Category Archives: Vermischtes

Wasserstandsmeldung

Dank meiner regelmäßigen Meldungen bei GNIT bin ich zwar sicher, dass niemand hier versehentlich mein Ableben bedauert hat, aber ich gestehe auch, dass ich den Blog hier nie anderthalb Monate ruhen lassen wollte. Ist aber so passiert. Und je länger man nicht schreibt, desto schwieriger wird der Wiedereinstieg. Im ganz Kleinen ist nix nennenswertes passiert, was nicht bei GNIT Erwähnung fand; und die derzeit großen Dinge wie die heute stattfindende US-Wahl z.B. war mir in der Zeit zu groß, um meine paar Worte darüber ins Netz zu stellen. Überhaupt war ich wenig motiviert, dergleichen zu tun.

Aber das krempeln wir nun wieder um. Sicher: Der November ist sonst sicher eher der Depressions-Monat schlechthin, aber ich will jetzt mal wieder etwas Land gewinnen. Bei GNIT, hier, im Rahmen anderer Projekte. Abgesehen von den eher unberechenbaren Zyklen meiner Befindlichkeiten werde ich zudem in den kommenden Tagen (fast) runde 35 Jahre alt. Und ich will ehrlich sein: Dass mir trotz meiner leidlichen Produktivität dennoch bereits Geschenke zugekommen sind, hat mich einmal mehr daran erinnert, dass ich online nicht nur so vor mich selbst dahinsabbele, sondern dass auch andere das wahrnehmen und lesen.

Wie gesagt: Nach langer Pause wieder anfangen ist immer doof. Man kann das kaum richtig machen, und wenn es nur ist, weil einem der letzte sinnlose Rant als ein völlig bescheuerter Anknüpfungspunkt erscheint. Deswegen jetzt das hier!

Ich bin wieder da!

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VdHS – die in sich ruhende Crème de la Crème der Menschheit

Was für ein Spaß!

Es ist inzwischen über vier Jahre her, dass ich mal ganz schnell in einem kurzen Rant ein paar böse Worte über einen Flyer der VdHS (Verbreitung der Heiligen Schrift e.V.) verloren habe. Ich würde heute vielleicht nicht die gleichen bösen Worte verwenden, aber in der Sache verteidige ich den Eintrag von damals auch heute noch, weil in dem Flyer, der diese krude christliche Schuldauffassung alltagstauglich machen wollte, stand, dass der Leser dieses Textes, so er noch nicht zu Jesus Christus gefunden hat, sich nicht einbilden solle, ein besserer Mensch zu sein, als beispielsweise ein Mann, der seine Kinder verprügelt.

Tolerant wie ich bin, lasse ich solche Menschen unter uns weilen, aber Religionsfreiheit bedeutet eben nicht, dass ich so einen Quatsch unkommentiert lassen muss.

Wie?

Ja, ich hätte das ja auch schon längst vergessen! Ich hab bestimmt auch mal irgendwo über eine verspätete Bahn gemeckert, weiß ich jetzt aber nicht mehr. Die eingebaute Ironie im Internet hat nun aber dafür gesorgt, dass dieser kleine Rant bei Google direkt hinter der Homepage des VdHS landet, wenn man vdhs in die Suche eingibt und dort trotz (oder wegen) des leicht polternden Titels „Spinner, staatlich begünstigte“ gerne von Anhängern des Vereins geklickt wird und – was noch lustiger ist – offenbar für irgendwas größeres gehalten und entsprechend engagiert kommentiert wird. Bei der Größe der Anhängerschaft des VdHS scheint das dauerhaft in erträglichem Rahmen zu bleiben, aber neulich musste ich dann schlucken, als „der goldene Aluhut“ folgenden Tweet veröffentlichte:

Aber ja: Inzwischen ist ein Meme aus einem Kommentar in diesem Blog (Nix für schwache Nerven) geworden! Ich hau mich weg!

Da kann man mit inzwischen weniger als 100 Besuchern täglich ja schon ein bisschen stolz sein. 😀

Das beileibe wichtigere Phänomen aber ist wirklich die Größenordnung des Ganzen; Dass sich in meinem Kommentarfeld jetzt schon Apologeten herumtreiben, ist ja das eine. Was sie mir raten, das zweite:

Neben den wirklich sehr wirren Reden von „Penner Wilhelm“ erreichen mich alle paar Wochen immer wieder mahnende Stimmen, dass ich mich doch nicht so aufregen soll und dass mir ein Studium der Bibel gegen meinen atheistischen Zorn sicher gut tun würde. Während ich an letzterem vor allem kausale Zweifel habe, stelle ich doch vor allem mal fest:

Ich hab mich kurz und lautstark geärgert.

Die VdHS-Anhänger ärgern sich seit nunmehr vier Jahren darüber!

Seit vier Jahren! Obwohl außer ihnen und ein paar treuen Stammlesern niemand je was davon erfahren hat (oder sich drum kümmert, was ich hier privat ins Netz schreibe). Und dann erzählen sie mir was von negativer Grundeinstellung, davon dass ich – mein Favorit! – seelenlos wie ein Stein sei und wie destruktiv mein Vorgehen gegen den VdHS ist.

Natürlich beantworte ich gelegentlich einen solchen Kommentar. Man kümmert sich ja auch um unfreiwillige Leser.

Und ja, auch dabei enstehen manchmal zynische Aussagen, bei Hetze auch mal richtig fiese Worte; oder ich lasse mich tatsächlich zu destruktiven Dingen wie einem Kopfschütteln hinreißen. Das hat aber nur wenig darüber auszusagen, wie schlimm mein Leben in den letzten vier Jahren war. Sehr wenig. Was ich jedenfalls in den vier Jahren nicht gemacht hab, war immer wieder den gleichen Blogeintrag anzuklicken, den irgendwer mal geschrieben hat und den ich nicht mag, um dann erneut zu kommentieren, dass mein Leben besser ist. Das nur mal so als subtiler Hinweis.

Und an Euch Leser: Denkt Ihr, wir schaffen hiermit Platz 3 bei Google? Mit ein bis zwei Backlinks vielleicht? Jetzt auch mal ehrlich als Hilfe für den VdHS. Die haben nix außer ein bisschen Glauben und sie glauben eben gerne dran, dass das hier ein wichtiger atheistischer Blog ist. Ich habe Kraft meiner Admin-Rechte hier im Blog diesen Auftrag verstanden!

😉


PS: Den Titel hab ich natürlich schon mal so gewählt, wie ich ihn gerne bei Google sehen würde: Als Kontrast zum ersten Artikel. Mit anderen Worten: Es hat Spaß gemacht, ich will das Spiel nochmal durchspielen.

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Sucht und Sicherheit

Rauchen ist scheiße, machen wir uns nix vor. Aber ja, ich bin als typischer Nikotinjunkie eben süchtig und rede mir das dementsprechend (das ist Teil des Krankheitsbildes) schön. Aber darum soll’s nicht gehen. Ich rauche, ich brauche meine Zigaretten also auch, und das mit der Versorgung ist hier nur so mittel.

Eigentlich ist die Lage sogar gut, aber ausgerechnet unser Alltagssupermarkt hat meine Marke nicht. Heißt: Ich muss mir entweder immer wieder Vorrat beschaffen oder am Wochenende vor 20 Uhr ins Eastgate gehen. Was in meiner Welt sehr früh ist. Also am Wochenende.

OK, dass ich das muss, ist gelogen. Eigentlich haben wir vor Ort eine noch bessere Lage: Drei mir bekannte Automaten in Laufweite. Und da sind wir nun bei der aktuellen Geschichte: Der erste ist unbequem zu erreichen. Zwar nicht weit, aber doofe Richtung – und er braucht ewig, um mal Führerschein oder EC-Karte zu erkennen.

Der zweite ist meiner. Sozusagen. Der Steht beim Stammdöner und ist ein Rauchertraum, was die Bedienung angeht. Tagsüber isses da aber sehr voll und man muss sich unter den Fernseher knieen, auf dem gerade die örtliche Neonaziclique Fußball schaut – und außerdem ist meine Marke gelegentlich ausverkauft. Nicht einmal oft, aber wenn, dann erschreckenderweise gerne auch mal wochenlang. Mit Kippen machen Gastwirte halt kein Geld.

Aber nun steht direkt vor der Tür der dritte Automat. Im Gegensatz zu dem Innenraumgerät muss man sich hier aber auch altersmäßig verifizieren, zum anderen hat er einen Ausgabeschlitz, der für Kinderhände (sic!) designt wurde. Wenn ich noch wehleidiger als ohnehin schon wäre, könnte ich ernsthaft behaupten, es bereitet jedes Mal Schmerzen, wenn ich da eine Schachtel rausfummeln muss. Ozie bestätigt das übrigens auch mit wesentlich zarteren Händchen.
Was aber noch schlimmer ist: Die Sau frisst Geld. Es kommt einfach regelmäßig vor, dass man 6 € für eine Schachtel reinwirft und auf der Anzeige am Ende 4 € stehen. Und auch bei der Rückgabe kommen dann nur 4 € raus. Das hat mich vor etlicher Zeit schon mal beflügelt, mein Geld zurück zu verlangen. Und da sind die auch kulant, das muss man ehrlich zugeben. Obwohl man ja keinen Beweis hat, zahlen die aus, was man ihnen erzählt.

Andererseits bin ich ja auch kein querulatorisches Arschloch. Fehler passieren, und wenn mir dann nach drei Wochen mal wieder ein einzelner Euro flöten geht, rufe ich nicht gleich die Hotline an. Könnte ich, schon klar. Ich finde es auch nicht verwerflich. Aber selbst ich mit nahezu Mindestlohnverdienst verwerfe das meistens wegen zu viel Aufwand.

Und dann kam Ozie heute mit einer statt zwei Packungen zurück und meldete zerknirscht, dass der Automat die kompletten sechs restlichen Euro gefressen hätte. Was am Ende bedeutete, dass ich kurz  vor dem Schreiben dieses Blogeintrags doch noch unerwartet nachts zum Döner musste, um mir Nachschub zu sichern. Und da ich nun schon fünf Bier getrunken habe und entsprechend eher gesprächsbereit als sonst war, hab ich die Hotline von tobaccoland angerufen.

Und wieder aufgelegt, als die mich ernstlich aufgefordert haben, einer digitalen Aufzeichnung eine mir nicht auswendig vorliegende IBAN vorzubrabbeln. Also das Online-Formular. Neben erstaunlich vielen „Optional“-Angaben (nicht mal die IBAN, Kto-Nr. reicht!) muss man natürlich Marke und Summe angeben. Ich hab das letztlich erst im Freitext umgesetzt und bin nun mal gespannt auf die Rückmeldung. Und hey, ich hab denen alle Optionen explizit offen gelassen! Wenn ich morgen hier tobaccoland-Werbung schalte, wisst Ihr, warum:

Marke war immer Gauloises (blau). Zur Geldsumme: Keine Ahnung!
Heute waren es ausnahmsweise mal ganze 6 von 12 €, die spurlos in diesem Automaten verschwunden sind. Seit meiner letzten Meldung von vor Ewigkeiten sind es sicher 20 bis 30 € gewesen.
Ich bin, so aufgebracht ich im Moment erscheinen mag, wirklich niemand, der wegen hier mal einem oder zwei Euro sofort Alarm schlägt. Aber der Automat ist eine Katastrophe und ich meide ihn ja schon bewusst, bin aber manchmal auf ihn angewiesen, wenn der nächstbeste leer ist.
Mir geht’s nicht um eine centgenaue Rückerstattung, ich würde mich eher über eine Antwort freuen, wieso ein Gerät mit so einer Fehlerquote weiterhin zugänglich ist. Andererseits bin ich wie alle Süchtigen bestechlich, der Fantasie sind nach oben keine Grenzen gesetzt. 😉
Im Ernst: Bei allem Verständnis für restriktive Sicherheitsmaßnahmen bei einem Kasten mit viel Bargeld drin: So ein kleiner Rest von Usability ist schon das mindeste.

Beste Grüße,
Sascha Bors

PS: Telefonnummer als Pflichtfeld, ok. Aber ich arbeite in der Nachtschicht. Wagen Sie es ja nicht, mich „zur näheren Klärung“ mal spontan vor 17 Uhr anzurufen. Sonst haben wir wirklich ein Problem!

Ich hab das Popcorn griffbereit. 🙂

Nachtrag:

Die sind selbst bei Ärger zu langweilig. In der Antwort schreiben Sie, sie hätten meine Mail „mit Dank erhalten“ und würden mir „den Betrag“ (Himmel, welchen denn?) überweisen. Danke, bitte bleiben Sie uns treu, Ciao. So in der Art. So macht Spielen keinen Spaß.

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Eine Art Rekordlauf

Es gibt so Tage, da klappt einfach gar nix. Der gestrige war so einer. Dabei ging es eigentlich nur um zwei kurze Arztbesuche. Und in einer Nebenrolle um den Fettfilterman. Aber das erkläre ich ja alles gleich.

Zunächst einmal sorry fürs lange Nichtschreiben, und dieses Mal bin ich mit (Stand heute) 164 Stunden GTA V im Laufe der letzten Wochen vielleicht ein wenig selbst schuld. Aber es ist auch nicht viel passiert. Bis gestern.

Dass der Tag so eine typische Nachtschicht-Herausforderung werden würde, war schnell klar: Morgens zwischen 7:30 Uhr und 9:00 Uhr war der wie immer sehr sinnvolle Besuch des Fettfiltermans angesetzt, um 15 Uhr hatte ich einen Termin für die ärztlichen Untersuchungen zur P-Schein-Verlängerung und ab 19 Uhr oder so war erst einmal normale Arbeit angesetzt. Und dann habe ich mit erstaunlicher Präzison meine beiden aktuellen Asthma-Sprays am Tag vorher leergekriegt.

Das ist erst mal kein Drama. Ja, Asthma ist eine  doofe Krankheit und sie geht auch nicht weg, aber seit ich diese blöde Lungenentzündungsgeschichte hinter mir habe, ging’s mir damit besser als all die Jahre zuvor, ich hab die Medis viel weniger eingesetzt und auch deswegen etwas beim Nachschub geschlampt. Aber meine Lungenärztin ist 50 Meter Fußweg entfernt und einen Tag ohne Spray ist derzeit eigentlich kein Problem. Dennoch hatte ich vor, gleich gestern Vormittag um 10 Uhr dort anzutanzen, zwischen den Ereignissen je 1 bis 2 Stunden Schlaf oder dösen, alles irgendwie machbar, trotz drei Terminen noch vor der Arbeit.

Normalerweise gehe ich gegen 7 Uhr morgens schlafen und das hätte sich auch nur unwesentlich verzögert, wäre Fettfilterman wie immer früh gekommen. Stattdessen wartete ich bis 8.30 Uhr auf ihn. Um 9 Uhr hätte ich mich hinlegen können, aber für die eine Stunde? Also bin ich um 10 Uhr zu meiner Lungenärztin gelaufen und fand einen Zettel vor, dass sie diese Woche noch im Urlaub sei. Ist nicht so, dass ich nicht vorher online geschaut hätte, ob offen wäre …

Aber ich war schon draußen, da bin ich dann eben schnell rüber zu meinem eigentlichen Hausarzt. Der weiß auch von meinem Asthma, da kriege ich mein Rezept auch ohne Voruntersuchung schnell über’n Tresen gereicht. Also vorausgesetzt, er wäre nicht auch im Urlaub gewesen. Aber hey, im Gegensatz zu seiner Kollegin hatte er Vertretungen angegeben:

1 – 9. August Ärztin A
10. August Arzt B
15. – 31. August  Ärztin C
Für Notfälle zwischen dem 11. und 14. bitte ärztlicher Bereitschaftsdienst

Super! Also für mich, am 11. August. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist eine tolle Sache, aber erstens kann der durchaus mal mehr als drei Stunden brauchen, zweitens war ich alles andere als ein Notfall in dem Moment (ich wollte nur ein ganzes Wochenende ohne Notfallmedis vermeiden) und wenn man dann besonderes Pech hat und an einen Gynäkologen gerät, der außerhalb seines Fachbereiches nur ungern Rezepte ausstellt … mir schien das gleichermaßen zu unsicher und zu übertrieben.

Wieder zu Hause haben Ozie und ich einfach mal die Allgemeinmediziner in der Nähe gegoogelt. Die nehmen zwar alle keine neuen Patienten an, aber für ein kleines Rezept für ein quasi nicht missbrauchbares Medikament gegen eine chronische Krankheit … das wird ja wohl hier und da mal einer machen.

11 Uhr war schon durch, es hätte alles noch für etwas Schlaf gereicht, aber was dann passierte, hat uns völlig verstört. Ich rief die nächstbeste Ärztin an und auf dem AB quatschte eine sichtlich erregte Stimme die „lieben Patienten“ an, dass die Praxis leider schon wieder geschlossen wurde, obwohl das gar nicht in den Aufgabenbereich des Gesundheitsamtes fallen würde, schon Strafanzeige gegen Frau XY (Stimme im Hintergrund: „Keine Namen verwenden!“) gestellt wurde und auf das Tätigwerden der Staatsanwaltschaft gewartet würde.

WTF did I just hear?

Hatte ich zuvor noch Monty Phyton im Verdacht, das Drehbuch für diesen Tag geschrieben zu haben, geriet so langsam doch eher Franz Kafka ins Visier.

Als kleine Nerds mussten wir natürlich ein bisschen rumgoogeln, ob wir zu der Sache was finden, was aber leider weitgehend ergebnislos blieb. Die nächsten Praxen auf der Liste machten um 13 Uhr auf. Naja, würde vielleicht noch vor dem Termin zur Untersuchung reichen. Bei der ersten ging das schon mal nicht:

„Die Allgemeinmedizinerin hat noch bis 15 Uhr Pause.“

So langsam glaubte selbst ich an eine Verschwörung. Aber gut. Die nächste Praxis war von vornherein eher der letzte Grashalm, ein paar Kardiologen, die leider nix ohne Termin machten. Erst die insgesamt sechste kontaktierte Praxis hat mir relativ schnell und sogar mit liebenswerter  Vorzugsbehandlung nach meiner Geschichte das Rezept ausgestellt, der Arzt  hat nur bemängelt, er wäre lieber der dritte auf der Liste gewesen.

Kommen wir nun zu dem Punkt, den die Kardiologen eingeworfen haben und an den sicher einige Leser jetzt auch denken: Ich hab in der Apotheke, in der ich meistens die Rezepte einlöse nachgefragt: Nein, eigentlich machen sie Vorschussabgaben ohne Rezept heutzutage nicht mehr. (Was ich vielleicht mittels einer Kundenkarte in Zukunft aber umgehen könnte).

Nun blieben mir noch 20 Minuten Pause bis zum Aufbruch zur Arbeitsmedizinerin. Als ich dort ankam, war ich abgesehen von einer Stunde Dösen noch in den frühesten Morgenstunden knapp 25 Stunden wach. Und ja, dreimal düft Ihr raten!

Nein, das allgemeinmedizinische Gutachten bescheinigt mir absolute Tauglichkeit, obwohl ich entsetzlich ehrlich auf dem Fragebogen war! Was ich einfach nicht mehr hinbekommen hab, war halbwegs scharf zu sehen. Vom gelegentlichen Zufallen abgesehen waren meine Augen einfach überanstrengt. Farb- und Stereosehen ging, Sichtfeld prima. Nur eine dazu passende plausible Sehschärfe ließ sich nicht ermitteln. Was die Ärztin in Anbetracht der Umstände verstanden hat, mich aber natürlich (zu Recht) nicht davor bewahrt, den Sehtest demnächst nochmal zu wiederholen, bevor ich das Go kriege.

Und auch wenn ich davor keine Angst hab (hätte ich abgesehen davon auch nicht vor der Brillenpflicht im Taxi!), es kostet ja alles wieder Zeit und natürlich auch Geld. Hätte einfach nicht sein müssen, also der Tag so als Ganzes.

Dass ich danach auch nicht mehr (ernsthaft) arbeiten war, trotz noch zwei Stunden Schlaf, erklärt sich wohl auch von selbst.

Der diesjährige elfte August ließe sich meinetwegen gerne rückstandslos aus meinem Erfahrungsschatz streichen. Werde dann jetzt aus völlig sinnvollen therapeutischen Gründen – wach bleiben, um wieder in den Rhythmus zu kommen – eine Runde GTA zocken. Soll überdies hinaus ja auch ein wenig stresslindernd sein. 😉

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Neuer Lattenrost (und ähnliches)

Nach einiger eigentlich guter Zeit auf einem improvisierten Billig-Lattenrost von Ikea (im Wesentlichen zwei billige Lattensammlungen, die wir freihand kombiniert haben) ist nach unschönem ständigen Rausrutschen der Bretter  nun der Entschluss  gefallen, mal eine ordentliche Unterlage für mich zu besorgen. Und vorerst fühlt es sich gut an. Langzeittests kann ich natürlich noch nicht bieten, aber falls es hier Mitleser in meiner Gewichtsklasse gibt: Dieser ist es jetzt.

Wenn ich mich in den nächsten Tagen daran gewöhne, unter der Matratze mal nicht mehr nur harte Bretter oder gar wie viele Jahre lang den Boden zu haben, dann ist das prima, alles bestens.

Allerdings sind das auch mal eben zwar moderate, aber nicht für jeden bezahlbare hundert Euro gewesen.

Und deswegen das „und ähnliches“ in der Überschrift.

Viele wundern sich, wieso ich z.B. Amazon-Links setze und nicht den Internethandel verfluche, wo der doch so viele Arbeitsplätze kostet etc. pp. Nun muss ich ehrlich gestehen, dass ich für die Arbeitsbedingungen bei Amazon kein großes Verständnis habe und gerne mal einen Laden um die Ecke empfehle, ich aber leider nicht umhinkomme, Online-Handel quasi als die Erlösung schlechthin zu sehen.

Ich bin überdurchschnittlich groß und überdurchschnittlich schwer. Das ist für sich gesehen keine Statusmeldung wert, aber ich  bin damit aufgewachsen, dass das eine fucking Beeinträchtung ist. Ich hab als 16-Jähriger einfach nur Sneakers tragen wollen wie all meine Freunde. Die (von bestimmten Marken und Modellen wollen wir gar  nicht erst reden!) gab’s leider nur bis Größe 47. Und ich hatte halt eher 48. Sicher, das hat keine Sau außer mir interessiert, aber da für mich handgefertigte Lederschuhe echt ein unbezahlbares No-go waren, hab ich halt zwei Wochen Schmerzen ertragen, bis die Treter endlich ausgelatscht genug waren.

Und wo andere bei Kik Shirts für 2,99 € kaufen, greife ich auch mal auf Hemden zurück, die 60 € das Stück kosten. Wobei ich gar nix gegen T-Shirts hätte, aber find die mal in 2XLT!

Und jetzt hab ich einen neuen Lattenrost. Der erste wirkliche seit ich 16 bin. Und er hat 100 € gekostet, nicht 300, 400 oder 600, was man überraschend bequem ausgeben könnte für „Special-Interest“- Zubehör. Das  Dumme ist halt: Nur weil man groß und schwer ist, ist man nicht zwingend reich. Und da kommt das Ganze zurück zum Online-Handel: Mir ist schon klar, dass die Schuhfabrikanten während meiner Kindheit kaum kostendeckend meine Größe zum gleichen Preis verticken konnten. Ich zahle heute (Schuhgröße 50) oft noch 10 bis 30 € mehr als Leute mit Durchschnittsfüßen. Aber inzwischen können die Hersteller und Händler auch überregional Kundschaft finden, es lohnt sich also mehr für sie  – und das macht mir persönlich das Leben sehr viel leichter. Das sind dann eben die Lichtseiten der Schattenseiten der ganzen Chose.

Und das wirklich Wichtige ist ja: Ich bin damit keineswegs alleine!

Leute sind größer und kleiner, leichter und schwerer, dünner oder dicker, dunkler oder heller als der Durchschnitt. Viele auch krummer oder gerader, mobiler oder eingeschränkter, cleverer oder gutgläubiger, was weiß ich!

Ich bin kein Terrorist und kann in einem 5er-BMW nicht einmal auf dem Beifahrersitz sitzen, ich bin kein Millionär und muss mir dennoch meine Klamotten maßanfertigen lassen – aber ich habe inzwischen wohl einen passenden Lattenrost, trotz grob 150 kg Lebendgewicht inklusive Knochen. Immerhin etwas!

Und jeder, der jetzt denkt „Hmm, stimmt. Interessant!“, darf sich gerne nochmal die Themengebiete Rassismus, Sexismus, Misogynie etc. vornehmen.

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#OperationFlurfunk im Ernst-Modus

Ich denke, dass KabelDeutschland gestern eine gigantische Großstörung mit bald zwei Millionen Menschen ohne Internet hatte, haben alle mitgekriegt. Und viele Kunden werden sich geärgert haben. Deswegen denke ich, ich sollte mich entschuldigen.

Also nicht, dass ich irgendwas verbrochen hätte, was die Störung verursacht hätte, aber bei einer stundenlangen veritablen Großstörung nur drei Tage nach unserem Wechsel auf Kabel-Internet können selbst wir zwei Atheisten hier nicht mehr vor der Tatsache weglaufen, dass irgendein fürs Internet zuständiger Gott uns das schnelle Netz missgönnt und sich inzwischen nur noch so helfen kann. 😉

Nun möchte ich aber mal selbst als Blogger, der Vodafone in der Feinde-Kategorie eingeordnet hat, etwas deeskalieren. Großstörungen werden wenigstens zeitnah behoben, auch wenn zwei Stunden heftig sein können. Schlimm wird’s doch eigentlich erst dann, wenn man ein „privates“ Problem hat. Wir saßen hier schon tagelang ohne Netz, ich freue mich über Großstörungen, da weiß ich, dass was gemacht wird.

Aber gut, natürlich war das ein Dämpfer: Endlich schnelles Netz, und dann fällt es nach so kurzer Zeit bereits das erste Mal aus!

Man sollte dazu wissen, dass wir vor Jahren das Netz via Kabel schon mal abgelehnt haben, weil insbesondere Ozie aus den Frühzeiten des Kabel-Internets nur so mittel gute Erfahrungen bezüglich Zuverlässigkeit gemacht hatte.

Das gestrige Timing aber war eigentlich vor allem eines für uns: Geil! Besser hätte es einfach nicht kommen können, denn trotz unseres Wechsels ist hier ja nicht nur die Telefonanlage noch nicht komplett aufgebaut, nein, auch der alte Vertrag läuft noch die nächsten paar Wochen. Somit haben wir nur zwei Stecker umgestöpselt und hatten immerhin unsere alte DSL-Geschwindigkeit. Problemlos. Und lustigerweise ja auch übers gleiche Unternehmen. Eigentlich sollte man sowas ja immer haben; ist halt leider nicht so ganz billig auf Dauer.

Aber hey, dass man mal ernsthaft über eine Störung lachen kann, einfach weil das Timing passt, das passiert auch nicht oft. Also wegen des Timings, ist klar.

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#OperationFlurfunk (7)

Ich. Bin. Geschockt.

Ich sitze hier gerade an meinem Rechnerlein und bin mit 100 Mbit/s online. Einfach so.

Also, naja, einfach …

Der Techniker kam wie verabredet. Was gewissermaßen schon erstaunlich war. Denn obwohl ich sowohl unseren Hausmeister telefonisch gebeten hatte, einen Auftrag zu erteilen und nur proaktiv danach die Degewo angerufen hatte und einen Termin vereinbart, „für den Fall, dass der Auftrag bis dahin eingeht“, stand nun heute morgen pünktlich der junge Mann von neulich in der Wohnung und erklärte mir, dass er das jetzt einfach mache: Dose verlegen, Modem anschließen, alles halt. Und ja, der Auftrag wäre bisher nicht angekommen, aber sie ziehen das jetzt durch.

WTF?

Aber er hat den Worten Taten folgen lassen und genau das gemacht. Wir haben plötzlich flottes Internet und W-LAN und all das war eigentlich gar kein Problem mehr. Ich hab zwar hier und da mal freiwillig ein Kabel gehalten, aber abgesehen davon ist der nette Kerl einfach gekommen und alles tut. Er hat die Kabeldose sogar verschraubt anstatt aufgeklebt, so ein Bullshit-Extra-Aufwand wäre uns ja nicht im Traum eingefallen!

Ich hab das auch erst einmal für einen Hoax gehalten, aber seit ich gestern Abend in anderthalb Stunden die 64 GB Download von GTA V absolviert habe, muss ich wohl daran glauben, dass das mit dem schlechten Netz hier Vergangenheit ist. 0.o

Ich habe nie einen Zehner Trinkgeld gelassener liegenlassen als heute.

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