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Artikel Tagged ‘party’


Der helle Wahn

30. September 2007

Ja, der Tag des Auszuges rückt näher. Es sind nun noch 10 Tage, die uns bleiben, hier alles ins Lot zu bringen. Ich glaube, es ist verständlich, dass es bisher nicht aussieht, als würde da irgendwas klappen. Heute steht erstmal auf dem Programm, den Bus zu holen (mit dem wir auch umziehen werden) und das ganze gesammelte Pfand dort hineinzubringen. Wenn man sich das so anhört, dann klingt das eigentlich harmlos, aber das ist es nun wirklich nicht. Wir haben seit drei Monaten Pfand gesammelt – die Abschiedsparty hier am 2. Oktober wird (abgesehen von der Unterstützung durch alle, die mitfeiern!) ausschließlich über das Pfand finanziert werden. Finanziell geht es der WG beinahe so beschissen wie nie, was vor allem einen Grund hat: Ilka!
Eigentlich hatte ich nichtmal vor, das auf der Page hier so breitzutreten, weil ich immer dachte, dass man derartige Differenzen – sprich: Kohle-Gedöns auch irgendwie friedlich klären kann. Aber wir sind hier so langsam echt am Ende unserer Geduld. Wenn man ihren überstürzten Auszug mit der üblichen Kündigungsfrist belegen würde, und die Sachen, die sie unrechtmäßig aus der WG geklaut hat, anrechnen würde, dann könnte man sagen, dass uns unsere werte Ex-Mitbewohnerin ca. 1600 € schuldet. Wir haben uns im Wissen darum, dass es ihr auch finanziell scheiße geht, darauf geeinigt, dass sie ihre Altschulden begleicht (die 700 € von vor zwei Jahren) – und es damit gut ist. Nun ist sie halt 3 Monate im Rückstand mit den Raten und ist nicht erreichbar. Wir haben seit einem Monat kein Essen mehr auf WG-Geld kaufen können, und es scheint sie einen Scheiß zu interessieren, weil wir scheinbar alle total böse geworden sind. Also falls irgendjemand Ilka sehen sollte, oder falls Du, Ilka, das hier lesen solltest:
Wir werden das Ganze bald abgeben an Leute, die wirklich Stress machen wegen Geld – uns ist es auch langsam egal!
Naja, sorry wegen dieses unerfreulichen Einschubs…
Wirklich partytauglich ist die WG noch nicht, aber wir sind hart am Arbeiten, und das bisweilen bis spät in die Nacht. Sonst wird das auch nicht mehr. Wir wühlen uns durch die Überbleibsel einer 4jährigen Geschichte, und es ist auch das ein oder andere interessante und verschollen geglaubte Kleinod wieder aufgetaucht. Ozie und ich haben gestern das graue Telefon gefunden, das seit etwa drei Monaten gefehlt hat. Gefunden haben wir es im Alkschrank ganz hinten. Warum auch immer. Selbst jetzt, den Auszug vor Augen, findet sich noch das ein oder andere Mal die Zeit, über die WG und ihre Eigentümlichkeiten zu lachen.
Für die Party haben wir angefangen, einen “Unknown-Tisch” herzurichten, auf dem sich allerlei nützliches oder auch einfach kultiges befinden wird, das niemandem hier gehört, und das gegen Spende mitgenommen werden kann. Vielleicht werden wir sogar das ein oder andere Stück versteigern. Mal schauen.
Dann die weniger erfreulichen Geschichten. Die Bewohnerzahl bei uns ist rapide im Sinken begriffen. Nico ist nun endgültig nach Bremen aufgebrochen, wennglich er dies erst mit zweitägiger Verspätung tat, weil er nach seiner Abschiedsfeier hier nicht wirklich reisetauglich war. Und heute zieht dann Sandra aus, irgendwann im Laufe des Tages…
Dann ist nur noch der Kern zukünftiger Berlin-Umzügler hier anzutreffen: Ralf, Ozie und ich.
Jetzt gilt es “nur” noch dafür zu sorgen, dass das Ende der WG richtig fett wird: Dass der Umzug klappt, und vor allem: Dass die Party rockt wie keine andere zuvor. Das ist eine enorme Höhe, in der die Messlatte da hängt, wenn man andere WG-Parties betrachtet – aber denkt alle daran: Es ist die letzte WG-Party in der Teichstraße, und die sollten wir uns nicht verderben lassen!

…und ab dann werden wir uns darum kümmern, dass das Chaoze sich weiter in der Welt verteilt!

Man sieht sich spätestens am Dienstag!
Partybeginn ist gegen 17.53 Uhr,
Bier gibt’s in der Badewanne,
Jeder bringt mit, was geht,
…und sonst…
PAAAAAAARTY!!!!

Author: Sash Categories: Meine WG

Der letzte Abend

26. September 2007

Nein, die WG existiert noch ziemlich genau eine Woche, aber was heute Abend hier geht, das hat eine ähnliche Dimension: Nico geht morgen (heute) früh nach Bremen, wo er versuchen wird, sich als normaler Student zu tarnen in der feindlichen kapitalistischen Welt. Auch wenn Sven ihn nach eigenen Angaben nie politisieren konnte, so werden wir ihn dennoch vermissen. Insbesondere werden wir seine Auftritte bei der letzten Party in der WG vermissen. Wer sonst sollte “Mooment!” rufen oder mit Ozie Jägi trinken?. Wer soll Bier und Zucker verschütten, Trocknertüren zerstören und auf der Wache wieder zu sich kommen?
Nicos persönliches Engagement wird uns allen fehlen. Es wird hoffentlich nicht zu lange dauern, bis wir uns in Bremen, Berlin, Stuttgart oder dem Rest der Welt wiedersehen und fett einen drauf machen.
Ich möchte jemanden verabschieden, der die WG fast mehr als jeder andere geprägt hat…

Danke!

Author: Sash Categories: Meine WG

Boah nee ey!

15. Februar 2007

Sind das genug Worte der Entschuldigung, wenn man erklären will, warum man seit einem Monat keinen Eintrag mehr schreibt? Ich weiss ja nicht… Nun ist er gekommen, der große Tag: Ilka kommt wieder. Wenn dieses Mal alles nach Plan läuft (wir erinnern uns alle ans letzte Mal!), wird sie so gegen 16.55 Uhr deutschen Boden betreten. Wie schon das letzte Mal allerdings in Frankfurt, was es wieder einmal erforderlich macht, ein Vorab-Kommando der WG zu entsenden und hochzucruisen. Diesen Part übernehme ich in Ermangelung eines Autos dieses Mal nicht alleine, sondern mit Ralf zusammen. Ich denke, wir werden uns so gegen 14.30 Uhr und 15 Uhr auf den Weg machen. Ja, ihr habt richtig gehört: Ich habe heute frei. Juhu! Naja, das Geld sagt was anderes, aber was soll’s? Look forward. Hab ich eigentlich gestern irgendwas dummes gemacht?

Kommen wir nun zu etwas ganz anderem: Ich habe ewig nichts geschrieben, und es ist wieder einiges passiert. Die WG hier explodiert fast an Bewohnern! Wir haben 9 neue Mitbewohner, allerdings ist keiner davon länger als 40 cm. Bevor ihr nun vermutet, wir hätten einen Haufen Zwerge entführt: NEIN! Wir haben Haustiere, und zwar eine ganze Menge. Ozie hat sich endlich den lange gehegten Traum einer eigenen Mäuseburg erfüllt – die natürlich gefüllt werden musste – und Sandra hat sich zwei schnuckelige Ratten zugelegt. Die damit verbundenen Bauarbeiten haben die beiden Mädels auch fachkundig hinter sich gebracht. Wir werden noch zur Heimwerker-WG…

Auch neu: Wikischmand boomt gerade (über 1200 Einträge), das nur mal so an die Leute, die sich das noch nicht angeschaut haben…

Fast neu, aber sehr erwähnenswert: Die (hoffentlich) ultrafette Bad-Taste-Party am 24. Februar 2007! Leider findet sie nun doch zeitgleich mit Alex Geburtstagsparty statt, was wir alle schwer bedauern. Irgendwie ist das alles scheisse gelaufen mit der Terminplanung… ich hoffe, dass wir trotzdem alle eine Menge Besuch haben werden. Wir werden auf jeden Fall wieder eine Menge Bier und anderes Gedöns am Start haben – und dass unsere Party rocken wird, das bezweifelt ja wohl niemand mehr. Der Start der Party ist auf 17.39 Uhr verlegt worden, weil eine Bad-Taste-Party schliesslich auch einen beschissenen Anfangszeitpunkt haben sollte…

Alt, aber irgendwie auch erwähnenswert: Wir haben immer noch keinen Mietvertrag…

Author: Sash Categories: Meine WG, Vermischtes

Es geht immer noch weiter

7. Januar 2007

Die Party-Fraktion, die die WG seit Ende des letzten Jahres irgendwie in ihrer Hand hält, scheint nicht aufgeben zu wollen, und so war unsere allseits beliebte kleine Wohnung mal wieder Austragungsort einer kleinen aber feinen relativ kurzfristig angesetzten Party. Zunächst aber trafen wir uns… nein, eigentlich trafen wir uns schon in der WG, aber dann… meine Fresse ist das alles verwirrend. Ihr macht mich noch ganz wörrig! Nein, die Versammlung startete in der Chaoze-WG, um dann aber umgehend zum Adler vorzurocken, und sich dort ein wenig mit den Spielautomaten zu beschäftigen. Just in diesem Momente verlässt uns Alex – um aber klarzustellen, dass er in Bälde wieder hier sein wird, da er Ralf noch seinen alten Computer vermachen will. Das klingt nach einer nicht abreissen wollenden Generalverschmandung. Die gröbste Verschmandung auf den Böden, Tischen und sonstigen Dreckfängern haben wir allerdings schon vorangetrieben, und ausser mir sind alle noch verbleibenden WG-Bewohner gerade mit Essen beschäftigt. Hammi Hammi! Ja, es ist zwar viel passiert in den letzten paar Stunden, aber ich sehe gerade kaum eine Möglichkeit, sooo viel Text zu schreiben, wie nötig wäre, um die ganzen Bilder unterzubringen. Hmm, da hab ich mich ja selbst vor eine Aufgabe gestellt, die so einfach nicht ist. Merkt ihr, dass ich eigentlich die ganze Zeit nur den miesesten Schrott schreibe. Ach so, ich war ja mit dem gestrigen Abend noch gar nicht fertig: Wir haben uns also alle beim Adler eingefunden, und zunächst ein wenig den Photoplay bearbeitet. Dort sieht es diesen Monat bisher ganz gut aus für die WG, allerdings haben wir nicht wirklich die Rücklagen, in der entscheidenden Phase am Ende des Monats noch ein bisschen Einsatz zu zeigen für die 6 Flaschen Schnaps, die es ja eigentlich zu verteidigen gilt. Im Sinne der allgemeinen Party-Verschmandung sei erwähnt, dass gerne jeder, der eines der Spiele da vorne spielt, mit Chaoze-WG signieren kann. Wir würden uns freuen ;) . Naja, danach kamen dann die obligatorischen Dartrunden, die allerdings eher mies ausfielen an diesem Abend. Es fanden sich also im Gablenberg des Jahres 2007 auch an diesem Tag keine heiligen drei Könige, die es schafften, einen leuchtenden Stern am Darthimmel zu finden, geschweige denn, ihm zu folgen. Wie nicht anders zu erwarten war, stieg die Stimmung immer weiter – das kann natürlich auch ein wenig an den alkoholhaltigen Getränken gelegen haben…

Naja, die Zeit verstrich nicht wirklich schnell, aber es waren wirklich unzählige Spiele Dart, Kicker, Billard und auch Photoplay, die mal so, mal so ausgingen. Zu guter letzt bewegten wir uns dann aber doch wie geplant zurück in die WG, nicht ohne die noch zu terminierenden beiden Kästen Bier aus dem Kofferraum von Ralf – pardon, dem Kofferraum von Ralfs Auto – zu holen. Bardens Gesicht auf der rechten Seite zeigt in etwa das meinige, als ich erfahren habe, was Ralf für Bier gekauft hatte. Aber ich hatte mich, auch zugunsten meiner heutigen Fahrertätigkeit bereits frühzeitig davon distanziert, noch mehr Alkohol zu vernichten. Bei der Auswahl blieb es dann auch glücklicherweise so. Naja, es ist mir eigentlich egal, was für Bier gekauft wird, ich sehe allerdings nur wenige Geschmackskonvergenzen zwischen mir und meinem Mitbewohner. Was soll’s?

Was Konvergenzen angeht, muss ich natürlich auch nochmal das heikle Thema des letzten Eintrages ansprechen: Die Person, die sich an Silvester mit unqualifizierten und dümmlichen Kommentaren beinahe eine Kauleistenverschiebung eingefangen hätte: Mit etwas schlechtem Gefühl, so jemanden in die heiligen linken Hallen der WG zu lassen, habe ich den Abend beginnen lassen, sah aber letztlich keine weitere Problematik mehr, da er sich in keinster Weise mehr in diese absurden Denkansätze verirrt hat. Ich weiss nicht, wie die Diskussion mit meinem Bruder noch genau gelaufen ist, aber die Tatsache, dass es sich um eine Diskussion gehandelt hat, beruhigt schon ein wenig. Ich gebe zu, dass mich diese Geschichte wirklich mit etlichen Gewissensbissen hat jonglieren lassen, da ich nicht von einer Antipathie sprechen möchte in diesem Fall. Aber, soweit – so gut. Bleiben wir dabei: Verherrlichungen solch abartiger Gedanken ist und bleibt ein Grund, sehr schnell an die frische Luft gesetzt zu werden – wollen wir hoffen, dass sowas ein absoluter Einzelfall war.

Auf dem schönen Bild (entfernt) seht ihr nun Ralf in seiner wichtigsten Funktion am gestrigen Abend: Er hat die Bierflaschen daran gehindert, runterzufallen, indem er den Kasten gehoben und die darin befindlichen Flaschen einfach leergetrunken hat. Interesting Concept. Wie schon eingangs erwähnt: Die tieferen Abgründe alkoholgestützter Gehirnverschmandung sind gestern an mir vorbeigegangen, aber dennoch war es ein verdammt witziger Abend. Ich brauche ja wohl nicht erwähnen, dass in meinem Zimmer die lauteste Musik lief, oder? Vielleicht lag es tatsächlich an meinem neuen Fenster, dass die Bullen sich nicht mehr haben blicken lassen, vielleicht haben sie aber auch einfach keinen Bock mehr…

Ozie hat gerade eine hervorragende Idee zur Verlängerung dieses Textes: Sie wird nun einfach mal spontan den Kopf über die Tastatur rollen:

3ew5r46789q3w2e5r4t6z7ut5r4e ws3qr45t6z78 65rt4e6trgfewrtgzu7ijk8z76t5r4367tzgfcdx bhguio9pöv nb n n n n n nb n n nn nb nbn n hjuztrtz67u8iubgvfrt6754556555

Fertig! Hervorragend. Neu ist diese Idee nicht, aber immer wieder eindrucksvoll die Ergebnisse!

So, nun reichts aber mit dem Text, ich verweise noch darauf, dass Sandra rechts recht zufrieden wirkt und Marco weiter unten… ja, man kann es auch zufrieden nennen…

So denn, man sieht sich. Hang!

Author: Sash Categories: Meine WG

After-Party-Gedönse

13. November 2006

Endlich mal wieder in Ruhe Zeit zum Bloggen! Es liegt ein famoses Wochenende hinter mir und der WG, und man kann nur hoffen, dass alles so weitergeht. Wir hatten am Samstag Abend zur Party geladen, und es ist an der Zeit, ein Résumée zu ziehen. Wie üblich zog sich der Beginn der Party ein wenig in die Länge – die ersten Helfer (und Ralfs Eltern) sind schon ab 17 Uhr eingetrudelt – aber dank der Party im Oktober des letzten Jahres wissen wir ja, dass Parties auch hier mal ein wenig später starten können und dürfen. Es ist wirklich 21 Uhr geworden, bis man von ein bisschen Bevölkerung reden konnte, aber ab da war es dann ganz lustig. Diesmal war nicht so viel los wie sonst, aber das kann auch daran liegen, dass wir so gut wie keine Werbung gemacht haben, und sich selbst die persönlichen Einladungen in Grenzen hielten. Witzigerweise haben wir am Sonntag Mittag herausgefunden, dass fast keine der anwesenden Personen wirklich von uns eingeladen wurde. Das soll aber nicht negativ gemeint sein, sondern eher im Gegenteil: Es ist doch eine nette Anekdote – und gekannt hat man sich ja trotzdem ;) Diese Party war ein großer Test für die WG, da wir momentan nur einen Mietvertrag bis Ende des Jahres haben, und wir erstmalig unseren Vermieter vorher über unser Vorhaben informiert haben. Dennoch hatte ich zu keinem Zeitpunkt des Abends ein schlechtes Gefühl, und die Abwesenheit der Bullen scheint mich zu bestätigen. Auch von Dieters Seite haben wir noch nichts gehört. Ja, mitten im Laufe der Feierlichkeiten hat es die Natur dann so gewollt, dass der Sash das biblische Alter von 25 Jahren erreicht. Ich danke allen, die mich beglückwünscht haben, vermisse allerdings ein wenig die Beileidsbekundungen…

Meinen Geburtstag hab ich dann recht ruhig verbracht, wenn man mal vom Aufräumen in den heiligen Hallen absieht, das sich aber durchaus erträglich gestaltet hat, wenngleich es nicht viele Helfer von außerhalb gab. Diesen hiermit noch einen besonderen Dank!

Bleibt zu erwähnen, dass die paar Partybilder, die wir haben, online sind – und zwar hier (Link entfernt).

Ansonsten: Wir haben IMMER NOCH keinen sicheren fünften Mitbewohner! Wenn jemand jemanden weiss – meldet euch bitte alle!!! Heute Abend ist im Pub “Alte Schule” Quiz, und das wird von Alex, Ozie und mir gemacht, also: Alle vorbeischauen – wenn möglich!

Author: Sash Categories: Meine WG, Vermischtes

Viel los!

8. November 2006

Hallo allerseits! Es ist wirklich viel los zur Zeit, und ich schreibe einfach nichts. Den letzten Monat Blog hatte ich eine lange Zeit gar nicht mehr online, und das alles will ich mal erklären: Viel los ist vor allem in der WG, was die Umzüge betrifft. Heute im Laufe des Nachmittags / Abends werden Felie und Vera ausziehen, am Freitag zieht dann Ralf ein. Die Chaoze-WG wandelt sich mal wieder völlig, das Geschlechterverhältnis wechselt mal wieder und wir haben noch immer keinen sicheren fünften Mitbewohner – was gelinde gesagt eine Katastrophe ist. Sollte sich da draussen irgendjemand befinden, der es sich vorstellen kann, in der WG zu wohnen, dann soll er/sie sich bitte dringlichst melden. Trotzdem werden wir am kommenden Samstag, dem 11.11.2006 eine Party hier veranstalten. Zu feiern gibt es wie immer genug um diese Jahreszeit: Vera und Felie ziehen wie gesagt aus, Ralf ein, der Sash hat am 12.11. Geburtstag, Ilka fliegt am 15.11. nach Mexiko, und wenn man den Auslagen in den Supermärkten glauben darf, dann haben wir seit 2 Monaten bereits Weihnachten. Also: Kommt alle am Samstag in die WG und habt Spaß. Wie immer ist für einen Grundvorrat an Bier gesorgt, Bowle gibt’s auch, und wenn dann noch jeder ein bisschen was mitbringt, wird das eine geniale Party wie immer. Ich sag’s gleich ganz frech raus: So eine Party reisst schon immer ein kleines Loch in die WG-Kasse, und es wäre super, wenn der ein oder andere Groschen in unserer Spendenbox landen würde – gerade jetzt, wo das mit dem Nachmieter noch so scheisse aussieht…

Dann war da noch der verschollene Blog im Oktober… wie ihr jetzt sehen könnt, hab ich den vorletzten Beitrag entfernt, und das hab ich nicht freiwillig getan. Der komplette Blog-Eintrag wurde von einer/einem gewissen “biene maya” bei Indymedia veröffentlicht. Mit meinem Namen etc. Der ein oder andere wird sicher noch in etwa wissen, was drinstand. Ich meine, ich schreibe das hier natürlich irgendwo öffentlich, ich gehe sogar davon aus, dass der ein oder andere Staatsbedienstete hier mal gelegentlich reinschaut (sagt dem Sitzler wenigstens nen Gruß!), aber das heisst nicht, dass ich meinen Namen irgendwo lesen muss, wo abertausende – auch Faschos z.B. – sich informieren. Is jetzt kein Weltuntergang, das war mit einem Telefonat geklärt, aber es wäre schön, wenn sowas in Zukunft wenigstens anonymisiert gemacht wird. Ich hab den Text also runtergenommen, weil ich nicht weiss, wer das war, und ob sowas nochmal vorkommen könnte. Schade trotzdem, fand den Text recht gut ;)

So denn, ich will gar nicht allzu viel hier rumschmanden, ich kümmer mich jetzt noch ein bisschen um den Shop und um Wikischmand,

CU

Author: Sash Categories: Meine WG, Vermischtes

Sommerloch? Von wegen!

8. August 2006

Sodele, hallo bei den News liebe Kackbratzen! Wir haben es inzwischen Mitte August, und ich bin seit bald anderthalb Wochen quasi nicht mehr anzutreffen. Schrille Geschichte, aber das ist nicht ohne Grund so. Will man das alles versetehen, bleibt es einem nicht erspart, mit mir eine Reise zu machen in zwei Städte, die unterschiedlicher nicht sein könnten und zwei Bundesländer, die unterschiedlicher nicht sein könnten, ins fernste fremdeste Ausland: Nach München in Bayern und Berlin in …, naja, Südschweden, oder? ;) Aber wie hat das Ganze eigentlich angefangen? [rewind] Am Anfang war das Wort… [wind] Heureka, ich hab’s! [wind] Ihr seid alle im Arsch! [rewind] Es war einmal ein Schmandling… Ah! Da sind wir richtig. Es war einmal ein Schmandling – und er ist noch! Nur ist er jetzt eben älter. Das Bild nebenan (entfernt) zeigt ihn zu Beginn seiner Geburtstagsfeierlichkeiten. Als ich am Freitag Abend endlich Feierabend hatte, war klar: “Saufen Junge, echt jetzt!” Zwar war Sven gerade am Umziehen, aber ich wusste von dem Termin erst einen Abend vorher – Sorry! Wir alle sammelten uns in der WG, dann noch ein halbes Hähnchen eingeworfen und mit einem halben… na gut, einem ganzen Kasten Bier auf zur Uhle. Zwischendrin (VOR dem ersten Bier!) Leo abgestellt und mit Ilka chillig den Weg nochmal hochgewatschelt. Die peinliche Pause sollten wir eigentlich für uns behalten…

Oben erwarteten uns Bälle, Bier und Bardn – so in etwa zumindest. Wir haben ganz gut gelötet und wie von WG-Parties gewohnt genossen wir die friedliche Koexistenz von Punks, Skins, Stinos und dem Rest der Welt. Ilka sollte an dem Abend noch den rekord schlegen, wie lange man von der Uhle zur WG brauchen kann (über eine Stunde) und beendet werden wollte die party wohl mit Regen. N’ SCHEISS!!! Lustiges Umziehen und das altbekannte Unter-den-Aussichtsturm-Flüchten hielten uns als Meute bei Laune und war wohl mit ein Grund dafür, dass Alex und ich nachts noch “wish you were here” gesungen haben. Der Samstag gestaltete sich gänzlich unspektakulär, wenn man mal von der langen Ostnacht absieht, die ich gar nicht mehr besuchen wollte. Dafür gabs den Restbestand an Heineken und Matrix 1. Seeehr gechliit alles… Der Sonntag brachte dann die erste Städtereise mit sich, und die führte mich nach München. Ralf hatte mich eingeladen, seinen Freund Doni zu besuchen und ich hab nichtsahnend ein paar Tage zuvor schon zugesagt. So denn… Ich muss zugeben, dass der Fahrstil meines Bald-Mitbewohners nicht ganz meinem Geschmack entspricht, aber letztlich sind wir angekommen, und zwar an einem Stück! Bei Doni in der Wohnung dürfte es kaum eine Minute gedauert haben, bis ich das erste Bier in der Hand hielt: Ein kühles hervorragendes helles Augustiner – ich weiss gar nicht, ob man sowas zu Rehbraten und Rehragout trinken darf, wenn man sich an die gängigen Benimm-Regeln hält. Da ging es nämlich schon los: Die Verköstigung war eins a, fusste aber für meinen Geschmack zu sehr auf Alkohol. Da ich ja kein Schnapstrinker bin, konnte ich auch nicht wirklich geniessen, was mir nach dem Essen angeboten worden ist (“manche sagen, er schmeckt nach Torf…”), aber das liegt ja nicht an unserem Gastgeber. Doni selbst ist ein Mensch, den zu beschreiben es hunderter Blätter bedürfte, da ein solches Original nicht mit herkömmlichen Methoden erfassbar ist. So wurde unser ganzer Aufenthalt zu einer Art Völkerverständigungsreise, auch wenn es nicht an gegenseitigen Missbilligungen mangelte ;) Und dieses Bayern hat wirklich nur noch formal etwas zu tun mit dem Land in das ich zufällig hineingeboren wurde.

So, nun wiurd dieser Blogeintrag ein bisschen komplizierter, weil ich jetzt ein paar Teile einfügen werde, die ich in Berlin und auf der Fahrt schon geschrieben habe, und um die ich euch nicht betrügen will, und so verwurstet das Ganze ein wenig in der schriftlichen Konsistenz. Aber deswegen wohne ich ja in der Chaoze-WG – wo Schmand noch von Herzen kommt! Hier also die drei Teilblogs:

(1) Trainblogging

“Tut mir leid meine Damen und Herren, das war eine Fehlansage!” Bescheidener Luxus für 84 Euro, 6 Stunden Zeit bei 250 km/h, ein letztes Mal. Vorerst. Grund zu schreiben, Grund zu denken. Der Spiegel, den ich mir in Stuttgart vorgehalten habe, ist ab Kassel Altpapier. Immerhin frisch rasiert! Habe nun ach, ICE’s, IR’s, Regionalbahnen gar studiert, und nun sitz ich hier mit Druck im Ohr und fahr noch immer wie zuvor. Nicht traurig bin ich, das stete Reisen aufzugeben, zu wissen Zeit zu haben, zu leben. Und nicht die Liebe zu opfern in einer Welt, in der Entfernungen nichts mehr bedeuten sollen. Noch 4 Stunden Fernbeziehung. Dann hoffentlich ein Ende. Nicht Ende der Beziehung, nein! Mitnichten! Aller Erleichterung zum Trotze schleicht sich die Wehmut ein in mein Herz. Vielleicht sogar Angst. Alles hat Schattenseiten. Erst recht die Normalität. Schwer zu wissen, dass nicht ich mein Leben unterbreche, sondern Ozie herzieht. Und ja: Ich denke auch die Sehnsucht wird mir fehlen. Ich hasse Züge als Fernreisemittel. Bisweilen einfepfercht vermisse ich die Freiheit, zu halten wo ich will, mit wem und warum. Sicher, bisweilen versüßen interessante Kontakte die Reise, manchmal ist man aber auch alleine in der Masse der Menschen. Wie die Welt im Großen, so der Zug im Kleinen: Vom eigenen Platz nicht im Ganzen begreifbar ehe man aufsteht, schnell, trotz unzähliger Individuen gleichförmig in Bewegung. Bequem und auf dem schnellsten Weg ankommen kann, wer das Geld hat, alle die zu langsam waren, wählen Umwege oder werden überfahren. Und kein einziges Mal funktioniert auch nur die Organisation. ständig die falschen Plätze, Beschwerden, und am lautesten jammern diejenigen, die die Fahrt nicht einmal selbst bezahlen.

(2)

Ja liebe Narren an den Gitarren, liebe Gnarfe an der Harfe, liebe Schwestern in den Orchestern,

wieder einmal ist es Zeit, ich sorge hier für Heiterkeit

und trotz Nikotin im Munde verbreite ich die frohe Kunde

Nur kurz bis ihr Ozie erblickt…

Lassen wir das! Ja, immer noch ein altmodischer Outdoor-Blogeintrag. Geschrieben mit einem geshoppten 12-Cent-Kuli auf Papier, das… naja, sagen wir es so: Es stehen noch Hausaufgaben in dem Block (Mein Blog, mein Blog!). Der gestrige heutige tag war mal wieder ein absurder welcher, der viel zu tun hatte mit Arbeit, Entsetzen und Spaß. Arbeit, weil ein Zimmer ausräumen echt stressig sein kann, Entsetzen, weil Europcar am Wochenende in ganz Berlin keine Autos mehr hat, und Spaß weil ich’s bin. Zudem muss ich aus aktueller Beobachtung mitteilen, dass “Hoppel Mobbel Mäusemenü” wohl echt gut ist. Vom Namen mal abgesehen… Mit der Auto-Geschichte hat es uns zwar ein wenig das Wochenende verhagelt, aber das krigen wir auch noch hin.

(3)

Unrenovierte Wohnungen sind grandios. Die Leere wirkt. Die vermutlich letzte Nacht in H-Town verbringe ich alleine. Freiwillig. Nur so. Der Entspannung wegen. Nein, es ist echt nichts so gelaufen wie geplant. Hätten wir eine Kreditkarte, hätten wir ein Auto. So nicht. Europcar führt wenigstens mit guter Laune durch’s Mismanagement. Noch 11 Stunden, bis unser Auto startklar ist, dann aber muss noch Eddi transportiert werden. Der gute alte Edmund. Aggro Berlin mal rattig! Scharf wie sein Zahn. Habe überdies festgestellt, dass Mäuse im Nacken kitzeln. Unwirkliches Leben hier. Ich genieße die Zeit, vor allem die gemeinsame. Kann noch nicht fassen, wie oft das nun sein kann. Es war Blödsinn, was ich auf der Hinfahrt geschrieben habe. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, schon klar. Der Sash erst recht! Während Ozie sich auf die WG als “Zuhause” freut, genieße ich den Blick aus dem Plattenbau. Aber natürlich wäre ich jetzt am liebsten schon auf der Ringautobahn, aber was soll’s? In gewisser Weise selbst schuld! A6? Kreditkarte? Pah! Hab hier ein schmackhaftes Heineken gefunden. Schlürf! Aha: Italienisches Heineken. Der Gepäckberg ist groß. VW Passat zu klein? Nein, niemals. Alles zusammen zu zweit geplant, vermessen, verplant, vergessen, neues dazu, altes hinweg. Und das Auto? Wer weiss? Das wird! Die Nacht ist laut, der Tag wird Fahrt. 686 km + x. Das Leben ist schön und Schlaf schwer. Die Hitze hat ja stark nachgelassen die Tage, heute sogar viel Regen. Wozu gibt es Betten? Ich hab die Musik vergessen. Nix eigenes dabei. Oh wie schön die Heimat mit allen CD’s, mit PC! Ihr habt mir alle gefehlt, aber so ist das Leben. Ein wenig Angst hab ich vor all der Arbeit. Offiziell Urlaub, aber der Shop…

Jaja, der Shop. Bis auf ein paar ausgeschnittene Buttonvorlagen hab ich in der ganzen Zeit keinen Finger gerührt für die Geschichte. Ich denke, dass das eigentlich auch mal ganz gut getan hat, aber jetzt ist die Arbeit wieder so allgegenwärtig. OK, aber jetzt fassen wir mal zusammen: Ozie ist hier, wir haben nur ihre Sachen zu einem Gutteil noch nicht aus der Küche hochgetragen. Das Auto ist wieder abgegeben, und das verdient nachher nochmal ein bisschen Beachtung. Dann ist auch sonst irgendwie alles im Lot soweit, und es kommt langsam wieder ein bisschen Leben in die Bude hier. Nun gibt es aber wirklich noch ein wenig vom Auto, der Fahrt und dem Leben zu berichten: Das Auto ist ja, wie ihr vielleicht auch als Blindfischlis erkennen könnt nicht ein VW Passat. Europcar hat ein paar etwas absurd anmutende Fahrzeugklassifizierungen. Da ist der A4 von Audi, wie er hier im schönsten Hohenschönhausener Sonnenlicht blitzt und blinkt eine Klasse über dem Passat, wenngleich er eigentlich kleiner ist. Allerdings hat uns diese Kiste keinen Aufpreis gekostet, was uns auch nur zu Mutmaßungen gebracht hat bezüglich der Organisation des wahrscheinlich europaweit größten Anbieters für Mietwagen. Aber anbei: Wir können zufrieden sein. Jetzt aber zur Kiste selber: DAS war Luxus. Die Kiste hatte eigentlich echt alles was wir gebraucht haben, und – ja, das kann man sagen – noch einiges mehr. Es ist definitiv das erste Auto, das ich in meinem Leben gefahren habe, bei dem sich die Temperatur der Klimaanlage für Fahrer und Beifahrer getrennt regeln lässt. Und was das Auto auch definitiv hatte: Genau den Platz, den wir gebraucht haben. Es ist unglaublich, was wir alles in diese kleine Schleuder reingepackt haben. Da hatte selbst der Anhalter ein Lächeln für uns übrig. Das nebenstehende Bild (entfernt) zeigt irgendwie echt nur unzureichend, wie eng das eigentlich war. Das Auto war bis auf den vorletzten Kubikzentimeter ausgefüllt. Den letzten haben wir gebraucht, um atmen zu können ;) Immerhin: Wir haben echt alles mitnehmen können, was sich in den letzten Tagen noch so als Gepäck entpuppt hat. Na gut, Ozie vermisst schmerzlich ihr Fahrrad-Schutzblech! Der Audi hat uns dann sowas von easy nach Stuttgart geschossen. Anders kann man es nicht sagen. Das Auto fährt sich mit der gechillten Geschwindigkeit von 200 km/h so locker wie Jan bei 140 oder der Mäuse-Opel bei 150 km/h. Wenn ich so nachdenke, ist es schon erstaunlich, dass wir sechseinhalb Stunden gebraucht haben. Es fällt schwer, sich von so einem Schmuckstück wieder zu trennen. Aber allemal besser, als sich Mal um Mal von Ozie zu trennen. Was gibt es in der Republik noch so wichtiges zu bemängeln oder zu verarschen? Die Radiosender in Bayern. Es war nun wirklich nicht allzu lange, dass wir durch diese selbst nach einer Woche wieder fremd erscheinende Gegend gekurvt sind, aber in Ermangelung selbst mitgeführter Musik gingen uns schon binnen 5 Minuten alle (ich wiederhole: ALLE) bayrischen Sender auf den… Keks! Und das liegt noch nichtmal daran, dass sie alle den Namen eines komischen Bundeslandes tragen, nein: Die Musik ist so fürchsterlich, dass man sich sehr schnell einen Beamer wünscht. Und wenn’s ist, um die Musik wegzubeamen ;) Der absolute Brüller aber ist hier unten auf dem letzten Bild (entfernt) zu bewundern, mit dem ich dann auch diesen bisher wahrscheinlich längsten Blogeintrag beenden will: Es gibt tatsächlich einen Radiosender, der sich “Brocken FM” nennt. So, jetzt muss ich mal sehen, was ich im Laufe des Tages noch machen will und werde, aber eines weiss ich: Ich werde mir nicht mehr soviel Stress machen…

So denn, seid alle gegrüsst, Genossen und Gefolgsleute. Ich möchte schliessen mit der Bitte, vielleicht dem Forum ein bisschen mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Ich hatte bisher echt noch nicht die Möglichkeiten. Aber ich hoffe doch mal, dass sich das alles wieder ändern wird, wenn erstmal die Ferien vorbei sind. Man wird sehen!

Ciao, bis bald…

Author: Sash Categories: Meine WG, Vermischtes