Dieser Blog

Herzlich willkommen in der Ecke von sashs-blog.de, die eine Erklärung bieten will. Was genau ist dieser Blog? Und warum ist er überhaupt da?

Wenn man in einem Blog landet, dann liest man für gewöhnlich ein paar Artikel und bildet sich ein Urteil über das Informationsangebot dieser Seite. Man stellt bei politischen Publikationen recht schnell fest, welche Meinung favorisiert wird, oder ob ausgeglichen berichtet wird. Bei themenspezifischen Blogs versucht man zu ergründen, ob das Thema umfangreich und seriös oder vielleicht auch liebevoll subjektiv behandelt wird. Bei privaten Blogs sucht man die Intentionen des Autors und sucht nach Anhaltspunkten, was für ein Mensch das ist. Das wird meinen Lesern nicht anders gehen.

Aber was für ein Blog ist sashs-blog.de?

Nun, wie der Name eigentlich schon auszudrücken gedenkt: Ein privater Blog. Schon die Tatsache, dass ich daran festhalte, DER Blog zu sagen, wo es doch recht gesichert scheint, dass es DAS Blog heissen müsste, lässt ahnen, dass ich hier subjektiv berichte. Wenn mein Blog männlich ist, dann ist er es eben, denn außer bei einigen fundamentalen gesetzlichen Regeln obliegt es mir, was diese Seite ist. Diese Seite war – unter verschiedenen Namen – schon einiges. Angefangen hat alles als WG-interner Blog über Wetter und Parties. Dann wurde es zu einem Blog über mein persönliches Leben und mit dem Relaunch 2007 mehr oder minder ein dilettantischer Medienblog mit privatem Touch. Seitdem ich den Beruf des Taxifahrers angenommen habe, hat sich der Schwerpunkt in diese Richtung verlagert, und bis zur Trennung gehörte der Blog plötzlich zu den 10 meistgelesenen Taxi-Blogs Deutschlands. Inzwischen sind wir wieder bei gemischtem Allerlei angekommen.

Das alles aber dokumentiert nichts weiter als den Verlauf meines Lebens. Ich schreibe meine Eindrücke vom Leben nieder – prinzipiell von der Arbeit und von Zuhause – nur dass es inzwischen für die Taxi-Geschichten einen eigenen Blog gibt.  Meine Arbeitszeit ist ebenso Thema wie meine Freizeit oder mein Gesundheitszustand, bzw. meine Urlaubspläne und Fotografien

Es ist ein ziemlich radikal persönlicher Blog. Wer wissen will, wie meine Arbeit funktioniert, ist vielleicht woanders besser aufgehoben, weil ich schreibe, wie meine Arbeit FÜR MICH funktioniert. Ich bin – wenngleich glücklich liiert – irgendwie eine Art Einzelgänger. Und ich betrachte mein Leben als eine Reihe autonomer Entscheidungen meinerseits, die sich dann in irgendeiner Form auswirken. Das dokumentiere ich hier.

Das ist nicht immer spannend für die, die es nicht betrifft. Also alle außer mir. Und so sehr es mir am Herzen liegt, Feedback und Diskussionsanstöße zu bekommen, so sehr ist der Blog doch auch nur eine Dokumentation für mich und mein direktes Umfeld.

Aber die verschiedensten Leute haben mir nun schon versichert, dass ich ein gewisses Talent habe, unterhaltsam zu schreiben. Unterhaltung mittels geschriebener Texte – das ist nach den Dokumentationszwecken sicher der zweitwichtigste Grund für die Existenz des Blogs. Und auch wenn ich an dritter Stelle aufführe, dass ich gerne meine politische Überzeugung greifbar machen, sie dem Leser nahebringen möchte, so muss ich diesbezüglich klarstellen: Es geht hier um eine persönliche Meinungsäußerung. Dieser Blog ist eine Beschreibung meines Lebens, und ich bin nicht zu ausgewogener Berichterstattung verpflichtet.

Ich bin aus zwei Gründen nicht Journalist geworden: Ich habe nicht die Geduld zur Recherche und ich kann nur schreiben, wenn ich es will – nicht wenn ich muss.

Und so hegt dieser Blog keinen journalistischen Anspruch. Ich versuche nach bestem Wissen und Gewissen, Wahrheit deutlich von Fiktion und Meinung zu trennen, aber es ist mir nicht immer möglich. Als Quelle für seriöse Arbeiten taugt der Blog sicher nicht.

Außerdem erkenne ich den Sinn von Diskussionen an und versuche auch, sie mit der gebotenen Ernsthaftigkeit zu führen. In diesem Blog aber endet die Meinungsfreiheit im Zweifelsfall da, wo meine Grenzen sind. Und diese sind – wie der Blog an sich – subjektiv und bisweilen unterschiedlich. Diese Grenze ist weit gefasst, aber ich kann als Privatperson auch in der Öffentlichkeit entscheiden, mit wem ich rede…

2 Responses to Dieser Blog

  1. Barbara

    ‚Ich bin aus zwei Gründen nicht Journalist geworden: Ich habe nicht die Geduld zur Recherche und ich kann nur schreiben, wenn ich es will – nicht wenn ich muss.‘
    – schreibst Du.

    Hallo Sascha,
    ich hab vor Tagen dazu was Schönes auf facebook gefunden, das hab ich mir notiert. Ich finde, es passt ganz gut auf Dich (so, wie Du Dich hier beschreibst), und auf mich auch (bin ganz ähnlich). Vielleicht ist es ja sogar von Dir ;-). Geht wie folgt:

    Wenn ich nur darf, wenn ich soll,
    aber nie kann, wenn ich will,
    dann kann ich auch nicht, wenn ich muss.

    Wenn ich aber darf, wenn ich will,
    dann mag ich auch, wenn ich soll,
    und dann kann ich auch, wenn ich muss.

    Denn: Die, die können sollen,
    müssen auch wollen dürfen!

    – Ääääh – jetzt ist mir schwindlig!

  2. @Barbara:
    Ja, sehr geiles Gedicht. Von mir ist es allerdings nicht 😉
    Aber tatsächlich hat es mich an eines von meinen Gedichten erinnert. Nicht thematisch, aber irgendwie:

    Sich treffen

    Zwei die sich liebten
    trafen sich
    Und die sich hassten
    trafen sich
    Der sich nicht mochte
    der traf sich nicht
    Und der mich traf
    der mochte nicht

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