.<br />
Gebannt starrt die Welt indes über die Berge der Alpen auf die kleine Schweiz, die als Patentlösung gegen die schlimme Welt den Bau von Minaretten verbietet, wozu mir einfach kein witziger Halbsatz einfallen will.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Dezember:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<div id="attachment_4642" class="wp-caption aligncenter" style="width: 590px"><img class="size-full wp-image-4642" title="2009-12" src="http://www.sashs-blog.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/2009-12.JPG" alt="Last Exit - Cuxhaven" width="580" height="773" /><p class="wp-caption-text">Last Exit - Cuxhaven</p></div>
<p style="text-align: justify;">Begonnen hat der Dezember bekanntermaßen scheiße! Dass ich Silvester nun hier in Berlin verbringe hat seinen Ursprung ebenfalls darin. Nach einem Monat hin und her zwischen Krankenhaus und Pflegeheim ist meine Mutter am 4. Dezember gestorben. Fast einen Monat, bevor ich meinen Besuch antreten wollte.<br />
Dieser wurde daraufhin vorverlegt und so kam es, dass ich mit Ozie und meinem Bruder eine Woche lang so etwas ähnliches wie Urlaub mit Arbeitseinsätzen und Trauerbewältigung an der Nordsee verbracht habe, allerdings ohne gefühlt anwesend gewesen zu sein. Insgesamt 2 Wochen habe ich mir im Dezember frei genommen und damit die finanziell allgemein eher miese Situation auch nicht unbedingt verbessert.<br />
Es ist sicher auch so eine Art Selbstschutz, wenn ich mich jetzt darüber freue, dass das Jahr wenigstens mit meinem ersten <a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/2009/12/12/reallife-skills/" target="_blank">Radiointerview</a> als Blogger und dem ersten <a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/2009/12/24/happy-heiligkeit-da-draussen/" target="_blank">Gewinn bei einem Gewinnspiel</a> endete. Aber das war ja nicht alles, was in diesem Monat passiert ist. Rekord-Grinser Guttenberg findet nach der heftigen Kritik inzwischen auch irgendwie doof, dass die Bundeswehr Tanklaster sprengen lässt. Ausgerechnet meine blitzsaubere ehemalige Heimatbank LBBW wird von einem Untreue-Skandal erschüttert, was mich allerdings nur wenig begeistern kann, da ich durch meinen Job beim Sicherheitsdienst von b.i.g. immerhin eine Ahnung zu haben glaube, wie die schon legal mit Geld umgehen. Ansonsten muss die FDP für alte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6llemann#Politisches" target="_blank">Möllemann-Eskapaden</a> zahlen, und bei aller gesunden Verachtung der Partei gegenüber hoffe ich nur, dass sie von den 3,5 Millionen Euro wenigstens die Kosten für den kaputten Fallschirm absetzen können. Der Profi-Geldverdiener und Gelegenheitsgolfer Tiger Woods verblüfft seine Fans damit, dass er tatsächlich auch schon mal Sex mit anderen Menschen hatte und schockiert diese damit zutiefst.<br />
Einen versöhnlichen Schlusspunkt setzt ausgerechnet ein verwirrter Mann, der offenbar mit vollem Körpereinsatz Kritik an Silvio Berlusconi äußert. Das wird Arbeitsplätze im Bereich der plastischen Chirurgie schaffen und kann somit als gelungene Aussicht auf ein Überwinden der bösen bösen Krise im nächsten Jahr gedeutet werden.<br />
Ja, aber zu allerletzt sitze ich ein paar Tage an meinem Schreibtisch am PC und hämmere diesen Text runter. In manchen Momenten nervt schon das Quellensuchen und Verlinken und ich wünsche mir gelegentlich, nie angekündigt zu haben, einen Rückblick zu veröffentlichen. Und wie jedes Jahr lautet mein Vorsatz dann:</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 30px;"><em>&#8220;Nächstes Jahr schreibst du einfach schon die ganze Zeit am Rückblick. Zumindest jeden Monat. Oder du fängst im Oktober schon an. Oder wenigstens vor Weihnachten. Ein bisschen früher? Ach lass stecken!&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">Ich kann abschließend nicht sagen, wie das Jahr für mich war. Es hat sich vieles verändert, davon einiges zum Guten und einiges zum Schlechten. Die Finanzen waren schon mal schlimmer und mal besser. Die Wohnung hingegen sieht definitiv besser aus als zu Jahresbeginn, gehört allerdings dennoch generalüberholt. Die Arbeit macht nach wie vor viel Spaß, aber aus den verschiedensten Gründen (auch wenn es manchmal nur Lustlosigkeit war) bin ich viel zu wenig  dazu gekommen. Ich hatte eine Menge schöne Tage und lag einige krank oder fertig im Bett. Dass der Tod meiner Mutter zudem noch nicht einmal einen Monat zurückliegt, macht es mir natürlich auch schwer, jetzt mal eben ein positives Fazit zu ziehen.<br />
Aber eigentlich ist es egal, wie das Jahr 2009 war, denn nun ist es vorbei und wie jedes Jahr gilt doch, dass man nach vorne schauen sollte. Ich bin da nicht immer so gut drin, aber man kann es ja immer wieder versuchen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die schöne Geschichte dennoch zuletzt:</p>
<p style="text-align: justify;">Dieser Blog. Das war ein bewegtes Jahr hier im Netz und ich bin wirklich ein wenig stolz. Ich hab Pi mal Daumen 600 Artikel geschrieben und den Blog wieder auf meinen eigenen Server gepackt. Einige Leser sind mir gefolgt und etliche neue haben sich gefunden. Ich hab hier bei euch sowohl Spaß und interessante Streitgespräche gehabt, als auch Hilfe und Trost gefunden. Und all das ist ausnahmslos schön. Und wenn man sowas schon mal behaupten kann&#8230;.</p>
<p style="text-align: justify;">Deswegen an dieser Stelle noch eine kurze Verneigung meinerseits vor meiner werten Leserschaft und der ernstgemeinte Wunsch, ihr möget den Jahreswechsel angenehm hinter euch bringen. Ob alleine, zu zweit oder in einer Horde unbekannter Leute, ob zu Hause, in einem Club, auf einem Berg oder in der Stadt. Seid betrunken oder nüchtern und fahrt Taxi oder nicht. Hauptsache, ihr macht es gut!</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Kommt gut ins neue Jahr!</strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Ich hoffe, wir sehen/lesen uns im Neuen wieder!</p>
<p style="text-align: justify;">Ich werde Silvester übrigens irgendwie völlig &#8220;anti&#8221; mit Ozie zu Hause verbringen und nicht einmal was trinken. Kann also sein, dass ich um 23.57 Uhr noch Kommentare beantworte&#8230; Spaß ist ja auch eine Definitionsfrage. Danach geht es dann &#8211; kurzfristige Planänderung &#8211; irgendwann noch auf die Piste: Erste Silvestererfahrungen im Taxi, mit hoffentlich vielen spaßigen Kunden und immer noch Schnee! (Wenn schon, denn schon!)</p>
<p style="text-align: justify;">Bye bye, 2009&#8230;</p>
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		<title>Sinn für Humor</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Dec 2009 22:36:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sash</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Juhu! Gerichtspost!
Ich freue mich tatsächlich darüb [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Juhu! Gerichtspost!</p>
<p style="text-align: justify;">Ich freue mich tatsächlich darüber, denn arg viel Schlimmes hab ich derzeit nicht zu erwarten und alles, was jetzt noch ankommt, kann ich vielleicht für die Stellungnahme brauchen, die ich bis 7. Januar ans Gericht schicken muss. Es ist ja noch nicht so lange her, dass ich <a href="http://www.sashs-blog.de/wordpress/2009/12/16/so-dies-und-das-und-nichts%C2%B2/" target="_blank">mit der Richterin telefoniert</a> habe, um ein paar Kleinigkeiten zu klären.</p>
<p style="text-align: justify;">Unter anderem ging es um Kostenvoranschläge. Nämlich jene, die just die Schäden beweisen sollen, die mir derzeit noch angelastet werden. Die liegen mir nämlich nicht vor. Eigentlich müssten sie das zwar, aber es könnte ja auch sein, dass sie bei Gericht liegengeblieben sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun hat die Richterin offenbar den gegnerischen Anwalt konsultiert und nun liegt folgender Brief in meinem Briefkasten:</p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: justify;"><em>Sehr geehrter Sash,</em></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: justify;"><em>anliegend erhalten Sie eine Abschrift des Schriftsatzes der Gegenseite zur Kenntnisnahme. </em></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: justify;"><em>Mit freundlichen Grüßen [...]</em></p>
<p style="text-align: justify;">Oha! Was hat die Gegenseite jetzt gemacht? Neugier! Dann lese ich die Abschrift:</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 30px;"><em>In Sachen Sash./. Dieter</em></p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 30px;"><em>werden die Anlagen zu den Schriftsätzen vom 14.10. und 29.10.2009 für den Kläger auflagegemäß beigefügt.</em></p>
<p style="text-align: justify;">Aha! Haben sie uns die also ernsthaft nicht zukommen lassen damals. Naja. Besser spät als nie, sagt man ja so schön. Aber wenn wir gerade beim Thema sind: Das waren die einzigen beiden Blätter. Ich habe nun also vom Gericht die schriftliche Bestätigung, dass mir die Kostenvoranschläge zugehen, allerdings ohne die Dinger selbst. Der Informationsgehalt dieses Schreibens ist also etwas dürftig&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Ich verstehe die Leute nicht, die Gerichtsverfahren nicht wenigstens ein bisschen witzig finden! <img src='http://www.sashs-blog.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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