Monthly Archives: Februar 2013

Neues aus der Anstalt

Es gibt fantastische Neuerungen bezüglich des Leistungsschutzrechtes!

Ich weiß, ich bin nicht der einzige, der gelegentlich vermutet, wir werden im Bundestag von einem Rudel nett frisierter Gurken regiert – aber DAS jetzt, da fehlen nicht nur mir die Worte. Der Journalist Thomas Knüwer findet in seinem Blog Indiskretion Ehrensache z.B., dass das Wort geistesgestört schon nur unzureichend fürs LSR als solches sei. Und jetzt gibt es auch noch eine Änderung!

Wir erinnern uns: Das Leistungsschutzrecht soll die Verlage davor schützen, dass z.B. Suchmaschinen ihre Texte verwenden. Also natürlich soll Google ihre Texte anreissen, die Verlage wollen halt, dass man ihnen dieses Geschenk auch noch bezahlt. Dabei – und das wird jetzt gleich wichtig – haben wir ja bereits ein Urheberrecht, das verhindern soll, dass man fremde Werke unerlaubt benutzt. Alleine hielten die Suchmaschinen sich nach gängiger Meinung daran, denn es gibt z.B. die Ausnahme des Zitatrechts, was eine Verwendung von kurzen Textausschnitten in einem eigenen Kontext erlaubt. Das LSR wird quasi von den Verlagen gewünscht, damit diese „Lücke“ geschlossen wird.

Im Laufe der letzten Wochen ist selbst in der ansonsten ja weitgehend merkbefreiten Koalition die ein oder andere Unterstützerstimme fürs LSR weggebrochen, es ist zu vermuten, dass das der Grund ist, warum am kommenden Freitag bereits abgestimmt werden soll: schnell durchwinken, bevor noch jemand mitkriegt, was er da verabschiedet!

Faszinierend ist, dass es sich nun aber um eine abermals modifizierte Variante des Gesetzestextes handelt, die – laut netzpolitik.org – folgenden Wortlaut haben wird:

“Der Hersteller eines Presseerzeugnisses (Presseverleger) hat das ausschließliche Recht, das Presseerzeugnis oder Teile hiervon zu gewerblichen Zwecken öffentlich zugänglich zu machen, es sei denn, es handelt sich um einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte. Ist das Presseerzeugnis in einem Unternehmen hergestellt worden, so gilt der Inhaber des Unternehmens als Hersteller.”

Der fett gedruckte Teil ist hierbei die Neuerung. Bei netzpolitik steht passend darunter:

„So. Und nun versuchen Sie dieses Gesetz mal zu verstehen.“

Das Gesetz soll also dafür sorgen, dass man künftig auch besonders kleine Textausschnitte schützt, außer es handelt sich dabei um besonders kleine Textausschnitte.

Chapeau!

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Birthday Invaders

Ozie hat einmal mehr Geburtstag. Und was gehört zum Geburtstag? Kuchen, genau. Unserer ist doch recht stilvoll geworden, was  ich einmal mehr einem Leser verdanke – einem der Chefs von getdigital.de. Der hatte zu Weihnachten meine Wunschliste nach Zeug aus seinem Laden abgesucht und ist u.a. bei der Kuchenform fündig geworden.

Ich hatte bei der Wunschliste bereits Bilder versprochen. Hier ist das erste:

All your birthday are belong to us! Quelle: Sash

Was bleibt zu sagen? Natürlich …

Happy Birthday, Ozie!

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Äh … wow?

Ich wollte auf jeden Fall schon einmal ein dickes Danke an all die aussprechen, die sich mein eBook gekauft haben. Das ist Wahnsinn und wird einzig dadurch getoppt, dass ich bislang keine einzige negative Rückmeldung erhalten habe. Im Gegensatz zu positiven …

Ich habe keine Ahnung, was da draußen so für Gerüchte kursieren, aber Bücher verticken ist nicht ohne Grund etwas, das man nicht sofort mit großer Fanbase und lukrativem Einkommen verbindet. Ich hätte beispielsweise folgenden – auch für mich noch völlig beeindruckenden – Screenshot zu bieten, der gestern Abend aufgenommen wurde:

Holy Shit! Milliardär oder was? Quelle: amazon.de

Rang 80 unter allen Amazon-eBooks, die nicht umsonst sind. Rang 80! Rang 12 unter humorvollen Büchern! Das ist toll und natürlich auch jenseits der nackten Zahlen einfach geil. Nichtsdestotrotz hatte ich zu diesem Zeit – Trommelwirbel! – „erst“ ungefähr 80 Bücher verkauft. Also ruhig Blut, ich bin jetzt nicht mit einem Schlag abgehobener Bestseller-Autor, sondern bleibe euch als Blogger erhalten! 😉

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eBook-Party!

Marzahner Deluxe-Tischgedeck, Quelle: Sash

So, nun isses soweit. Genau genommen war es das auch schon heute morgen, aber da wusste es noch keiner und wir hatten hinter den Kulissen noch mit diesem und jenem zu kämpfen.

Das eBook ist raus! Ab sofort erhältlich bei Amazon: mein kleines schnuckeliges „Papa, ich geh zum Zirkus!“:

Und wenn ihr auf den Link klickt, dann werdet ihr euch wundern, wie normal und echt das aussieht. Obwohl ich’s selbst geschrieben hab. Mich schickt das ja immer noch ein wenig. 🙂

Bei GNIT drüben gibt es auch gleich noch einen Text mit näheren Details

Das offensichtliche zum Schluss: Ich würde mich natürlich freuen, wenn ein paar Leute das Büchlein kaufen und mir Feedback geben.

😀

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eBooks und so …

Nicht mehr lange, dann hab ich mein erstes eBook veröffentlicht. Ui. Wie immer, wenn man was neues macht, macht man sich Gedanken darüber. Also ich zumindest. Ich finde mein Buch toll, es ist genau so geworden, wie ich es haben wollte – auf der anderen Seite bleibt ein bisschen Unsicherheit, ob es auch die Erwartungen der Leser erfüllt, ob es gefällt. Wahrscheinlich mache ich mir zu viele Gedanken, die ersten Käufer werden Blogleser sein und die kennen meinen Schreibstil.

Aber ich hab mich umgesehen, mal andere im Eigenverlag erschienene eBooks zumindest angelesen, verglichen, nachgedacht, etc. pp.

Natürlich nicht, ohne auf Kurioses zu stoßen. Gestern bin ich bei den „Büchern“ von Simone Kaplan gelandet und das gibt mir, auch wenn ich mich eigentlich nie am Elend anderer aufgeile und es hier zudem pathologische Ursachen haben könnte, irgendwie gewissen Auftrieb, gute Laune, was weiß ich. Vor allem aber muss ich das als Netzfundstück teilen, es ist diese Geschichte mit Autounfällen und Katzenvideos: man kommt daran nicht vorbei.

Ich jedenfalls hab jede einzelne Kundenrezension mit Tränen in den Augen gelesen, die Anfänge der Bücher erst recht. Wie mein Buch dereinst bewertet wird, weiß ich nicht – wie es niemals werden wird, weiß ich allerdings sicher.

Man braucht Kraft, um diesem Link zu folgen, für mich war es aber die beste Unterhaltung des noch jungen Jahres bisher. Ich heiße euch willkommen im Gruselkabinett sich selbst überschätzender Autoren und verlinke die Rezensionen zum neuesten Buch „Horrortrip“ – die auch für mich der Beginn eines solchen waren. Und bitte bitte, lasst mich wissen, wie es euch dort erging …

*japswimmeraufdembodenkugel*

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Es geht voran …

Das Cover fürs eBook ist fertig!

Wow.

Das ist (leider) nicht alles, was noch ansteht – aber es sind schon einige Kämpfe gefochten, die vor diesem Wochenende noch ferne Zukunft zu sein schienen. Es ist aller Voraussicht nach eine Sache von Tagen, bis das Buch draußen ist. Das Cover kann ich euch – hier ganz privat unter uns – ja schon einmal zeigen. Ich selbst hab bei der Erstellung eigentlich nie direkt am PC gesessen, ich hatte da eher so eine Art beraterische Tätigkeit inne. Ozie hingegen hat jetzt eckige Augen vom Popcorn-Freistellen …

Also seid wenigstens lieb, wenn ihr Kritik anzubringen habt 😉

OK, machen wir’s kurz:

Mein eBook – sieht fast aus wie ein echtes! Quelle: Ozie/Sash

Hach.

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Großzügig

Erst einmal wollte ich mich bedanken: einige Geschenke, mutmaßlich zum Valentinstag, sind in letzter Zeit hier eingetrudelt, was mich sehr gefreut hat. Unter anderem wurden unabhängig voneinander beide auf meiner Liste stehenden großen Steckdosenleisten gekauft. Klingt so unlustig, aber ich bin nunmal Pragmatiker und freue mich sehr darüber. Alleine die eine bei mir unterm Schreibtisch hat auf einen Schlag ein Verlängerungskabel und zwei Sechserbüchsen außer Dienst und zur Verfügung gestellt. Der Zugewinn an Ordnung ist exorbitant!

Aber neben der durchaus ernstgemeinten Lobhudelei ist das hier vor allem ein Artikel über absurde Verpackungspolitik. Dass eine so lange Steckdose von der Länge her nur schwer in Kartons mit Standardmaßen passt, ist klar. Aber vielleicht hätte sich die Anschaffung kleinerer länglicher Verpackungen ja durchaus gelohnt im Gegenzug zu diesem Wahnsinn:

„Was ist das?“ „Ein Fernseher. O warte, doch nur eine Steckdose.“ Quelle: Sash

Ja doch, ich kenne die Nöte von Versandunternehmen. Aus eigener Erfahrung. Und manchmal passiert sowas eben, das stimmt. Aber ein bisschen lästern darf man dann als Kunde doch trotzdem, oder? 😉

Für Schätzexperten die Frage:

Hypothetisch nur das Volumen von Steckdose und Karton betrachtet: Wie viele hätten wohl ungefähr reingepasst?

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