#OperationFlurfunk (4)

Viel passiert ist bisher nicht mehr. Also ja, wir haben nochmal einen halben Tag zusammen Tapeten abgekratzt und Ozie gestern zusätzlich auch nochmal drei Stunden. Und natürlich sind dabei mehrere Quadratmeter von mehreren Lagen vernichtend geschlagen worden. Dennoch sind von ursprünglich acht Wänden erst drei komplett fertig. Zwei der verbleibenden sind sehr klein und weitere zwei schon sehr weit enttapetisiert. Aber ein Bald-fertig-Gefühl will sich noch nicht einstellen.

Als ich das heute zwei Kollegen erzählt habe, sind die sofort in den Ostalgie-Modus verfallen und haben gelacht:

„Haha, jaja, die alte Osttapete. Da wirste Spaß mit haben!“

Naja, nun ist das Wochenende erst einmal mit Arbeit verplant. Ich muss Taxi fahren, Ozie muss Taschen herstellen und verkaufen. Das Geld wächst auch bei uns nicht auf Bäumen. Was allerdings wieder mal wächst: Chilis! Ozie hat mal wieder ein paar Samen ausgesetzt und die sprießen bereits fleißig. Hach. Ist ja nicht so, dass alles doof wäre. Es gibt halt nur manchmal eine Schwierigkeit mehr als sonst. 🙂

PS: Auch nicht zu verachten: Wir haben einen weiteren sehr guten Lieferservice entdeckt, dieses Mal in chinesisch und vietnamesisch.

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#OperationFlurfunk (3)

So langsam tauchen erste Rachegelüste auf. Gegenüber speziellen Tapetenstücken, gegenüber speziellen Vormietern; es grassiert aber auch eine gewisse Skepsis gegenüber dem „System Tapete“ an sich. Dafür, dass in den knapp 50m² Wandfläche am Ende mindestens 50 Arbeitsstunden stecken werden – nur fürs Runterholen der Tapete wohlbemerkt! – ist die Stimmung aber eigentlich noch ganz gut. Auf drei intensive Arbeitstage von Montag bis Mittwoch hatten wir uns ja eingestellt, nur hatten wir eigentlich damit gerechnet, am Ende wenigstens die Türrahmen angebracht, die Fußleisten abgeschliffen und neue Tapete an der Wand zu haben. Stattdessen eben Beton, kaputte Fußleisten und keine Türrahmen. Wow!

Um zu beschreiben, wie schlimm das wirklich ist, hilft es vielleich zu erwähnen, dass wir uns inzwischen über die Stücke an der Decke freuen, weil sie dank dieses Tipps von Jane Blond einfach kaum noch Arbeit machen. Klar, die ist überkopf eher anstrengend, aber eben kurz.

Wir haben sicher nicht die schlimmsten Tapeten der Welt, aber normal ist das auch nicht mehr. Wir machen nicht das erste Mal Tapeten ab und sind weder völlige Handwerknoobs, noch allzu schlecht ausgestattet. Ja, auf Nagelrolle und chemischen Tapetenentferner haben wir verzichtet, aber irgendwann nach inzwischen 15 bis 20 Litern Wasser an der Wand müsste doch auch das letzte Stückchen wenigstens unter dem Spachtel aufgeben!

Müsste.

Dass wir schon an Tag zwei zu Motivationssüßigkeiten greifen müssen, hatten wir nicht geahnt!

Aber abgesehen davon, dass es nervig Zeit frisst und wir hier Muskelkater an Stellen haben, wo dieser ausschließlich bei indischen Paarungsritualen aufkommen sollte, hat auch alles sein Gutes. So lange man bisweilen suchen muss. Bei mir ist inzwischen zum Beispiel eine völlige Entspannung bezüglich des Zeitplans eingetreten. Mehr als acht oder neun Stunden am Tag können wir schon des Lärms wegen nicht durcharbeiten, und wenn die dabei entstehenden acht Müllsäcke voller Tapetenschnipsel noch kein Ende bedeuten, dann dauert’s halt länger. Unsere Schuld ist das schon lange nicht mehr. Auch schön war, mit Ozie darüber zu scherzen, wie schnell sowas Pärchen in eine Beziehungskrise stürzen könnte, wenn es nicht erst so kurz zusammen ist wie wir. 😉

Oder wir hätten heute den guten Pizzaservice nicht gefunden, weil wir sonst nie so früh am Abend so platt sind, dass wir Essen bestellen müssen!

Und: Mir wird selten ein Wochenende im Taxi so entspannt vorkommen wie das kommende. 😉

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#OperationFlurfunk (2)

Wir haben wirklich angefangen. 0.0

Derzeitiger Blick aus meinem Zimmer. Quelle: Sash

Wir haben gestern acht Stunden ohne arg viel Pause damit verbracht, den Flur leerzuräumen und die Tapete(n) von den Wänden zu holen. Wie man am Foto schon sehen kann: Nur so mittel erfolgreich. Drei bis vier Lagen mit teils unterschiedlichsten Haftungseigenschaften haben dafür gesorgt, dass wir trotz stundenlangem Einweichen nicht mal eben so an einem Tag fertig geworden sind. Andererseits: Hey, genau deswegen haben wir’s so lange aufgeschoben und die nächsten beiden Male wird wieder bequem überstrichen!

Nein, wie nach Tag 1 zu erwarten war: Es liegt noch eine Menge Arbeit vor uns. Heute hoffen wir, wenigstens mal den nötigsten Rest von der Wand zu bekommen, dann sieht man weiter.

Kurios: Als wir neulich im Vorfeld das erste Poster von der Wand genommen  haben, hat uns das die nächsten Tage ständig irritiert. Dass der Flur jetzt komplett leergeräumt und zugemüllt und die Wände teilweise bis auf den Beton abgeschabt sind – das wirkt im Gegenzug seltsam vertraut. Gehirne: Auch nicht besser als Tapeten.

So denn, es geht bald weiter. Ich wünsche Euch ein bisschen weniger dreckige Füße als uns hier! 🙂

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Der Mensch, das soziale Wesen.

Ein Monolog

Setting: Montag früh, 1:30 Uhr. Eine Berliner Straßenbahn in einem Außenbezirk. Zwei Frauen, irgendwas zwischen 40 und 50 Jahre alt, steigen mit Rollkoffern ein. Sie nehmen Platz in einem großen Vierersitzbereich, der ggf. für Kinderwagen freigelassen werden soll, was der einen Frau auch gleich auffällt und sie zu folgendem Monolog ihrer Bekannten gegenüber nötigt:

„Gloobste, jetz‘ kommt hier noch’n Kindawaang? Ick gloob’s ja nich.“

Pause.

„Aba ick würd ooch nich‘ uffstehn. Dit Kind jehört ins Bett um die Zeit!“

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#OperationFlurfunk

Wir wollen ja schon eine Weile lang schnelleres Internet. Dass wir noch keines haben, liegt – Überraschung! – an uns selbst. Ja, die unheilige Allianz aus Vodafone und KabelDeutschland hat hier schon vor einer Weile einen dicken Strang Kabel durchs Haus gelegt und uns fortan mit Einstiegsangeboten gedroht. Da wir ohnehin bei Vodafone sind, wäre das nicht einmal so ein erzwungener Wechsel wegen der Geschwindigkeit. Also wieso haben wir uns das bisher entgehen lassen?

Die naheliegendste Erklärung wären die Kosten, aber das ist nicht wahr. Die würden sich nicht ändern. Außerdem könnten wir das nutzen, um endlich mal auf W-LAN umzustellen. Der Grund ist der Flur. Dort haben wir vor über acht Jahren die Kabeldose wegverlegen lassen an einen heute unpraktischen Platz und anschließend das nur mittelschöne Gequirle übertapeziert.  Quick and dirty, wie alles damals, als das hier noch eine echte WG war.

Nun könnte man natürlich den Stecker rausrupfen und kurz die Dose verlegen / verlegen lassen – aber auch das ist nur so mittelschön. Denn die schon angesprochene Tapete hat nunmehr nicht nur acht Jahre auf dem Buckel, sondern wurde in vielerlei Hinsicht auf die Probe gestellt. Zum einen ist sie nur so mittel sauber angebracht. Dann sind wir ein Raucherhaushalt und zudem gibt es just im Flur einige Ecken, die in der Vergangenheit immer wieder genutzt wurden, um sich abzustützen, wenn man die Schuhe angezogen hat etc. pp. Von hübsch kann also keine Rede mehr sein. Und da sich darunter noch mindestens eine weitere Schicht befindet, ist statt neuem Streichen vollständiges Ab- und Neutapezieren, sowie erst anschließend ein neuer Anstrich nötig. Dazu die Anbringung einiger „Türrahmen“, da die vorhandenen nur an  manchen Stellen über einen eingelassenen Metallrahmen herausgehen und stellenweise schon von den Vormietern übertapeziert worden sind.

Und wenn wir schon Techniker ins Haus lassen: Das mit den Fußleisten ist ein mittelschweres Desaster, das im Zuge einer Neugestaltung auch unbedingt behoben werden muss!
(Das ist nur bedingt unsere Schuld, da die Fußleisten noch die alten Betonsockel aus DDR-Zeiten sind, die sich durch äußerst grobe Verarbeitung hervortun – allerdings haben wir das durchs damalige Lackieren auch eher verschlimmert als verbessert)

Und da wir zu all dem ohnehin nicht kommen werden, wenn wir erst einmal ernsthaft in HD Zeug aus dem Netz streamen können, muss das bald mal erledigt werden. Und bald meint in den nächsten zwei Wochen. Ab Montag. Uns stand der Sinn eher nach einer dreitägigen Speed-Challenge, haben aber eingesehen, dass das mit den Trocknungszeiten von Tapeten, Farbe, Lack, Spachtelmasse und Maleracryl und nur vier verfügbaren Händen am Ende vielleicht etwas viel gewollt ist. Also Montag bis Mittwoch – und nächste Woche noch einmal dasselbe.

Und dieser Text war eigentlich mehr für uns gedacht – damit wir’s am Ende nicht noch einmal rauszögern. 😉

Wird die Tage sicher noch ein paar Updates geben. Und auch Fotos, versprochen.

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Neuer PC, Win10, krank etc.

Ein Update

Obwohl ich immer noch krank zuhause rumsieche, waren die letzten Tage doch irgendwie interessant. Auf ganz eigene Weise, versteht sich. Ich packe das mal wieder in Kapitel, damit es lesbarer bleibt.

Kranksein

Sowas absurdes wie das jetzt hab ich wohl selten erlebt. Da hab ich am einen Tag ungelogen Schmerzen gehabt, die ich um den Preis meines Lebens gerne losgeworden wäre, aber keine 24 Stunden später waren sie wegen ein paar Antibiotika Geschichte. OK, daraufhin hat offenbar auch mein Körper endlich den Ärzten mit ihrer (nicht unumstrittenen) Entzündungs-Theorie geglaubt und ich hatte fortan einen halben Tag übelstes Fieber mit Schüttelfrost und allem. Aber seitdem bin ich zwar etwas schlapp, ansonsten aber wohlauf. Mit solchen Erfahrungen mit der Medizin werde ich wohl weiterhin keinen Drang verspüren, Idioten wie Impfgegnern oder Homöopathen auf den Leim zu gehen.

Der neue PC

Der macht was er soll. Und zwar sehr gut. Obwohl ich bei GTA 4 ein gelegentliches Ruckeln wahrnehme. Aber da steckt sicher eine Verschwörung dahinter. 😉

Windows 10

Tja, nun. Windows hat sich prima aufsetzen lassen und 40 € finde ich für ein gutes Betriebssystem auch in Ordnung. Und so lange es neu ist, ist auch alles schnuffig und so, aber ich muss doch mal ernsthaft fragen, was die Microsoft-Entwickler in den letzten Jahren so geraucht haben. Ich nutze Win10 nun wirklich noch nicht lange genug, um allzu viel sagen zu können … aber wie bescheuert unübersichtlich kann man ein Betriebssystem denn noch machen? Der Desktop, eine Oberfläche für Apps, die Startleiste … das sind alles für sich gesehen legitime Möglichkeiten. Aber alles auf einmal? Und mal abgesehen davon, dass Microsoft vermutlich gerade live trackt, was ich schreibe: Als Ozie ihr Windows installiert hat, hat es danach einfach mal 90% unserer immer noch schlechten Internetleitung dafür verwendet, Dinge runterzuladen, über die man nicht informiert wurde und für die man auch als Teilzeit-Nerd erst einmal suchen musste, wie man sie abstellt. WTF? Hintergrundaktualisierung ist ja das eine, aber das Internet für den Download von nie gewollten Bullshit-Standard-Apps zu blockieren geht mal gar nicht!

GTA 4

Extra  für den Schwob sei hier angefügt: Hey, GTA läuft prima unter Win10! Auch ohne allzu viel Aufwand. Man muss nur „Games for Windows live“ nochmal neu installieren und eventuell bei Steam nochmal einfügen, dass es nicht auf die unsinnigen Grafikbeschränkungen hören soll. Da ist Google wie immer in solchen Fällen ein guter Freund!

Ubuntu 16.04

Unglaublich passend zum Aufsetzen meines neuen PCs kam das neue LTS von Ubuntu raus. Grunsätzlich eine mehr als geile Sache, ich hatte mich auch davor schon darauf gefreut. Allerdings ist eben nix so simpel, wie es aussieht, und so hab ich das OS zwar installiert bekommen, bin derzeit aber noch ratlos, weswegen mein zweiter Monitor schwarz bleibt, obwohl er laut System erkannt wird, die Auflösung als optimal bezeichnet wird und ich dort sogar meinen Mauszeiger  verlieren kann. Wenn irgendein Crack eine Idee hat: Immer her damit!

Ansonsten

Wie gesagt: Ich sieche immer noch leicht schlapp, aber ohne sonstwie ernsthafte Probleme, vor mich hin. Will heißen: Ich hab angefangen, GTA 4 nochmal durchzuspielen, schlafe oft und lang und weiß ansonsten meist nix mit mir anzufangen. Es gibt besseres, es gibt schlimmeres, wie das halt so ist im Leben. Ich hoffe, Euch Lesern geht es ein bisschen besser. Ich hoffe auf nächste Woche, wo ich neben zwei weiteren Arztterminen hoffentlich auch wieder zum Arbeiten komme.

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Well, that escalated quickly!

Hab ich mich vorgestern noch geärgert, dass beim Zusammenbauen des PC’s meine nervige Thoraxblockade von vor zwei Monaten immer mal wieder „Pieks!“ sagte, hat der Mist geschafft, mich binnen 8 nächtlicher Stunden zu Boden zu bringen und zu winseln, dass ich ja nur eine richtige Diagnose brauche. Und dann ging’s halt los. 7 Stunden UKB bei nur sehr sehr sehr wenigen schmerzfrei möglichen Positionen, völlig unbeeindruckt von Schmerzmitteln.

Dann war’s auf einmal eine verschleppte Lungenentzündung mit Wasser in selbiger … wirklich sehr sehr unschön. Ich hab stundenlang Zeit gehabt, drüber nachzudenken, aber mir ist niemand eingefallen, dem ich das gönne. Mir war’s sogar völlig egal, dass die DHL behauptete, wir wären nicht anwesend, als wir auf den Adapter für den PC gewartet haben.

Die Nacht heute war nicht toll, aber inzwischen hab ich Fieber und es fühlt sich deutlich danach an, als ob die seit gestern mehr als 3 Gramm verabreichten Antibiotika arbeiten. Und falls es bis morgen nicht spürbar besser wird, gibt’s ja noch die Option mit festem Bettchen und den richtig guten Drogen! 😀

Was ich aber sagen wollte: Ich bin erst seit einer Stunde so weit, dass Tippen nicht zwingend weh tut. Erwartet also erst einmal nicht zu viel von mir.

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