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Artikel Tagged ‘marzahn’


Test: Allround-Noten

12. Juni 2010

Ja, haben wir nun also eine dreitägige Spritztour nach Süddeutschland hinter uns. Ich bin nun wieder in Berlin, und im Gegensatz zu Ozie, die leider ziemlich malade ihr Bett hütet, geht es mir den Umständen entsprechend gut. Mir ist das Sommerwetter zu warm und die letzten Tage waren anstrengend. Aber sonst ist alles ok!

Aber gut, ich habe eine neue Autovermietung aufgetan und ein neues Auto gefahren. Dachte, ich kann hier mal meine Erfahrungen kurz wiedergeben.

Die Autovermietung

Gemietet haben wir unsere Kiste bei Allround Autovermietung in unserer Marzahner Filiale. Entschieden haben wir uns für sie aus verschiedenen Gründen:

Verplanung:
Ein Tag vor der Abreise haben nicht alle Vermietungen noch Fahrzeuge. Von Auswahl ganz zu schweigen. Außerdem sind unsere Finanzen bunt gemischt, und Sixt beispielsweise hätte es nicht akzeptiert, wenn Ozie gezahlt hätte und ich Fahrer wäre.

Preis:
237 € für 3 Tage Auto in der Golfklasse ist nicht top. Aber auch nicht die Obergrenze. Zumal z.B. bei Robben & Wientjes der niedrige Preis auch mit null Service und stressigem Vorab-Besuch einhergeht und das auch der denkbar ungünstigste Normaltarif für unter der Woche ist. Für 50 € mehr hätte ich die Kiste 7 Tage haben können. Also nicht mit den Sparangeboten, sondern mit den Normalpreisen im Kleingedruckten der Konkurrenz vergleichen! Inzwischen auch schon recht selten: Die Kaution war mit 200 € nicht sonderlich hoch und problemlos in bar zu zahlen.

Bequemlichkeit:
Auch wenn bei 1500 km 30 mehr nichts ausmachen, halte ich es dennoch für nervig, ein Auto in Charlottenburg zu mieten, um dann das Gepäck in Marzahn zu holen. Die Nähe hat also auch eine Rolle gespielt.

Sympathie:
Zum einen wäre da die Homepage. Sie ist nicht sonderlich gut, aber wenigstens durchdacht und übersichtlich. Die gute Adresse lässt auf ein bisschen Geschäftssinn schließen, und grundsätzlich wäre schon einmal schön, wenn wenigstens jede Vermietung ihre Preise angeben würde und nicht nur irgendwelche Sondertarife.
Abgesehen davon waren sie am Telefon sehr freundlich, hilfsbereit und kundenorientiert.

Der Weg ist tatsächlich nicht weit von uns aus, allerdings empfielt sich eine Station mit der S-Bahn schon alleine, weil der direkte Fußweg keinen… ja Fußweg bietet. Die Filiale ist in einer Tankstelle untergebracht, ansonsten herrscht Zweckmäßigkeit vor. Die Angestellten haben alle kompetent gewirkt, und abgesehen davon, dass ich ein paar Minuten warten musste, war der protokollarische Teil easy und freundlich.

Ein paar Abzüge würde ich bei der Übergabe des Autos machen, da der eine dafür zuständige Mitarbeiter zumindest an diesem Tag ziemlich überfordert und kurz angebunden wirkte. Ich weiss nicht, ob es eine Ausnahme war, aber das Auto, das ich bekommen habe, war nicht geputzt und nicht vollgetankt. Für mich war das perfekt, da ich mir das Putzen nach dem Abgeben auch gerne spare, aber ich kann mir schon denken, dass der ein oder andere sich daran stören würde. Im Übrigen ging es aber nur um Staub auf der Scheibe und ein paar Krümel Erde im Fußraum. Also keine Katastrophe, ehrlich!

Die Schadensüberprüfung war kurz aber gewissenhaft, und runde 15 Minuten nach dem Erstkontakt war ich bereits mit der Kiste unterwegs.

Die Rückgabe beinhaltete zwar auch 5 Minuten Warten, aber die Tatsache, dass ich vor den offiziellen Öffnungszeiten da war, lassen mich hier nur Pluspunkte vergeben. Bezüglich des Tankfüllstandes zeigten sie sich kulant, wobei mir da auch das Auto einen Streich gespielt hat. Der Tank war exakt halb voll und ich hab extra noch für Pi mal Daumen einen Zehner getankt, um auf die “knapp Dreiviertelvoll” zu kommen, die ich bei der Übernahme hatte. Just dabei machte der Zeiger allerdings gar nichts. Ich hab das Auto also mit halbleerem Tank abgegeben und mit einem Verweis darauf, dass das schwer einzuschätzen sei, wurde mir nur der ursprünglich ausgemachte Tarif berechnet. Das nenne ich fair!

Binnen 10 Minuten war also das Auto abgegeben, die Kaution wieder bei mir und alle Belege und dergleichen auch.

Mein Fazit: Anständige Vermietung mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis. Eher locker statt förmlich und eher für spontane Privatfahrten als geschäftliche Anliegen, würde ich aus dem Bauch heraus sagen. Ich denke, ich werde sie vielleicht nächstes Mal wieder wählen.

Das Auto

Gemietet haben wir ein Auto der Kategorie 4, und genau wie angekündigt war es ein Nissan Note. Ich hab nicht drauf geachtet, welche Motorenvariante wir hatten, aber meiner Einschätzung nach war es eher der 1,6l-Benziner.

Platzangebot:
Der Note wirkt von außen ziemlich klein, für 4 Personen ist er allerdings innen luxuriös groß. Ich schätze den Platz ähnlich ein wie bei meinem Zafira-Taxi. Ich hab als Fahrer mit meinen 2,03 Meter locker Platz gefunden. Mein Schienbein hat zwar ziemlich auf die Mittelkonsole gedrückt, aber das ist eine größentypische Beiläufigkeit, die immerhin recht erträglich ist durch die saubere Abrundung jener mich immer wieder bei allen Autos nervenden Kante. Da meine Mitfahrer auf der rechten Seite sich eher darum gestritten haben, wer mehr Platz hat, nicht wer mehr will, nehme ich an, dass es auch hinten noch ausreichend davon gab. Manko bleibt der Kofferraum, der durch seine meines Erachtens nach unsinnige Zweiteilung erheblich an Attraktivität einbüßt, wenn man mehr als nur Handgepäck hat. Der zugängliche Teil hat gerade mal unsere Reisetasche gefasst und die Iso-Matten mussten wir schon ins untere Fach packen. Für uns war es ok, die Familientauglichkeit stelle ich allerdings in Frage.

Design:
Naja, sagen wir es so. Trotz aller Erwartungen ist es doch kein Transformer gewesen, der sich zu einem bewaffneten Metallfrosch entfaltet hat.

Unsere Kiste für Unterwegs, Quelle: Sash

Unsere Kiste für Unterwegs, Quelle: Sash

Verbrauch:
Dank meist eingeschalteter Klimaanlage und gelegentlichem Ausfahren auf der Autobahn sind wir auf einen erschreckenden Verbrauch von fast 9 Litern Super auf 100 Kilometer gekommen. Vielleicht hab ich ausnahmsweise mal wirklich alles falsch gemacht, aber mit so viel hatten wir nicht gerechnet!

Fahrverhalten:
Für mich als Fahrer von schweren und schwach motorisierten Fahrzeugen war der Note ein ziemlich quirliges Kerlchen. Im Vergleich zu meinem Taxi war er geradezu spurtstark und sehr wendig und direkt beim Lenken. Allerdings liegt seine Stärke eben auch deutlich im langsamen Verkehr. Testweise habe ich ihn zwar auf fast 180 km/h gebracht, aber ab 150 verliert er seine Gutmütigkeit, und sowohl sein hohes Profil als auch sein relativ geringes Gewicht machen ihn zu Seitenwindanfällig, als dass das Fahren so noch Spaß macht. Bis 130 ist es aber ein wirklich netter Begleiter auf der Straße.

Ausstattung / Verarbeitung:
Ein Wort: Spielzeug! Beim Schließen der Heckklappe vermutet man ein altes Kassettendeck zuzumachen. Ein bisschen Blech und sonst nichts. Der Innenraum ist bewusst “flippig” modern gehalten, was ich schade finde, da die ein oder andere Rundung auf Kosten von Ablagenfläche und dergleichen geht. Schmalhans ist Küchenmeister, es dominieren Plastik und billige Stoffe – wobei zu erwähnen ist, dass ich die Sitze auch für die Langstreckenfahrt sehr bequem fand. Ein Radio ohne Navi, dafür völlig irrwitzigerweise mit einem 6-fach-CD-Wechsler (der leider keine mp3-CD’s schluckt) mit einem mäßigen Soundsystem wissen nicht arg zu überzeugen. Clever fand ich jedoch das Fach ganz oben auf der Mittelkonsole, in dem gleich ein Aux-Anschluss installiert ist, sodass man mitgebrachte CD-, mp3- oder sonstige Player dort unsichtbar hineinlegen und anschließen kann. Mit einem kleinen Nachteil: Ich hab einen Tag mein Handy drin liegen lassen und die Temperatur da drin hätte fast ausgereicht um die Tasten schmelzen zu lassen… also eher was für den Winter.

Mein Fazit: Es ist eine nette Kiste für eine schnelle Spritztour, aber nix für Reisen mit viel Gepäck oder hoher Reisegeschwindigkeit. Als Low-Budget-Mietwagen in Ordnung, privat würde ich lieber ein bisschen mehr Geld investieren und ein richtiges Auto kaufen ;)

Author: Sash Categories: Fotos, Vermischtes

Bedrohliche Szenerie

24. Mai 2010

Hab lange keinen Blick aus dem Fenster mehr gepostet. Hier ein schöner Eindruck von der Dämmerung, heute kurz vor 22 Uhr:

Dunkel es draußen wird, sehr dunkel! Quelle: Sash

Dunkel es draußen wird, sehr dunkel! Quelle: Sash

Author: Sash Categories: Fotos

Tag gerettet

24. Mai 2010

Auch wenn ich am Wochenende durchaus in Erwägung ziehe, überall von Kunden angehalten zu werden, so habe ich mich doch morgens um 5.30 Uhr in Marzahn recht sicher gefühlt. Ich wartete auf die dämliche Linksabbiegerampel an der Marzahner Promenade, die nur jede zweite Ampelphase überhaupt grün wird und habe die Musik in froher Feierabenderwartung auf Anschlag gedreht.

Das Klopfen an der rechten Hintertür riss mich in die grausame Realität zurück: Ich war auf Arbeit. Bei guter Laune kann man das als Taxifahrer schon auch mal vergessen, aber naja…

“Könnten sie mich vielleicht noch schnell in die [ZueindeutigerStraßenname] fahren, ich arbeite da?”

“Klar, sehr gerne sogar!”

Ich musste so oder so stadteinwärts, Umsatzziele sind sowieso nach oben offen und überhaupt: Es ist mein Job, und ich mache ihn gerne.

“Ich denke, da reicht noch eine Kurzstrecke!”

hab ich frohen Mutes von mir gegeben und erhielt sogleich die mir liebste Antwort:

“Ich zahle ihnen auch mehr!”

Die Kurzstrecke war schon gedrückt und los ging es. Binnen drei Minuten hatte ich eine der abenteuerlichsten Geschichten ever gehört, wie man morgens den Bus verpassen kann – und eine Mitfahrgelegenheit noch dazu. Aber für die unglaublich unschöne Zeit eine nette Unterhaltung mit viel guter Laune.

Am Ziel angekommen stoppe ich das Taxameter, es stehen nach wie vor die 4 € drauf und ich drehe mich erwartungsvoll um. Die Dame streckt mir einen Fuffi entgegen und in meinem Gesichtsausdruck muss sich irgendwie übermäßiges Entsetzen gespiegelt haben. Schließlich hab ich gerade zu Hause erst den 3. Fünfziger an dem “Abend” kleingemacht in der Hoffnung, mit dem Wechselgeld mal haushalten zu können. Immerhin war es so gesehen gar kein Drama, da ich ja wenigstens welches hatte.

Etwas verlegen agierte nun auch mein Fahrgast. Sie reichte mir den Schein – wohl ahnend, dass das mit dem Wechselgeld etwas viel ist – stotterte, blickte zur Seite, wieder zu mir, zögerte, und meinte letzten Endes:

“Ze-zehn!?”

“Äh, oh! Wow! DAS wäre aber nicht nötig gewesen!”

“Nein, ist schon ok! Sie haben mir echt den Tag gerettet!”

Zugegeben, ich hatte in der selben Schicht die Puff-Kunden, aber sonst hätte ich das auch voller Ehrlichkeit erwidern können. Gefreut hat es mich aber auch so wahnsinnig!

Author: Sash Categories: Schönes, Taxi

Hoffnungslosigkeit, grenzüberschreitende

19. Mai 2010

Juhu, ein Haufen belgischer Mädels im Auto! Eine ausgelassene Truppe, nettes Palaver und sonst keine Komplikationen. Wir haben uns über Berlin unterhalten, darüber dass die Stadt relativ günstig ist, niedrige Mieten und die Welt an sich. Wo ich denn wohnen würde, war eine Frage, und ich hab wahrheitsgemäß mit “Marzahn” geantwortet. Kann man bei Belgierinnen auch mal machen, da kommt ja nicht der ewig gleiche Spruch…

“Hihi, Cindy aus Marzahn!”

… oder doch :(

“Jetzt sagt bitte nicht, dass die es bis nach Belgien geschafft hat.”

“Wir sehen nur deutsches Fernsehen! Das belgische ist so scheiße, da kommt nur Schrott!”

Hm, so kann man sich sein Mitleid auch verdienen…

Author: Sash Categories: Nicht so Schönes, Taxi

Happy Living im Ghetto

18. Mai 2010

Ich schreibe ja immer wieder gerne, dass Marzahn bei weitem nicht so schlimm ist, wie man gemeinhin denkt, oder wie es einem von dicken Frauen in rosa Sweatshirts im Fernsehen erzählt wird. Aber manchmal hinterlassen mich meine mich offensichtlich umgebenden Nachbarn auch ratlos.

Ich bin sicher nicht nach Berlin gezogen, um hier Ordnung und Sauberkeit einzuführen, keiner von den Kehrwochen-Freaks aus Prenzl’berg. Aber wenn ich schon – ob von missglückten Flaschenöffnungsversuchen oder Messerstechereien – safte wie eine Kuh im Schlachthaus, dann sehe ich doch zu, dass ich halbwegs zeitnah mein Blut aus dem Hausflur entferne. Auch wenn da einmal wöchentlich eine Putzkolonne (an die übrigens ein dickes Lob!) durchrockt. Bei einem Fleck will ich ja nichts sagen, aber bei sowas:

Unser Fahrstuhl heute, Quelle: Sash

Unser Fahrstuhl heute, Quelle: Sash

Aber scheinbar liegt dem Verursacher auch ein wenig an der Verbreitung seiner DNA. Schließlich musste er sie auch noch dort platzieren, wo andere reinlangen müssen:

Hallo Dr. Sommer!!! Kann ich vom Aufzugfahren AIDS bekommen? Quelle: Sash

Hallo Dr. Sommer!!! Kann ich vom Aufzugfahren AIDS bekommen? Quelle: Sash

Nee, also irgendwann finde auch ich es eklig!

Author: Sash Categories: Fotos

Wochenende in Marzahn

21. März 2010
Maßlos unterschätzt: Weekend in Marzipanien! Quelle: Sash

Maßlos unterschätzt: Weekend in Marzipanien! Quelle: Sash

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Author: Sash Categories: Fotos

Kurz zwischenrein

27. Februar 2010

Da ich gerade viel arbeite und wenig Zeit zum Bloggen habe, hier kurz ein Rückblick. Ein Rückblick auf den gerade verschwindeneden Winter und ein Anlass zum Nachdenken darüber, wer eigentlich wessen Stütze ist:

Ein Baum, der in Marzahn unbeschadet überlebt hat, ist zu allem fähig! Quelle: Sash

Ein Baum, der in Marzahn unbeschadet überlebt hat, ist zu allem fähig! Quelle: Sash

Author: Sash Categories: Fotos, Vermischtes