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Artikel Tagged ‘schicht’


Null Minuten!

8. Juli 2010

Das mit dem Taxiartikel ist heute morgen nichts mehr geworden, sorry dafür! Ich war ziemlich müde und hatte einfach keine Lust mehr. An der Arbeit lag das hingegen sicher nicht, denn es war eine fantastische Schicht. Naja, nennen wir es mal “Halbschicht”.

Ich hab wie wahrscheinlich 90% der Bevölkerung hier das Spiel noch angeschaut, wenig begeistert, aber tapfer bis zum Schluss. Dann hab ich mich danach zum Autochen geschleppt, um ein paar Feierwütige durch die Nacht zu kutschieren. Das Konzept ist prima aufgegangen, ich hab in 5 Stunden einen ansehnlichen Umsatz von 135 € eingefahren. Das wirklich fantastische an der Geschichte allerdings ist, dass ich in diesen 5 Stunden eine Wartezeit von exakt 0 Minuten hatte. Ich hab die ersten neun Touren allesamt als Winker unterwegs bekommen, und als ich zu guter Letzt einmal ans Matrix rangefahren bin, hat meine Kundschaft mich – als ersten Großraumwagen – auch noch abgewunken, bevor ich zum Stehen gekommen bin. Das ist definitiv eine Premiere und im Grunde ein Gefühl wie Silvester. Die Tatsache, dass der Umsatz nicht völlig gigantisch war, ist der Tatsache geschuldet, dass ich meist etwas längere Fahrten hatte, bei denen ich teilweise recht lange Leerfahrten zurück in die City hatte, wo mir dann die nächsten Winker reingesprungen sind. Aber ganz ehrlich: So macht das Arbeiten Spaß!

Author: Sash Categories: Schönes, Taxi

Die Millionäre unter uns

6. Juli 2010

Manchmal verstehe ich die Kollegen nicht so recht. Gut, das trifft auf Kollegen wie Nicht-Kollegen zu. Jeder Mensch hat so seine Eigenheiten und im Großen und Ganzen macht das unsere Welt ja erst interessant. Aber wie bei allen schönen Medaillen gibt es ja auch hier viele Kehrseiten. Eine Menge Leute sind einfach blöd und / oder nervig. Ich zähle sicher für einige auch dazu, damit muss man also offenbar leben. Was ich jetzt am frühen Morgen, bzw. für mich späten Abend, unbedingt mal anschneiden wollte, das sind die Millionäre unter uns. Besser gesagt: Die angeblichen Millionäre.

Holen wir etwas aus:
Ich schreib hier relativ offen über alles mögliche, auch über meine Umsätze. Mal sind sie scheiße genug, dass ich sie erwähnen muss, um Mitleid zu bekommen, mal möchte ich, dass sich die Welt mit mir freut, und manchmal dient es auch tatsächlich einer näheren Erläuterung. Außerdem kommt die Hälfte aller Google-User irgendwann bei mir im Blog vorbeigeschneit und erwartet eine Antwort auf die Frage, was Taxifahrer so verdienen. Ich hab da keine großen Hemmungen, ich weiss ja, welche Ämter ich um was bescheisse ;)
Nein, ich finde, dass der erzielte Umsatz natürlich ein markanter Punkt in dem Gewerbe ist. Als Taxifahrer treffe ich zig Entscheidungen täglich des Umsatzes wegen, also berichte ich auch hier und da über selbigen. Das tue ich wie hier auch gelegentlich auf der Straße. Mit ein paar Kollegen meines Vertrauens erörtere ich durchaus gelegentlich den eigenen Kassenbestand. Macht ja irgendwo auch Spaß.

Und natürlich haben eigentlich nie auch nur zwei Kollegen den selben Umsatz gemacht. Meist ist man noch nicht einmal zur selben Zeit gestartet und im Grunde ist jegliches Gerede darüber völlig belanglos und dient oberflächlichster Unterhaltung oder als guter Einstieg zum darüber reden, ob der Tag nun gut oder schlecht läuft.

Und ja, es kommt schon manchmal vor, dass man natürlich just in der schlechtesten Nacht des Monats einen Kollegen trifft, der gerade die Hammer-Tour hatte, einen Rekord-Umsatz und vom Trinkgeld will er ja gar nicht erst anfangen, um niemanden zu deprimieren. Das mag beim ein oder anderen auf Unverständnis stoßen, ich finde es in einem engen Kollegenkreis als kleine Stichelei völlig normal, und schließlich darf ja jeder mal austeilen oder muss einstecken.

Wenn da nicht die Millionäre wären. Die Kollegen, die einfach immer einen höheren Umsatz haben. Besser: die, bei denen man weiss, dass sie immer einen höheren Umsatz angeben, als sie tatsächlich haben. Nun bin ich ja wirklich kein allzu rekordversessenes Arbeitstier, ich habe also durchaus öfter Kollegen, die höhere Umsätze haben als ich. Das ist völlig ok, und ich gönne ihnen das auch. Aber dann gibt es eben auch die anderen.

“Und, wat hatteste Donnerstag?”
“350. Ich weiss nicht, ist das gut?”

Oder:

“Wie lief es bisher? Ich bin schon bei 120.”
“Oh, ich hab sogar 130. Ha, bin ich tatsächlich mal schneller als du…”
“Ach ich seh grad, ich hab doch schon 135!”

Und heute hatte ich wieder mal einen Kollegen, den ich noch gar nicht kannte. Der kam an und fragte, wie es läuft. Ich hab gesagt, dass es nicht so überragend wäre, aber ich wäre auch erst spät los. Dann meint er:

“Naja, bei mir isses gar nicht soo schlecht gelaufen. Ich hab um 21 Uhr angefangen, hab aber noch Pause bei nem Kumpel gemacht. Bin jetzt bei 180 €.”

Da hatten wir es kurz vor 2 Uhr. Also gut, ich kannte ihn nicht. Vielleicht fährt er ja wirklich jeden Tag 200 € ein, aber Montag Nacht in viereinhalb Stunden mal eben 180 aus dem Ärmel zu schütteln, 45 € pro Stunde… das klingt schon nach einer armseeligen Überspielung von schlechtem Umsatz. Oder es lässt schlimmstes befürchten, was die Wahl der Strecken oder die Einstellungen des Taxameters angeht…

Natürlich, es KANN sein. Ich will auch niemandem Unrecht tun mit diesem Artikel. Aber ich finde es erbärmlich, wenn man sich so sehr in Konkurrenz zu den Kollegen wähnt, dass man nicht mal zugeben will, dass sie mal mehr Glück hatten. Glück, liebe Kollegen! Das ist in der Regel Glück! Damit beweist man sich gar nix! Mir zumindest nicht. Ja, ich sag auch mal, “ich hab 90″, wenn ich weiss, dass ich 88,70 € und einen verlorenen Pfennig in der Kasse hab, aber doch nicht zum Rumprollen oder Kollegen lächerlich machen :(

Ich verstehe die Leute einfach nicht. Da labern sie an jedem Stand einen anderen Kollegen voll und alle lachen sie bloß über “Millionen-Kurt” und darüber, was für widersprüchliche Angaben er so über die Nacht hinweg gemacht hat. Es arbeiten zweifelsohne eine Menge Volltöffel in dem Job, aber dass sich einer damit beliebt gemacht hat, hätte ich bisher noch nicht mitbekommen…

Author: Sash Categories: Absurdes, Taxi

Fürstlich umsorgt

5. Juli 2010

Als Dienstleister ist man ja irgendwie doch immer nur darum bemüht, es den Kunden recht zu machen. Wäre das nicht so, wäre es schlicht fies, dabei noch von Arbeit zu sprechen :)

Manchmal schlägt das Ganze jedoch fast ins Gegenteil um. Ich meine hier gar nicht die überbesorgten Kunden, die einen damit volllabern, wie leid man ihnen tut, dafür dass man für die schlechte Bezahlung zu so einer miesen Uhrzeit noch lauter stressige Kunden hat. Nein, manchmal läuft es einfach nebenher.

Heute Morgen zum Beispiel:

Um 2.30 Uhr war mein Umsatz bereits dreistellig, was nach 6 Stunden Arbeit schon mal ok ist. Ich hab eine Runde mit Ozie gechattet und dabei sinngemäß verlauten lassen, dass ich ob des Wetters fertig bin, Hunger hab, bald Feierabend machen will und nur noch eine Tour fahren will, wenn mir niemand mehr vors Auto springt. Im Stillen hab ich noch gehofft, dass im Radio vernünftige Musik laufen sollte, wenn der CD-Player schon so senil ist, dass er bei jeder Platte nach wenigen Minuten meint, die kennt er nicht mehr. Und halbwegs umsatzstark aber in die richtige Richtung sollte es möglichst gehen, das Auto war schon betankt.

Das sind so die Situationen, in denen man dann im Normalfall nölige Kunden nach Spandau kriegt, die auf den Cent genau und auch noch ungern bezahlen und statt Musik zu wünschen über ein Klappern im Kofferraum meckern.

Aber nicht heute! Zunächst bekam ich sofort als Sechster am Matrix eine ganz liebe Fünfertruppe mit sehr frischlufthungrigen Australiern bis nach Wilmersdorf. 20 €, gute Laune und die Fenster immer ganz unten. Trotz des ersten zaghaften Sommerregens. Erholung pur!

Auf dem Rückweg hab ich eine Kurzstrecke zum Alex gekriegt. Richtige Richtung, und zudem haben mir die beiden netten Jungs am Ende noch was von ihrem eben erstandenen Essen aufgedrückt. Irgendeine Art türkischer Frühlingsrollen oder so. Sacklecker und ein guter Etappensieg gegen den Hunger!

Nun war ich fast am Abstellplatz, noch 2 km. Da winkte mich eine junge Frau heran, die zwar völlig entgegen der Richtung nach Kreuzberg wollte, aber mit guter Laune, Gesprächigkeit und einer ebenso ausgeprägten Liebe zu offenen Fenstern bei mir voll ins Schwarze traf und die 10 € zu den mit am lockersten verdienten in dieser Nacht gemacht hat. Und fast 2 € extra sind dann auch nicht zu verachten.

Die Oberbaumbrücke war inzwischen wieder frei (davor war da ein Straßenfest), und so hab ich mein Glück abermals auf dem kürzesten Weg versucht. Nix da. 5 Leutz hielten mich am schlesischen Tor an und wollten in die Rosenstr.

“CityStay Hostel?”

hab ich gefragt und war damit binnen einer Sekunde ihr Lieblingstaxifahrer :)

Sie wollten unbedingt alle Fenster offen haben und haben mich gebeten, möglichst laut Rock zu spielen. Danke! Laute Mucke, gute Laune, nette Partystimmung. Ausufernde Verabschiedung  für den besten aller Taxifahrer natürlich inklusive. Und immerhin auch nicht soweit vom Ziel weg. Jetzt aber los!

Ich bin über die Landsberger in Richtung Strokower Str. geschossen. Mein Kilometerschnitt war wieder prächtig und das ist der schnellste Weg. Scheiß auf kurz!

Und naja… ein Winker.

“Sach mal, darf ich mit Bier?”

“Klar, so lange es in Mund oder Flasche bleibt. Gibt nur Ärger, wenn was dreckig wird!”

“Ja, wow! Danke!”

War nicht weit, also hab ich gefragt:

“Kurzstrecke?”

“Ja Mann, nette Idee. Aber ich weiss nicht, ob es reicht. Aber wenn nicht, ich zahl dir natürlich auch den vollen Preis, ist ja klar!”

Hat gereicht. Bei offenen Fenstern. Er hat der Fairness halber dann doch den eigentlich anfallenden Normalpreis gezahlt, nur eben als Trinkgeld.

Abgesehen davon, dass mein Rücken inzwischen scheinbar am Sitz festgewachsen war, ging es mir nach diesen anderthalb Stunden wesentlich besser als davor. Jede Menge Fahrtwind, etwas Essen, ausschließlich nette Leute, ein bisschen Musik und nicht zuletzt ziemlich genau 50 € Umsatz in so kurzer Zeit in einer Nacht auf Montag haben es mir dann doch leicht gemacht, fröhlich Feierabend zu machen.

Muss mal wieder sein: Danke liebe Kunden! :)

Author: Sash Categories: Schönes, Taxi

Was ist eigentlich los?

26. Juni 2010

Ich mecker in letzter Zeit ziemlich viel, stimmt’s?

Im Grunde geht es mir gut, abgesehen von der Erkältung neulich. Aber dieses Wochenende kann man jetzt schon aus der Liste der positiven Erlebnisse streichen. Da wäre erst einmal die Freitagsschicht. In einer 10,5-Stunden-Wochenendschicht will ich nicht mit 127 € heimfahren. Und wenn es dann auch noch unterdurchschnittlich Trinkgeld gibt…

Naja, die zweischneidigste Geschichte war dann der Besuch heute. Ich hab mich verdammt gefreut, zwei ehemalige Mitbewohner aus Stuttgarter Zeiten wiederzusehen. Der Zeitpunkt weniger als 2 Stunden nach meinem Ins-Bett-Gehen war leider völlig daneben.

Und nun sitze ich hier, todmüde mit einem imaginären Fragezeichen bezüglich der heutigen Nachtschicht auf dem Kopf und werfe meinen geplanten Blick auf die Partie Uruguay – Südkorea. Dass ich das Tor verpasst habe wegen eines Einkaufs… das brauche ich ja kaum noch erwähnen.

Manchmal ist das Leben schon unfair…

Naja, wenigstens scheint Uruguay zu gewinnen ;)

Nehmt es mir bitte trotzdem nicht übel, wenn ich die Kommentare erst später beantworte. Überlesen werde ich sie nicht, keine Sorge!

Author: Sash Categories: Meine WG, Vermischtes

Öde

25. Juni 2010

Boah, war das heute Nacht zähflüssig! Der Umsatz war mit einem Zehner pro Stunde ja schon mies, aber in der miesesten Form ergattert. Zwei schnelle Touren zum viel zu späten Arbeitsbeginn, eine kurze nach ein paar Minuten Warten und dann 2 geschlagene Stunden warten auf den nächsten Zehner.

Absurd geworden ist es wie immer am Ende. Entnervt habe ich Ozie mitgeteilt, dass ich noch eine Tour mache und es dann sein lasse. Lieber heute eine Stunde früher los, als die dröge Nacht noch zwei Stunden für den gleichen Umsatz rumhängen! Die Tour hab ich dann auch gekriegt: Vom Matrix zum Ostkreuz. 6,00 €. 2,70 € brutto. Plus einen Trinkgeld! Burner! :(

Aber als ich die Segel schon gestrichen hatte und Zuhause bereits mehr als nur grobe Peilung war, sind mir doch noch ein paar Leute vors Auto gelaufen. Am Ostkreuz. Eine Vierergruppe, wobei zwei erst ausführlich überredet werden mussten, überhaupt ins Taxi einzusteigen, weil der Umweg den Kohl auch nicht fett machen würde.

Naja…

Also ging es erstmal zu zwei Adressen in Prenzl’berg und dann – nach Friedenau!

Eine nette Fahrt, nette Gespräche, und am Ziel angekommen standen 35,20 € auf der Uhr. Eine mehr als nur nette Ergänzung zu den 50,80 €, die ich in den fünf Stunden zuvor zusammengepfriemelt habe.

“Mach einfach 40!”

Auch wenn das Endergebnis das glatte Gegenteil von erheiternd war, so war die letzte Tour schlicht die Rettung der Nacht. Mindestens!

Author: Sash Categories: Nicht so Schönes, Schönes, Taxi

Feels good to be back!

19. Juni 2010

Ich fand die Schaltung hakelig!

Anderthalb Wochen nicht im Taxi gesessen. Das ist nicht gut! Und an solchen Details merkt man es dann…

Ich bin wieder weitestgehend fit und hab meine erste Schicht hinter mir. Und anders als damals nach all den Ferien in der Schule hat es sich heute richtig gut angefühlt, wieder da zu sein. Und ich muss anmerken, dass ich fast immer gerne zur Schule bin. Aber Montags um 8 Uhr nach den Pfingstferien 2 Stunden Mathe ist einfach nicht so geil wie Abends ab 20 Uhr ein paar Stunden Wochenendschicht im Taxi in Berlin nach einem gewonnenen Verfahren und einer Woche Krankheit :)

Mein Tagesrhytmus ist – nicht zuletzt dank Vodafone – immer noch ein wenig verschoben, deswegen war es keine 10- oder 11-Stunden-Schicht, sondern nur eine verhaltene 8-Stunden-Schnupperphase. 8 Stunden purer Wahnsinn in Kommunikationsform. Intelligenzbremsen und Sympathiekracher, Schwanzmädchen (Hey, nicht meine Wortwahl) und Iren in Kilts. Intelligenzverweigerer und depressive alte Menschen… als ob man die Kelle tief in den Topf mit der Aufschrift “Randexistenzen” tunkt, und unbesehen den Inhalt zu sich nimmt.

Es hat nur auf 15 Fahrten gereicht, aber mit etwas Geschick kriege ich wahrscheinlich Blogeinträge für eine Woche daraus extrahiert. Tut mir leid, dass dies noch nicht der erste von diesen ist, aber ich wollte zuerst mal verkünden, dass ich jetzt wieder da bin. Und glücklich!

Schönes Wochenende euch allen!

Author: Sash Categories: Schönes, Taxi, Vermischtes

Noch nicht ganz…

4. Juni 2010

Unter der Woche zieht es sich manchmal ein bisschen mit dem Arbeiten. Da kommt der “obligatorische” Hunni nicht zwingend binnen 7 Stunden in die Kasse, manchmal erst nach 10, manchmal gar nicht. Ganz so schlimm lief es eigentlich nicht, als mein Kollege und ich uns am Matrix zufällig trafen.

Er war 8 Stunden unterwegs, ich 7. Er war trotzdem nicht sonderlich willig, noch ewig zu fahren und meinte:

“Die Tour noch, dann hab ich – hoffentlich – den Hunderter drin, dann fahr ich heim! Zum Generator würde mir reichen!”

Ich meinte auch:

“Ja, das kommt hin. Werd ich wohl auch so machen.”

10 Minuten später angelte ein Fahrgast mich weit hinten aus der Reihe und im Losfahren hörte ich meinen Kollegen noch sagen:

“Na dann hat’s ja noch geklappt. Schönen Feierabend!”

“Na, wart’s ab!”

rief ich hinterher.

3 Minuten später stand ich dann ein paar Wagen hinter ihm wieder am Matrix. Er hatte schon so ein süffisantes Grinsen im Gesicht, als zu ihm lief. Tja, er hat dann doch früher mit dem Hunni in der Kasse Feierabend machen können. Mein Fahrgast war nämlich ein ziemlich verstrahlter, wenn auch angeblich drogenfreier Feierwütiger, der sich rund um den Bahnhof völlig verlaufen hatte – er hatte mich ein paar Minuten vorher bereits angesprochen – und nun einfach entnervt war, und wollte, dass ich ihn zum Magnet fahre. Und das ist selbst für Kurzstreckenverhältnisse ein Witz.

Nach einer Kurzstrecke gefragt hat er sogar noch, ich hab ihm dann jedoch gesagt:

“Nee sorry, vom Stand aus nicht! Aber glaub mir: Das wird nicht viel teurer!”

Und so hab ich ihn mit 4,20 € auf der Uhr entlassen, wobei er sich wahrscheinlich noch monatelang selbst geisseln wird ob der Verstrahltheit, für den Weg ein Taxi zu nehmen. Naja, eigentlich hat er es ebenso wie ich mit Humor genommen…

Nachtrag (mit neidgetränkten Pixeln):

Die letzte Tour des Kollegen war – so hat er mir inzwischen berichtet – eine Fahrt zum Berghain. Wie erwartet war dort zu, also ging es zum Mac am Ostbahnhof was futtern. Bei laufender Uhr. Dann ging es nach Hause, und das war in diesem Fall Potsdam! 65 € hat der Kollege noch gemacht, die Sau ;)

Author: Sash Categories: Taxi