Gurkensalat

Wenn es etwas gibt, wovon dieser Text nicht handelt, dann ist es Gurkensalat. Und bei Artikeln über dies und das ist es eine bequeme Möglichkeit, die Überschrift von ganz woanders herzunehmen und dutzende Leser mit der Frage alleine zu lassen, was der Künstler uns damit sagen will.

Aber ein bisschen passt Gurkensalat dann ja doch. Die Situation gerade ist sowohl erschreckend grün, als auch ein bisschen matschig, letztlich aber doch wohlschmeckend.

Rekapitulieren wir: Wir hatten eine Woche Besuch, der sehr angenehm war und bei dem sich doch die ein oder andere Panne eingeschlichen hat. Dass ein Laptop verschwunden ist, war die bitterste Geschichte, anbei allerdings auch noch das obligatorische Handykabel und eine Sonnenbrille, die natürlich ausgerechnet in diesen Tagen tatsächlich mal sinnvoll gewesen wäre.
Darüber hinaus hat sich der Berliner Nahverkehr von seiner besten Seite gezeigt und unseren Besuch hier und da auf die Probe gestellt. Um dem ganzen einen runden Abschluss zu geben, haben wir den letzten Bock allerdings selbst geschossen 🙁

Ozie hat zahlreiche Routen von hier nach dort und dort nach hier und wieder dort für die Reisegesellschaft ausgedruckt und just bei der vielleicht wichtigsten nicht ganz aufgepasst. So wussten alle bestens über alle Gefahren und Aufzüge auf der Strecke Richtung Tegel Bescheid, dummerweise führte die ausgedruckte Route nicht zum TXL, sondern direkt zum U-Bahnhof…

Ein dickes dickes Sorry für die daraus erwachsene Verschmandung von uns!!!

Die Krönung indes war: Ausgerechnet zu dieser Zeit hat unser Telefon den Geist aufgegeben. Schwupps – Ende! Das Gerät hat seinen Tod verdient gehabt, langjährige Freunde wissen, dass es zu WG-Zeiten überbeansprucht wurde. Es verschwand für Monate in Schränken, wurde unerbittlich leertelefoniert, vermoderte in ziemlich ekligen Schreibtischschubladen und der Höhepunkt war zweifelsohne das Bad in Whiskey-Cola, das es bei einer Party ertragen musste. Die letzten Jahre waren hart, das Display tat nicht mehr und die Akkus wollten mit der Station auch nur noch bedingt funktionieren. Wir denken noch über eine würdige Bestattungsform nach.

Festgestellt habe ich das, als ich einen Journalisten vom Tagesspiegel zurückrufen wollte, der ein Portrait von mir plant. Gut, das war schnell via Handy geklärt, danach schwangen wir uns aber unplanmäßig aus dem Haus, weil wir ein neues Telefon besorgen wollten. Natürlich ohne ein Handy mitzunehmen. So entging uns die panische SMS, die uns von unserem Fauxpas bei der Reiseplanung berichten sollte und vielleicht auch zur Lösungsfindung gedacht war. Ich habe sie dann zufällig Nachts um 0.30 Uhr gelesen, als das Handy seinerseits nach Strom schrie.

Ich hoffe, dass das alles noch geklappt hat – ich vermute, dass ein Kollege von mir die Sache gegen ein Entgeld von rund 10 € ins Reine bringen konnte. Woher dieses Pech kam, weiss ich nicht. Ich hoffe, die Woche bleibt doch letztlich in guter Erinnerung!

Mir bleibt nun noch ein freier Tag und dann geht alles wieder seinen gewohnten Gang. Hoffe ich mal.

So, und jetzt hab ich irgendwie Lust auf Gurkensalat. Na große Klasse!

11 Comments

Filed under Haushalt, Vermischtes

11 Responses to Gurkensalat

  1. Mich wundert ja vielmehr, wieso die Situation jetzt grün, matschig und wohlschmeckend war???? Ist wohl noch zu früh am Tag…

  2. Brauchste ein neues Telefon??
    Sag Bescheid!!

  3. Geht doch nichts über gepflegte geistige Verschmandung bei den essentiellen Dingen.

  4. Marco

    @Petra: Hat er doch… 😉

  5. Deshalb gibt man bei bvg.de ja nichts mit Tegel, sondern gleich TXL ein 😉

  6. opatios

    Ich sag zu einem schnurlosen Telefon immer mal „Handgurke“ (angelehnt an CB-Funk-Jargon, wo ein Handfunkgerät so bezeichnet wird).

    Und was bekommt man, wenn man eine Handgurke auseinandernimmt, sprich „schlachtet“, und die Einzelteile vor sich liegen hat…? Richtig, Gurkensalat!

  7. @Ylva:
    Und wie grün die war!
    (Man darf nicht alles ernst nehmen, was ich so schreibe 😉 )

    @Petra:
    Wie erwähnt: Schon erledigt.

    @Der Maskierte:
    *sign*

    @Nick:
    Dinge, die man nicht zweimal falsch macht…

    @opatios:
    Gute Herleitung! Im Nachhinein Begründungen finden ist immer super 🙂

  8. Soso,
    du schickst deinen Besuch also tatsächlich in die falsche Richtung. Und das, wenn man einen Taxifahrer besucht …

  9. @ednong:
    Das Gewerbe darbt. Umsatzbeschaffung ist Kollegenpflicht!

  10. Alex

    Is ja alles noch gut gegangen und der sehr freundliche Kollege hat sich seinen 10er + Trinkgeld redlich verdient 🙂

  11. @Alex:
    Bin ich auch echt froh drüber! Die SMS hat mich in der Nacht noch ziemlich geschockt…

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