Category Archives: Vermieter

Weiter geht’s!

So, die letzten zwei Tage hatte ich wenig Zeit fürs Bloggen – ich hoffe, die werte Leserschaft sieht mir das nach. Bevor es aber mit den Taxigeschichten weitergeht, kann ich etwas für unsere WG sehr schönes verkünden: Der Mahnbescheid für unseren Ex-Vermieter ist nun bezahlt – und wahrscheinlich sogar angekommen.

Ich habe das gestern im Reich der Träume schon einmal aufbereitet und irgendwas mit einem Mords-Krach mit den beiden geträumt. Naja, das wird sich wohl schon wegen der 600 km zwischen uns eher verhalten ausnehmen. Was aus der Geschichte wird, ist durchaus eine spannende Frage. Zwar ist unser Vermieter-Ehepaar in etwa so unterschiedlich wie Löschschaum und Artilleriegeschoss, aber gerade deswegen würde ich meine Hand nicht dafür ins Feuer legen, dass sie nicht doch einen wahrhaft skurilen Rechtsstreit vom Zaun brechen werden.

Die Geschichte ist nämlich in mindestens drei Ebenen absurd, und wenngleich ich mir gute Chancen ausrechne, so ist an diesem Fall so etwa alles plus x fragwürdig. Auf den ersten Blick gibt es eine verratzte Wohnung und Kaution, die deswegen nicht zurückgezahlt wurde. Auf der anderen Seite gibt es keinen schriftlichen Mietvertrag und Beweise, dass die Wohnung schon davor kaputt war. Eine Rechnung für Reparaturen existiert auch nicht – und wenn sie kommen sollte, dann wird sie wohl aus der Verwandtschaft kommen. Im Falle ernsthaften Ärgers kommen dann noch Kleinigkeiten wie eine überhöhte Miete und weitere kuriose Kleinigkeiten dazu…

Es bleibt also spannend – aber vielleicht landen ja in absehbarer Zukunft einfach mal 1000 € auf unserem Konto. Und wenn nicht: Glaubt mir, das wird ein Heidenspaß!

Ich bin nicht nur ein sehr ruhiger und gelassener, sondern fast schon lethargischer Mensch. Ich habe es unserem Ex-Vermieter nun ein Jahr lang durchgehen lassen, dass er in seinem letzten Brief geschrieben hat, es dauere noch ungefähr 4 Wochen, bis sie eine Abschlussrechnung stellen. Mehr Geduld wird auf diesem Planeten selten auf einem Haufen zu finden sein. Na gut, abgesehen von dieser irren italienischen Vereinigung, die seit über 2000 Jahren auf das Wiedererscheinen eines Toten warten…

Ich bin ernstlich gespannt und sicher, dass das noch für ein zwei Blogeinträge (mit mehr Gehalt als dieser hier) reicht.

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Kriege ich eigentlich Staatshilfen?

Hmm, die finanzielle Situation der WG hat sich rapide gewandelt. Das liegt insbesondere an der unglücklichen Verkettung der beiden Umstände, dass sich Vattenfall nach anderthalb Jahren meldet und den Strom bezahlt haben will und dass Ozie und ich just eine Woche vorher einen guten Teil unserer Rücklagen dafür für WG-Accessoires ausgegeben haben. Dass Nico es immer noch nicht geschafft hat, in irgendeiner Form regelmäßig zur Mietzahlung beizutragen, macht die Situation natürlich nicht gerade besser.

Nun komme ich mit meinem Verdienst eigentlich ja nicht schlecht klar – dummerweise hat es ausgerechnet jetzt sogar das Arbeitsamt geschafft, mir mal mitzuteilen, wo ich das Geld für sie hinüberweisen soll. Natürlich auch nicht ohne Fristsetzung…

Der Untergang steht nun wirklich nicht bevor, aber es ist schon wieder einmal typisch, dass finanzielle Belastungen immer gebündelt auftreten. Wenngleich uns der Untergang der Finanzen erst jetzt – also während der Wirtschaftskrise erreicht – nehme ich mal stark an, dass mir keine Staatshilfen gewährt werden. Immerhin wurde selbst Arcandor eine Bürgschaft von 437 € (Fehler in der taz von gestern) nicht gegönnt… wobei ich trotz sieben Konten auch nicht so viel Dreck am Stecken habe wie die…

Naja, aber in jeder Krise steckt auch eine Chance. So oder so ahnlich hat uns das das Kanzler gesagt, und so haben wir beschlossen, dieser Krise wenigstens mit Aktionismus zu begegnen. Nicht nur, dass wir begonnen haben, unser Kleingeld zu rollen – nein! – wir haben es auch mal fertig gekriegt, einen Mahnbescheid zu verschicken. Es geht dabei um unseren Ex-Vermieter und die Kleinigkeit von 1000 € Kaution…

Ich bin guter Dinge, dass dieser Weg zum Erfolg führen wird, aber sicher ist es natürlich nicht. Ach, ich bin einfach mal ein bisschen optimistisch.

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Kaution und so…

Ich möchte an dieser Stelle mal wieder auf ein altes Thema zurückkommen: Unsere Kaution. Wer erinnert sich? Im Oktober letzten Jahres (2007) sind wir von Stuttgart nach Berlin gezogen. Hinterlassen haben wir eine alte kaputte Wohnung. 1060 € Kaution lagern dieser Wohnung wegen noch bei unseren Vermietern – und wir hätten sie natürlich gerne wieder. Passiert ist seit unserem Auszug vor unseren Augen nichts! Wir haben zwei Briefe an sie geschrieben, den zweiten haben sie immerhin (wir haben immerhin mit rechtlichen Schritten gedroht) sogar beantwortet, und sich noch eine Frist von rund einem Monat erbeten, damit sie auch “die letzten” Renovierungsarbeiten durchführen können. Das ist inzwischen natürlich über einen Monat her, und so langsam verlässt mich die Lust, das alles friedlich zu klären. All die Jahre haben wir uns damit abgefunden, dass die beiden nie etwas auf die Reihe gekriegt haben. Ja, wir haben uns sogar das ein oder andere Mal darüber amüsiert. Aber wenn klar ist, dass die Wohnung schon vor dem Einzug unrenoviert war, wenn es nicht nur mündliche Absprachen gibt, sondern auch alle vorherigen Mietverträge von einer unrenovierten Übergabe sprechen, wenn aufgrund deren Verplantheit im Laufe von mehr als 5 Monaten nicht einmal ein Vertrag zustande kommt, im Verlaufe von mindestens 4 Monaten nicht einmal eine vernünftige Aussage bezüglich der zu behebenden Schäden kommt (geschweige denn eine Wohnungsbesichtigung), dann wüsste ich nicht, weswegen die Kaution einbehalten werden sollte. Ich freue mich so darauf, einen Mahnbescheid abzuschicken, das glaubt ihr gar nicht!

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Die Sache mit dem Vermieter

Gestern haben wir übrigens an Dieter den zweiten Brief abgeschickt. Für alle, die sich nicht erinnern können: Dieter war unser Vermieter, als wir noch in Stuttgart gewohnt haben. Die Wohnung war in unseren Augen geil, zugleich aber ein wenig abenteuerlich. Sie hatte hier und da dicke Mängel und zudem war der Preis recht hoch (genau genommen war er im Bereich des Mietwuchers). Da die Wohnung aber aus vielen (wenn auch kleinen) Zimmern bestand, waren sie immer bezahlbar für den Einzelnen.
Das Verhältnis zu Dieter war (fast) immer ein lockeres, weswegen wir den Mehrpreis auch in Kauf genommen haben. Schließlich konnten wir so einfach eine Wand ins Treppenhaus bauen und waren sicher vor fast jedem Stress. Das wissen wir auch heute noch zu schätzen. Bezüglich der überhöhten Miete hat nie jemand Klage erhoben.
Nun aber kommen wir langsam an einen interessanten Punkt. Wir sind im Laufe der folgenden Woche seit 6 Monaten ausgezogen, haben aber immer noch nicht unsere Kaution wieder. Der Zustand der Wohnung, so wie Freunde sie kennen, mag den Anschein erwecken, dass man auch keine Kaution wiederbekommt, wenn man eine Wohnung so übergibt, aber das ist nur ein Teil der Wahrheit. Die Wohnung ist in miserablem Zustand, das war sie allerdings auch schon, bevor ich sie offiziell übernommen habe. Davor gab es eine Wohnungsbesichtigung und da wurde das – mit Zeugen – klargestellt.
Zwei kleine Mängel – ein an eine Tür geklebter Spiegel und eine fehlende Türklinke – sind unsere Meinung nach berechtigt von der Kaution abzuzihen. Darauf haben wir uns mit Dieter geeinigt. Aber die restlichen 900 bis 1000 Euro hätten wir nach einem halben Jahr dann doch gerne wieder.
Es ist – wir kennen das ja – nicht auszuschliessen, dass Dieter und Petra (seine Frau) das bisher nur vergessen haben, aber wir haben eher die Vermutung, dass sie uns die Kaution vorenthalten wollen – wegen anderer Schäden, deren Reparatur nie eingeplant war. Nun wollen wir mal sehen. Für alle Interessierten hier der Brief im Original.
(Wir haben ihn vorsichtshalber als Einschreiben geschickt, damit nicht jede Masche zieht)

Hallo Dieter, hallo Petra,

seit unserem letzten Brief ist wieder einige Zeit ins Land gezogen. Wir haben euch in unserem Schreiben vom 11. März 2008 darauf hingewiesen, dass ihr es bisher versäumt habt, uns die Kaution zurück zu zahlen. Die Zeit, die verstrichen ist, seit wir ausgezogen sind, nähert sich nun langsam einem halben Jahr.
Wir wollten darauf hinweisen, dass diese Zeitspanne ausreichend ist, um insbesondere eine ohne irgendeine Angabe von Gründen einbehaltene Kaution gerichtlich einzufordern. Unsere Geduld war immer groß, und das ist sie auch jetzt noch. Dass wir deswegen auf unser Geld verzichten, stand allerdings nie zur Debatte.
Wenngleich wir vielleicht nicht den Eindruck erweckt haben mögen: Wir sind sehr gut über die rechtlichen Rahmenbedingungen informiert und wissen, dass uns ohne Vorlage einer Rechnung die volle Kaution zuzüglich Zinsen zusteht, und danach geklärt werden kann, was davon einbehalten wird. Kaution für eine bereits wieder vermietete Wohnung einzubehalten ist ebenso nicht rechtmäßig.
Da ich vorsichtshalber davon ausgehe, dass ihr uns die Kaution vorenthalten wollt mit der Begründung, die von uns verursachten Schäden würden einen Einbehalt rechtfertigen, möchte ich folgendes unmissverständlich klarstellen:

Ich erkenne vorerst keine Schuld an irgendeinem Schaden an, der in der Wohnung existiert. Ausnahmen sind hier das Türblatt im kleineren oberen Zimmer, bei dem Dieter bereits mit 50 € einen relativ konkreten Schadensbetrag genannt hat, und die Türklinke in der Dusche der kleinen Wohnung.

Um es kurz zu machen: Da uns keine Rechnung für die Behebung von Schäden vorliegt, erwarte ich demnächst folgendes Geld auf dem von uns angegebenen Konto:

1060 € Kaution zuzüglich Zinsen und – im Falle einer uns vorliegenden Rechnung – abzüglich der Reparatur von Türklinke und Türblatt.

Danach habt ihr alle Freiheit der Welt, mehr Geld von uns einzufordern. Das wird dann allerdings schwerer als bisher.

Dennoch mit freundlichen Grüßen,

Sash

Dann schauen wir mal, was passiert.

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