Monthly Archives: April 2015

Das Fenstermysterium

Gefühlt wohnen wir an einer kritischen Ecke, was das Fensterputzen angeht: Sie werden schnell staubig und wenn dann noch Regen dazukommt … im Schnitt denkt man sich bereits 2 Wochen nach dem Putzen, dass man eigentlich schon wieder ran sollte. Wir denken uns das ziemlich lange. Für gewöhnlich eignen sich die Scheiben hier, um die Sonne ohne weitere Hilfsmittel zu beobachten. Aber, so denkt man sich als Müßiggänger: So hart drauf können ja nicht alle sein.

Und das Mysterium nun ist, dass wir nie einen Nachbarn die Fenster putzen sehen.

Bei mir ist das teilweise durch den Tagesrhythmus erklärbar, aber wir reden hier ja nicht von 7 Fenstern. Wir haben beim Wohnblock gegenüber freie Sicht auf gut 300 Fenster (eben abgezählt). Wenn jedes davon auch nur alle 60 Tage (entspricht einer gesunden Kruste) geputzt wird, wären das fünf täglich. An so Tagen wie heute (Frühling, etwas wärmer, Sonntag, Sonnenschein) müsste es aussehen wie in einem Ameisenhaufen. Aber: Nix!

Ich bastel mir jetzt eine Verschwörungstheorie dazu, anders kann ich damit nicht umgehen.

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Zahnzwischen … fälle

Das Thema Zahnarzt war ja lange abgehakt. Also ja, ich gehe inzwischen regelmäßig hin, putze halbwegs brav, etc. pp. Aber mit dem Zahnersatz war seit Anfang letzten Jahres ja endlich mal alles erledigt und äußerst schnafte. Jetzt werde ich wohl doch vor der nächsten Kontrolle und Prophylaxe nochmal einen Notfall-Zwischenstopp einlegen müssen. 🙁

Immerhin ist von allen denkbaren Zwischenfällen der harmloseste eingetreten. Ich hab gestern früh beim Essen plötzlich auf meinem Ersatz rumgekaut, weil er abgegangen war. Was so nicht passieren sollte, aber halt trotzdem maximalst bescheuert aussieht und sicher wenig hilfreich ist. Vorerst hab ich ihn wieder eingesetzt und es scheint sogar zu halten. Aber dass da nochmal nachgeklebt werden muss, ist offensichtlich. Naja, wozu habe ich meine halblebige Phobie abgelegt, wenn nicht dafür?

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Was nicht schön ist

… sind diese Nächte, in denen ich nicht einmal aufs Schreiben Bock habe.

Ähm, ok, das in einen Blogeintrag zu schreiben, könnte komisch wirken. Auf Schreiben an und für sich hab ich zu 90% meiner Wachzeit Lust und hier bei Sashs Blog landen am Ende ja wirklich nur die Sachen, die mir am Herzen liegen. Was ich meinte, ist dieses „andere“ Schreiben. Bei GNIT fühle ich mich ein bisschen unter Druck, zumindest mal nicht mehr als einen Tag Pause einzulegen und nochmal was anderes sind dann die Großprojekte wie Bücher. Also Dinge, die man nicht einfach mal nach Lust und Laune runterschreiben kann, sondern wo ein Konzept dazugehört, eventuell sogar Absprachen mit Agentur oder Verlag. Dummerweise bringen genau diese Dinge Geld …

Und wenn das – wie bisher irgendwie immer – knapp ist, dann nervt umso mehr der Gedanke, dass ich jetzt aber unbedingt mal X oder Y machen sollte. 🙁

Ich will nicht zu laut jammern, ich weiß schon, dass ich mir das selbst ausgesucht hab. Aber wer hat nicht gelegentlich mal was zu meckern? Bei mir isses halt nicht der nervige Chef oder die wenige Zeit, bei mir ist es halt eher das wenige Geld und der nervige Druck. Und so betrachtet bin ich nicht einmal sonderlich unzufrieden mit meiner Wahl. Und eigentlich wollte ich nur sagen, dass ich mich die letzten Tage nicht aufraffen konnte, was „richtiges“ zu schreiben. Trotzdem doof.

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Stürmische Gedanken

Nun also Niklas. Der Sturm scheint ganz schön was angerichtet zu haben, aber so langsam fühle ich mich diesbezüglich irgendwie alt. Ich hab Niklas im besten Sinne ignoriert, so umfassend, wie es mir möglich ist. Und, mal ganz ehrlich: Diesbezüglich hatte ich alle erdenklichen Möglichkeiten: Ich musste nicht arbeiten und wohne in einem mehr als nur stabilen Haus, das zudem außerhalb meines Verantwortungsbereiches liegt; so lässt’s sich leben. Wenn Stürme nur bedeuten, dass man beim Lüften aufpassen muss …

Das ist verdammt viel Glück, muss man echt mal sagen. Und ich denke, es ist gut, sich das auch mal vor Augen zu halten. Nicht um sich selbst zu kasteien, sondern einfach mal, um die Perspektive geradezurücken. Ich hätte gerade genug Grund, um beispielsweise über meine finanzielle Lage zu jammern, aber ich kann so einen bescheuerten Sturm einfach ignorieren, weil er mich nicht betrifft. Wow!

Aber wenn ich sage, ich fühle mich bezüglich Stürmen alt, dann hat das natürlich auch mit der Vergangenheit zu tun.

Anfang 2007 hatten wir Kyrill, eine Art Jahrhundertsturm. Der hat mich insofern betroffen als dass er damals einen Schaden an einem Firmenwagen angerichtet hat und das eine äußerst heikle Sache war, weil ich den Wagen damals „nur so mittel legal“ für eine private Fahrt genutzt habe. Die kleinen Sünden der Vergangenheit …

Aber ich bin jetzt 33, ich hab sogar Lothar noch miterlebt – und das auch noch in Süddeutschland, wo es ziemlich heftig war. Am meisten erinnere ich mich daran, wie damals das Wasser auf der Straße in Stuttgart so hoch stand, dass es in den Bus reingeschwappt ist, mit dem ich damals von meiner Oma nach Hause gefahren bin. Weit ironischer aber war das, was meinem Vater passierte. Der war mit seiner Freundin auf Verwandschaftsbesuch im Elsass. In einem kleinen Dorf, weit abseits von allem, was gemeinhin Zivilisation genannt wird. Weites Land, wenig Gefahrenpotenzial. Aber ausgerechnet der einzige Baum auf dem Grundstück gehörte zu den mehreren Millionen Bäumen, die der Wind umgerissen hat. Und er traf beim Umfallen das Auto, das mich knappe 6 Jahre später das allererste Mal nach Berlin bringen sollte.

Vielleicht sollte man Stürme doch nicht unterschätzen …

PS: Ich weiß, dass auch durch Niklas Menschen gestorben sind. Und die konnten vermutlich nichts dafür und ich beabsichtige wirklich nicht, das irgendwie zu verhöhnen. Ich schildere nur meine eigenen Erfahrungen, die natürlich ganz andere sind als die der Betroffenen. Ich hoffe, niemand hat sich dadurch verletzt gefühlt.

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