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Es will einfach nichts passieren!

Ich könnte diese Überschrift jetzt einfach nehmen, um die Sache mit den riesigen Klimaprotesten gestern einerseits und dem mauen Ergebnis des Klimakabinetts andererseits zu beschreiben. Denn zweiteres ist über alle Maßen erschreckend – und damit ist noch nicht einmal der Ex-Präsident des Verfassungsschutzes gemeint, aber ja, selbst der wird an Schrecklichkeit übertroffen, wenn es um Klimapolitik geht.

Das meinte ich mit der Überschrift nicht oder höchstens nebenbei, aber ja: Auch wir waren gestern auf der Demo hier in Berlin. Ziemliches Gedränge, aber schön zu sehen, dass die Jugend von heute so sauer ist wie nötig. Ich hoffe, sie laufen nicht gegen die selbe Mauer aus Ignoranz wie wir immer wieder, wenn es um Nazis ging.

Mir persönlich geht es aber gerade auch sehr um meine zukünftige Arbeit, denn auch da mahlen die Mühlen langsam. Nächste Woche wird vermutlich endlich die Zusage kommen.

Ja, dass es keine Absage ist, ist schon ziemlich sicher, aber am Ende muss halt so gut wie jeder einzeln sein OK geben. Ich befürworte es sehr, dass sichergestellt wird, dass ich keinem Schwerbehinderten den Job klaue und stehe so gesehen auch hinter der Idee, dass das alles geprüft wird, bevor sie mir zusagen, aber ich bin so langsam an einem Punkt, wo ich auch mein Leben bedenken muss und wenn wir hier zwei Vollzeitjobs trotz Kleinkind irgendwie wuppen sollen, dann wären ein frühzeitig einsehbarer Schichtplan oder z.B. eine Bestätigung der Arbeitszeiten wegen erweitertem Kinderbetreuungsschein (Gut, da ist amtlich gerade eh Stillstand, aber es geht auch immer etwas ums Prinzip) ECHT richtige Hilfen. Denn den Dienstantritt nach hinten verschieben werden sie vermutlich auch nicht deswegen.

Öffentlicher Dienst. Auf die harte Tour halt.

Deswegen kann ich immer noch nicht wirklich was dazu sagen, wie es hier in ein paar Wochen aussehen wird. Außer im Schnitt etwas wärmer. Die Klimasache halt, aber ein Trost ist das ja nicht wirklich.

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Sash fährt nicht mehr

Kaum jemand, der hier mitliest, wird es wissen, aber: Ich bin gar nicht mit Führerschein zur Welt gekommen. Ja, ich bin jetzt 37 und hab erst mit 20 mein Abi gemacht und inzwischen 16 Jahre als Fahrer gearbeitet. Und mir auch Mühe gegeben, das gut zu machen.*

Aber jetzt hab ich keine Lust mehr. Natürlich wäre es töricht, jetzt einfach zu behaupten, dass ich niemals mehr gegen Geld ein Lenkrad in die Hand nehmen werde, aber ich habe es derzeit nicht geplant.

Jetzt wo ich raus bin, kann ich’s ja sagen: Mein Nebenjob, den ich bei Twitter immer mit Säbelzahnhamsterlieferung umschrieben habe, war der Fahrdienst für eine Apotheke hier ums Eck. Jede zweite Woche nachmittags ab halb fünf Zeug zwischen drei Apotheken und zusätzlich 3 bis 12 Lieferungen zu Kunden bringen. Ein super Nebenjob mit wahnsinnig tollen Kollegen in den Apotheken und abgesehen von der ein oder anderen schweren Kiste, die ich tragen musste, auch noch super relaxt und ausnahmsweise mal über dem Mindestlohn.

Aber ich bin durch damit.

Angst hat mich nie umgetrieben bei meiner Arbeit, aber in den letzten Monaten war da verdammt oft dieses Bild, dass mir einer ins Auto fährt und deswegen mein Tag oder sogar meine ganze Woche im Arsch ist. An Schlimmeres hab ich gar nicht gedacht, aber irgendwie fand ich das mit der Zeit immer gruseliger.

Der Witz ist: Im Grunde habe ich jetzt erst einmal noch mehr Unsicherheit. Denn ich habe mich auf einen Job beworben, der immerhin so cool ist, dass ich die Idee mit dem Museumskunde-Studium deswegen zumindest mal vertagt habe, aber ich weiß noch nicht einmal, ob ich den kriege. Die Zeichen stehen gut, denn der öffentliche Dienst ist in vielen Dingen auch berechenbar, aber ich habe eben noch keine Zusage und erst recht keinen Vertrag. Deswegen schreibe ich auch noch nicht, um was es eigentlich geht. Obwohl ich es sehr gerne würde.

Und eigentlich wäre ich eh im Arsch, wenn die mich googeln. 😀

Aber eigentlich ging es mir ums Fahren. Ich fahre immer noch gerne Auto und wenn das mit dem Job jetzt nicht klappt, dann wäre ein 450€-Job oder eine Teilzeitstelle eigentlich schon wieder im Bereich des Möglichen – aber das halt nur, wenn es zur Kita-Zeit des Spätzles passt. Und unsere Kita hat leider nicht gerade extrem viel Spielraum. Mal abgesehen davon, dass sie derzeit sowieso noch von Personalnot betroffen sind: Zwischen 7:30 und 16:30 Uhr müssten meine Nebenbei-Arbeitspläne dann halt auch passen. Und da ist ein Job, der ausgerechnet exakt um 16:30 startet, halt leider etwas suboptimal.

Und was ohne Kistenschleppen und Feierabendverkehr wäre darüber hinaus halt auch nett.

Andererseits bin ich halt auch der sentimentalste Mensch auf diesem Planeten und weine nach einem dreitägigen Urlaub, wenn ich in absehbarer Zeit nicht mehr an den Urlaubsort zurückkehren werde.

Und erstaunlicherweise ging das dieses Mal. Die Verabschiedung von den Kollegen und vom Chef war nett, mir wurde erwartungsgemäß das Angebot gemacht, jeder Zeit wieder zurückkommen zu können und ich hab mich ja wirklich nicht mit Groll abgewendet. Aber es war für mich vollkommen ok, nach einer nur so mittelprächtigen Kundentour das komplette Kapitel „Fahrerjobs“ auf unbestimmte Zeit, planungsmäßig sogar für immer, zu schließen.

Man soll ja angeblich im Laufe des Lebens an seinen Aufgaben wachsen und sich darüber hinaus auch persönlich weiterentwickeln. Ich schätze, das habe ich inzwischen getan. Und jetzt will ich endlich die fucking Zusage für den neuen Job haben!

(Klar, schreiben stünde auch zur Debatte, aber Ihr merkt ja selbst, wie ich da gerade schwächel‘.)

*Ich meine: Hey, ich hab mit 20 das Kiffen aufgegeben für die Arbeit! Das hat nicht jeder gemacht, den ich kenne.

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Der VG-Wort-Irrsinn

Was ein Wochenende! Da kommt am Freitag ein Brief von der VG Wort an und mein Gedanke war nur: „Fuck, ich hab die Meldungen vergessen!“ Nicht, dass mir das leichtfertig passiert ist, aber ich hab ja letztes Jahr auch kaum gebloggt und dann kam neulich noch irgendwo die Info durch, dass sie inzwischen nur noch 20 Texte vergüten. Die zwar höher, aber mit einer Kappungsgrenze von „nur“ 700 Euro. Natürlich ist es das wert, aber ich hab’s irgendwann verpennt.

Also öffnete ich den Brief sonst bis dato uninformiert und erwartete ein „Hey, Sie haben dieses Jahr gar nix gemeldet.“

Stattdessen stand da eine Abrechnung über zwei Seiten, deren Endsumme mich fast rückwärts die Treppen hinabfallen hätte lassen.

Zur Vorgeschichte (die ich jetzt aber nicht mehr minutiös rekonstruiere):

Ungefähr seit ich angefangen hab, meine Texte dort zu melden, stand die VG Wort in der Kritik und hatte ein gewichtiges Verfahren am Hals, dessen Ausgang man nach kurzer Presseschau eigentlich hatte voraussehen können. Die Verwertungsgesellschaft hatte es sich nämlich erlaubt, von dem Millionentopf der Vergütungen für die Zweitverwertungsrechte von Texten einen großen Teil abzunehmen, um diesen an Verleger auszuzahlen – obwohl ihr Auftrag die Vergütung der Urheber, sprich der Autoren selbst, nicht der Verlage, war. Und dagegen hatte ein Autor geklagt. Dass das durchgeht, haben alle geahnt. Nur die VG Wort, in der, so sagt man, recht viele Verleger organisiert sind, hat die Sache bis letztes Jahr in die letzte Instanz durchgestritten.

Und dann sind sie endlich dazu verdonnert worden, den Autoren das zu Unrecht vorenthaltene Geld nachzuzahlen.

Ich hatte ehrlich gesagt nicht das Gefühl, dass mich das betrifft, denn ich hatte für meine Blogtexte nie einen Verleger, dem die einen Anteil hätten zuschustern können. Das war wohl zu kurz gedacht, ich vermute inzwischen, dass die wohl schon vor der Einzelabrechnung mit den Autoren aus dem großen Topf die Verleger gearschpudert haben, denn was jetzt auf meinem Zettel stand, war nicht nur viel. Viel fand ich bisher schon die zweitausend bis viertausend Euro, die ich jedes Jahr bekommen hatte. Nur: Die Rückzahlung jetzt war sogar höher als alles, was ich bis dato insgesamt bekommen hatte: Über sechsundvierzigtausend Euro!

Und zwar einfach so. Freitags der Brief und jetzt am Montag die Überweisung. Ohne dass ich davor auch nur davon wusste!

So geil das auch ist – und es ist sehr sehr sehr geil! – ihr merkt, dass das kein Lobtext auf die VG Wort ist. Tatsächlich hätte mir das Geld ja offenbar schon die Jahre zuvor zugestanden. Und mehr als eine vage Info, dass da gerade Rücklagen wegen eines Verfahrens gebildet werden und Geld einbehalten wird, gab’s all die Jahre nicht. Da draußen gibt es vermutlich Mafia-Clans, die ihre Geschäfte transparenter in der Öffentlichkeit breittreten.

Naja, das wäre das. Ich denke, die höchste Rückzahlung meines Lebens habe ich jetzt hinter mir. So gesehen fast wieder schade.

PS: Heute kommt eine neue Grafikkarte für meinen PC an. Man muss die Feste ja feiern wie sie fallen. 😀

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Kita-Platz! \o/

Was ich auch noch nicht erzählen konnte: Wir haben ab jetzt einen Kita-Platz für den Knirps. Und wir hatten die Hoffnung, dass es noch dieses Jahr klappen wird, nahezu aufgegeben.

Ich muss ehrlich sein: Wir haben uns für Berliner Verhältnisse auch erst spät auf die Wartelisten setzen lassen, weil wir im Grund ja keine Probleme unserer Berufstätigkeiten wegen hatten: Ozie arbeitet immer noch zu Hause für ihren Shop und ich bin nur für den Kleinen da.

Aber dieser Kleine läuft inzwischen sicher, interessiert sich für alles, insbesondere andere Kinder, und lässt zu keiner Sekunde Zweifel aufkommen, dass man ihn ja nicht alleine lassen kann, weil er dann schnell mal die halbe Küchenausstattung in unseren Schuhen im Flur neu einsortiert. Kurz: Wir sind uns sehr sicher, dass ihm das gut tut und das wir von ein paar Stunden Betreuung profitieren würden.

Dem upgefuckten Angebot hier in Berlin entsprechend ging das alles sehr schnell. Ein Anruf morgens um 10:35 Uhr, dass wir doch wenn es gehen würde, mal eben bis 11:00 Uhr vorbeikommen sollten. Hat auch geklappt, obwohl Baby und auch ich just an dem Morgen beide einen Zweitschlaf um diese Zeit hielten.

Aber wie das schon zeigt: Die Kita ist in der Nähe. Sehr sogar. Laufweite. Als eine von vieren, bei denen das der Fall ist. Diese spezielle stand nie an allererster Stelle, ist aber immerhin ok. Wir sind jedenfalls zufrieden, eigentlich sogar überwältigt.

Noch nächste Woche, direkt nach dem Urlaub, geht es mit der Eingewöhnung los. Ich freue mich drauf. Und das ganz ehrlich, weil ich glaube, dass es dem Kleinen ein Fest sein wird.

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Ein Jahr …

Nun ist diese eine Woche bereits ein Jahr her. Diese eine Woche im Jahr 2018 zwischen dem errechneten Termin und der tatsächlichen Geburt unseres kleinen Würmchens. Diese eine Woche, die für mich ganz persönlich zweifelsohne die intensivste der ganzen Schwangerschaft war, weil sie dann letztlich die war, die nicht nur für Sophie ein ständiges Auf und Ab und permanente Bereitschaft erfordert hat. Vor einer Woche und einem Jahr bin ich vorsorglich in die Elternzeit gestartet und auch wenn es natürlich davor schon hätte passieren können, dass mich auf Arbeit der Anruf ereilt: Es war wie immer alles „gut gegangen“, aber nun gab es kein Zurück mehr, jetzt irgendwann MUSSTE es ja mal passieren. Niemand ist je ewig schwanger geblieben.

Sophie hat bei Twitter einen Thread gestartet, in dem sie diese Woche noch einmal Revue passieren lässt:

(Zum Ansehen des Threads aufs Datum klicken)

Ich habe einige schöne Erinnerungen an die Zeit, aber über die allerschönste werde ich jetzt noch nichts schreiben müssen. Dafür gibt es ja einen ganz speziellen runden Jahrestag Ende der Woche. 😉

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Wochenstart, selbstbestimmter

Ich bin mir sicher, dass kaum jemand – insbesondere kaum jemand ohne Kinder – nachvollziehen können wird, was so befreiend daran ist, am Montagmorgen um 5:30 Uhr am Rechner zu sitzen, während hinter einem die Bettdecke langsam auskühlt und noch niemand in der Wohnung wach ist.

"Der Mond ist aufgegangen." "Dann mach ihn wieder zu." Quelle: Sash
„Der Mond ist aufgegangen.“ „Dann mach ihn wieder zu.“ Quelle: Sash

Aber es ist herrlich. Allerherrlichstens sogar.

Gut, dass es Montag ist, ist relativ egal. Für mich als Hausmann haben Wochentage keine allzu große Bedeutung derzeit, ich muss nur aufpassen, dass ich keinen Einkauf auf Sonntag zu legen versuche. Tatsächlich ist es die Uhrzeit: Ich bin ausnahmsweise mal ausgeschlafen. Nicht, dass die Nacht für meine Verhältnisse lang gewesen wäre*, aber es waren trotzdem gesunde sieben Stunden und durch das frühe Ins-Bett-Sinken nach einem langen Tag im Park mit den Knirpsgroßeltern gestern sind die jetzt vor sechs Uhr vorbei. Was eine sehr wahrscheinliche Zeit ist, die das Baby für den Tagesstart wählt.

Tatsächlich kann ich mich kaum an Momente erinnern, in denen ich so ausgeschlafen war, dass ich ohne Anruf von Sophie oder das Schreien des Spätzles freiwillig das Bett verlassen habe – nicht, dass es die gar nicht gab, aber sie sind rar gesät.

Natürlich werde ich abseits dieses Blogeintrags in der halben bis ganzen Stunde jetzt nichts irgendwie besonderes hinkriegen. Ich werde sogar den Teufel tun, mir schon einen Kaffee zu machen oder sonstige Morgenaktivitäten vorziehen, denn die Chance ist groß, dass ich damit des Babys und damit Sophies Nacht verkürze. Aber Kategorien wie „nur ein Blogeintrag“ sind eh keine mehr, die mit so einem wuseligen Zwerg Gültigkeit hätten, man ist ja eben froh um jede selbstbestimmte Minute. Und wenn die an einem Montag um 5:30 Uhr ist, dann ist das eben so.

Nicht vom Telefon aus einem Alptraum gerissen werden als Alltagsglück begreifen. So weit ist man nach nicht einmal einem Jahr. Lasst Euch das eine Warnung sein! 😀

*Ich kann mich über die Länge der Nächte wirklich wirklich nicht beschweren, da unser Spätzle bei Sophie im Bett schläft und in der Regel nur wegen Hunger aufwacht. Ich bin zwar für jede Windel und jedes Zäpfchen nachts zuständig, aber das fällt derzeit fast nie an, meist muss es nur kurz gestillt werden und da hab ich im Zimmer am anderen Ende der Wohnung quasi nie was mit zu tun.

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Ärzte-Marathon

Mit zunehmendem Alter steigt ja bekanntermaßen die Zahl der Zipperlein. Nun würde ich mich nicht zwingend alt nennen, aber die goldenen Zwanziger hab ich im Gegensatz zu diesem meinem zweiten Jahrhundert ja doch schon etwas hinter mir.

(Wobei mir übrigens kaum etwas seltsamer erscheint, als dass ich meine Eltern in dem Alter gekannt habe, in dem ich jetzt bin und davon ausgegangen bin, dass die alles wissen, was man so wissen muss.)

Nun will ich mich nicht beschweren. Ich hab einige Jahre mehr als nur gut gelebt und schon damals haben alle Ärzte gesagt, dass man das nicht auf Dauer machen kann. Dafür geht’s mir recht gut. Ich kann also jetzt hier nicht mit irgendeiner Killerdiagnose aufwarten. Wobei wir da eigentlich schon beim Problem sind: Ich kann mit gar keiner Diagnose aufwarten. Was daran liegen mag, dass das Symptom „Fuß tut weh“ nicht sehr spezifisch ist.

Arg viel genauer konnte ich es meinem inzwischen neu rekrutierten Hausarzt allerdings auch nicht sagen, denn es betrifft mal Stellen rechts hinten, mal welche links oben. Es wird schlimmer, wenn ich den Fuß belaste, zum Beispiel durch Arbeit, es wird ohne Belastung besser, kommt aber schnell wieder. Hier mal ein Kilometer Kinderwagenschieben – bäm, Fickerei!

Wir reden hier nicht über die Hölle, auf einer Skala von 1 – 10 würde ich dem Maximum eine stabile 6 geben, aber ich gehe auch davon aus, trotz Pleuraerguß und Schienbeinbruch bisher nie eine 10 erlebt zu haben, sondern allenfalls eine 8. Ich kann mir also noch eine deutliche Steigerung vorstellen, ohne Humpeln geht’s im Maximum aber auch nicht.

Mein neuer Arzt hatte nicht so wirklich eine Idee, also hat er mich zum Orthopäden geschickt. Der hatte auch keine Idee und hat mich röntgen lassen. Das Bild hat er dann mitsamt mir einem Chirurgen weitergeleitet, der allerdings auch keine Idee hatte. Nur eine gewisse Skepsis bezüglich einiger seltsamer Knochenstrukturen im Unterschenkel. Es war klar, dass das mit meinem Schmerz nix zu tun hatte, aber vielleicht halt trotzdem überprüfenswert wegen sonstiger potenzieller Todesursachen. Und für mich als Schwaben sind Fuß und Bein ja eh eine einzelne Sache.

Zum Röntgenbild kam dann binnen dreier Wochen noch ein CT und sogar ein MRT. Man gönnt sich ja sonst nix. Meine Krankenkasse wird sich freuen! Danach dann Entwarnung: Sind wohl nur Überbleibsel eines alten Traumas, nix relevantes.

Was mich natürlich nach drei Wochen Terz um mein Bein beruhigt hat, aber nix daran ändert, dass ich Schmerzen im Fuß hab. Sichtlich uninspiriert hat der Chirurg mir nun eine Schiene und Krankengymnastik verschrieben.

Schiene trage ich schon manchmal, Physio ist erst in drei Wochen dran. Währenddessen versuche ich es nochmal mit Arbeit. Aber ich bin skeptisch, dass das mittelfristig klappt.

Naja.

Was ich nicht verschweigen will, ist, was mein Gehirn mit mir macht in Anbetracht der Umstände. Ich fände ein wenig Verzweiflung und Ärger durchaus angemessen, aber stattdessen herrscht so ein Wayne-Gefühl vor:

Im schlimmsten Fall ist das chronisch, bleibt jetzt also so. Nicht mehr rennen können, Schmerzen bei jedem Fußweg, ziemliche Scheiße also. Aber da ist ein sehr gelassenes „Na, wenn es so ist, dann ist es so und ich werde damit schon klarkommen, bin ich ja bisher auch“-Gefühl vor.

Trotzdem bitte ich um alle Daumendrückerei, die gerade verfügbar ist.

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