Monthly Archives: Juli 2009

Wo ist meine Mama?

Es klingelt.

Sash steht auf, versucht dabei alle nötigen Körperteile möglichst in die passenden Klamotten zu bugsieren und öffnet unbedarft die Tür. Auf den ersten Blick ist niemand zu sehen, aber als sein Blick hinunter schweift, trifft er auf ein kleines Mädchen. Vielleicht 7 Jahre alt. Oder 10. Sash kann das nicht so genau einschätzen.

„Hallo!“

meint der Sash freundlich und wartet auf eine Antwort. Angsterfüllt starren ihn die Augen des Kindes an und alsbald beginnt sie allen Erwartungen zum Trotz zu sprechen:

„Wo ist meine Mama?“

„Vielleicht im Stockwerk drüber? Du bist hier im Vierten.“

Ich will gar nicht wissen, wie viel Angst ich der Kleinen beim Öffnen der Türe gemacht habe. Ich erinnere mich heute noch sehr plastisch an einen Alptraum, den ich als Kind hatte. Da lief ich über ein Trümmerfeld und fragte eine in einem Brunnen stehende Strohpuppe, wo meine Eltern seien. Und die antwortete mir:

„Die sind schon lange tot!“

Ich hoffe mal, ganz so hart war es nicht für die Kleine. Immerhin ist sie einfach die Treppe raufgerannt…

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Schwanzvergleich!

Hab ich schon mal erwähnt, dass ich auf alberne Internet-Späße stehe? 🙂

Gut, nun gibt es also endlich den Schwanzvergleich für Blogs! Gefunden habe ich es hier, und ich bin mal gespannt, ob sich jemand von meinen bloggenden Lesern auf dieses Niveau herablassen kann. Im Übrigen ist der Titel (laut Comment des Erstellers) quasi aus psychologischen Gründen gewählt, und Frauen sind ausdrücklich auch aufgefordert, mitzumachen!

Mein Ergebnis:

...und das soll gar nicht soo schlecht sein!

...und das soll gar nicht soo schlecht sein!

Ach ja, da das bei mir mit den Daten ja etwas komplizierter ist mit den Vorgängerblogs: Ich hab nur diesen Blog (Erstellung: 9. Februar 09) und die Artikel seitdem angegeben. Weiter zurück wäre es mit der Zählung der Kommentare auf ein Ratespiel herausgelaufen…

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Wie Vertreter verschwinden…

Der Anfang war ja relativ normal. Ein Typ stand vor derWohnungstür und gab sich als Luftrettungsassistent oder dergleichen aus – eine arme Sau auf Spendenjagd. Ehrlich gesagt, ich hasse das grundsätzlich. Denn im Prinzip wäre es am ehrlichsten, gleich zu sagen:

„Verpiss dich, kein Interesse!“

Aber das kann ich nicht. Dennoch werde ich an der Haustüre keinen Vertrag unterschreiben. Naja, wie das so ist, erzählte er mir davon, dass sie wichtige Anschaffungen machen müssten, dabei auf Hilfe angewiesen seien bla etc. Ich gehe auch mal davon aus, dass das soweit stimmt. Er hat auch gleich klargestellt, dass er an der Haustüre gar nicht befugt ist, Geld anzunehmen und so weiter. Alles in allem gar nicht mal so unseriös.

Vorerst.

Dann ist er nach kurzer Zeit damit rausgerückt, dass es um 8 € im Monat geht, und das ja gar nicht so viel ist. Das hat er auch nicht dumm angestellt, indem er gleich gemeint hat, das sei ja gerade mal eine Zigarette weniger am Tag, und sowas hat man ja doch eigentlich immer übrig.

Ich hab dann – ehrlich, wie ich bin – zu Bedenken gegeben, dass ich allerdings noch einiges an Außenständen offen habe, und ein Zehner am Monatsende auf dem Konto doch manches Mal ganz gut wäre. Das war vielleicht nicht die einleuchtendste Logik als Diskussionseinstieg, aber was dann kam, hat mich wirklich überrascht. Plötzlich schien er jedes Interesse daran verloren zu haben, mir irgendwas schmackhaft zu machen und begann, sich darüber zu entrüsten, wie scheiße es doch sei, dass die Leute sich wegen solcher Kleinstbeträge immer so anstellen. Es war ein etwa einminütiger Monolog, in dem ich die Zahl der Verkehrstototen in Deutschland und die Zahl der Rettungshubschrauber erfuhr. Zudem, dass ein Kumpel von ihm – der auch wirklich nur 500 € in der Ausbildung bekommt – auch einen Zwanni im Monat zahlt, und ob er und seine Kollegen eigentlich bescheuert seien, sich fürs arrogante Volk den Arsch aufzureissen, wenn überall eine „Geiz ist geil“-Mentalität vorherrsche.

Es ist nun auch wirklich nicht so gewesen, dass ich seine Einwände nicht wenigstens zum Teil nachvollziehen hätte können, aber ein wenig absurd war es schon. Ich hab nur darauf gewartet, dass er mal einen Punkt macht, denn schließlich kann ich – als offenbar erwünschter Finanzier – auch den ein oder anderen Einwand bringen. Insbesondere den, dass ich natürlich 8 € im Monat zahlen könnte. Vielleicht sogar für irgendwelche übergeschnappten Bruchpiloten. Aber dass es eben seine Aufgabe ist, mich davon zu überzeugen, dass diese Investition wirklich sinnvoller ist, als vielleicht die Hilfe für krebskranke Kinder, die Unterstützung der Renaturierung des Amazonas-Urwalds, Zahlungen an die Unterstützergruppe „Magersucht bei Geschmacksbehinderten“ oder ehrenamtliche Arbeit beim Hauseingangs-Liga-Favoriten Klingelputz 43 der Seniorengruppe Ostmark-Donnervogel. Denn natürlich hätte ich Geld zum Spenden übrig, aber es ist wohl unschwer zu erkennen, dass 100 unterstützenswerte Gruppen à 8 € mein Monatsbudget dann doch überfordern würden.

All das konnte ich allerdings gar nicht mehr anbringen, da er mit theatralischer Entrüstung hervorstieß:

„Sowas kotzt mich wirklich an. SCHÖNEN TAG NOCH!“,

und daraufhin im Hausflur verschwand…

Irgendwie hab ich die Vermutung, dass ich gestern einen erfolgreicheren Arbeitstag hatte als dieser fliegende Paradiesvogel. Sei es drum!

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Schweinisch!

Hab gerade bei Pharmama den Eintrag zum „Grippchen“ lesen müssen und fühlte plötzlich den Drang, meinen Senf auch dazu zu geben. Bitte:

Die „Schweinegrippe“, die derzeit mit offiziellen Pandemie-Ehren über den Planeten wabert, ist doch eigentlich lächerlich! Ein neuer Grippevirus, scheinbar ohne besonderen Drang, irgendwelche Highscores zu knacken, verbreitet sich schnell und legt hier und da ein paar Leute flach. Das passiert ständig, es sterben auch jedes Jahr eine Menge Menschen, aber heute isses mal wieder so schlimm wie nie.

Den wahrscheinlich besten Blogeintrag dazu kann man bei Paramantus lesen (dessen Blog ich im Übrigen auch gerne weiterempfehle!), der bringt die Absurdität schön auf den Punkt.

Nun wird schon auf Impfstoffe gehofft, um Bestände der Allheilmittel geschachert und inzwischen glauben wahrscheinlich sogar irgendwelche Einsiedler, dass sie sich vor dem nächsten Geschlechtsverkehr mit Vierbeinern besser impfen lassen sollten. Die Bundesregierung will für ein Drittel der Bevölkerung vorsorgen. Hallo?

Ich hatte es mit Ozie derletzt auch schon drüber: Ich als Taxifahrer in einer Touri-Metropole bin sicher ein geeigneter Kandidat für Impfungen (nach den direkt bedrohten im medizinischen Sektor). Aber werde ich mich wirklich impfen lassen? Gegen Grippe? Ehrlich gesagt: Eher nicht.

Ich möchte hier auch keine Witze reissen, denn natürlich sind Leute an der Krankheit gestorben. Und das ist traurig, keine Frage! In 98% aller Fälle aber – wie bei jeder anderen Grippe auch – liegt man ein paar Tage flach, und dauert – wie es so schön heisst – ohne Medikamente 14 Tage, und mit Medikamenten nur zwei Wochen. Eher weniger. Der einzige Grund, weswegen ich mich überreden lassen könnte, mich zu impfen, sind ehrlich gesagt meine Kunden. Da die Grippe aber im Allgemeinen recht schnell zuschlägt, ist das wahrscheinlich auch nur bedingt nötig.

Das witzige ist ja, dass Experten eher davor warnen, jetzt bereits verfügbare Mittelchen wie Tamiflu zu verwenden, weil es zum einen kaum was bringt (1 Tag schneller gesund angeblich), und zudem dafür sorgen könnte, dass schneller resistente Viren entstehen. Aber was soll’s? Mit Panik lässt sich einfach besser Geld verdienen. Medikamente, Zeitungen… geht weg wie sonst noch was, das Zeug!

Ich hab’s in meinem Comment bei Pharmama schon geschrieben: Meine ehrliche Meinung zur „Schweinegrippe“?

„Ich hoffe, ich krieg sie bald, dann hab ich’s weg!“

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Bisschen genervt (2)

OK, als ich mich neulich beschwert habe, war das vielleicht ein wenig blöd. Sollen die Kinder doch mit einer Bohrmaschine spielen. Heute – so gegen 11 Uhr, 4 Stunden nach ins Bett gehen – haben irgendwelche anderen Nachbarn eine Kreissäge gefunden… und die benutzen sie ernsthaft.

Ich bin gerade nicht einmal sonderlich müde – aber bei dem Wetter da draussen werde ich sicher nicht mehr schlafen können. Derzeit (das könnte sich in absehbarer Zukunft ändern) habe ich ja auch noch ein Zimmer gen Süden, sodass der Sommer auch ganz gut bei mir ankommt – wenn er mal da ist. Und das ist er!

Naja, was mache ich nun? Ich weiss es noch nicht. Wahrscheinlich einen Monatsvorrat Koffeintabletten schlucken und so tun als wäre nichts… 🙂

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Fundstück der Woche (oder so)

Screenshot: Mein alter Blog

Screenshot: Mein alter Blog

Ich weiss leider nicht ob, meines IQ -höher als ihres: ist. Ich. Sash sind leider von Grammatik eher, schlecht. Deswegen verstehe ich die Satz auch. Nicht so recht.

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Technik, die begeistert…

Ehrlich gesagt: Ich bin ein Technikmuffel!

Das mag den ein oder anderen überraschen, aber es steckt ein Körnchen Wahrheit in der Aussage. Die Tage, in denen ich mein heißgeliebtes (und dennoch beschissenes) Win98-System mit stündlichen Eingriffen in die Registry gequält habe oder meinem Prozessor 33% mehr Speed abverlangt habe, ist (zumindest vorerst) vorbei.

Wahrscheinlich bin ich einfach schon zu alt. Ich möchte, dass Technik funktioniert, und da kommt es eigentlich nicht darauf an, ob es jetzt die letzte Neuerung vom neuesten Update der neuesten Demoversion ist. Es ist also beispielsweise kein Wunder, dass ich erst seit Dezember 2008 regelmäßig ein Handy nutze, und ich die Anzahl der von mir verschickten SMS noch an zwei Händen abzählen kann. Gut, dabei muss ich vielleicht auf sechsfingrige Mutanten zurückgreifen, aber wenigstens diesen Vergleich braucht die Realität nicht zu scheuen.

Mit solch einer unwilligen (aber gar nicht mal abwertend gemeinten) Einstellung kommt man dann manchmal eben auch auf bekloppte Ideen. Meine WG ist schon seit ihrem Bestehen von einer gewissen MacGyver-Einstellung beseelt, und so kam es auch gerade wieder zu einer absurden Situation:

Ozie und ich wollten eine Runde Trackmania zocken. Nicht weiter problematisch. Machen wir oft hier. Dummerweise werden Spiele gegeneinander ja immer erst dann witzig, wenn man sich dabei gegenseitig demütigen kann. Das ist eine alte Weisheit, und die Tatsache, dass das selbst in einer Beziehung funktioniert, lässt mich ziemlich unverrückbar an so etwas wie eine Katharsis glauben.

Normalerweise ist das kein Problem: Die Türen der Wohnung stehen offen, und man scherzt lautstark über die miese Leistung des anderen. Nur heute eben nicht. Ozies Schwester ist einmal mehr für ein paar Tage bei uns zu Besuch, oder wenn man so will bei ihren Sachen, die im zukünftigen Gästezimmer (stilvoll!) eingelagert sind. Ozie und ich haben gerade etwas, was man entweder als Nachtschichtler als vernünftigen Rhytmus – oder als Normalbürger als völlig kranke Wachphasen bezeichnen könnte. Kurzum: Wir hatten jetzt nicht gerade Lust, morgens um 5 Uhr Ozies Schwester durch bisweilen pubertäres Gemecker zu wecken.

Also, was macht man?

Das Spiel bietet eine Chatfunktion. Das ist an und für sich eine nette Geschichte, aber wie habe ich dereinst denkwürdig zum Procedere bei einem „Killerspiel“ gesagt:

„Ich spiel doch nicht zum Chatten! Ich spiel, um ihn umzulegen!“

Denn tatsächlich nutze ich die Zeit in einem virtuellen Schwanzvergleich (der sich natürlich im Falle des Zockens mit meiner Freundin nur als äußerst weit hergeholte Metapher versteht) nicht gerne damit, alle paar Sekunden neue Rekorde einzutippen, sondern damit, sie aufzustellen.

Nun gibt es ja weitere Möglichkeiten wie Teamspeak (keine Ahnung, ob Trackmania das bietet) oder Skype, aber das sind alles Techniken, die ich wahrscheinlich nie nutzen werde. Ich gehöre zu der Generation von Usern, die mehrere Stunden Tränen lachend damit verbracht haben, sich dank german-bash.org vorzustellen, wie echte Killertypen sich beim Onanieren belauschen lassen, weil sie das Mikrofon vergessen haben auszuschalten. Abgesehen davon: Ich habe nicht einmal ein Mikrofon.

Letztlich haben wir eine Stunde lang via Handy (auf Lautsprecher natürlich) kommuniziert, und ich bin froh, dass ich mich wenigstens noch zur Generation Flatrate zählen kann… sonst wäre das meinen Finanzen eher nicht so gut bekommen!

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