Monthly Archives: Juni 2008

Hurra Hurra!

So schön kann telefonieren sein!
Zu ungewohnt gewohnt später Stunde rief Nico eben an und verkündete, dass er wohl schon nächstes Wochenende hier zu uns stößt. Die Frage der Autovermietung ist noch offen, in diesem Zusammenhang auch, ob ich etwa mal wieder mit einem größeren Gefährt nach Bremen gurken darf. Fantastische Sache!
Ich freu mich schon voll drauf, den Durchling mal wieder als Dauergast begrüßen zu können. Ich sehe schon, die zweite Jahreshälfte wird hier in der WG deutlich mehr los sein als in der ersten – und das ist auch mal nicht schlecht.

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Party?

Dass mich noch Dinge ratlos hinterlassen können. Man glaubt es nicht. Schon gestern habe ich im Supermarkt gegenüber ein neues Angebot gesehen, dessen Bedeutung mir unklar ist: Drei verschiedene Gläser eingelegte Gurken werden zusammen verkauft als… als…

Quelle: Sash

Quelle: Sash

Nun komme ich ja aus dem Schwabenland. Da gibt es in einem normalen Supermarkt nicht einmal drei verschiedene Sorten eingelegte Gurken. Folglich habe ich auch keine Ahnung, was man mit drei Gläsern Gurken alles für Parties feiern kann. Ist das ein Angebot, das auf schwangere Frauen abzielt? Ist das das Chips-Äquivalent des Ostens seit der DDR-Zeit? Ich bin leider völlig überfragt. Kann mir da jemand helfen?

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Der Sprit-Wahnsinn und der BMW

Wie inzwischen wahrscheinlich alle mitbekommen haben, hat ein Mann in Frankfurt seinen eigenen BMW angezündet, um gegen die hohen Preise von Benzin und co. zu demonstrieren. In meinen Augen zwar eine erstaunlich einsatzfreudige Art des Protestes, allerdings finde ich seine Argumentation ein wenig dünn. Auf seiner Website macht der Mann die Steuerpolitik verantwortlich und beruft sich auf die inzwischen wahrscheinlich allseits bekannten Zahlen, nach denen der Benzinpreis ja überwiegend aus Steuern besteht.
Ich persönlich bin da nicht seiner Meinung, da ich zwar durchaus glaube, dass die Regierung Möglichkeiten hätte, die Preise zu senken, gerade aber bei Benzin wenig Grund dazu sehe.
In Saudi-Arabien, so der Mann, kostet Benzin nur etwa 11 Cent pro Liter. Ich kann mir schon vorstellen, dass das wahnsinnig verheißungsvoll klingt für klamme Pendler. Nur kann ich mir dort als Nicht-Mitglied der Königsfamilie gar nicht arg viel mehr leisten. Als Frau darf man dort (in der Stadt) nicht einmal Auto fahren. Außerdem darf der Preis dort auch nicht höher sein, da politische Demonstrationen auch verboten sind. Tolles Beispiel!
(Wikipedia über Saudi-Arabien)
Hey, ich bin kein Freund unserer Regierung! Ich werde demnächst Taxifahrer sein. Eine bessere Kombination aus „schlechtem Einkommen“ und hohen Spritpreisen wird sich nicht einmal ein Berufspendler vorstellen können. Ich finde hohe Spritpreise in der heutigen Zeit aber eigentlich wichtig.
Ich fahre verdammt gerne Auto. Ich fahre verdammt gerne auch kurze Strecken. Aber es ist mir bewusst, dass das ein Luxus ist, der (zumindest umwelttechnisch) auf Kosten der Allgemeinheit geht. Und dafür zahle ich, wenn ich es mache.
Dass sich jemand von seinem Gehalt den Weg zur Arbeit nicht mehr leisten kann, oder nur noch schwer, das halte ich indes auch für eine Sauerei. Aber daran ist meines Erachtens nach weniger die Regierung schuld als mehr der eigene Chef. Aber wer protestiert schon gegen den eigenen Chef? Das wäre ja.. also… das wäre ja schon richtiger Protest!
Aber das nur vorweg.

Bei bild.de hat man sich offenbar entschieden, dieser Argumentation gar keinen Platz einzuräumen. Warum auch immer, schließlich fährt die Bild seit Jahren den selben Kurs. Aber sehet selbst:

Screenshot: bild.de

Screenshot: bild.de

bild.de gibt sich richtig Mühe damit, die Bilder immer so zu beschneiden, dass die Internet-Adresse des Mannes nicht im Bild ist. Zum Vergleich ein Screenshot von spiegel.de:

Screenshot: spiegel.de

Screenshot: spiegel.de

Sieht aus wie das selbe Bild, dieses Mal sogar mit Quellenangabe 😉

Wahrscheinlich ist bild.de aber nur so nett, die Adresse nicht zu nennen, um Nachahmungstäter abzuschrecken. Schließlich haben sie dort in der Redaktion – wie ja allgemein bekannt ist – ein hohes Verantwortungsbewusstsein.

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Lange nichts mehr von bild.de gehört?

Ja, ich hab es etwas schleifen lassen. Zudem weint Wagner bereits seit gestern schon der EM nach, heute ist er ganz verschollen, und manchmal brauche ich einfach zu lange, um ein paar gute News zu finden.
Sehr schön fand ich heute beispielsweise den „Horror-Unfall in Kiel“. Folgendes ist passiert: Bei der Kieler Woche wurde am vergangenen Sonntag offenbar ein Schaustellergehilfe bei einer Fahrt mit einem Freefall-Towe mitgerissen. Ungesichert. Dazu gekommen ist es offenbar, weil er beim Checken der Passagiere von einem 15-jährigen Mädchen umschlungen wurde, und diese junge Dame dem armen Kerl mitteilte: „Du kommst jetzt mit“. Daraufhin startete die Fahrt. Ich hoffe, das macht jetzt nicht als Anmach-Trend die Runde. Dank seiner Kraft und der Mithilfe einiger Passagiere ist er wieder heil auf dem Boden angekommen. Warum schreibe ich das? Klar, weil es eine gute Geschichte ist. Aber nicht nur. Wahr zu sein scheint sie, es sei denn, ein Haufen anderer Seiten hat mal wieder nur von bild.de kopiert. Aber ein paar Eigenartigkeiten sind mir bei den Fotos aufgefallen. Vielleicht ein Fehler meinerseits. Ich zeig sie einfach mal:

Screenshot: bild.de

Screenshot: bild.de

Das ist das einzige existente Foto vom Vorfall selber. Dann kommen die danach:

Screenshot: bild.de

Screenshot: bild.de

Erst einmal ist es schön, dass bei dieser Fotoserie nie die Überschrift wechselt. Das gibt dem ganzen einen recht niedlichen Charakter. „geschockt zu Boden“ schauen soll der fragliche Mann im Hintergrund. Nun, gegenteilige Beweise habe ich nicht – auf mich wirkt es aber irgendwie, als ob er… kehrt! bild.de hat das Ganze auch nochmal eine Nummer größer:

Screenshot: bild.de

Screenshot: bild.de

Ich glaube immer noch, dass er eher den Besen schwingt, als geschockt zu Boden zu schauen. Aber wie gesagt: Beweisen kann ich es nicht. Es ist aber schön, dass wir diese „Großaufnahme“ des Mannes haben. Man erkennt zwar nicht viel von Gesicht und Frisur, aber etwas gewundert hat mich das nächste Bild dennoch:

Screenshot: bild.de

Screenshot: bild.de

Ich kann mich täuschen, aber für mich sieht der Kerl völlig anders aus als auf den anderen Bildern. Und ich meine nicht die blauen Klamotten. Aber gut, das sind ungelegte Eier, ich gebs ja zu!

Ich hab aber natürlich noch was. Zu folgender Überschrift hab ich nicht einmal den Artikel gelesen:

Screenshot: bild.de

Screenshot: bild.de

Ja, TYPISCH! Wir wissen doch alle, dass die Franzosen alle nackte Frauen malen. Vor allem die alten Herren aus der Präsidentenfamilie. Ein Narr, wer das nicht weiß!

Dann gab es aber auch noch etwas, das mich ziemlich geärgert hat. Thematisiert worden ist es nicht nur bei bild.de, aber diesen unverschämten Artikel möchte ich dennoch kommentieren. Worum geht es? Darum:

Screenshot: bild.de

Screenshot: bild.de

Ohne den Polizeipräsidenten sympathisch zu finden, frage ich mich, was dieser Scheiß wieder soll. Hier werden meiner Meinung nach Äpfel mit Birnen verglichen. Was hat bitte eine Flagge vor dem Präsidium mit einer Flottenbeflaggung der Polizeiwagen zu tun? Es ist nunmal ein Unterschied, ob sich das Präsidium mit der Solidarisierung mit Homosexuellen gegen eine Unterdrückung stellt, oder ob der einzelne Beamte im Einsatz zeigt, dass er für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist.

In der Ausübung seines Jobs hat es einen Polizisten nunmal nicht zu interessieren, welcher Nationalität sein Gegenüber ist, und er darf dementsprechend auch keine Bevorzugung irgendwelcher Menschen erkennen lassen. Und da ist EM-Beflaggung nunmal was anderes als obligatorische Dienstbeflaggung oder dergleichen. Wenn sich in Berlin Deutsche und Türken gekloppt hätten wegen des Halbfinalspiels… was wäre das für eine Aktion geworden, wenn die Cops mit einer deutsch-beflaggten Flotte dort angerückt wären. Nur so als hypothetisches Beispiel. Diese Fahne hätte nämlich in diesem Fall suggeriert, sie wären parteiisch. Mein Vorschlag zur Güte: Die Cops könnten sich „Pro-Fußball“ oder „Pro-EM“-Flaggen ans Auto machen.

Und zu guter Letzt: Wenn bei der Flaggenhissaktion des Polizeipräsidenten sooo viel Zeit verloren ging, dass die Strafverfolgung darunter leidet…

Was wäre dann die Entschuldigung für die vielen verlorenen Arbeitsstunden der Polizisten, in denen sie die Deutschlandfähnchen anbringen, überprüfen, zurechtrücken, abnehmen? DAS wäre in meinen Augen unnötige Zeitverschwendung.

Machen wir es kurz: Mir ist klar, dass der Bild deutsche Nationalspieler lieber sind als Schwule. Mir geht es da anders, und das wollte ich klarstellen.

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Filed under Fotos, Medien

Im Finale

Also wenn das Spiel heute nicht sehenswert war, welches soll es dann sein?
Schöneren Fußball bekommt man zwar sicher zu sehen, aber ich hab schon einige Krimis gegen das heute Abend – wie sagt man so schön? – abstinken sehen. So lange es ein Bild gab, hab ich das Spiel gesehen, und etwas vergurkteres und dennoch so schönes hab ich selten gesehen.
In der Stadt ist jetzt sicher mords die Party, hier vor dem Haus hat man neben dem Feuerwerk allerdings auch mit den negativen Auswirkungen zu kämpfen: Dass selbst nach einem gewonnenen Spiel rassistischer Quatsch durch die Gegend gebrüllt wird, will mir einfach nicht in den Kopf. Hauptsache Stress! Wie schön, dass es Fußball gibt.
OK, ich muss natürlich anmerken, dass die meisten selbst hier sich ehrlich freuen oder im Vollsuff für irgendetwas bejubeln, was man nicht identifizieren kann – aber das ist ja auch kein Problem. Hauptsache glücklich.
Ich freu mich aufs Finale. Mal sehen, was das gibt. Sollten es die Russen sein, dann ist hier im Viertel für Party gesorgt. Wie auch immer das dann aussieht…

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Über Übergrößen

Vor ein paar Tagen schon wollte ich mal wieder was zum Einkaufen schreiben. Jetzt mache ich es eben heute:
Einige meiner Leser wissen es bereits, andere noch nicht: Der Sash ist nicht wirklich kein durchschnittliches Knuddeltierchen, sondern mit einer Größe von knapp über zwei Metern und einem Kampfgewicht von etwa 150 Kilo nicht gerade der Durchschnittsdeutsche.
Ich glaube, es machen sich nur wenige Menschen Gedanken darüber, wie es einem solchen Menschen beim Einkauf von Klamotten ergeht. Wie sehen das die meisten hier: Man geht in einen Laden, hofft, dass das tolle Ding, das man erspäht hat, auch passt und verschwindet wieder? Schön wäre es.
Seit ich 16 bin, bin ich beispielsweise gewohnt, in Schuhgeschäfte zu laufen, und einen Verkäufer zu fragen, bis zu welcher Größe sie denn Schuhe dahaben. Natürlich ist es mir nicht egal, was für Schuhe das sind, aber diese Frage muss ich immer zu Beginn stellen, es sei denn, ich habe Lust, mir beim Shoppen ein paar Monate Zeit zu nehmen. Manchmal bekommt man dann Antworten wie „Manche haben wir bis 47!“ und sieht ein zufriedenes Grinsen im Gesicht des Angestellten. Immerhin ist es ganz nett zu betrachten, wie es entfleucht, wenn man sagt, dass man dann lieber gehe, weil man eben 49 1/2 braucht.
Inzwischen hat ja sogar der C&A mit dem XXL-Shop eine eigene Übergrößenabteilung, was ich sehr angenehm finde. Dennoch komme ich – und ich bin noch lange nicht der größte/dickste Mensch Europas – immer wieder in diverse Zwickmühlen.
Bis Größe 6XL (will heißen: XXXXXXL) findet man dort Hemden. Da muss ich sagen: Schön! Die meisten sind mir dennoch zu kurz. Davon, dass sie doppelt so breit sind wie ich, will ich gar nicht erst anfangen. Solche Kleinigkeiten übersieht man irgendwann bei meinen Maßen. Ich habe mir zudem des öfteren schon Hemden gekauft, die nach dem ersten Mal waschen (bei 30°) um fünf Zentimeter kürzer geworden sind. Damit würden sie zwar Kylie Minogue durchaus noch als knöchellanges Ballkleid dienen können, sind für mich aber leider rausgeschmissenes Geld. Die Figur, um ständig bauchfrei herumzulaufen, habe ich dann eben doch nicht. Und sonderlich ermutigend ist es nun zudem auch nicht, in der Umkleide umgeben zu sein von Leuten, die ernsthafte Komplexe bekommen würden, wenn sie nur in einem Übergrößenladen einkaufen müssten.
Mein Problem ist nur: Das kann ich mir nicht einmal leisten! Als ich noch in Stuttgart wohnte, kannte ich einen einzigen Laden, in dem ich T-Shirts kaufen konnte. Dazu musste ich mit dem Auto 40 km weit fahren und dann 20 € für ein einfarbiges Shirt zahlen. Sowas kann bei 1000 € brutto ziemlich weh tun.
Natürlich gewöhnt man sich dran. Ich habe eben nur zwei wirklich gut passende Hemden – die ich irgendwann mal gefunden habe – und die trage ich dann eben abwechselnd. Ein Zustand, der für 90% der Menschen hierzulande untragbar wäre.
Ich will nicht einmal allzu laut klagen, aber vielleicht denkt ja mal jemand daran, wenn er einen  extrem großen und/oder dicken Menschen sieht und über seine Klamotten lästert.

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Igitt, wie früh…

Unglaublich, da zieht es sogar mal arbeitsloses Gesindel wie mich früh morgens aus dem Bett. Zugegeben: Ganz freiwillig war das nicht, denn ich musste über die Ankunft unserer neuen Waschmaschine wachen. Keine Sorge, die alte ist nicht etwa kurz nach der Reparatur-Aktion von Ozie und mir explodiert. Sie tut nach wie vor problemlos. Aber da Ralf vor einiger Zeit angekündigt hat, es könne auch sein, dass er diesen oder nächsten Monat bereits auszieht, haben Ozie und ich uns entschieden, uns gleich eine neue zuzulegen, weil es doch ein bisschen nervig sein kann, auf eine Waschmaschine im „Ernstfall“ zwei Wochen zu warten. Jetzt steht die neue also erst einmal im Wohnzimmer. Zur Lieferung kann man gar nichts sagen: 7 – 13 Uhr war angekündigt, um 8.30 Uhr standen sie mit dem Ding in der Wohnung.
Und so kommt es, dass ich vor 10 Uhr blogge, und dabei schon einen Einkauf und ein paar gelernte Touren hinter mir habe.
Natürlich ein wenig auf Kosten der Fitness, was daran liegen mag, dass ich gestern abend um 1.30 Uhr das letzte mal gebloggt habe 😉

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