Wissenswert

Wer sich wie ich bisweilen fragt, warum so viele Regierungsgebäude groß und klobig gebaut sind, warum die heiligen Hallen der Politik um einiges höher ausfallen als die privaten Kellerräume, der weiss seit heute: Es ist wohl ein Kompromiss zugunsten der Reinigunskräfte, damit diese im Falle abtretender Minister nicht noch eine Schleimspur von der Decke wischen müssen.

Das war es eigentlich, was ich zur Causa Guttenberg noch zu sagen hatte.

Link zum Spiegel-Artikel

13 Comments

Filed under Medien, Politik

13 Responses to Wissenswert

  1. Ach deshalb. Wieder was gelernt. 🙂

  2. Jetzt pruste ich zum zweiten Mal meinen Kaffee auf den Monitor. Als erstes, als ich heute morgen die Meldung auf dem ehemaligen Nachrichtenmagazin Online las und jetzt ob deiner wirklich bemerkenswerten Interpretation.

  3. @Stefan:
    Bin ja schon für Bildung und so! 😉

    @Der Maskierte:
    Wer zahlt eigentlich die ganzen Monitore so bei dir?

  4. @Sash

    Noch mein Ex-Brötchengeber. 😉

    Aber gnädig wie ich bin, habe ich inzwischen Industriemonitore, die wasserdicht bis 50 Meter sind.

  5. Anon

    Muss das nicht Causae Guttenberg heißen?

  6. @Der Maskierte:
    Sehr clever 🙂

    @Anon:
    Das sollte mal jemand beantworten, der Latein hatte. Ich dachte, die Anwendung wäre korrekt so.

  7. @Sash und Anon:
    Die Anwendung von Causa ist schon richtig im Nominativ, ist ja der Fall/Grund.
    Allerdings müsste danach der Genitiv folgen, aber Guttenberg kann man so schwer durchdeklinieren.
    Causa Guttenbergensis…

  8. Schade, dass der Mann jetzt weg ist, hatte immer so schöne Vorlagen…

  9. @Paramantus:
    Ja, da ist der de Maizière sicher nicht so geeignet. 🙁

  10. War fällig, daß zu Guttenberg abtritt!

    Unfassbar, was er, und was manche aus der Union sich da geleistet haben!
    Eingelullt von der massiven, fortgesetzten „Guttenberg-Verklärung“ u.A. der Bild haben große Teile der Bevölkerung gar nicht bemerkt, daß zu Guttenberg BIS ZULETZT KEINERLEI REUE GEZEIGT HAT!

    Aus dem Betrug wurden in zu Guttenbergs Mund „handwerkliche Fehler“, und Kritiker dürfen sich seinen Hohn anhören, daß er so „hochmütig gewesen sei“, ein guter Familienvater sein zu wollen und gleichzeitig einen Doktortitel herzuzaubern.

    Scheinbar wird in Deutschland kein Familienvater mehr leben gelassen, der auf Befragen keinen Doktortitel vorweisen kann. Anders ist mir diese Notlage nicht erklärlich.

  11. @Taxi Universum:
    Ja, es ist schon erschreckend, wie sehr der offenbar das halbe Land davon überzeugt hat, er wäre im Grunde ja unschuldig. Es war Zeit. Höchste Zeit!

  12. @Sash

    Die Financial Times Deutschland hat einen wunderbaren Artikel zu dem Thema gebracht („Plagiatsaffäre:
    Dummheit darf nicht siegen“, 27.02.2011 von Stefan Tillmann).

    Man hat wirklich den Eindruck, kaum schmiert sich jemand a bisserl Gel in die Haare und redet wichtigtuerisch daher, hängt ihm der gesamte Plebs an den Lippen.

    Ich bin bei Übertretungen für gewöhnlich nicht kleinlich. Aber wenn jemand in einer Position wie der, in der sich zu Guttenberg als Verteidigungsminister befand damit erwischt wird, auf (aktueller Stand) auf 76% der Seiten seiner Doktorarbeit gestohlen zu haben, UND DER LEGT DANN NOCH NACH, dann finde ich das SEHR befremdlich!

    Man fragt sich, was für ein Selbstverständnis so jemand hat? Wird da jegliche Kritik als „ungebührliche Majestätsbeleidigung“ aufgefasst – wie berechtigt auch immer sie sein mag?

  13. @Taxi Universum:
    Den Eindruck mit der Majestätsbeleidigung konnte man tatsächlich gewinnen. Traurig, dass die Union mit ihren Verschwörungstheorien da mitgespielt hat.
    Ich bin da sicher auch nicht kleinlich, und ich will meine persönliche Abneigung gegenüber KTvG auch möglichst nicht in meine Bewertung einfließen lassen – aber er hat nunmal betrogen und nicht mal den Mut gehabt, das einzugestehen. Was hat der Mann auf einem Posten verloren, der ein gewisses Vertrauen voraussetzt?

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