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#OperationFlurfunk im Ernst-Modus

Ich denke, dass KabelDeutschland gestern eine gigantische Großstörung mit bald zwei Millionen Menschen ohne Internet hatte, haben alle mitgekriegt. Und viele Kunden werden sich geärgert haben. Deswegen denke ich, ich sollte mich entschuldigen.

Also nicht, dass ich irgendwas verbrochen hätte, was die Störung verursacht hätte, aber bei einer stundenlangen veritablen Großstörung nur drei Tage nach unserem Wechsel auf Kabel-Internet können selbst wir zwei Atheisten hier nicht mehr vor der Tatsache weglaufen, dass irgendein fürs Internet zuständiger Gott uns das schnelle Netz missgönnt und sich inzwischen nur noch so helfen kann. 😉

Nun möchte ich aber mal selbst als Blogger, der Vodafone in der Feinde-Kategorie eingeordnet hat, etwas deeskalieren. Großstörungen werden wenigstens zeitnah behoben, auch wenn zwei Stunden heftig sein können. Schlimm wird’s doch eigentlich erst dann, wenn man ein „privates“ Problem hat. Wir saßen hier schon tagelang ohne Netz, ich freue mich über Großstörungen, da weiß ich, dass was gemacht wird.

Aber gut, natürlich war das ein Dämpfer: Endlich schnelles Netz, und dann fällt es nach so kurzer Zeit bereits das erste Mal aus!

Man sollte dazu wissen, dass wir vor Jahren das Netz via Kabel schon mal abgelehnt haben, weil insbesondere Ozie aus den Frühzeiten des Kabel-Internets nur so mittel gute Erfahrungen bezüglich Zuverlässigkeit gemacht hatte.

Das gestrige Timing aber war eigentlich vor allem eines für uns: Geil! Besser hätte es einfach nicht kommen können, denn trotz unseres Wechsels ist hier ja nicht nur die Telefonanlage noch nicht komplett aufgebaut, nein, auch der alte Vertrag läuft noch die nächsten paar Wochen. Somit haben wir nur zwei Stecker umgestöpselt und hatten immerhin unsere alte DSL-Geschwindigkeit. Problemlos. Und lustigerweise ja auch übers gleiche Unternehmen. Eigentlich sollte man sowas ja immer haben; ist halt leider nicht so ganz billig auf Dauer.

Aber hey, dass man mal ernsthaft über eine Störung lachen kann, einfach weil das Timing passt, das passiert auch nicht oft. Also wegen des Timings, ist klar.

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#OperationFlurfunk (7)

Ich. Bin. Geschockt.

Ich sitze hier gerade an meinem Rechnerlein und bin mit 100 Mbit/s online. Einfach so.

Also, naja, einfach …

Der Techniker kam wie verabredet. Was gewissermaßen schon erstaunlich war. Denn obwohl ich sowohl unseren Hausmeister telefonisch gebeten hatte, einen Auftrag zu erteilen und nur proaktiv danach die Degewo angerufen hatte und einen Termin vereinbart, „für den Fall, dass der Auftrag bis dahin eingeht“, stand nun heute morgen pünktlich der junge Mann von neulich in der Wohnung und erklärte mir, dass er das jetzt einfach mache: Dose verlegen, Modem anschließen, alles halt. Und ja, der Auftrag wäre bisher nicht angekommen, aber sie ziehen das jetzt durch.

WTF?

Aber er hat den Worten Taten folgen lassen und genau das gemacht. Wir haben plötzlich flottes Internet und W-LAN und all das war eigentlich gar kein Problem mehr. Ich hab zwar hier und da mal freiwillig ein Kabel gehalten, aber abgesehen davon ist der nette Kerl einfach gekommen und alles tut. Er hat die Kabeldose sogar verschraubt anstatt aufgeklebt, so ein Bullshit-Extra-Aufwand wäre uns ja nicht im Traum eingefallen!

Ich hab das auch erst einmal für einen Hoax gehalten, aber seit ich gestern Abend in anderthalb Stunden die 64 GB Download von GTA V absolviert habe, muss ich wohl daran glauben, dass das mit dem schlechten Netz hier Vergangenheit ist. 0.o

Ich habe nie einen Zehner Trinkgeld gelassener liegenlassen als heute.

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#OperationFlurfunk (6)

Wie zu erwarten war, geht es weiter. 🙁

Eben war der Techniker der Degewo da, hat sich die Situation angeschaut und gesagt:

„Nee, das geht so nicht. Das kann ich so jetzt nicht machen.“

Weil – Überraschung! – das mit dem Verlegen der Kabeldose so nicht im Auftrag steht. Und so viel Kabel hätte er jetzt gar nicht da, und das Modem, haben Sie das Modem schon?

Äh, nein.

Nun ist die Sache die: Ich wundere mich kein Bisschen drüber, dass die Leute von KabelDeutschland die Techniker der Degewo nur unzureichend informieren. Und dass unser Wunsch, eine Anschlussdose zu verlegen, für die Leute, die ihr Geld damit verdienen, Dosen zu verlegen, offenbar nur einmal in einer Million Jahre vorkommt und sie total überfordert, das hab ich ja auch schon gelernt.

Was mich an der Sache wirklich maßlos ärgert, ist diese vollkommene Vorhersehbarkeit. Ich weiß als Kunde einfach von vornherein, dass offenbar jeder einzelne Beteiligte an dem ganzen Prozess ganz gezielt immer mindestens eine Information zu wenig erhält, um einfach seine Arbeit zu machen.

Die bei KabelDeutschland haben alles wie vereinbart zu Papier gebracht, inklusive aller Vergünstigungen, die mir am Telefon versprochen wurden. Nur hat man dem Techniker halt nicht gesagt, was er tun muss. Der – im übrigen ein netter und engagierter junger Mann – konnte wirklich nix tun. Außer jetzt vielleicht provisorisch an der alten Dose …

Nun ist das auf Abhängigkeiten basierende System aber leider so ausgeklügelt, dass ich ihn nicht einfach bitten kann, morgen doch mit einer Rolle Kabel wiederzukommen und das für Betrag XY einfach zu machen.

(Im Übrigen hab ich so langsam wirklich keinen Bock mehr, dafür was zu zahlen.)

Nein, der kann leider nur auf Auftrag von der Degewo-Mutterfirma tätig  werden und für die Verlegung der Dose läge sowas halt nicht vor. Und der Auftrag für die Installation des Modems (von dem er wie gesagt auch dachte, ich hätte es bereits), läuft zudem auch übermorgen ab.

Jetzt musste ich also den Hausmeister anrufen, um eine Verlegung der Dose zu beantragen, damit der den Auftrag an den bis eben noch in meiner Wohnung stehenden Techniker weiterzugeben. Was er allerdings auch nicht kann, ohne nicht vorher im Mutterschiff anzufragen, ob das machbar ist. Wobei machbar auch hier „umsonst“ bedeutet, denn der ganze ausgeklügelte Apparat ist so sehr auf Kostenminimierung getrimmt, die machen lieber gar nix als es mich bezahlen zu lassen, selbst wenn ich irgendwann nur noch meine Ruhe will und bereit bin, mir die zu erkaufen.

Also: Morgen nochmal den Hausmeister anrufen, dann einen neuen Termin mit dem Techniker machen und dann, wenn wir noch einen Termin zustande kriegen, irgendwann die Installation.

Und was dabei dann alles schiefgeht, sehen wir ja dann.

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#OperationFlurfunk (5)

Es ist vollbracht!

Obwohl, nee, irgendwie dann doch nicht.

Mich haben ja letzte Woche schon Kollegen am Stand schief angeschaut, als ich gesagt hab, dass wir hier immer nur den Flur renovieren.

„Was habt Ihr denn bitte für einen Flur?“,

wurde ich dann gefragt. Ja, verdammte Scheiße, ich weiß es doch auch nicht! Einen aus der Hölle vielleicht!

Natürlich hat die Arbeitsleistung von Ozie und mir in den letzten drei Wochen nachgelassen. Wir sind nicht hauptberuflich Renovierer, wir haben an manchen Tagen auch mal nur ein paar Stunden gearbeitet oder sogar einfach mal freigemacht, weil es sein musste. Trotzdem: Obwohl wir im wesentlichen nur neue Tapeten wollten und die Fußleisten ausbessern, haben wir bis gestern vor dem Streichen runde 250 Arbeitsstunden in dieses kleine Projekt stecken müssen. Und da sind die äußerst maßvoll genommenen Kippenpausen schon rausgerechnet.

Aber nun, gestern Nachmittag, war es soweit: Nochmal eben die Leisten und Türrahmen abkleben, dann die Wände streichen und fertig!

So war der Plan. War.

Da das Abkleben nur mit zusätzlichem Einsatz von Maleracryl zu verwirklichen war, hat der Spaß gute drei Stunden gedauert. Und so absurd das klingt: Ich wette, keiner von Euch hätte das schneller hingekriegt. Das Streichen hat dann noch einmal die selbe Zeit in Anspruch genommen und das war auch so ungefähr planmäßig. Dass dann aber beim Abziehen des Klebebands (Kreppband, drei Stunden drauf, mehr nicht!) unseren seit Tagen durchgetrockneten Lack sowohl an den Fußleisten, wie auch an den Türrahmen, teilweise wieder abgezogen hat: Wer rechnet denn mit so einem Scheiß?

Und wir sind ja nicht bescheuert. Wir haben den Untergrund zigfach vorbehandelt und die ganze Scheiße zweimal lackiert – und das blättert trotzdem ab? So langsam glaube ich an eine Verschwörung bei der Sache.

Nun war das Streichen (das übrigens sehr erfolgreich war) also doch nicht der letzte Arbeitsschritt, nun müssen wir nochmal die Fußleisten ausbessern. So langsam sind wir die Sache leid.

Aber gut, passend dazu haben wir auch die Techniker wegen des schnelleren Internets noch nicht erreicht, bzw. sie haben immer nur angerufen, wenn ich geschlafen hab und haben sich anschließend aufgelöst. Ich hab so langsam keine Ahnung mehr, wann ich hier Vollzug melden kann. Aber das haben wir inzwischen verinnerlicht: Es dauert halt so lange es dauert. -.-

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#OperationFlurfunk, die Vodafone-Episode

Ja, wir haben uns bei der Flurrenovierung zu Gunsten anderer Kleinigkeiten wie der Erwerbsarbeit und dem gemütlichen Miteinander etwas gehen lassen. Es sind noch Dinge zu tun. Aber es neigt sich dem Ende zu und deswegen stand nun unter anderem auf dem Plan, das mit dem schnellen Internet anzugehen. Vodafone hat ja bereits seit einem halben Jahr Briefe über Briefe geschickt, um uns zum Wechsel zu überreden. Unser wunder Punkt war ja immer, dass wir die Kabeldose verlegen wollten und im Flur Ordnung schaffen. Jetzt, wo das langsam absehbar ist, habe ich also das Telefon gesattelt und bin Kraft meiner Stimme bei Vodafone eingeritten: Ja, wir wollen wechseln!

Davor allerdings fragte ich mich, ob sie dort bei der Hotline einen Satirepreis gewinnen wollen, denn ich als wegen anderer Vorkommnisse stark traumatisierter Kunde fand es reichlich verstörend, dass mich die musikalische Untermalung mit den Worten „You never been loved“ empfangen hat. 0.o

Der nette Mitarbeiter rasselte dann völlig an der Tatsache, dass ich die Wechselabsicht bereits bekundet hatte, Daten runter, die in jedem der Briefe standen. Garniert mit dem Hinweis, dass 100 Mbit/s „schon ein spürbarer Geschwindigkeitszuwachs“ sein würden.

Don’t you say? Der Wechsel von 2 auf 100 Mbit/s soll spürbar sein. Na, wer hätte es gedacht!

Aber dann das leidige Thema „Kabeldose“. Ich sagte ihm, dass wir die verlegen lassen wollen. Er erkannte völlig richtig, dass wir ja aber schon eine hätten.

Verstehen wir uns an diesem Punkt nicht falsch: Mir ist klar, dass die ihre Vorschriften haben und dass dazugehört, dass bei einer bereits vorhandenen Dose eine Verlegung/Neuinstallation kostenpflichtig sein würde, war uns bewusst. No big Deal: Shut up and take my money!

Aber!

Er fing dann an, mir zu erklären, dass es doch eigentlich völlig egal wäre, wo die Dose liegen würde. Das W-LAN würde sicher auch so die ganze Wohnung erreichen, ein paar Kabel müssten wir ja so oder so verlegen, etc. pp. Wohlbemerkt ohne zu wissen, wie das hier  bei uns genau aussieht und wie wir uns das so gedacht haben. Als er mich damit nicht abbringen konnte, meinte er, dass sie das selbstverständlich machen könnten, dass das aber leider leider wirklich sehr teuer werden würde:

„Hören Sie, unsere Techniker, die verlangen da gerne mal so 150 €, sehen sie doch zu, dass sie das vielleicht von einer anderen Firma erledigen lassen.“

Ich weiß: Ich sollte einfach nicht mehr auf Hotline-Mitarbeiter hören, die sich einen Scheißdreck für das interessieren, was ich wirklich will. Andererseits schätze ich die Situation hier durchaus so simpel ein, dass wir das „eigentlich“ auch alleine machen könnten. Eine Verlängerung des Kabels um ca. 7 Meter, eine Dose an die Wand kleben, fertig. Die Kabelkanäle wollten wir ja ohnehin im Rahmen der Renovierung schon vorbereiten, die liegen schon hier. Es schien mir plausibel, dass ein Elektriker das in 15 Minuten für unter 150 € hinkriegt.

Zu allererst hab ich bei unserer Wohnungsbaugesellschaft angerufen. Die haben in der Regel für jeden Scheiß Techniker an der Hand und abgesehen davon sind wir ja gute Mieter, die gerne mitteilen, wenn sie in der Wohnung den Kabelanschluss (ist Teil der Mietsache) verlegen. Die Antwort?

„Nein, das machen nur die von KabelDeutschland!“

Also Vodafone. Und  die hatten mir ja gesagt … ich begann den Fehler zu erahnen.

Nichtsdestotrotz haben wir dann noch schnell zwei Nummern von ortsansässigen Elektrikern aufgetrieben. Der erste erklärte im Gegensetz zu seiner Webseite, dass sie sowas nicht machen, sondern „nur so große Sachen mit Starkstrom“. Bei der zweiten Firma wäre das alles kein Problem gewesen, aber da der unverbindliche Kostenvoranschlag sehr schnell bei 120 € zuzüglich Material landete, rückte der Gedanke nahe, dass das dann doch auch die Leute von KD mal schnell mitmachen könnten. Wegen 3,50 € Preisdifferenz will ich sicher nicht zweimal Techniker im Haus!

Obwohl mit dem netten Kerl von Vodafone eigentlich ein Rückruf am kommenden Montag vereinbart war, rief ich nochmal an. Das ist ja das größte Problem an Callcentern: Man weiß nie, ob man einen von den guten oder den schlechten Mitarbeitern an die Strippe kriegt. Das was dann jedoch passierte, hat selbst mich geflasht:

Völlig ohne Wartezeit hatte ich einen über alle Maßen sympathischen Menschen in der Leitung, der mir gleich versprach, dass der Technikerbesuch freilich völlig umsonst sei. Jaja, schon klar.

„Warten Sie, warten Sie, warten Sie! Bevor Sie das sagen: Wir haben bereits eine Dose, wollen die aber trotzdem verlegen lassen. Der Kollege sagte, das ginge nicht!“

„Oh, ach so. Bleiben Sie kurz dran, ich muss das kurz klären.“

Das hatte der erste auch so gemacht. Aber, o Wunder:

„Da haben Sie recht, das wäre kostenpflichtig. Das würde einmalig 49 € kosten.“

0.0

Shut. Up. And. Take. My. Money!

„Dann sind wir doch im Geschäft. Ich hatte mich ja nur anderweitig umgehört, weil der Kollege gesagt hat, dass das ca. 150 € sein könnten.“

„Nein, um Gottes Willen. Und ganz ehrlich, ich finde das nicht gut! Ich würde ihnen dafür (statt des eigentlichen Wechselbonus‘ von 60 €) eine Gutschrift von 120 € geben. Wäre das in Ordnung für Sie?“

Ja, scheiß doch die Wand an! Mit der Gutschrift ist der Technikerbesuch ja schon wieder völlig bezahlt. Mal ganz davon abgesehen, dass uns unser („spürbar schnelleres“) Internet sowieso dank weiterer Boni ein Jahr lang deutlich weniger kosten wird und danach exakt 1,04 € mehr pro Monat als bisher. Ich sag ja: Wir hatten den Mist bisher ja bloß nicht angenommen, weil wir zuerst den Flur renovieren wollten!

Und während wir das die Tage unter Dach und Fach bringen, freuen wir uns auf den Anruf des ersten Mitarbeiters am Montag, der dann aber wohl leider leider auf seine Provision für den Vertragsabschluss wird verzichten müssen. Und nein, den wird vorher keiner informieren, dass sich die Sache erledigt hat. Da machen wir uns nix vor. Der Laden insgesamt bleibt ja derselbe.

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Abhängig (1)

oder: Wie ich meinen Handyvertrag wechseln wollte

Mein Handyvertrag nervt mich. Seit Jahren. Ich hätte ihn schon lange wechseln sollen, aber bei der ewigen Vertragslaufzeit hab ich nie den rechtzeitigen Absprung geschafft. Außerdem: Ist es nicht Jacke wie Hose? Von der Sache her ja: Es gibt keinen Mobilfunkanbieter da draußen, der mir wirklich passt. Insbesondere des Internets wegen. Jeder pfuscht da in dem Rest rum, das er Internet nennt, verbietet dies und jenes, nie wirklich im Interesse der Kunden. Eine Wahl zwischen Pest und Cholera. Zum Telefonieren würde ich mit einer 25€-Prepaid-Karte ein halbes Jahr lang auskommen, das Netz aber ist inzwischen wichtig geworden. Und da wurde der Leidensdruck langsam zu groß.

Mein Vertrag bei Vodafone war seit Anbeginn der Zeiten teuer, inzwischen sind die da dermaßen ins Hintertreffen geraten, dass es nur noch weh tut. Zwar nutze ich das Netz unterwegs nicht im herkömmlichen Sinne viel – ich lade wirklich kaum was runter, surfe fast nie – dennoch ist die Limitierung auf 300 MB mit passabler Geschwindigkeit so begrenzt, dass ich sie jeden Monat ausgereizt habe. Mit Twitter und meinem Tracking-Dienst alleine, so mehr oder weniger. Ein paar Mails noch, das war’s. Und dafür dann 30 Steine im Monat – oder 35, so genau weiß ich das gar nicht mehr. Das ging einfach nicht mehr.

Also hab ich mir vor drei Monaten ein Herz gefasst und gekündigt. Ich hab festgestellt, dass die anderen Anbieter zwar immer noch einen an der Klatsche haben, es den ganzen Quark aber zumindest mal für wesentlich weniger Geld gibt. Bei Vodafone hätte ich so ab 80 € in etwa das bekommen, was ich haben wollte – zusätzlich zu irgendwelchem Stuss wie z.B. 100 MMS gratis.

Wer nutzt denn bitte MMS?

Da wäre mir ein beigelegter Werbe-Kuli ein größerer Mehrwert gewesen!

Abgesehen davon, dass ich nach meiner Kündigung erst einmal die Füße hochgelegt habe, passierte etwas, das ich so nicht erwartet hätte: Die von Vodafone haben das hingenommen. Einfach so. Haben nicht einmal einen Rückhol-Versuch gewagt. Was nur fair ist, ich aber von der Saubande nicht erwartet hätte. Hatte mein telefonischer Auftritt offenbar Wirkung gezeigt. Damals nämlich wollten sie mich eigentlich zwei weitere Jahre mit einem neuen Handy ködern. Stattdessen hab ich gekündigt. War wohl deutlich genug.

Aber gut. Vodafone war also lieb und ich war so verplant wie immer. Irgendwann im Sommer, da müsste ich dann mal schauen …

Am 24. Juni hab ich dann festgestellt, dass ich kein Netz mehr habe. Die Verbindung zu o.g. Kündigung war bei mir weniger präsent, als ihr Euch das jetzt wohl vorstellen könnt. Ich hab eine Weile gebraucht, bis mir klar war, dass es nun schon so weit war. Und jetzt? Neuer Anbieter? Kann ich die Nummer noch mitnehmen? Was jetzt? Wie lange das jetzt wohl alles dauert? OMG, OMG, OMG!

Später mehr.

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Nachts bei Vodafone

Da guckt man den ganzen Abend gemütlich mal auf dem anderen Bildschirm lustiges Zeugs an und kehrt anschließend an die Maschine der Wahl zurück. So habe ich das gestern gehandhabt. Am PC hab ich dann festgestellt, dass das Internet nicht tut. Die langjährigen Leser werden sich erinnern: Das bedeutet nichts Gutes!

Nicht umsonst hat unser Telefonanbieter hier im Blog eine eigene Unterkategorie bei den Feinden.

Kurz ein paar Verstöpselungstests, Check des Routers und des Modems, ein paar Neustarts aller Komponenten, dann war klar: Wir müssen anrufen! Ozie mit ihrem unübertroffenen Optimismus in den unpassendsten Lebenslagen meinte:

„Na um die Uhrzeit kommste vielleicht gleich durch…“

Dass das nicht klappen wird, war mir klar. Das Mitarbeiter-Management bei Vodafone ist gut. So gut, dass in der Nacht dermaßen wenige Telefonisten am Start sind, dass mir gleich zu Beginn des Telefonates entgegenschallt, derzeit müsse man leider länger warten, weil so viele Anrufer in der Leitung sind.

Nun war ich natürlich leider doppelt gehandicapt: Ich musste mit dem Handy anrufen und war heiser. Das ist nicht ohne Bedeutung, denn an meinem HTC schaltet sich der Bildschirm beim Telefonieren immer ab. Beim Manövrieren durch das umfangreiche Menü des Sprachcomputers  vermisse ich so die Tasten ein wenig. Vor allem bin ich mir unsicher, was ich alles drücken darf, ohne dass die Verbindung vielleicht abgebrochen oder der Tastendruck als etwas anderes interpretiert wird. Naja, Vodafone bietet ja auch Sprachkommandos an. Damit bin ich soweit auch klargekommen, die fortwährende Unterhaltung mit möglichst klarer Aussprache hat meine noch etwas durch Heiserkeit geschwächte Stimme aber überfordert. Die Anmeldung mittels Telefonnummer gelang nicht, eine Ziffer konnte ich nicht laut aussprechen.

Dann wurde hier und da mal ein „drei“ von mir als „vier“ interpretiert, was zwar seltsam ist, wenn man sich die absolute Unähnlichkeit der Worte vor Augen führt, aber für ein sechspünktiges Menü war die Abweichung dann doch noch erträglich. Ich bin dann halt statt bei Technischen Einschränkungen bei Verträgen und Tarifen gelandet, aber der Unterhaltung nachts um 1 Uhr ohne Internet tat das keinen Abbruch.

Als ich irgendwann mit meinen Sprachbefehlen endgültig in einer Schleife gelandet bin, habe ich die Sprecherin „Schlampe“ genannt und bin unmittelbar in der Warteschleife gelandet. Das sollte man sich merken, ich hatte eine ähnliche Erfahrung bereits vor Jahren mit der Formulierung „Fick dich!“

Ab da waren es nur noch 10 Minuten „Worst of the 80s“-Musik, bis ich einen Mitarbeiter am Telefon hatte. Ozie und ich hatten bis dahin bereits geklärt, dass keine Rechnungen offen sind und waren dazu übergegangen, zu der Musik abzurocken.

Völlig unerwartet meldete sich jemand. Dieser Jemand beantwortete meine Frage nach kurzer Abfrage der Telefonnummer blitzschnell und professionell:

„Also da kann ich ihnen schon anhand der Vorwahl sagen…“

Super! Großstörung! Das ist ein gewaltiger Vorteil, denn sowas wird behoben. Wann immer das Problem nur unsere Leitung betraf, haben wir mehrere Telefonisten verschlissen, bis uns auch nur irgendwer geglaubt hat, dass nicht wir schuld sind am vorgetragenen Elend. Dabei könnten wir inzwischen ohne technisches Sachwissen jedem Mitarbeiter erklären, welche Parameter er checken müsste und woran es liegt, dass wir mal wieder kein Netz und das Netz keinen Sash hat.

Aber dieses Mal ging es ja – ich hoffe, dass das nicht nur Glück war. Mir wurde gesagt, dass die Störung voraussichtlich bis 4 Uhr dauert, de facto bin ich um 1.40 Uhr wieder ins Netz gekommen. So darf das laufen. Fehler und Störungen passieren, da mache ich kein Fass auf. Information ist das Zauberwort.

A prospos Information: Heute Nacht zwischen 2 und 6 Uhr werden meine Blogs auf einen neuen Server verlegt und sind zwischenzeitlich nicht erreichbar. Wie immer gilt: Weinen deswegen ist erlaubt, Amoklaufen ist uncool!

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