So wie etwa jedes halbe Jahr… oder Jahr sind Ozie und ich neben unser aller harter Arbeit dabei, in der Wohnung einiges umzuräumen und neu zu machen. So haben wir gestern einiges an Geld in einem Tempelhofer Einrichtungshaus schwedischer Herkunft liegen lassen und sind heute Abend am Auspacken, Aufbauen und Umräumen. Und warum schreibe ich das? Ich hab neulich einen Eimer Farbe gekauft. Ausbesserungsarbeiten im Saarland. Und jetzt räume ich unser Werkzeugregal um und entdecke einen verschlossenen 10l-Farbeimer…
Ey, was ist das für ein Haushalt, in dem ein 10l-Eimer im Regal unentdeckt bleibt?
(Das war eine rhetorische Frage – ich will besser keine Antworten hören
)
Ich kann als Blogger natürlich nicht nur so vor mich hinschreiben. Artikel wie der letzte hier erschienene strapazieren nicht nur die Nerven der Stammleser, nein sie sorgen auch dafür, dass zufällig hier auftauchende Gestalten sich nicht mehr blicken lassen. Also habe ich gedacht, ich kann doch auch mal auf Leserwünsche eingehen. Vor langer Zeit stolperte jemand in diesen Blog, weil er nach einer “Liste saarländischer Wetterstationen” suchte.
Diese kann ich nach wie vor nicht bieten, aber als kleinen Ausgleich haben wir ein Thermometer ins Saarland gehängt, und haben somit immerhin auch sowas wie eine saarländische Wetterstation zu bieten. Bei weiteren Nachfragen gebe ich auch gerne die Temperatur im Saarland bekannt. Derzeit ist das Licht aus, und es sind 26°C.

Unsere saarländische Wetterstation
Ist echt so eine Art Seuche gerade
Aber: Nein, es bedeutet eben nicht, dass unser Flurlicht wieder tut. Nachdem ich gerade aus dem Bett geworfen worden bin von einer Paketzustellerin, die mich fragte, ob ich für Nachbarn ein Paket annehmen würde, klingelte es noch einmal, und dieses Mal war es der Typ, der unseren Spülkasten im Saarland reparieren sollte. Cleverness wäre jetzt nicht unbedingt die Umschreibung meiner Wahl, da er es nicht geschafft hat, auf seinem Vordruck die Festnetznummer zu finden, unter der er uns vorab hätte informieren können.
Nein, sonst war er echt in Ordnung – er hat jetzt halt das Problem gehabt, ein ungeputztes Klo demontieren zu dürfen – und das wäre nun wirklich etwas, auf das ich keinen Wert legen würde. Naja, wegen eines kleinen Defekts ist nun der komplette Spülkasten neu (immerhin ein Teil, dass wir jetzt nicht putzen müssen), und das war es schon. 15 Minuten. Ende. Ach ja: Der Handwerker gehörte zu den wenigen Promille der Menschheit, die größer sind als ich.
Und ich bin platt wie Fisch – oder so. Hoffentlich packe ich das mit dem Genesen bis Freitag Abend…
Viele mögen hier an den 25. August 1967 denken, als Willy Brandt einen ominösen roten Knopf drückte, der gar nichts bewirkte, aber den Start des Farbfernsehens in Deutschland markierte. Hat natürlich nix mit dem Artikel zu tun, aber nach diesem Einleitungssatz kann man wenigstens sagen: “Mensch, beim Sash haben wird doch heute wieder was gelernt!”, und das finde ich gut
Nein, wir haben – nach einer ungefähr 2 Monate andauernden – “Naja, spülen muss man halt manchmal…”-Phase gestern endlich mal wieder ein wenig den Haushalt gerockt, und im Laufe dessen haben sich auch ein zwei Verbesserungen ergeben. Die fantastischste ist zweifelsohne die Einführung des Farbfernsehens im Saarland. Des Fernsehens überhaupt. Wer es nicht weiss: Das Saarland ist inzwischen ein fester Begriff für einen Raum unserer Wohnung, und irgendwie klingt es auch tatsächlich angenehmer als Stehpinklerklo. Und was braucht man weniger in einem 2 m² großen Raum, in dem man höchstens 3 Minuten am Stück verbringt, als einen Fernseher. Eine Antenne hat er auch nicht – vorerst kann man also hauptsächlich alte Käpt’n Blaubär-Videos sehen, während man gepflegt eine Stange Wasser in die Ecke stellt. Wir planen aber schon stilecht die Anschaffung irgendwelcher Saarland-Dokumentationen
Des Wahnsinns fette Ausgeburt bildlich dokumentiert:

Endlich TV im Saarland - ein Meilenstein der WG-Geschichte!
Ach ja: Eigentlich musste vor allem der Fernseher irgendwie aus dem Weg…
Das Saarland ist in unserer WG übermäßig präsent. Seit dem Einzug von Nico haben wir eine saarländische Enklave in der Wohnung, die man gemeinhin auch Klo nennt. (Scheißhaus, Toilette, Entsafter und Fäkalkapelle seien nur einige hier genannte Synonyme). Unser Zweit-, d.h. unser Stehpinkler-Klo hat seitdem nämlich auf Augenhöhe nicht nur den in der Überschrift prangenden Schriftzug zu bieten, sondern darunter sogar eine detaillierte Karte dieses Gebietes. Bis heute Mittag war ich der Meinung, dass das erlösendste beim Urinieren ein Blick auf die sicher sehr schöne Gemeinde Schiffweiler sei, doch dann entdeckte ich Bierbach.
(Ich glaube, seit ich mit der Taxi-Ausbildung begonnen habe, leide ich unter einem gestörten Verhältnis zu Kartenmaterial)
Naja, so sieht das Ganze jedenfalls aus:

Das mächtige Saarland in der WG, Quelle: Sash
Nun, witzig an der Sache sind mehrere Dinge. Zum einen ist keiner von uns irgendwie sonderlich lokalpatriotisch. Hätte auch keinen Zweck, denn weder kommt jemand von uns aus dem Saarland, noch wohnen wir dort. Nico hat lediglich ein knappes Jahr dort verbracht, bzw. in der Nähe.
Ich hab mir bei der Geschichte gedacht, dass das ja eigentlich nur fair sei: Wir haben zwei Quadratmeter Saarland bei hundert Quadratmetern Wohnfläche. Ähnlich wie die BRD. Nun enthält die BRD aber insgesamt nicht einmal ein Prozent Saarland. Deswegen ist das Saarland bei uns in der WG wohl übermäßig präsent.
Falls jemand so weit gelesen hat und auf eine Pointe oder einen Schluss wartet: Sowas gibt es hier nic
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