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Archiv für die Kategorie ‘Banken’


Und ich plane schlecht?

28. Januar 2010

OK, ich gebe es ja zu: Wenn ich ein bisschen besser planen würde, könnte ich mir manchen Gang zur Bank ersparen.

Manchmal habe ich allerdings das beruhigende Gefühl, auch dort wird trotz Milliardenumsätzen und zentraler Vernetzung nur mit Wasser gekocht.

Vor einiger Zeit vereinbarte ich ein Treffen mit einer meiner Bankberaterinnen. Und keine Sorge, es sind nur mehrere, weil ich bei mehreren Banken bin ;)

Ich bat sie um einen Termin und wir einigten uns auf den Mittwoch diese Woche. Als ich dann zu Hause ankam, stellte ich fest, dass sie mir als Datum den 20.1.10 aufgeschrieben hatte – was sich nach einem kurzen Check am PC als der Vortag herausstellte. Da ich ja nun weiss, dass sie den Termin ins interne System eingegeben hatte, befürchtete ich , dass sie den Termin nun gar nicht mehr abgespeichert hat, weil er offiziell ja bereits vorbei ist.

Also rief ich die Hotline der Bank an. Es ist ja nicht unclever, dass die Hotline Einblick in die Aufgaben der einzelnen Mitarbeiter hat, aber eigentlich wäre es schon angebracht gewesen, hier nur kurz die Beraterin selbst anrufen zu können. Naja. Der freundliche Herr im Callcenter bestätigte mir, dass der Termin nun am Mittwoch nicht existiert. Aber mehr noch. Er fand ihn auch weder am Vortag noch sonst irgendwo, und zum gewünschten Zeitpunkt hat meine Beraterin offenbar frei. Wow!

Nachdem sie auch telefonisch nicht zu erreichen war, habe ich beschlossen, das dann doch in der Filiale zu klären. Hätte ich gleich machen sollen. Aber wie das Leben so spielt, hab ich das auch bis Dienstag vor mir hergeschoben, und prompt ereilte mich ein Anruf von einer sehr peinlich berührten Frau, die mir dieses Malheur beichtete.

“… und wissen sie: Morgen hab ich ja eigentlich…”

“Da haben sie frei, ich weiss.”

“Was? Woher? Woher wissen sie?”

Und mein eigentlicher Berater ist bei der Bundeswehr. Manchmal kommen mir leise Zweifel. Aber lassen wir das.

Ich wollte eigentlich nur sagen, dass ich wegen Erkältung und Weisheitszahn ein paar Tage krank geschrieben bin und mich dann heute mal bei meiner Bank einfinde. Allerdings ist das eigentlich nicht bloggenswert. Es fällt einem nur sonst so wenig ein, wenn man den ganzen Tag zu Hause sitzt…

Banken…

21. Dezember 2009

“Endlich erreiche ich sie mal…”

Aha. So, kann man es auch nennen. Genau genommen habe ich ja am Mittwoch und am Donnerstag bereits versucht, sie zu erreichen und sie haben ihr Rückrufversprechen nicht eingehalten. Und dass ich heute Mittag um 13 Uhr gerade den Mittelpunkt meiner Schlafphase hatte, sollte vorkommen dürfen. Letzte Woche hatte ich frei, da wäre das einfacher gegangen…

OK, meine Bank hat sich also wegen des überzogenen Kontos gemeldet. Die erstaunlich humorlose Frau am Telefon hatte irgendwie keine sinnigen Argumente dagegen, dass ich das Konto mit meinem Sparbuch ausgleichen will. Und dass bereits am 3. Januar sogar genug Geld für eine komplette Deckung drauf ist, das hat sie sehr verwundert zur Kenntnis genommen. Also kam sie mit einem anderen, inzwischen reichlich vorgeschoben wirkenden Grund:

“Sie wissen aber schon, dass wir eine reine Gehaltsbank sind, oder?”

Na klar, die Gehaltskontogeschichte… es ist schon unglaublich, dass jede Bank irgendwie der Meinung ist, sie hätte das Anrecht, mit meinem Gehalt arbeiten zu können. So viele Gehälter bekomme ich einfach nicht…

Abgesehen davon ist es im Falle dieses Kontos aber auch ein wenig absurd, mit der Gehaltskontonummer zu kommen, da ich das Konto grob geschätzt 3 Jahre vor dem ersten Gehaltseingang eröffnet habe. Dass ich irgendwann dafür Gebühren zu berappen habe – ok! – aber deswegen werde ich nicht kündigen.

Im Übrigen spricht es ja Bände, dass ich gebeten werde zu kündigen, und sie das nicht etwa selbst veranlassen :)

Durch das leidliche Organisationstalent, das offenbar bei der Strukturenschaffung innerhalb der Bank vorherrschte, mache ich mir aber erstmal keine Sorgen mehr, da die Filiale in Stuttgart, von der der Anruf kam, eigentlich swieso nicht mehr zuständig ist. Die in Berlin wissen, dass es kein Gehaltskonto ist und sie haben mir auch schonmal Gebühren dafür angedroht. Diesen Schrieb würde ich ja gerne unterzeichnen, aber wenn sie es nicht hinkriegen, dann bettele ich auch nicht darum. Denn dieses Konto besitze ich nun wirklich schon eine Weile, und es ist ja irgendwie auch erstaunlich, dass es ein Jahr lang niemanden interessierte, ob auf dieses Konto ein Gehalt eingeht, es aber plötzlich ein Kündigungsgrund sein soll, wenn mal 100 € offen sind (also offen im paranoiden Sinne).

Ich hab schon geschrieben, dass ich das Konto gerne behalten würde, und dadurch, dass Stuttgart nicht mehr zuständig ist, sehe ich nicht die schlechteste Chance, dass das auch eine vernünftige Geschäftsbeziehung werden könnte.

Und ich hab gerade schon zu Ozie gesagt: Wenn es wirklich hart auf hart kommen sollte: 10 € Gehalt kann mir mein Chef sicher auch auf ein Extra-Konto zahlen ;)

Was mich aber wirklich amüsiert: OK, ich verursache bei der Bank Aufwand und es kommt nichts rein. Das ist dumm gelaufen für sie. Aber wenn ich daran denke, dass mein Vater auch bei der Bank ist und der ziemlich ungehalten bei Unverschämtheiten reagiert, muss ich doch sagen, dass ich keine Garantie übernehmen könnte, dass sie nicht wirklich ein vorbildliches Gehaltskonto verlieren, wenn sie mich weiter ärgern…

Author: Sash Categories: Banken, Feinde

Wenn Banken Panik vertagen…

17. Dezember 2009

Ganz so eilig scheint es meine Bank mit der Lösungsfindung meines enormen Ausstandes von in der Summe unglaublichen 69 Cent dann doch nicht zu haben. Der Rückruf, der mir gestern versprochen wurde, ist bis jetzt nicht erfolgt.

Als ich gerade deswegen noch einmal angerufen habe, bin ich leider der Mittagspause in Stuttgart wegen in die Zentrale nach Karlsruhe durchgestellt worden. Das entbehrt nicht einer gewissen Komik, da sonst bei allen zu bearbeitenden Sachen die Stuttgarter Filialmitarbeiter immer ein OK aus Karlsruhe einholen mussten… aber wieso sollte die linke Hand auch wissen, was die rechte tut…

Ich bin jetzt ja mal gespannt, ob ich heute einen Rückruf bekomme.

Author: Sash Categories: Banken, Feinde

Wenn Banken Panik schieben…

16. Dezember 2009

Ich hab ja schon geschrieben, dass ich noch das ein oder andere finanzielle Geschichtchen zu erledigen habe. Zum Beispiel hat eine meiner Banken mir mein Konto gesperrt. Die ein oder anderen Leser kennen das sicher auch und natürlich ist das ein wenig ärgerlich.

Aber wie ich schrieb: “Eine meiner Banken” hat mir das Konto gesperrt…

Ich hab nicht nur ein Konto. Das ist in solchen Fällen genauso praktisch wie unpraktisch. Praktisch, weil es einen kaum stört, wenn ein Konto gesperrt ist. Unpraktisch, weil man es einfach nicht mitbekommt. Das besagte Konto bei einer ziemlich unbekannten süddeutschen Genossenschaftsbank war mein erstes Konto überhaupt. In früheren Zeiten ging da mein Gehalt drauf, und praktischerweise hängt da ein Sparkonto mit dran, auf das von familiärer Seite seit Urzeiten monatlich ein paar Euro eingehen, was mir gelegentlich als letzter Notgroschen dient.

Vor etlichen Jahren hat mir die Bank ungefragt einen sehr fragwürdigen Dispo von 1400 € eingerichtet, den ich in jugendlichem Leichtsinn bei akuter Geldnot natürlich voll ausgeschöpft habe. Den hätte ich eigentlich bis heute, hätte ich nicht schon vor langem eine Rückzahlungsvereinbarung getroffen. Jeden Monat wurde der Verfügungsrahmen um 50 € gekürzt.

Das funktionierte mit Hängen und Würgen meist ganz gut bis ich umgezogen bin. Da die Bank in meiner direkten Umgebung keine Filiale hatte (aber immerhin 3 in Berlin!), habe ich nun andere Konten für Gehalt und Lebensführung verwendet. Es floß also nur noch wenig Geld über dieses Konto und so stehe ich nun bedauerlicherweise bei dieser Bank mit exakt 97,93 € in der Kreide – der letzte Rest der 1400 €.

Das ist kein Weltuntergang, wobei ich zugeben muss, dass meine Portokasse dank eingeschränkter Arbeit das eigentlich gerade nicht hergibt. Die Bank bat mich nun, mit gespreizten Nackenwirbeln wie eine Kobra drohend mit Einschreiben, ich möge doch bis zum 23.12. den Rückstand ausgleichen oder einen “realistischen Rückzahlungsvorschlag” machen. Ansonsten drohen sie mir damit, das Konto zu kündigen, das Ganze als nicht bezahlten Kredit zu melden, Schufa, Nachteile bei der Wohnungssuche – alles inklusive. Klar, das ist das übliche Vorgehen, und eingedenk der Tatsache, dass ich natürlich Schuld an der Misere bin, bin ich da auch nicht erbost.

Wenn ich mir jetzt allerdings überlege, was die Kontokündigung für Folgen hätte – und wegen welches Betrags – dann tränen mir die Augen vor Lachen. Sollte ich jetzt also keinen realistischen Rückzahlungsplan haben, dann würde das Konto gekündigt. Die 97,93 würden sicher mit dem an dieses Konto gebundene Sparbuch verrechnet, auf dem sich derzeit 82,24 € befinden. Dazu besitze ich notgedrungen Geschäftsanteile dieser Bank über 15,00 €. Der Ausstand bei Kontoauflösung würde sich damit auf exakt

0,69 €

belaufen. Ein Schufa-Eintrag wegen 69 Cent? Das wäre so blöd, dass ich es ja fast schon machen würde, wenn ich nicht wüsste, wie scheisse das bei einem Geringverdiener in Marzahn beim Scoring aussehen würde! Deswegen warte ich jetzt auf einen Rückruf der Bank, da ich natürlich online das Geld vom Sparkonto nicht umbuchen kann, weil es ja gesperrt ist…

Die Frage ist jetzt nur: Sachlich bleiben und das Lachen unterdrücken oder die Mitleidskarte mit der toten Mutter ausspielen? Hey, mit der richtigen Lebenseinstellung werden sogar Schulden noch lustig :D

Author: Sash Categories: Banken, Feinde