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Artikel Tagged ‘ortskundeprüfung’


Volltreffer!

15. Oktober 2009

Eines der üblichen “Sash erklärt seinen Kunden das Taxifahren”-Gespräche:

Fahrgast: “Und das heisst, wenn du jetzt in… keine Ahnung… Stuttgart Taxi fahren willst, musst du da auch die Ortskundeprüfung machen?”

Sash: “Nein, muss ich nicht!”

Fahrgast: “Wieso?”

Sash: “Weil mein P-Schein zufällig auch für das Fahrgebiet Stuttgart gilt, wo ich bis vor zwei Jahren noch gewohnt habe. Sonst aber schon…”

So ein Volltreffer ist beachtlich :)

Author: Sash Categories: Taxi

Pflichturlaub, gerichtlicher

2. Oktober 2009

So, einige Spartenleser da draussen warten wahrscheinlich sehnsüchtig auf Neuigkeiten aus der Ex-Vermieter-Ecke. Die gibt es – und zwar nicht zu knapp. Gestern kam ein ordentlich vollgepackter Brief vom Stuttgarter Amtsgericht in unseren Briefkasten geflattert, und der hatte es tatsächlich in sich. Einige Neuigkeiten.

Zunächst scheint Dieter (unser Ex-Vermieter und Beklagter) meine Art von Humor irgendwie gerne zu unterstützen. So hat er über seinen Anwalt beantragt, die Frist zur Klageerwiderung zu verlängern. Klar könnte das eine Art Strategie sein, uns möglichst nicht frühzeitig zu informieren, welche Gesetze sie noch aus dem Hut zu zaubern gedenken, um die Rechtmäßigkeit unserer Forderung in Frage zu stellen. Lesen lässt es sich allerdings wie ein Armutszeugnis, das nur konsequent fortführt, was er immer gemacht hat: “I mach des später mal…”

Sein Anwalt attestiert sich gleich auch noch Überforderung, und das liest sich dann auf Amtsdeutsch wie folgt:

“Wegen Arbeitsüberlastung sowohl des in dieser Sache alleinig sachbearbeitenden Unterzeichners als auch des auf Beklagtenseite bearbeitenden Beklagten, der aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit häufig auswärts sich aufhalten muss, konnte die zur Fertigung der Klageerwiderung notwendige Besprechung noch nicht durchgeführt werden, soll aber so rechtzeitig fertig werden, dass die beantragte verlängerte Frist eingehalten werden kann.”

Man könnte auch schreiben, dass Dieter seine Unterlagen nicht zusammengesucht bekommt und den Anwalt genauso vertröstet wie uns auch…

Sollte dieser Schrieb – wovon man ja besser ausgehen sollte (insbesondere, wenn man das schriftlich in der Öffentlichkeit äußert) – wahrheitsgetreu wiedergeben, was da gerade in Stuttgart abgeht, dann ist das erstklassig, weil das bedeutet, dass selbst der Anwalt der Gegenseite aktuell noch nicht um das Ausmaß der Absurditäten und aber auch der rechtlichen Grundlagen Bescheid weiss.

Sie fordern einen Aufschub bis zum 15. Oktober, und dies hat das Gericht bewilligt. Davor werden wir also leider nichts genaues erfahren, es sei denn, sie schmeissen – was wir immer noch für möglich halten – das Handtuch doch noch, bevor es ernst wird.

Dann aber kommt der Schrieb des Gerichts selber, und der besagt, dass es – was jetzt ja nur folgerichtig war – eine mündliche Verhandlung geben wird.

Ich hab, soweit ich weiss, schon mal irgendwo geschrieben, dass ich eigentlich nicht sonderlich Lust darauf habe. Und irgendwie dann doch…

Mündliche Auftritte sind nicht wirklich mein Ding. Ich rede ungern vor vielen Menschen und ich bin Realist genug, um zu wissen, dass das auch Auswirkungen auf das hat, was ich sage. Ich bin in meinem persönlichen Auftreten ein schüchterner Mensch und eigentlich bin ich überhaupt nicht konflikttauglich.

Auf der anderen Seite bin ich dadurch auch immer in der Lage, Contenance zu wahren und mich recht gut auszudrücken. Das mag jetzt nicht gerade eine atemberaubende Eigenschaft sein, die meine Ernennung zum Bundeskanzler wahrscheinlich macht – zum Alleinstellungsmerkmal in dieser Verhandlung wird es dennoch reichen.

Außerdem bin ich in dieser speziellen Geschichte inzwischen sowas von angepisst, dass ich – ihr als Blogleser habt vielleicht eine leise Ahnung davon – nur darauf brenne, dass irgendjemand meine Ex-Vermieter mal auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Wie üblich spielen bei mir die persönlichen Motive eher eine untergeordnete Rolle. Zu gewinnen habe ich in dem Fall zwar 1000 € plus x, aber wenn ich ehrlich bin, dann geht die Kohle als Schuldenrückzahlung an meinen Vater – bei dem es eigentlich nur eines Anrufes bedürfte, um die Schulden ohne Zahlung zu nullen. Mein Gewinn ist also ein etwas besseres Gefühl…

Ich habe nur so ein unbestimmtes Gerechtigkeitsempfinden, das mich innerlich zerreissen würde, wenn Dieter und Petra mit der Sache durchkommen würden. Dabei geht es nicht ums Geld, denn ob jetzt potenziell von uns verursachte Schäden nicht vielleicht die Kaution wieder aufwiegen würden: Möglich! Dass ich 4 Jahre in einer Bruchbude gelebt habe? Hab ich gerne gemacht! Waren geile Jahre! Das Verhältnis zu Dieter war – wie oft erwähnt – super. Nur bin ich ein bisschen empfindlich, was die Einhaltung von Regeln angeht. Damit meine ich nicht zwingend das deutsche Gesetz, denn auch hier gehen mir einige Regelungen gehörig gegen den Strich. Aber wenn ich mit jemandem ausmache, dass man das alles locker klärt, dann erwarte ich das auch.

Ich halte die Verhandlung jetzt für eine für mich wichtige Sache mit Lerneffekt, und insofern hat die Geschichte ihre guten Seiten, egal wie sie ausgeht. Aber ich kann nicht behaupten, dass ich gerne vor Gericht gegangen bin, nur um ein paar lächerliche Kröten einzutreiben…

Aber gut, weiter im Text:

Wir haben also einen Verhandlungstermin!

Und der… ja der hat mich einfach nur darin bestätigt, dass die Sache nach meinen Vorstellungen verläuft…

11.11.2009

Nein, ich bin kein Karnevalsfreund, und auch wenn es mich irgendwie freut, dass die Verhandlung mich dazu bringt, meine alte Heimat früher als geplant wiederzusehen, so sehe ich das noch realistisch unter dem Punkt, dass die Urlaubsrücklagen zu dieser Zeit sicher noch weniger gut aussehen als zum Januar, wo ich die Reise sowieso in Betracht gezogen hätte.

Aber auch als Nichtanhänger allen Aberglaubens hat der 11. November für mich doch eine gesonderte Bedeutung. Zum einen bietet sich mir so die Gelegenheit, in Stuttgart – mit einer Menge alter Bekannter und Freunde, wie ich hoffe – in meinen Geburtstag am 12. November reinzufeiern. Das alte Konzept “Entweder Siegesfeier oder Frustbesäufnis” kommt hier einmal mehr zum tragen – wenngleich ich hoffe, nicht selbst getragen werden zu müssen. Naja, wozu gibt es Taxen? ;)

Und ein bisschen Glückstag ist der 11.11. seit letztem Jahr dann ja doch für mich persönlich… das war nämlich der Tag, an dem ich meine Ortskundeprüfung bestanden habe, und damit den Weg freigemacht habe für meinen derzeitigen Beruf. Und wenn mir der 11.11.08 bisher über 10.000 € eingebracht hat – warum sollte es am 11.11.09 nicht wenigstens für 1.000 € reichen? ;)

Leute, ich freue mich somit auf ein absehbares Ende der ganzen Gerichtsgeschichte und auf eine schöne Reise in meine alte Heimat, verbunden mit Familienwiedersehen und einer hoffentlich fetten Feier in meiner Stammkneipe! Und all das passiert auf jeden Fall, selbst wenn das Gericht nicht zu meinen Gunsten entscheidet…

Win-Win-Situationen sind irgendwie geil!

Author: Sash Categories: Feinde, Meine WG, Vermieter, Vermischtes

Endlich mal wieder durch neun teilbar!

12. November 2008

Sonst gibt es ja kaum Gründe, einen 27ten Geburtstag als besonders zu erachten, also habe ich mir diesen einfallen lassen :)
Ich bin für meinen Geburtstag früh wach. 9 Uhr! Wann gab es das das letzte Mal? Naja, so fühle ich mich auch. Aber die Verantwortung gegenüber meinem Blog – in den ich schon in den letzten Tagen nie was geschrieben habe – hat mich aus dem Bett getrieben bla Pathos Gesülze etc.
Ich habe es geschafft, mich selbst zu beschenken! Ich habe gestern die mündliche Ortskundeprüfung für Berlin erfolgreich abgelegt, und auch wenn ich es eigentlich noch nicht wirklich glauben kann, so fühle ich mich dennoch sehr wohl.
Ich werde also wahrscheinlich darauf verzichten können, mein Privatleben und meine Konten durchleuchten zu lassen – ich meine HartzIV – auch wenn das dann sicher noch ein zwei ütz stressige Monate werden. Aber dann geht es los! Jetzt genieße ich aber erstmal ein zwei Tage lang das Gefühl, nichts mehr lernen zu müssen, einfach mit gutem Gewissen mal ein blödes Spiel zocken oder dergleichen. Nicht mehr dieses “Aber eigentlich hätte ich noch…” im Hinterkopf…
Leutz, ich fühl mich wohl!

Author: Sash Categories: Ausbildung, Taxi

Taxiprüfung die fünfte… (oder so)

22. Oktober 2008

Um es gleich zu sagen: Nein! Nicht!
Die Prüfung hat auch dieses Mal nicht geklappt. Irgendwie ist es frustrierend. Insbesondere, da ich jedes Mal auch noch zu hören bekomme, dass es ja eigentlich nicht schlecht war und es nächstes Mal bestimmt klappt. Naja, aber irgendwie hat diese Prüfung eben dies nicht wirklich ausgelöst. Ich denke natürlich das ein oder andere Mal darüber nach, das ich jetzt seit 7 Monaten auf eine Prüfung lerne, von der ein durchschnittlicher Deutscher aufgrund seiner Erfahrungen erwartet, sie bestehe darin, die Fahrertür bei einem nicht speziell gekennzeichneten Fahrzeug zu finden – aber eigentlich bin ich gerade angriffslustig. Ja, angriffslustig!
Mein nächster Prüfungstermin ist in knapp 3 Wochen: 11. November 2008. Um es auch dem letzten begreiflich zu machen: Ich habe am 12. Geburtstag, und insofern gilt mein Wunsch, mir den Schein zu selbigem selbst zu schenken, noch. Außerdem habe ich in den letzten 3 Wochen – auch dank der Datenbank und dem Programm, das Ozie für mich dazu geschrieben hat – gemerkt, dass ich selbst nach so langer Zeit noch besser werde. Deutlich.
Ansonsten: Dies war die früheste Prüfung bisher: 9.00 Uhr. War etwas hart mit einschlafen und aufstehen, was mich aber sicher nicht groß beeinflusst hat. Ich war fit. Der Empfang beim Taxiverband ist dem in der Innung etwa gleichermaßen überlegen, wie…
(jetzt fällt mir seit zehn Minuten nur der Verfügungsrahmen von Bill Gates Konto zu meinem oder die Pizza zu einem Kuhfladen ein – entscheidet selbst, was witziger ist, ich find beides nicht so…)
Die haben dort einen extra Warteraum, der – oh Wunder! – beleuchtet ist. Und das will schon mal was heißen – da darf man sich nämlich unterhalten.
Ja, der nächste Prüfungstermin liegt gut, jetzt muss ich mal sehen. Heute ist Pause angesagt, morgen Low-Level und ab dann wieder mehr als die bisherigen Tage. So sieht es aus! Also heute blogge ich vielleicht wirklich noch einmal.

Author: Sash Categories: Ausbildung, Taxi

Taxiprüfung die vierte

21. Oktober 2008

Ich bin am Lernen und der Prüfungstermin rückt näher. Morgen früh darf ich dann erstmalig beim Taxiverband – der übernimmt die Prüfungen anstelle der Innung im Winterhalbjahr – antanzen und vortanzen. Quasi. Eine Fahrt nach der anderen mache ich die letzten Tage, die Datenbank mit deren Hilfe ich das tue, ist prall gefüttert mit meinem Wissen und Nichtwissen. Ich fühle mich – wieder einmal – besser vorbereitet denn je, aber ich hab immer noch ein wenig Angst. Wenn das morgen nicht klappt, dann kommt der ganze Stress mit Hartz IV auf mich zu, das Geld wird wieder eng, und und und. Ich sollte es eigentlich einfach mal schaffen!
Ich bin ja nicht bekloppt. Das schaffen Leute, die scheinbar nicht einmal interessiert daran sind, zu lernen. Das kann doch nicht soo schwer sein. Verdammt, ich bin mir meiner Verantwortung in dem Job doch bewusst, aber irgendwie will ich doch eigentlich nur Taxi fahren…
Naja, ich prügel mich jetzt noch ein paar Stunden mit Stadtplan und Spezialatlas!

Author: Sash Categories: Ausbildung, Taxi

Ein wenig neben der Spur…

19. Oktober 2008

Ich bin heute mal wieder erst um drei Uhr aufgewacht (worden). Das hat dann dafür gesorgt, dass ich erst spät meine Übungsfahrten begonnen habe – wobei ich inzwischen weiter bin, als ich es mir hätte träumen lassen. Deswegen die aktuelle Pause zum Bloggen und Kommentare beantworten.
Dann ist mir heute – 3 Tage vorher – aufgefallen, dass meine Prüfung ja gar nicht am Dienstag, sondern erst am Mittwoch ist. Ein Tag Gnadenfrist mehr – kann ja nicht schaden.
Glücklicherweise war Ozie früh genug wach und hat deswegen schon für die ganze WG Muffins gebacken. Das ist doch mal ein gelungener Anfang. Mal ganz abgesehen davon, dass ich aufgrund der verspulten Wachzeit spontan Tomatensuppe gefrühstückt habe :)
Dann haben wir festgestellt, dass bei uns irgendwelche Heinzelmännchen ihr Unwesen treiben, genauer genommen: Den Kühlschrank auf Null drehen. Da Nico nicht ausschließen will, dass er schlafwandelt, können wir das aber ebenso wenig belegen wie die andere These, die nach den letzten Artikeln die nächst glaubwürdigere wäre.
So, jetzt setze ich mich wieder an meine Fahrten und irgendwie werde ich morgen dann der Meinung sein, dass heute gar nichts passiert ist. Das wollte ich mit diesem Eintrag widerlegen.
Na denn: Hang!

Author: Sash Categories: Ausbildung, Meine WG, Taxi, Vermischtes

Früh auf!

15. Oktober 2008

Ich bin schon seit 7.38 Uhr wach, was für mich in letzter Zeit so in etwa der Termin ist, zu dem ich mich das erste Mal im Bett rumdrehe. Bin bis auf gestern die letzten Tage eigentlich immer erst so gegen 6 Uhr ins Bett, und gestern hat es mich dann punkt 24 Uhr dahingerafft. Kann auch nicht schaden…
Ja, ich nutze die Zeit überwiegend zum Lernen, da es inzwischen ja auch wieder die heiße Phase der letzten Woche ist. Ich weiss nicht, ob die Tage irgendwann überhaupt mal was erwähnenswertes passiert. OK, am Freitag kommt mein Stiefbruder für eine Nacht vorbei, aber abgesehen davon, dass wir uns so gut wie nie sehen, wird das sicher auch wenig außergewöhnlich.

Author: Sash Categories: Ausbildung, Taxi