Category Archives: Feinde

Geniale Methode

…hab ich mir neulich bei der Arbeit gedacht, als ich zwei Cops am Bahnhof dabei zugesehen hab, wie sie ein Fahrradschloss geknackt haben. Daneben stand ein Typ und hat sich sichtlich über die Hilfe gefreut.
Klar, es ist davon auszugehen, dass es sich um den rechtmäßigen Eigentümer handelt! Aber die Vorstellung, bei den Cops zu klopfen, und sie darum zu bitten, kurz mal mit einer ordentlichen Zange dabei zu helfen, ein Fahrrad zu bekommen ist schon nett :D

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Ein bisschen Wehmut

Die (im übrigen noch sehr langsam vonstatten gehende) Planung der eigenen Hochzeit in der Heimat bringt so manches Mal auch sonderbare Gedanken mit sich. Die offensichtlichsten sind natürlich die bezüglich des Alters, des Erwachsenwerdens und der grundsätzlichen Bösartigkeit der Institution Ehe. Gedanken über Zeit- und Arbeitsaufwand, Finanzier- und Durchführbarkeit nehmen natürlich neben der Angst um das Versagen einzelner Ämter die meiste Hirnkapazität in Beschlag.

Ganz im Verborgenen schwingt aber auch leise Freude mit, mal wieder “nach Hause” zu fahren, bzw. selbigem auf diese Weise wieder ein bisschen Raum im eigenen Leben zu geben.

Wir werden ja nicht ohne Grund in Stuttgart heiraten.

Inzwischen ist es ziemlich genau ein Jahr her, dass ich in Stuttgart gewesen bin. Im Grunde ist mir das egal. Ich lebe inzwischen in Berlin, und da es in Berlin bekanntlich alles gibt, gibt es auch nichts, was mir aus der Heimat fehlen könnte. Zumindest fast. Bei der Vorstellung, das Standesamt in Stuttgart telefonisch zu kontaktieren, ist mir aufgefallen, dass ich mich fast schon darauf freue, den Klang des heimatlichen Dialektes zu vernehmen. Ja, mir ist dabei aufgefallen, dass mir die Telefonate mit dem Amtsgericht wegen unseres Verfahrens letztes Jahr ein wenig fehlen :)

Zugegeben: Ich könnte mich öfter mal bei meiner Familie melden – aber es ist einfach nicht das Gleiche.

“Warddedse Iguggamoal!”

kriegt man einfach selten bei privaten Gesprächen zu hören.Ein

“Hennsesnogriggd?”

eben auch nicht. Ämterwahnsinn und Schwäbisch passt einfach so verdammt gut zusammen. Muss jetzt ja nicht soweit gehen, dass Ozie den Beamten nicht versteht, der uns die Unterschrift abnimmt.

Aber wie ich mein Glück kenne, ist ausgerechnet derjenige ein kürzlich ausgewanderter Berliner :)

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Da kri’sch Pack!

Die Packstation: Mit monumentalem Werbebudget schöngeredeter Arbeitsplatzabbau in Kombination mit Service-Outsourcing seitens der Post. Aber was für eine geile Sache!

Für ihren Online-Shop bestellt insbesondere Ozie ziemlich oft Pakete. Im Großen und Ganzen ist am guten alten Paketdienst nichts auszusetzen, unser Haushalt ist im Allgemeinen jedoch ziemlich ungeeignet zur Annahme. Wir haben zwar keine bissigen Hunde, öffnen die Türe weitgehend bekleidet und riechen zumindest nicht gegen den Wind – allerdings schlafen wir zur normalen Auslieferungszeit eigentlich immer.
So kommt es dann, dass der Lieferant genervt ist und wir im schlimmsten Fall zwar wach, aber paketlos, weil wir nicht schnell genug waren. Da ist eine Packstation schon praktisch. Zu der kann man auch in der tiefsten Nacht kurz rüberwatscheln, da sie keine Öffnungszeiten kennt. Vorausgesetzt, man hat keine Angst, zur Geisterstunde einen Kilometer durchs Marzahner Ghetto zu schlurfen.

Naja, vorgestern hat Ozie mal wieder zwei Pakete abgeholt, und daraufhin hat sie eine kuriose Feststellung gemacht: Eines der Pakete war nicht an sie adressiert. Es war eine Apothekenlieferung, und im Grunde hätten wir uns ja einfach lustig darüber freuen können, quasi einen Präsentkorb der Pharmaindustrie erhalten zu haben.

Problematisch ist das aber nicht nur gewesen, weil wir weiterhin sowas altmodisches wie ein Gewissen haben, sondern auch weil es scheinbar eine Verwechslung war. Ozie wurde nämlich ein Paket als zugestellt angezeigt, das sich nun aber nicht in der Box befand.

Das ist einer der wenigen Momente in meinem Blogger-Dasein, in dem ich gerne Oleg zitieren würde:

“Was soll’n das? Ja, nun?”

Ozie hat also kurzerhand bei der Hotline angerufen und wurde dort bekniet, sie möge das Paket doch bitte in einer Postfiliale abgeben. Eine Paketmarke für 6,90 € kriegt sie gerne kostenlos und der Knilch von Zulieferer bekommt ganz sicher auch noch einen Stein in ihrem Namen auf den Schädel gehauen? Oder lieber in den Unterleib?

Damit nicht genug. Nur kurz später meldete sich der eifrige Mitarbeiter der Hotline wieder und fragte nach, in welche Filiale sie das Paket zu bringen gedenkt. Ach, in diese! Super! Da bringt Daniela – die glückliche Empfängerin von Ozies Paket – ihre Sendung auch hin. Da könnte man dann ja gleich nachfragen, ob es vielleicht schon da ist.

Im Wissen, dass sie sich bei der Packstation nur angemeldet hat, um deswegen nicht mehr kurz nach dem Aufstehen zur Postfiliale dackeln zu müssen, machte sich Ozie gestern mit mir zusammen auf den Weg.
In der Filale selbst wurden wir von Garth Algars* Schwester empfangen – zumindest komme ich um diese Assoziation nie umhin, wenn ich ihre Frisur sehe :)

Dass wir wegen eines Packstation-Päckchens da waren, hat sie nicht nur leicht angeekelt zur Kenntnis genommen, es war offensichtlich, dass es für diesen Fall kein Kapitel im Lehrbuch für Postangestellte gab, das sie zweifelsohne inklusive der Inhaltsangabe korrekt memorieren konnte. Also: Daniela war noch nicht da, folglich konnten wir allenfalls unser falsches Paket loswerden. Dieses Paket angenommen hätte sie zwar durchaus, aber empfohlen hat sie uns dann doch, es wieder mitzunehmen, um es dann von einem DHL-Fahrer abholen zu lassen. Eine Quittung könne sie nämlich dafür garantiert keine ausstellen.
Übermäßig quittungsfixiert kann man mich und Ozie sicher nicht nennen, aber zum einen war dieses Paket der einzige “Beweis”, dass Ozie ihr Paket nicht geliefert bekommen hat, andererseits kann so ein Paket ohne Quittung ja sonstwo landen. Und nachher dazustehen unter dem Verdacht, ein mit teuren Medikamenten gefülltes Paket unterschlagen zu haben, wollten wir dann eben doch vermeiden.

“Aber ich darf ihnen den Empfang wirklich nicht bestätigen!”

Ich hatte kurz den Lösungsvorschlag, dass wir das Paket wieder mitnehmen, sie aber kurz eine handschriftliche Notiz für oben genannte Daniela…

“Nein, das darf ich nicht!”

Postangestellte haben also nicht einmal die Autorisation, einen Fresszettel anzunehmen? Ein Unternehmen, bei dem ich online verfolgen kann, ob sich der Fahrer gerade am Arsch kratzt, kann kein Paket gegen Bestätigung annehmen? Aber hallo!

Also sind wir sehr zum Leidwesen aller Beteiligten unverrichteter Dinge wieder abgezogen. Garths Schwester hat uns noch die Nummer für Beschwerden mitgegeben. Gute Idee. Wir baten um sofortigen Rückruf. Der erfolgte 10 Minuten später.

Dort hörte sich ein netter Mitarbeiter das Problem an, bat um etwas Geduld und unterbrach das Gespräch. Vermutlich versehentlich, aber ein erneuter Rückruf blieb aus. Kunststück: Zu diesem Zeitpunkt war dort ja bereits Feierabend. Ein Schelm, wer böses dabei denkt…

Ozie aber, nur bedingt irritiert, ruft stattdessen eben nochmal bei der Packstations-Hotline an. Der empfiehlt – man glaubt es kaum – natürlich, das Paket bei der Postfiliale abzugeben. Im Übrigen hätte Daniela das natürlich schon längst getan. Wenn wir das Paket dann heute im Laufe des Tages abgeben werden, werden wir keine Quittung dafür erhalten. Hat Daniela ja auch nicht! Ätsch!
Unser richtiges Paket gleich mitnehmen werden wir nicht können, weil es jetzt – wer hätte es geahnt? – in einem “Sonderkreislauf” ist. Es wird also irgendwie wieder mit Hilfe der DHL erneut an die Packstation gesendet. Die Frage, ob das jetzt ernst gemeint sei, hat man uns nicht zu vollster Zufriedenheit beantworten können.

*Wayne’s World nicht gesehen? Eieiei…

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Die Spinnen, die Polizisten

Falls es jemand noch nicht mitbekommen hat: Die Pressemeldungen der Berliner Polizei gehören mitunter tatsächlich zur unterhaltsamen Lektüre. Zumindest einer der verantwortlichen Schreiber hat tatsächlich Humor.

“[...] konnte sie ohne Widerstandshandlungen in Gewahrsam genommen werden.”

ist eigentlich ein Halbsatz, dem ich nur geringen poetischen Wert beimessen würde. Ein bisschen nach Realsatire klingt es aber vielleicht, wenn ich dazu erwähne, dass es dabei um eine Spinne ging.

Glaubt ihr nicht?

Hier der Link zur Polizeipressemeldung

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Nie vorbei…

Mal eine Frage an die Stammleser da draussen:

Wisst ihr noch, wer Dieter ist?

Ja, ganz genau… mein Ex-Vermieter. Der mit dem ich ein lustiges Gerichtsverfahren mit Höhen und Tiefen geführt habe, das letztes Jahr im Juni – wie zu erwarten war – mit einem Hundert-Prozent-Sieg für mich ausging. Sollte irgendjemand die Geschichte noch nicht kennen, so kann er ein ganzes Wochenende damit zubringen, den Prozess in der Kategorie

Feinde/Vermieter

durchzulesen. Da hat man dann gute 50 Artikel vollen Wahnsinn und versteht diesen hier ein bisschen besser. Wer nicht ganz bis zum Anfang durchklicken will: Seite 8 der Kategorie gibt es als Direktlink hier.
Naja, für all die, die es nicht lesen wollen, bzw. sich sowieso so halbwegs erinnern: Wir haben unsere Kaution eingeklagt, nach einigem Hin und Her gewonnen, das Geld bekommen, die Auslagen und Gerichtskosten eingeklagt und damit war es bisher erstaunlich lange ruhig…

So ein Kostenfestsetzungsverfahren ist verhältnismäßig unaufgeregt, bei uns bestand es eigentlich nur aus ein paar Schriftwechseln hin und her, bei denen es wirklich nur ums Geld ging. Da fordere ich dann, Verdienstausfall für 3 Tage für Termin 1 zu kriegen, weil ich bei einem blöd gelegten Termin nicht mal schnell An- und Abreise an einem Tag erledigen kann und der gegnerische Anwalt rechnet dann vor, dass das ja theoretisch sehr wohl sein könne und ich mich nicht so haben solle…

Ist reichlich unspektakulär das Ganze, und nur insofern interessant, als wir gemerkt haben, dass dem Anwalt die Textbausteine ausgehen, und er im freien Argumentieren auch nicht unbedingt besser ist als sonst…
Also hat jede Seite 2 oder 3 Briefe mit Begründungen ans Gericht geschickt und dann war erst einmal Funkstille. Runde drei Monate. In dieser Zeit – also seit dem Jahreswechsel – haben wir nur zweimal nachgefragt, ob es nun mal weitergehe, und das war es dann.

Beim letzten Anruf vor einem Monat teilte mir eine freundliche und auskunftsfreudige Gerichtsmitarbeiterin dann sogar mit, dass es nun einen Beschluss gebe, und sie war auch so nett, mir einen Betrag zu nennen: 1006,00 €. Ui.
Zugegeben: Das ist ein Haufen Asche. Und für uns auch zufriedenstellend. Wir haben 1305,00 € gefordert, allerdings dieses Mal bewusst mit der Großzügigkeit im Austeilen, die die Gegenseite während des Verfahrens an den Tag gelegt hat. Dass das nicht alles durchkommen würde, war zu erwarten.

Man könnte sagen, dass das eine traurige Lehre aus dem Verfahren ist: Immer erst einmal voll auf die 12! Es interessiert nicht, ob sich alle Anschuldigungen und Forderungen in Luft auflösen, bzw. sich als Lügen erweisen. Etwas, das mich trotz des guten Endes für uns immer noch ärgert…

Naja, von uns gänzlich unbemerkt ging hier dann Ende letzten Monats auch das Geld ein: 1006,00 €. Witzigerweise lange vor dem eigentlichen Beschluss. Der erreichte uns dann nämlich erst gestern in vollstreckbarer Ausfertigung. Im Grunde könnte man nun also ein Häkchen drunter setzen, und vermerken, dass das erste Gerichtsverfahren meines Lebens gut gelaufen ist. Aber spaßeshalber haben wir uns den Beschluss natürlich nochmal durchgelesen. Was sie uns genau bewilligt haben, ist eigentlich soweit wirklich nachvollziehbar und ok, und unsere Ex-Vermieter können sich freuen, dass wir nicht auf die Idee gekommen sind, einen mäßig begabten Juristen aus dem Freundeskreis zu rekrutieren, denn der hätte die Rechnung sicher noch eine Spur schmackhafter gemacht.
Was allerdings auffällt ist die Tatsache, dass uns für die 1006,00 € noch Zinsen seit September 2010 zustehen – und zwar wie gefordert in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz… nach Adam Riese (hat der schon Zinsberechnungen gemacht?) kommen da also nochmal 25,40 € zusammen. Das ist unseren werten Schluffis in ihrem vorauseilenden Gehorsam natürlich entgangen…

Auch wenn ich das Häkchen jetzt ja gerne endlich mal setzen würde, so knapp dreieinhalb Jahre nach meinem Auszug aus der betreffenden Wohnung: Ich finde ja schon, dass 25,40 € es wert sind, mit einem Brief darauf hinzuweisen… ;)

Also ist es wohl immer noch nicht vorbei…

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Lekker Laberbacken

“Dämliche Vertreter sind bloggenswert.”

Das ist die kleine und keineswegs ausreichende Entschuldigung dafür gewesen, dass ich Ozie eben zur Tür geschickt habe. Wir haben extra einen Aufkleber unseres Stromanbieters an der Wohnungstüre hängen, um nervige Schwatzer gleich abzuschrecken. Bis vor ein paar Wochen (Japan, anyone?) war es ja eigentlich schon ein Zeichen, dass man sich was dabei gedacht hat, wenn man zu einem Ökostromanbieter gewechselt hat.

Natürlich gilt das immer nur soweit, wie man von der nächsten Idiotenquelle entfernt wohnt.

“Sind sie noch bei Naturstrom?”

“Ja, und ich bin sehr zufrieden.”

Das ist so der Punkt, wo man sich als potenzieller Kunde noch ein ok denkt und die Grenze zum potenziellen Mörder noch weit entfernt liegt. Wenn dann aber weiterhin seltsame Argumente kommen wie

“auch atomfrei und so”

oder ganz besonders gut

“nee, wir machen des jetzt im ganzen Haus!”

dann kann man schon mal ein wenig sauer werden. Nachdem sie sich noch ein bisschen uneinig über die neue Grundgebühr für den Strom waren, wollten sie uns gleich noch neues Internet aufdrängen.

Internet ist bei uns ja ein spezielles Thema. Jedes Mal, wenn an dieser Leitung irgendwie versucht wird, die Geschwindigkeit (die ja mies ist, keine Frage!) zu erhöhen, bedeutet das für uns nicht nur die Verabschiedung von jeglicher Kommunikation, sondern damit einhergehend eine deutlich verkürzte Lebenserwartung, Panikattacken und ausgerissene Haare. Die beiden Jungs, die so gerne im ganzen Haus den Strom umstellen (“Für 5,90 €.” “Nee, 5,80!”) wussten aber völlig selbstverständlich:

“Ja beim Nachbarn ist auch Alice!”

Ozies Abschlusssatz kann ich allen nur empfehlen:

“Jungs, ihr habt doch keinen Plan!”

Für Vertreter dieser Qualität kann ich nur auf Lehrmaterial verlinken.

Nachtrag:

Beim Schreiben dieses Blogeintrags klingelte unvermittelt mitten der Nacht (zumindest für mich) das Telefon. Zitat Ozie:

“Jetzt bist du dran!”

Gehe ich so ran, und es meldet sich jemand mit den Worten:

“Hallo, mein Name ist Garfelbretz Güllenwurm und ich arbeite für den technischen Support von…”

Die drei Punkte am Satzende sind keinesfalls eine Verfremdung meinerseits (wie z.B. der hierzulande sicher eher seltene Name). Er sagte tatsächlich, er arbeite beim Technischen Support Vom. Ende der Übertragung.

“Könnte ich bitte Herrn Felix sprechen?”

Meine Reaktion war folgende:

“Vergessen sie es!”

Dann hab ich aufgelegt. Insbesondere neue Leser werden das nicht verstehen, deswegen hier kurz eine Erklärung:
Das ist der Name meines Ex-Mitbewohners aus Stuttgart, der anderthalb Jahre vor meinem Umzug nach Berlin aus der WG ausgezogen ist, unter der natürlich neuen Nummer in Berlin niemals erreichbar war und nur durch einen fehlerhaften Telefonbucheintrag von Arcor überhaupt mit diesem Anschluss in Verbindung zu bringen ist. Ergo: Jeder, der hier anruft und nach dieser Person verlangt, erklärt damit gleichzeitig, dass er seine Daten nicht nur illegal aus dem Telefonbuch bezieht, sondern zudem auch noch zu geizig ist, wenigstens ein aktuelles zu verwenden. Mit derartigen Vögeln brauche ich nun wirklich nicht zu reden.

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Brief, überfrankiert

Das Finanzamt ist jetzt nicht gerade die Einrichtung, mit der ich eine innige Liebesbeziehung führe. Gar nicht mal, weil wir irgendwie Stress miteinander haben. Ich zahle meine paar Euro Steuern und sie verlangen dafür eines der schönsten deutschen Formulare überhaupt, die Steuererklärung. Natürlich ist das Ausfüllen derselben nicht halb so schlimm, wie man sich jedes Mal beim Anblick dieses Papierberges denkt, aber Spaß macht es auch nicht.

Man sollte sie eigentlich mal mit Einband zurückschicken. Mit einem Cover von einem Sachbuch über die Finanzkrise…

Naja, gelegentlich muss also mal ein Briefchen geschickt werden – insbesondere wenn man nebenher Flattr laufen hat – dafür revanchieren sie sich dann auch mit Anrufen kurz vor dem Geburtstag. Ist ja doch auch eine nette Sache. Da aber weder irgendeines der adretten Gebäude dieser Institution, noch die erotische Ausstrahlung der telefonierenden Sachbearbeiter bisher die Flammen der Liebe in mir zum Lodern gebracht hat, gebe ich mir nicht viel Mühe mit der Konversation. Da müssen dann eben auch mal Restbriefmarken aufgebraucht werden – die ich unweigerlich immer erhalte, weil dieser blöde Automat keine Geldrückgabe bietet… *grummel*

Das passt zwar nicht immer auf den Cent genau, aber dafür verleiht es der gegenseitigen Wertschätzung doch ein besonderes Gewicht:

Wenn es ums Geld geht, nehmen die alles! Quelle: Sash

Wenn es ums Geld geht, nehmen die alles! Quelle: Sash

Die Post freut sich, und das Amt findet es bestimmt auch toll. Schließlich ist jede Menge Papierkram drin :)

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