Category Archives: Haushalt

Alles … schrill (?) macht der April!

Ich hab seit dem Neuanfang noch gar nicht wirklich was gesagt hier. Ich komme einfach nicht dazu. Wobei ich da auch ein wenig in dieser Selbstverteidigungshaltung eines Hausmannes gefangen bin und immer versuche abzuwiegeln, und dass ich das natürlich EIGENTLICH schon könnte, wenn ich meine Zeit nur sinnvoll nutzen würde. Tatsächlich verbringe ich meine PC-Freizeit gerade eher zockenderweise, aber wir reden hier von 0,5 bis 1,5 Stunden am Tag und das ist meine einzige Freizeit.

Ein wesentlicher Schritt ist für mich also, auch das Schreiben mal wieder als Freizeit zu betrachten.

Aber egal, nun ist Montag. Und Monatserster. Ja, und April. Das ist natürlich eher schlecht für so ein Packen-Wirs-An-Neustarts-Geblogge, aber ich meine es nicht als Scherz, wenn ich jetzt schreibe, dass die ersten Sonnenstrahlen der letzten Tage gerade echt ein bisschen Schub geben.

Marzahn heute, Quelle: Sash

Ich freue mich darauf, hier und da was wegzurocken, auch wenn die To-Do-Liste inzwischen wieder auf über 30 Punkte angewachsen ist. Das klingt leichter als es ist, weil am Ende ja doch die meiste Zeit so ein kleines Baby durch eine nicht komplett kindersichere Wohnung hinter einem herkrabbelt. Da werden so Sachen wie Kloputzen schnell mal ziemlich nervig und dreimal verschoben, weil das nur geht, wenn der liebe Kleine schläft UND man nicht noch drei zeitsensitivere Dinge parallel zu erledigen hat.

Zum Beispiel die Wohnung kindersicherer machen. 😉

Naja, jetzt sind FitBit und Fußschiene vorbildlich angelegt, der Müll fliegt gleich raus und der Weg zur Post ist auch schon geplant. Aber dahin geht es erst, wenn das Baby aufgewacht ist, denn natürlich schläft das gerade. Sonst hätte ich einen Eintrag tagsüber wirklich nicht anfangen können.


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Ende Studium, Anfang Hamburger

Der gestrige Tag war bestimmt davon, dass Sophie ihre letzte Prüfung geschrieben hat. Die wirklich letzte. Die Bachelor-Arbeit ist vor über einem Monat bereits eingereicht worden, das gestern könnte man als Formalie abtun. Was ich sicher nicht will, denn auch das war eine Prüfung, auf die sie sich hart vorbereiten musste; sogar eine, die mehrmals verschoben wurde. „Marktversagen“, es klingt ja bereits so unglaublich positiv. 😉

Und ja, unter dieser und jener Vorraussetzung könnte es auch noch einmal auf eine weitere Prüfung rauslaufen, aber so wie ich Sophie kenne, waren sowohl die Bachelor-Arbeit als auch die gestrige Prüfung ausreichend gut. Etwas, das ich aus meiner Schulkarriere ja kaum kenne. Ich wurde im Nachhinein meist negativ von der Note überrascht. Oder ich wusste schon vorher, wie mies es gelaufen war. Ich schätze, ich war für die Schule nicht geschaffen.
Gegenbeispiele gab es zwar auch, aber das waren dann so Fälle, wo man hinterher sicher sein konnte, dass der Lehrer bei der Korrektur bereits anderthalb Flaschen Wodka inne hatte und ihm die Note egaler war als mir. Wie bei der ersten Matheklausur in (ich glaube) 12/1, wo ich sagenhafte 12 Punkte bekommen habe, obwohl ich überwiegend „Gegeben/Gesucht“ ordentlich benannt und bei einer Aufgabe ohne Rechenweg zufällig das richtige Ergebnis hatte.

Aber so wird das bei Sophie nicht sein. Leute, die gut in der Schule sind, haben mindestens genau so übertriebene Sorge vor schlechten Ergebnissen wie ich unrealistische Hoffnungen hatte, dass aus „bis knapp die Hälfte richtig“ am Ende vielleicht doch noch eine Drei wird.

Kultiviert essen (Symbolbild), Quelle: Sash

Naja, zum festlichen Anlasse gab’s jedenfalls Hamburger. Zu Hause, was sehr gut war, allerdings auch ein etwas bemühtes Spätzle hinterließ. Denn natürlich war es von uns in Kleinstmengen mitbedacht worden. Der Kleine kriegt natürlich noch Brei und Milch, aber sein Interesse gilt längst all dem komischen Zeug, das wir beilegen, er führt die Familienkost langsam, aber schon mit strengem Regiment ein. Nur die Sache mit dem Fleisch … nee, also er hat’s wirklich versucht. Vielleicht 10 oder 15 Minuten. Am Stück. Aber ohne Backenzähnchen war das noch etwas viel. Aber er wollte es. Was man bei den Essiggurken nicht wirklich sagen kann, aber da – das sollte man anmerken – war er weniger schockiert als mehr gelangweilt. Ich bin schwer beeindruckt von dem kleinen Scheunendrescher. Er isst zwar gerade nicht so wirklich viel – wobei das bei inzwischen fünf Mahlzeiten plus Stillen halt irgendwie auch wieder logisch ist – dafür aber interessanteste Dinge. Er hat neulich selbst das versehentlich doch etwas zu scharfe Daal weggeschlabbert. Das wird noch spannend, aber jetzt sind Hamburger fürs Erste auch abgehakt. Ist mit noch nicht einmal ganz 11 Monaten ja auch ganz ok.

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Plottwist: Es ist drei Jahre später!

Wir schreiben das Jahr 2019, ich habe ein Kind, habe zugunsten des Hausmanndaseins mit meinem Hauptjob Taxifahren aufgehört und alles was ich dafür bekomme, sind grenzdebile Tiraden des unterirdischsten US-Präsidenten aller Zeiten auf Twitter. Definitiv ein Zeitpunkt, um einen unspezifischen Blog aus der Taufe zu heben, wenn alles andere im letzten Jahr nicht geklappt hat.

Und da ich mit Sashs Blog schon mal einen hatte … es ist ja nicht pures Geschichtsbewusstsein, das einen die Domain und den Webspace weiter bezahlen lässt.

Wie immer kann ich nicht sagen, wohin die Reise gehen wird. Im schlimmsten Fall schläft das hier jetzt abermals ein wie so vieles vorher. Ich hab nicht viel Zeit gerade, denn ich habe ein sehr sehr anhängliches kleines Spätzle an der Backe und einen Haushalt wenigstens rudimentär zu wuppen. Aber auch wenn selbst diese Worte gerade von meinem Schlaf abgehen: Nicht mehr bloggen ist einfach auch keine Lösung, ich bin halt noch Web 2.0.

Da hier noch Einträge aus der WG-Zeit stehen und dafür die letzten Jahre eher nicht bis überhaupt nicht vorkamen, werde ich sicher noch ein paar Anpassungen machen – und auch einige Texte löschen – müssen. Aber ich finde es immer noch ehrlicher, als jetzt pseudotheatralisch bei null anzufangen. Ich war halt auch bisher schon einmal in diesem Internet.

Ob das jetzt ein Hausmann-Tagebuchblog oder ein politischer Elternblog wird, weiß ich noch nicht. Das Schöne ist: Im Moment ist mir das auch egal und ausnahmsweise brauche ich diese Haltung auch. Ich wollte gerne einen anspruchsvollen Elternblog starten, aber meine eigene Erwartung hat mich gelähmt. Nach einem langen Tag ist einem oft nicht mehr nach Recherche, Balance und einer Agenda. Deswegen werde ich hier sicher keinen rechten antifeministischen Scheiß posten, das ist hoffentlich allen klar. Aber es kann schon sein, dass meine persönliche Erfahrung hier doch eher mehr das Zentrum bildet – um das ich leidenschaftlich zu diskutieren bereit bin!

Und da liegt überhaupt vieles drin: Ich hab mal wieder Bock auf Kommentare, Widerworte. Spaß und Stress im Netz! Mit Euch! Ich hoffe, Ihr gebt meinem bescheidenen Neuanfang auch eine Chance.

Mit extraflauschigen Grüßen,

Sash

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„Well, it isn’t exactly pizza …“

Aufgrund des Besuchs eines ehemaligen Mitbewohners hatte das letzte Wochenende erstaunlich viel mit Freizeit, Netzabstinenz und Bier zu tun. Was so gesehen ja ohnehin erst einmal wie eine tolle Idee erscheinen muss. Besonders zu schätzen wusste ich allerdings, dass wir zwei uns nach der vagen Vereinbarung, dass es zum Abendessen Pizza geben sollte, im Supermarkt unserer Wahl umgesehen haben und am Ende nicht nur Salami und Peperoni im Einkaufswagen hatten.

Ich mag Experimente in der Küche ja eigentlich immer, aber natürlich schluckt der Alltag die meiste Kreativität dann doch und man macht einmal mehr eine der bewährten und somit zu Recht für gut empfundenen Mahlzeiten. Und da bin ich auch ein Freund von, ich will das nicht schlechtreden.

Aber nun hatten wir binnen kürzester Zeit Pfifferlinge und Ziegenkäse im Korb und planten das ernsthaft für eine Pizza. Dazu kamen zuhause noch Zwiebeln, Speck und nicht zuletzt ein paar gehaltvolle Habanero-Chilis.

Ich verstehe jeden sparsamen Blick auf diese Geschichte, ich schwöre!

Aber wir haben es durchgezogen: Pizzateig, Tomatenpampe, Ziegenkäse, Chili und Zwiebeln in den Ofen, dann die Pfifferlinge in die Pfanne, um sie zuletzt einfach obenauf zu legen.

Wie der Titel bereits sagt: Es ist am Ende nicht unbedingt das geworden, was man erwarten würde, wenn man sich eine Pizza vorstellt. Aber es war ein sehr interessantes und – was nach dem Wort „interessant“ meist zurecht fehlt – leckeres Essen. Man könnte diesen Beitrag mit der üblichen Quintessenz „Wieder was gelernt“ beenden, aber ich füge der Lustigkeit halber lieber noch einen Dialog während der Mahlzeit an:

„Hmm, ich hätte die Pilze doch besser vorher waschen sollen.“
„Ach, egal. Wir haben ja Pfeffer und Salz.“

Wohl bekomm’s!

😀

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Psychosomatik, fick Dich!

Ich versuche ja, vorbildlich zu sein. Ich trage jetzt schon viel meine neue Brille im Taxi. Noch nach Lust und Laune, aber ja, ich müsste das ja auch noch nicht tun. Was ich jetzt binnen der ersten zwei Tage erlebe, ist aber alles andere als schön, das muss ich schon ehrlich sagen.

Dass ich überrascht bin, wie viel mehr Sehschärfe ich mit der Brille habe, das wird sicher die wenigsten verwundern, die sich irgendwann auch mal eine Sehhilfe haben anfertigen lassen (müssen). Und auch mir ist klar, dass ich sie trotz eigentlich ganz guter Werte nicht umsonst trage. Ebenso ist mir klar, dass es natürlich nach einer Stunde mit Brille komisch vorkommt, sie abzunehmen. Dieses Gefühl, plötzlich „viel“ schlechter zu sehen, ist natürlich einschneidend. Für langjährige Brillenträger sicher weniger, für mich aber um so mehr.

Aber egal, Umgewöhnungen und so. Man weiß ja eigentlich, wie geil das Gehirn sich alles zurecht biegt.

Was mich die letzten zwei Tage aber auch beschäftigt, ist, dass ich auch Stunden nach dem Absetzen der Brille das Gefühl habe, viel viel schlechter zu sehen, als ich das bisher je getan habe. Im Hintergrund ist da immer dieses Gefühl, das mir sagt:

„Fuck, mit Brille könnteste das jetzt sicher besser erkennen!“

oder:

„Scheiße, alles unscharf, ich kann nicht richtig sehen!“

Obwohl der Unterschied wie gesagt sehr gering ist.

Manchmal denke ich mir, dass es einfacher wäre, einfach nur den Gedanken zu hassen, jetzt eine Brille tragen zu müssen.

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Eine Art Rekordlauf

Es gibt so Tage, da klappt einfach gar nix. Der gestrige war so einer. Dabei ging es eigentlich nur um zwei kurze Arztbesuche. Und in einer Nebenrolle um den Fettfilterman. Aber das erkläre ich ja alles gleich.

Zunächst einmal sorry fürs lange Nichtschreiben, und dieses Mal bin ich mit (Stand heute) 164 Stunden GTA V im Laufe der letzten Wochen vielleicht ein wenig selbst schuld. Aber es ist auch nicht viel passiert. Bis gestern.

Dass der Tag so eine typische Nachtschicht-Herausforderung werden würde, war schnell klar: Morgens zwischen 7:30 Uhr und 9:00 Uhr war der wie immer sehr sinnvolle Besuch des Fettfiltermans angesetzt, um 15 Uhr hatte ich einen Termin für die ärztlichen Untersuchungen zur P-Schein-Verlängerung und ab 19 Uhr oder so war erst einmal normale Arbeit angesetzt. Und dann habe ich mit erstaunlicher Präzison meine beiden aktuellen Asthma-Sprays am Tag vorher leergekriegt.

Das ist erst mal kein Drama. Ja, Asthma ist eine  doofe Krankheit und sie geht auch nicht weg, aber seit ich diese blöde Lungenentzündungsgeschichte hinter mir habe, ging’s mir damit besser als all die Jahre zuvor, ich hab die Medis viel weniger eingesetzt und auch deswegen etwas beim Nachschub geschlampt. Aber meine Lungenärztin ist 50 Meter Fußweg entfernt und einen Tag ohne Spray ist derzeit eigentlich kein Problem. Dennoch hatte ich vor, gleich gestern Vormittag um 10 Uhr dort anzutanzen, zwischen den Ereignissen je 1 bis 2 Stunden Schlaf oder dösen, alles irgendwie machbar, trotz drei Terminen noch vor der Arbeit.

Normalerweise gehe ich gegen 7 Uhr morgens schlafen und das hätte sich auch nur unwesentlich verzögert, wäre Fettfilterman wie immer früh gekommen. Stattdessen wartete ich bis 8.30 Uhr auf ihn. Um 9 Uhr hätte ich mich hinlegen können, aber für die eine Stunde? Also bin ich um 10 Uhr zu meiner Lungenärztin gelaufen und fand einen Zettel vor, dass sie diese Woche noch im Urlaub sei. Ist nicht so, dass ich nicht vorher online geschaut hätte, ob offen wäre …

Aber ich war schon draußen, da bin ich dann eben schnell rüber zu meinem eigentlichen Hausarzt. Der weiß auch von meinem Asthma, da kriege ich mein Rezept auch ohne Voruntersuchung schnell über’n Tresen gereicht. Also vorausgesetzt, er wäre nicht auch im Urlaub gewesen. Aber hey, im Gegensatz zu seiner Kollegin hatte er Vertretungen angegeben:

1 – 9. August Ärztin A
10. August Arzt B
15. – 31. August  Ärztin C
Für Notfälle zwischen dem 11. und 14. bitte ärztlicher Bereitschaftsdienst

Super! Also für mich, am 11. August. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist eine tolle Sache, aber erstens kann der durchaus mal mehr als drei Stunden brauchen, zweitens war ich alles andere als ein Notfall in dem Moment (ich wollte nur ein ganzes Wochenende ohne Notfallmedis vermeiden) und wenn man dann besonderes Pech hat und an einen Gynäkologen gerät, der außerhalb seines Fachbereiches nur ungern Rezepte ausstellt … mir schien das gleichermaßen zu unsicher und zu übertrieben.

Wieder zu Hause haben Ozie und ich einfach mal die Allgemeinmediziner in der Nähe gegoogelt. Die nehmen zwar alle keine neuen Patienten an, aber für ein kleines Rezept für ein quasi nicht missbrauchbares Medikament gegen eine chronische Krankheit … das wird ja wohl hier und da mal einer machen.

11 Uhr war schon durch, es hätte alles noch für etwas Schlaf gereicht, aber was dann passierte, hat uns völlig verstört. Ich rief die nächstbeste Ärztin an und auf dem AB quatschte eine sichtlich erregte Stimme die „lieben Patienten“ an, dass die Praxis leider schon wieder geschlossen wurde, obwohl das gar nicht in den Aufgabenbereich des Gesundheitsamtes fallen würde, schon Strafanzeige gegen Frau XY (Stimme im Hintergrund: „Keine Namen verwenden!“) gestellt wurde und auf das Tätigwerden der Staatsanwaltschaft gewartet würde.

WTF did I just hear?

Hatte ich zuvor noch Monty Phyton im Verdacht, das Drehbuch für diesen Tag geschrieben zu haben, geriet so langsam doch eher Franz Kafka ins Visier.

Als kleine Nerds mussten wir natürlich ein bisschen rumgoogeln, ob wir zu der Sache was finden, was aber leider weitgehend ergebnislos blieb. Die nächsten Praxen auf der Liste machten um 13 Uhr auf. Naja, würde vielleicht noch vor dem Termin zur Untersuchung reichen. Bei der ersten ging das schon mal nicht:

„Die Allgemeinmedizinerin hat noch bis 15 Uhr Pause.“

So langsam glaubte selbst ich an eine Verschwörung. Aber gut. Die nächste Praxis war von vornherein eher der letzte Grashalm, ein paar Kardiologen, die leider nix ohne Termin machten. Erst die insgesamt sechste kontaktierte Praxis hat mir relativ schnell und sogar mit liebenswerter  Vorzugsbehandlung nach meiner Geschichte das Rezept ausgestellt, der Arzt  hat nur bemängelt, er wäre lieber der dritte auf der Liste gewesen.

Kommen wir nun zu dem Punkt, den die Kardiologen eingeworfen haben und an den sicher einige Leser jetzt auch denken: Ich hab in der Apotheke, in der ich meistens die Rezepte einlöse nachgefragt: Nein, eigentlich machen sie Vorschussabgaben ohne Rezept heutzutage nicht mehr. (Was ich vielleicht mittels einer Kundenkarte in Zukunft aber umgehen könnte).

Nun blieben mir noch 20 Minuten Pause bis zum Aufbruch zur Arbeitsmedizinerin. Als ich dort ankam, war ich abgesehen von einer Stunde Dösen noch in den frühesten Morgenstunden knapp 25 Stunden wach. Und ja, dreimal düft Ihr raten!

Nein, das allgemeinmedizinische Gutachten bescheinigt mir absolute Tauglichkeit, obwohl ich entsetzlich ehrlich auf dem Fragebogen war! Was ich einfach nicht mehr hinbekommen hab, war halbwegs scharf zu sehen. Vom gelegentlichen Zufallen abgesehen waren meine Augen einfach überanstrengt. Farb- und Stereosehen ging, Sichtfeld prima. Nur eine dazu passende plausible Sehschärfe ließ sich nicht ermitteln. Was die Ärztin in Anbetracht der Umstände verstanden hat, mich aber natürlich (zu Recht) nicht davor bewahrt, den Sehtest demnächst nochmal zu wiederholen, bevor ich das Go kriege.

Und auch wenn ich davor keine Angst hab (hätte ich abgesehen davon auch nicht vor der Brillenpflicht im Taxi!), es kostet ja alles wieder Zeit und natürlich auch Geld. Hätte einfach nicht sein müssen, also der Tag so als Ganzes.

Dass ich danach auch nicht mehr (ernsthaft) arbeiten war, trotz noch zwei Stunden Schlaf, erklärt sich wohl auch von selbst.

Der diesjährige elfte August ließe sich meinetwegen gerne rückstandslos aus meinem Erfahrungsschatz streichen. Werde dann jetzt aus völlig sinnvollen therapeutischen Gründen – wach bleiben, um wieder in den Rhythmus zu kommen – eine Runde GTA zocken. Soll überdies hinaus ja auch ein wenig stresslindernd sein. 😉

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Neuer Lattenrost (und ähnliches)

Nach einiger eigentlich guter Zeit auf einem improvisierten Billig-Lattenrost von Ikea (im Wesentlichen zwei billige Lattensammlungen, die wir freihand kombiniert haben) ist nach unschönem ständigen Rausrutschen der Bretter  nun der Entschluss  gefallen, mal eine ordentliche Unterlage für mich zu besorgen. Und vorerst fühlt es sich gut an. Langzeittests kann ich natürlich noch nicht bieten, aber falls es hier Mitleser in meiner Gewichtsklasse gibt: Dieser ist es jetzt.

Wenn ich mich in den nächsten Tagen daran gewöhne, unter der Matratze mal nicht mehr nur harte Bretter oder gar wie viele Jahre lang den Boden zu haben, dann ist das prima, alles bestens.

Allerdings sind das auch mal eben zwar moderate, aber nicht für jeden bezahlbare hundert Euro gewesen.

Und deswegen das „und ähnliches“ in der Überschrift.

Viele wundern sich, wieso ich z.B. Amazon-Links setze und nicht den Internethandel verfluche, wo der doch so viele Arbeitsplätze kostet etc. pp. Nun muss ich ehrlich gestehen, dass ich für die Arbeitsbedingungen bei Amazon kein großes Verständnis habe und gerne mal einen Laden um die Ecke empfehle, ich aber leider nicht umhinkomme, Online-Handel quasi als die Erlösung schlechthin zu sehen.

Ich bin überdurchschnittlich groß und überdurchschnittlich schwer. Das ist für sich gesehen keine Statusmeldung wert, aber ich  bin damit aufgewachsen, dass das eine fucking Beeinträchtung ist. Ich hab als 16-Jähriger einfach nur Sneakers tragen wollen wie all meine Freunde. Die (von bestimmten Marken und Modellen wollen wir gar  nicht erst reden!) gab’s leider nur bis Größe 47. Und ich hatte halt eher 48. Sicher, das hat keine Sau außer mir interessiert, aber da für mich handgefertigte Lederschuhe echt ein unbezahlbares No-go waren, hab ich halt zwei Wochen Schmerzen ertragen, bis die Treter endlich ausgelatscht genug waren.

Und wo andere bei Kik Shirts für 2,99 € kaufen, greife ich auch mal auf Hemden zurück, die 60 € das Stück kosten. Wobei ich gar nix gegen T-Shirts hätte, aber find die mal in 2XLT!

Und jetzt hab ich einen neuen Lattenrost. Der erste wirkliche seit ich 16 bin. Und er hat 100 € gekostet, nicht 300, 400 oder 600, was man überraschend bequem ausgeben könnte für „Special-Interest“- Zubehör. Das  Dumme ist halt: Nur weil man groß und schwer ist, ist man nicht zwingend reich. Und da kommt das Ganze zurück zum Online-Handel: Mir ist schon klar, dass die Schuhfabrikanten während meiner Kindheit kaum kostendeckend meine Größe zum gleichen Preis verticken konnten. Ich zahle heute (Schuhgröße 50) oft noch 10 bis 30 € mehr als Leute mit Durchschnittsfüßen. Aber inzwischen können die Hersteller und Händler auch überregional Kundschaft finden, es lohnt sich also mehr für sie  – und das macht mir persönlich das Leben sehr viel leichter. Das sind dann eben die Lichtseiten der Schattenseiten der ganzen Chose.

Und das wirklich Wichtige ist ja: Ich bin damit keineswegs alleine!

Leute sind größer und kleiner, leichter und schwerer, dünner oder dicker, dunkler oder heller als der Durchschnitt. Viele auch krummer oder gerader, mobiler oder eingeschränkter, cleverer oder gutgläubiger, was weiß ich!

Ich bin kein Terrorist und kann in einem 5er-BMW nicht einmal auf dem Beifahrersitz sitzen, ich bin kein Millionär und muss mir dennoch meine Klamotten maßanfertigen lassen – aber ich habe inzwischen wohl einen passenden Lattenrost, trotz grob 150 kg Lebendgewicht inklusive Knochen. Immerhin etwas!

Und jeder, der jetzt denkt „Hmm, stimmt. Interessant!“, darf sich gerne nochmal die Themengebiete Rassismus, Sexismus, Misogynie etc. vornehmen.

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