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Freitag = Polizeitag (8)

26. März 2010

Parties in der alten WG waren desöfteren mal ein wenig laut. Im Grunde hätten wir nahe des Flughafens wohnen sollen, aber wer sich mal angeschaut hat, wo der Flughafen in bei Stuttgart liegt, der verwirft diesen Gedanken schnell wieder. Wobei es ja auch Leute gibt, die ernsthaft in Schönefeld wohnen…

Naja, knapp ein halbes Jahr nach WG-Gründung kam es zum ersten Mal dazu, dass sich grünuniformierte eingefunden haben. Reichlich absurd war es, dass sie ohne weiteres in die Bude gekommen sind, weil alle Türen des Hauses offen waren. Auf der verzweifelten Suche nach einem Verantwortlichen sind sie in ein Zimmer gestolpert, wo sie ein äußerst eingeschüchtertes Wesen antrafen. Eingeschüchtert war der Besucher vor allem deswegen, weil es einfach ein ziemlich bedauernswerter Zustand ist, völlig breit mit einer Tüte in der Hand zwei uniformierten gegenüberzusitzen.

Die beiden Staatsdiener haben sich aber nicht davon beeindrucken lassen, dass unser Besuch zunächst panisch seine Tüte im Aschenbecher ausdrücken wollte, dann aber noch panischer festgestellt hat, dass in diesem Aschenbecher nur illegale Überbleibsel zu finden waren und er somit auch noch den Aschenbecher zu verstecken hatte. Die beiden haben aber einfach abgedreht, weil der junge Mann leider nicht einmal den Hauch einer Ahnung hatte, wo er eigentlich war.

Als nächstes sind sie in die Küche gekommen und haben in einige verdutzte Gesichter gesehen und nach einem Verantwortlichen gefragt.

“Anderes Zimmer. Sash. Mieter!”

wurde ihnen gesagt, und so wurde die Tradition begründet, dass ich in der WG für die Cops zuständig bin, ganz gleich in welchem Zustand ich mich befinde.

Sie haben mich gefunden und meine Personalien aufgenommen. Geredet haben sie wie die Wasserfälle, zumindest kam es mir so vor :)

Irgendwann waren sie halbwegs fertig und ich hab eingeworfen:

“Wissen sie, jetzt hab ich ihnen so viele Fragen beantwortet. Dann hätte ich jetzt auch ein paar Fragen. Ich hätte gerne ihren Namen und ihre Dienstnummer!”

“Heidenei! Interessiert sie des wirklich?”

“Ja!”

Aber ich will mich nicht beschweren. Sie waren auskunftsfreudig und haben mich am Ende noch nach einer Telefonnummer gefragt, unter der sie mich erreichen könnten. Und was bin ich froh um unsere Nummer damals:

“Eins zwei drei achtzig achtzig. Und das ist kein Witz!”

…und bis zum Auszug stand die Dienstnummer mit Edding an meine Zimmertür geschrieben.

Author: Sash Categories: Feinde, Staatsgewalt

Burzeltag (2)

24. Februar 2010

Einfach, weil ich schätze, dass er als quasi personifiziertes Web 2.0 es zu schätzen weiss, möchte ich Jo kurz nach null Uhr mit der gebotenen Pünktlichkeit der digitalen Welt schon mal alles Gute zum ersten Vierteljahrhundert wünschen!

Im Laufe des Abends werde ich mich wohl für eine Weile der entsprechenden Feierlichkeit zuwenden, insofern wäre das also nicht nötig gewesen.

Aber hat uns die Netzwelt nicht gelehrt, möglichst unnötige, redundante Informationen zu generieren? Nur mal so, um dem Ganzen noch einen philosophischen Aspekt zu geben…

Allet Jute, werter Bald-Kollege!

Author: Sash Categories: Medien, Vermischtes

Pflichturlaub, gerichtlicher

2. Oktober 2009

So, einige Spartenleser da draussen warten wahrscheinlich sehnsüchtig auf Neuigkeiten aus der Ex-Vermieter-Ecke. Die gibt es – und zwar nicht zu knapp. Gestern kam ein ordentlich vollgepackter Brief vom Stuttgarter Amtsgericht in unseren Briefkasten geflattert, und der hatte es tatsächlich in sich. Einige Neuigkeiten.

Zunächst scheint Dieter (unser Ex-Vermieter und Beklagter) meine Art von Humor irgendwie gerne zu unterstützen. So hat er über seinen Anwalt beantragt, die Frist zur Klageerwiderung zu verlängern. Klar könnte das eine Art Strategie sein, uns möglichst nicht frühzeitig zu informieren, welche Gesetze sie noch aus dem Hut zu zaubern gedenken, um die Rechtmäßigkeit unserer Forderung in Frage zu stellen. Lesen lässt es sich allerdings wie ein Armutszeugnis, das nur konsequent fortführt, was er immer gemacht hat: “I mach des später mal…”

Sein Anwalt attestiert sich gleich auch noch Überforderung, und das liest sich dann auf Amtsdeutsch wie folgt:

“Wegen Arbeitsüberlastung sowohl des in dieser Sache alleinig sachbearbeitenden Unterzeichners als auch des auf Beklagtenseite bearbeitenden Beklagten, der aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit häufig auswärts sich aufhalten muss, konnte die zur Fertigung der Klageerwiderung notwendige Besprechung noch nicht durchgeführt werden, soll aber so rechtzeitig fertig werden, dass die beantragte verlängerte Frist eingehalten werden kann.”

Man könnte auch schreiben, dass Dieter seine Unterlagen nicht zusammengesucht bekommt und den Anwalt genauso vertröstet wie uns auch…

Sollte dieser Schrieb – wovon man ja besser ausgehen sollte (insbesondere, wenn man das schriftlich in der Öffentlichkeit äußert) – wahrheitsgetreu wiedergeben, was da gerade in Stuttgart abgeht, dann ist das erstklassig, weil das bedeutet, dass selbst der Anwalt der Gegenseite aktuell noch nicht um das Ausmaß der Absurditäten und aber auch der rechtlichen Grundlagen Bescheid weiss.

Sie fordern einen Aufschub bis zum 15. Oktober, und dies hat das Gericht bewilligt. Davor werden wir also leider nichts genaues erfahren, es sei denn, sie schmeissen – was wir immer noch für möglich halten – das Handtuch doch noch, bevor es ernst wird.

Dann aber kommt der Schrieb des Gerichts selber, und der besagt, dass es – was jetzt ja nur folgerichtig war – eine mündliche Verhandlung geben wird.

Ich hab, soweit ich weiss, schon mal irgendwo geschrieben, dass ich eigentlich nicht sonderlich Lust darauf habe. Und irgendwie dann doch…

Mündliche Auftritte sind nicht wirklich mein Ding. Ich rede ungern vor vielen Menschen und ich bin Realist genug, um zu wissen, dass das auch Auswirkungen auf das hat, was ich sage. Ich bin in meinem persönlichen Auftreten ein schüchterner Mensch und eigentlich bin ich überhaupt nicht konflikttauglich.

Auf der anderen Seite bin ich dadurch auch immer in der Lage, Contenance zu wahren und mich recht gut auszudrücken. Das mag jetzt nicht gerade eine atemberaubende Eigenschaft sein, die meine Ernennung zum Bundeskanzler wahrscheinlich macht – zum Alleinstellungsmerkmal in dieser Verhandlung wird es dennoch reichen.

Außerdem bin ich in dieser speziellen Geschichte inzwischen sowas von angepisst, dass ich – ihr als Blogleser habt vielleicht eine leise Ahnung davon – nur darauf brenne, dass irgendjemand meine Ex-Vermieter mal auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Wie üblich spielen bei mir die persönlichen Motive eher eine untergeordnete Rolle. Zu gewinnen habe ich in dem Fall zwar 1000 € plus x, aber wenn ich ehrlich bin, dann geht die Kohle als Schuldenrückzahlung an meinen Vater – bei dem es eigentlich nur eines Anrufes bedürfte, um die Schulden ohne Zahlung zu nullen. Mein Gewinn ist also ein etwas besseres Gefühl…

Ich habe nur so ein unbestimmtes Gerechtigkeitsempfinden, das mich innerlich zerreissen würde, wenn Dieter und Petra mit der Sache durchkommen würden. Dabei geht es nicht ums Geld, denn ob jetzt potenziell von uns verursachte Schäden nicht vielleicht die Kaution wieder aufwiegen würden: Möglich! Dass ich 4 Jahre in einer Bruchbude gelebt habe? Hab ich gerne gemacht! Waren geile Jahre! Das Verhältnis zu Dieter war – wie oft erwähnt – super. Nur bin ich ein bisschen empfindlich, was die Einhaltung von Regeln angeht. Damit meine ich nicht zwingend das deutsche Gesetz, denn auch hier gehen mir einige Regelungen gehörig gegen den Strich. Aber wenn ich mit jemandem ausmache, dass man das alles locker klärt, dann erwarte ich das auch.

Ich halte die Verhandlung jetzt für eine für mich wichtige Sache mit Lerneffekt, und insofern hat die Geschichte ihre guten Seiten, egal wie sie ausgeht. Aber ich kann nicht behaupten, dass ich gerne vor Gericht gegangen bin, nur um ein paar lächerliche Kröten einzutreiben…

Aber gut, weiter im Text:

Wir haben also einen Verhandlungstermin!

Und der… ja der hat mich einfach nur darin bestätigt, dass die Sache nach meinen Vorstellungen verläuft…

11.11.2009

Nein, ich bin kein Karnevalsfreund, und auch wenn es mich irgendwie freut, dass die Verhandlung mich dazu bringt, meine alte Heimat früher als geplant wiederzusehen, so sehe ich das noch realistisch unter dem Punkt, dass die Urlaubsrücklagen zu dieser Zeit sicher noch weniger gut aussehen als zum Januar, wo ich die Reise sowieso in Betracht gezogen hätte.

Aber auch als Nichtanhänger allen Aberglaubens hat der 11. November für mich doch eine gesonderte Bedeutung. Zum einen bietet sich mir so die Gelegenheit, in Stuttgart – mit einer Menge alter Bekannter und Freunde, wie ich hoffe – in meinen Geburtstag am 12. November reinzufeiern. Das alte Konzept “Entweder Siegesfeier oder Frustbesäufnis” kommt hier einmal mehr zum tragen – wenngleich ich hoffe, nicht selbst getragen werden zu müssen. Naja, wozu gibt es Taxen? ;)

Und ein bisschen Glückstag ist der 11.11. seit letztem Jahr dann ja doch für mich persönlich… das war nämlich der Tag, an dem ich meine Ortskundeprüfung bestanden habe, und damit den Weg freigemacht habe für meinen derzeitigen Beruf. Und wenn mir der 11.11.08 bisher über 10.000 € eingebracht hat – warum sollte es am 11.11.09 nicht wenigstens für 1.000 € reichen? ;)

Leute, ich freue mich somit auf ein absehbares Ende der ganzen Gerichtsgeschichte und auf eine schöne Reise in meine alte Heimat, verbunden mit Familienwiedersehen und einer hoffentlich fetten Feier in meiner Stammkneipe! Und all das passiert auf jeden Fall, selbst wenn das Gericht nicht zu meinen Gunsten entscheidet…

Win-Win-Situationen sind irgendwie geil!

Author: Sash Categories: Feinde, Meine WG, Vermieter, Vermischtes

The Chaos Within

8. Oktober 2008

So, bevor ich mich noch 48 Stunden am Stück nicht melde: Ich bin gerade wirklich wieder viel am Lernen und versuche mich in der Zeit, die ich dazu am PC verbringe, gar nicht erst auf das Internet einzulassen. Deswegen sind auch die Comments in den letzten beiden Tagen eher knapp ausgefallen.
Die Ortskundeprüfung rückt mal wieder näher, und irgendwann muss ich es ja einfach mal schaffen. Denn zu allem Ärger läuft natürlich am 10.11.08 mein ALGI aus, und ich hatte eigentlich gar nicht erst vor, mir all das Geschmeiß mit HartzIV zu geben. Wie die Zeit aber auch vergeht.

Heute vor genau drei Jahren fand in der WG in Stuttgart die Mörder-Party statt, aus deren Umständen heraus unter Anderem meine aktuelle Beziehung mit Ozie entstand. Nach offizieller Übereinkunft haben wir morgen unser Dreijähriges. Der heutige Abend wird mit Sicherheit nicht so spektakulär wie der vor drei Jahren. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird er auf Küche aufräumen, Fischstäbchen essen, Lernen und vielleicht Bloggen bestehen. Aber ich wüsste auch gar nicht, wo ich jetzt auf die Schnelle so viele Leute herorganisieren sollte, die wie damals unsere Bude auf den Kopf stellen.
Die Party damals ist nicht zu Unrecht in die Geschichte der Stuttgarter WG eingegangen. Dass ich zu guter Letzt aus dem Bett geholt wurde, um mit den Cops zu diskutieren war da nur der Abschluss. Zwei Hundertschaften – so habe ich mir von Gästen, die draussen waren, sagen lassen – haben die Cops aufgeboten, um unsere Party zu beenden. Dann haben sie ein paar Minuten mit einem relativ betrunkenen Sash verhandelt und am Ende sind sie einfach gegangen, ohne die Wohnung betreten zu haben. Und das, obwohl uns laut Aussagen des Einsatzleiters folgendes vorgeworfen wurde: “Naja, zuerscht Ruhestörung, und dann Linksradikalismus…”
Ich will mir gar nicht ausmalen, was die für Augen gemacht hätten, wenn sie gesehen hätten, dass sich ihre subversiven Elemente den Abend damit vertrieben haben, mit ihren nackten Hintern “Marmorstein und Eisen bricht” auf dem Klavier zu spielen.
Dem Abend folgte aber ein bitteres Erwachen mit Vermieter-Schelte, weil irgendwelche Deppen die Haustür aus den Angeln gerissen hatten und ein Zustand der Wohnung, der in Punkto Lebensqualität in so manchem Slum nicht akzeptiert worden wäre. Der Kater hat bei einzelnen Personen drei Tage angehalten…
Ich will übermäßigen Drogenkonsum gar nicht verharmlosen, aber das war es dennoch wert. Die Party landete weit oben in den Top Ten der geilsten Tage meines Lebens!

Naja, ansonsten habe ich gerade vom Don Saftinator eine DVD geschickt bekommen – für die ich mich auch auf diesem Wege bedanken möchte. Er hat mir die Live-DVD seiner neuen Band “The Chaos Within” geschickt.

Hier geht’s zu deren Homepage

Wenngleich ich zu musikalischer Offenheit rate, wird der Link dennoch nur für Metal-Fans interessant sein. Aber schließlich geht nichts über freundschaftliche Links :)

Ja, ich widme mich jetzt mal der Küche :(

Author: Sash Categories: Meine WG, Vermischtes

Party?

28. Juni 2008

Dass mich noch Dinge ratlos hinterlassen können. Man glaubt es nicht. Schon gestern habe ich im Supermarkt gegenüber ein neues Angebot gesehen, dessen Bedeutung mir unklar ist: Drei verschiedene Gläser eingelegte Gurken werden zusammen verkauft als… als…

Quelle: Sash

Quelle: Sash

Nun komme ich ja aus dem Schwabenland. Da gibt es in einem normalen Supermarkt nicht einmal drei verschiedene Sorten eingelegte Gurken. Folglich habe ich auch keine Ahnung, was man mit drei Gläsern Gurken alles für Parties feiern kann. Ist das ein Angebot, das auf schwangere Frauen abzielt? Ist das das Chips-Äquivalent des Ostens seit der DDR-Zeit? Ich bin leider völlig überfragt. Kann mir da jemand helfen?

Author: Sash Categories: Fotos, Lichtblicke im Alltag

Noch jung…

11. November 2007

Also schreibe ich einen letzten Blogeintrag, bevor ich abermals ein Jahr älter werde. Also offiziell. Nun ja, ab morgen bin ich dann 26. Glaube kaum, dass sich das groß anders anfühlt als 25.
Aber eigentlich wollte ich ja eher von der Party schreiben. Gestern Abend war Einweihungsparty hier in unserer Bude – und das war mit Sicherheit ein wenig anders, als die meisten sich das vielleicht denken. Es waren natürlich nicht so viele Leute da, wie bei den Parties in Stuttgart. Wie auch? Es war eine kleine, für unser fast steriles Wohnzimmer sogar gemütliche Runde, und ich denke, dass es so auch ok war. Die orgentlichen Parties mit Lärmpolizei und Verwarnungen seitens der WBG können wir uns ja ruhig noch ein wenig aufheben. Außerdem gibt es so wesentlich weniger zu putzen
Eine weitere große Neuigkeit: Es schneit, es schneit, es schneit! Der Ausblick hier ist ziemlich kalt und ziemlich weiß. Auf der Straße bleibt natürlich erstmal nix liegen, aber es ist irgendwie schon schön. Wie in fast jedem Jahr – der erste Schnee noch vor meinem Geburtstag. Der Klimawandel lässt hierzulande also auf sich warten.
Naja, irgendwie bin ich gerade nicht in Schreiblaune. Ich glaube, ich bin ein bisschen krank. Das allerdings gefällt mir nicht so sonderlich, da ich ab Dienstag bereits arbeitenderweise unterwegs sein sollte. Na gut, bis zum nächsten Mal. Gruß an alle Südländer!

Author: Sash Categories: Meine WG, Vermischtes

Im Namen des Pfandes…

2. Oktober 2007

Hello everybody!
Der große Tag steht unmittelbar bevor, genauer genommen ist er schon angebrochen: Paaarty!
Vor genau 4 Jahren gab es eine große Fete in der Teichstraße, und das war die Einweihungsfestivität der Chaoze-WG. Damals hat Vera noch Bier getrunken und Sven noch gelacht, aber gut. Einige der Leute, die das heute lesen, haben wir noch nicht gekannt, und unter den Bewohnern fand sich von der heutigen Besetzung nur ich – der Sash. Nun also feiern wir den Abschied, den Umzug nach Berlin, und den Einstieg in ein völlig neues Leben zumindest für Ralf, Ozie und mich. Die Wohnung wird wieder genau so kahl sein, wie zur Einweihungsfeier, weil wir inzwischen schwer am Einpacken sind. Im Laufe der letzten 20 Stunden haben sowohl das Pfand als auch die losen Gegenstände von ca. 10 Mitbewohnern im Bad daran glauben müssen.
Pfand hat sich zu einer langwierigen, kniffligen, aber dennoch rekordstatusbehafteten Aktion gemausert. Die Party am heutigen Abend wird vom Pfand – und hoffentlich euren Mitbringseln – finanziert. Deswegen hatten wir die letzten drei Monate in unserer verschimmelten kleinen Dusche gesammelt, was es nur zu sammeln gab. Im Endeffekt war es mehr als wir erwartet hatten. Wir hatten extra beim Getränkemarkt angerufen, um abzuklären, wie wir das machen sollten. Hat nicht viel gebracht, es war einfach zu viel. Zwischendrin ging es unter, dass wir den Betrag im Laden wieder umsetzen würden, und der Chef versuchte uns klarzumachen, dass wir nur 50% des Pfandes ausbezahlt bekommen würden. Eine derartig dreiste Schwachsinnsidee hatte dann allerdings keine Chance bei uns. Naja, bei 138,32 Euro musste die wirklich nette Angestellte dann aber leider passen, weil die Chaoze-WG mehr leere Cola-Flaschen als der Getränkemarkt am Gaskessel Kästen hatte. Wir haben uns (also die Party) grundversorgt, und haben die restlichen 24 Euro Pfand letzten Endes beim Kaufland in Fellbach eingelöst.
Die Aktion hat alles in allem ein paar Stunden benötigt, und wir sind dennoch mit unserem knallharten Zeitplan nicht in Verzug gekommen. Die Klos sind sauber, das Bad leer und unsere Zimmer kommen im Laufe der folgenden Stunden dran. Ich glaube, hier einen kleinen Vorsprung zu haben – deswegen bin ich noch wach.
Nein, ich will ehrlich sein, es ist hart gerade. Die meiste Arbeit bleibt an Ozie und mir hängen, bzw. wir nehmen sie einfach mal als unsere an, und dann ist so ein Tag schnell stressig – und ich bin dann einfach immer froh, wenn ich mich abends noch ein bisschen alleine an den PC flacken kann.
Naja, ich bin wahnsinnig gespannt, wen ich heute Abend alles wiedersehen werde, und ich hoffe, dass das nicht die letzte Chaoze-WG-Party sein wird – wenngleich mir klar ist, dass diese Wohnung sehr eng verwoben ist mit dem WG-Begriff…
Leute, es tut verdammt weh, all das hier aufzugeben und ins Ungewisse zu ziehen, aber ich halte es für richtig. Ich hoffe, dass nicht zuviel hier in Stuttgart durch die Aufgabe einer überteuerten Wohnung kaputt geht, und ihr alle auch im Namen von uns dreien die Stadt weiter auf Trab haltet.
Wie dem auch sei: Wir sehen uns alle heute Abend!

Author: Sash Categories: Meine WG