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Archiv für die Kategorie ‘Taxi’


Taxiartikel

29. August 2010

Für die gelegentlichen Leser möchte ich hier nochmal darauf hinweisen, dass meine Taxiartikel jetzt auf gestern-nacht-im-taxi.de zu finden sind. Der Beitrag bleibt jetzt hier noch ein Weilchen oben angepinnt.

Nähere Infos inklusive Diskussion in den Kommentaren gibt es hier: Endstation

Author: Sash Categories: Taxi, Vermischtes

Alle raus! Endstation!

24. August 2010

sashs-blog.de…

Puh, das ist jetzt seit anderthalb Jahren ein permanentes Nach-Oben. Dank meiner Taxibeiträge bin ich inzwischen irgendwo im Schwanzansatz des “Long Tail” der Blogosphäre gelandet, und nicht mehr irgendwo hinten an der Schwanzspitze. Diskussionen darüber, ob ich deswegen am Arsch bin, können wir gerne ausführlich in den Kommentaren führen.

Aber mit den Taxigeschichten hier ist jetzt Schluss!

Sofort! Dauerhaft!

Ich weiss, viele Leute lesen meinen Blog genau deswegen. Mir sind die Taxiartikel auch meist die liebsten, die ich schreibe, aber so geht es nicht weiter. Hier und jetzt – pünktlich um 6 Uhr morgens – sollte doch auch ein Taxiartikel stehen und nicht irgendwelches Geblubber über meinen Blog, oder? Eben.

Ich weiss, ihr lest das alle gerne und da ich als inzwischen halbwegs erfahrener Web-Zwonuller ja durchaus auch Dinge im Sinne meiner Leser mache, habe ich eine neue Seite, einen neuen Blog, extra für die Taxigeschichten, gebastelt. Da kommen dann keine langweiligen “Ich wollte mal sagen, dass ich bloggen will aber nix zu bloggen habe”-Einträge (ich nenne das Notstandsgeblogge) rein, sondern nur hochwertvoller handverlesener Taxi-Content.

Dass dieser Blog so erfolgreich ist, ist eine klasse Geschichte. Ich bin (bremst mich, wenn nötig!) wirklich stolz darauf. Die Taxiartikel sind der Grund dafür, und damit sind sie einfach inzwischen über den Blog hier hinausgewachsen. Sie haben es verdient, einen angemessenen Platz im Web zu bekommen, und den habe ich ihnen nun zugedacht.

Beim Seitennamen habe ich mit Ozie ein Weilchen überlegen müssen, da die besten Adressen schon weg zu sein schienen. sashs-taxiblog.de schien uns zu einfallslos, und die schönsten Begriffe wie taxi-blog oder (Nochmal Respekt Klaus, ich hätte es diesmal auch in Erwägung gezogen!) cab-log sind bereits vergeben. Auf der anderen Seite ist blablubb-blog.de vielleicht bald genauso out, wie sash-online.de es heute wäre. Wozu einen Blog Blog nennen? Deswegen habe ich mich auch hier entschlossen, ein bisschen kreativer zu sein, und so will ich euch heute einladen auf meine neue Seite

gestern-nacht-im-taxi.de

Ihr werdet dort Taxi-Texte finden, wie ihr sie von hier kennt (tatsächlich sogar auch die alten!), lediglich abzüglich mancher Nebensächlichkeiten. Dafür ist der Content dort besser sortiert, und eine Möglichkeit, mir schnell mal eine Frage zu stellen, die ich dann beantworte, ist auch gegeben.

Da ich einen ganzen Haufen Feed-Leser habe, gibt es natürlich auch hier eine neue Adresse:

http://www.gestern-nacht-im-taxi.de/wordpress/feed/

Ich würde nun gerne ganz lieb all die Leser, die mich als Taxiblog verlinkt haben, fragen, ob sie so nett wären, diesen Link zu ändern: Bittebitte! *liebguck*

Und hier? Was passiert hier?

Erstmal natürlich keine Taxiartikel mehr. Die alten bleiben drin – also keine Panik, falls ihr irgendwas direkt verlinkt habt! – aber dafür gibt es die Trennung ja. Hier im Blog werde ich sicher etwas mehr kurze, belanglose Dinge schreiben. Mal was verlinken, was mir gefällt, mal wieder lästern über Politik und Medien oder mich übers gelungene Essen freuen. Ich weiss es noch nicht wirklich. Ich finde nur den Gedanken reizvoll, dass ich hier ein bisschen mehr Mist bauen kann, ohne dass es sich auf die Qualität des beliebten Taxi-Blogs auswirkt. Ich lade euch also gerne ein, hierzubleiben, wenn ihr euch einfach für meine Sicht der Welt und mein Leben interessiert – aber ich gehe stark davon aus, dass die Zugriffszahlen hier erstmal sinken werden. Und das ist ok :)

Ja, jetzt wo ihr das fertig gelesen habt, ist drüben schon längst ein neuer Taxiartikel online und auch die Begrüßung für alle Übersiedler. Also werft einen Blick rüber, findet euch zurecht, richtet euch ein, schmandet die Kommentare voll und fühlt euch zuhause wie hier! Es bleibt alles beim alten – nur besser!

Author: Sash Categories: Taxi, Vermischtes

Gedanken über Berufsbilder

23. August 2010

Als ich neulich so an der Halte stand, und einem Flaschensammler zugesehen habe, wie er zielsicher aus den mir unmöglich erscheinenden Ecken Bierflaschen hervorgezaubert hat, um sie seinem gepimpten Fahrradanhänger zuzuführen, habe ich mir Gedanken darüber gemacht, inwiefern sich diese Tätigkeit mit der meinen vergleichen lässt. Dabei ist erstaunliches herausgekommen:

Die Übereinstimmungen vom Flaschensammeln und Taxifahren in der Nacht

  • Beides ist eine Tätigkeit, die man ohne wirkliche (anerkannte) Ausbildung aufnehmen kann.
  • Beides ist in der Theorie ziemlich einfach, aber in der Realität muss man erst einmal rausfinden, wo sich wirklich was holen lässt.
  • Beide Jobs bestehen im Grunde aus Suchen und rumfahren.
  • Beide Arbeiten werden auf der Straße mit Hilfe von Fahrzeugen erledigt.
  • Beide Tätigkeiten sorgen dafür, dass Überbleibsel von Alkoholexzessen vom Veranstaltungsort verschwinden.
  • Die eingesammelten Überbleibsel sind alle unterschiedlich voll.
  • Packt man zwei oder mehr Überreste in sein Fahrzeug, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie komische Geräusche von sich geben.
  • Wenn eines der Überbleibsel bricht, ist es gleich eine große Sauerei (ich geb zu, auf den bin ich stolz!)

Aber natürlich gibt es auch Unterschiede: Wir Taxifahrer haben definitiv die besseren Karren und Flaschensammler machen ihre Abrechnung besser täglich, da es sonst ein wenig unübersichtlich wird. Und ich transportiere meine Kunden eher nicht mehrlagig.

Aber man kann ja mal drüber nachdenken, oder? ;)

Author: Sash Categories: Taxi

Wat eine Woche…

22. August 2010

Mal wieder richtig reinrocken wollte ich diese Woche. Mal wieder ein bisschen Geld verdienen. Und was ist dabei rausgekommen? Ich glaube, die mit Abstand mieseste Woche, seit ich überhaupt Taxi fahre. Und wenn es mal halbwegs lief, dann kam irgendwas anderes dazwischen.

Highlight gestern war die Aufgabe des rechten Frontscheinwerfers in Kombination mit der Tatsache, dass ich niemanden auftreiben konnte, der die Dinger schon mal ausgetauscht hat. Der Zafira gehört zu jenen Autos, bei denen man über den Radkasten an die Lichter muss – offensichtlich in der Absicht, jedes Mal bei einem Aufenthalt in der Vertragswerkstatt ein bisschen Geld zu generieren.

Naja, ein Fahrgast hat gemeint, es gäbe sogar Kisten, bei denen man die Stoßstange abmachen müsste… man sieht also: Schlimmer geht immer!

Deswegen will ich mal gar lange weitermeckern, sondern mich auf die nächste Woche freuen :)

Author: Sash Categories: Taxi

Rückgeld-Profis

22. August 2010

Am Ostbahnhof haben sie mich aufgegabelt und wollten in einen Club in Prenzl’berg. Mit dem haben sie mich eiskalt erwischt. Ich hatte keine Ahnung, wo er liegt. Da sie aber den Namen der Straße mehr oder minder nennen konnten, und ich zudem mal kurz die Gegenprobe via Robertha gemacht habe, sind wir kurz darauf mit guter Stimmung an Bord gen Nordwesten gebrettert.

Den Club zu finden, war keinerlei Problem, die Ecke war mir eigentlich nicht unbekannt. Aber man weiss ja nicht alles. Als wir ankamen, stand die Uhr auf 11,80 €, und die beiden suchten nach Geld. Der eine hatte zwei Fünfer, der andere fahndete nach Kleingeld, legte dann aber doch einen Fünfer drauf.

“Wieviel geben wir?”

fragte wieder der andere und wieder wurde im Kleingeld gegraben. Dann stellten sie fest, dass sie inzwischen 18 € in der Hand hielten. 3 Fünfer und 3 € in klein. Mir wurde das Ganze nach vorne gereicht mit der Bitte:

“Machste 13 und gibst uns einen Fünfer zurück.”

Ich hab keine Kamera gesehen, also hab ich ziemlich dumm geguckt und meine Verwunderung kundgetan. Die beiden haben allerdings selbst schon gelacht. Dass das albern war, war also durchaus nicht nur mir bewusst. Sie haben ihren Fünfer natürlich zurückbekommen, und obendrauf gab es eine Visitenkarte mit Blog-Adresse. Meine Worte dazu:

“Damit habt ihr euch qualifiziert!”

Na denn herzlich willkommen hier :)

Author: Sash Categories: Absurdes, Taxi

Die kotzen zu selten!

21. August 2010

Traumhaft ist es, wenn man die rettende Tour völlig unerwartet in einem Außenbezirk erwischt. Der Kunde pfiff, und ich brauchte eine Weile, um seiner gewahr zu werden. Fern ab der Straße kam er angesprintet und war ebenso erfreut wie ich.

Dass er zudem eine halbe Stadtdurchquerung plante, passte mir natürlich besonders gut. :)

Er war in der Gastronomie tätig und hatte seinen wohlverdienten Feierabend soeben begonnen.

“Stört dich nicht, wenn ich mein Feierabendbier hier…?”

“Nicht im Geringsten. Natürlich unter der Voraussetzung, es bleibt alles sauber hier drin.”

Vielleicht sollte ich bei Getränken etwas konsequenter sein. Aber letztlich kann ich in anderthalb Jahren Nachtschicht im Taxi nur von einem ärgerlichen Zwischenfall berichten, und selbst da ging es nur um etwas Flüssigkeit auf der Gummimatte, die genau deswegen da liegt.

Als Dienstleister mit der selben Zielgruppe sind wir schnell ins Gespräch gekommen, und letztlich haben wir uns die ganze halbe Stunde fast ausschliesslich über Leute unterhalten, die mir ins Taxi oder ihm in die Bar gereihert haben. Mit dem ein oder anderen Seitenschwenk zu anderen Körperflüssigkeiten hat sich da doch ein durchaus nicht uninteressantes Thema ergeben. Und ja, auch wenn es gerade um die negativsten Beispiele der eigenen Kundschaft ging, so kann ich doch sagen, dass ich irgendwie dennoch froh bin, meinen Job zu machen. Ich krieg zwar viele Kunden erst ins Auto, wenn sie ihm schon zu voll sind – dafür erspare ich mir aber auch einige traurige Momente davor…

Und ich hatte definitiv zu wenig zu erzählen :D

Kennt noch jemand da draussen die Momente, wo man sich denkt: Schade, dass jetzt schon Schluss ist mit Arbeit?

Author: Sash Categories: Schönes, Taxi

Plötzlich völlig unbekannt

20. August 2010

Ich bin ein bisschen vorbelastet, was das Hostel angeht. Viele Fahrgäste vom Matrix wollen gerne ins St. Christophers, und ich hatte ja schon die ein oder andere denkwürdige Tour, insbesondere den Typen, der fast erfroren wäre und nicht mal wusste, welches Hostel wir genau suchen. Ansonsten ist das St. Christophers zwar nicht so sonderlich auffällig, aber die Lage direkt gegenüber der Volksbühne lässt mich vermuten, dass man keine australische Taxi-Nahkampf-Ausbildung braucht, um es zu kennen.

Von den Möglichkeiten, den Funk oder das Robertha zu benutzen, einmal ganz abgesehen.

Der Fahrgast, der an meinem Lieblingsbahnhof umherstreunte und vereinzelt Taxifahrer ansprach hatte zwar keine völlig korrekte Adresse dabei, er hatte “St. Christophers” und “Rosa Luxemburg” notiert. Soweit mir bekannt könnten das in Berlin nur entweder der Rosa-Luxemburg-Platz oder die Rosa-Luxemburg-Str. sein. Die Straße liegt in Mitte unweit des Alexanderplatzes, ist mit rund 800 Metern nicht übermäßig lang und der Platz liegt direkt anbei.

Und drei Taxifahrer in Folge wollen plötzlich nicht wissen, wo dieses ominöse Hostel, oder gar die komische Str. liegen sollen? Oder hatte das eventuell nur damit zu tun, dass die Wartezeit für uns Taxler mit über einer Stunde mal wieder recht lang war und die Tour nur rund 9 € versprach? So eine Art monetäre Kurzzeit-Amnesie also? Oder auf neudeutsch: Assi-Verhalten…

Naja, jetzt gibt es einen zufriedenen Polen mehr auf der Welt, und ich möchte anmerken, dass ich nicht nur einen Zehner für die Fahrt bekommen habe. Aber was ich gekriegt habe, das können sich die betreffenden Fahrer jetzt einfach mal ausmalen und ihre Gedanken mit ihrer so viel besseren Tour, die sie sicher irgendwann bekommen haben, abgleichen.

Mein Fazit: Arm. Ihr. Nicht ich.

Author: Sash Categories: Nicht so Schönes, Taxi