Monthly Archives: April 2008

Wenn der Postmann dreimal klingelt…

Nun, eigentlich hat er nur zweimal geklingelt. Dazu war es nicht die Post, sondern PIN. Geweckt hat es mich dennoch. Und, hat es sich gelohnt? Kann man sehen wie man will. Mein Name ist falsch geschrieben auf dem Brief, was mich verwundert, denn es handelte sich um… unsere Telefonrechnung. Eigentlich ist es eine Nachfrage wert, weswegen sie meinen Namen nach Ewigkeiten mal falsch schreiben. Wollte da jemand mal was neues ausprobieren?

Aber das ist nur eine Besonderheit dieser Telefonrechnung. Ich hatte eigentlich eine Mahnung erwartet, weil sie letzten Monat das Geld nicht einziehen konnten.

Die Kosten für den nicht erfolgten Einzug haben sie auch auf die Rechnung gesetzt. Den Betrag der letzten Rechnung allerdings nicht. Also ich warte jetzt mal auf die Mahnung… Aber es geht noch weiter!

Die Telefonkosten sind bei uns ein leidliches Thema. Alle vertelefonieren wir Unmengen aufs Handy [/Ironie], und so kommt dabei eine faszinierend hohe Gesprächsabrechnung von 20,60 Euro zusammen. Dabei nimmt über die Hälfte schon alleine ein einzelnes Gespräch von Ralf ein. Wer (außer denen, die bei so dubiosen 0900er-Nummern anrufen) hatte schon einmal eine Rechnung, bei der ein einzelnes Gespräch 60% der Kosten ausgemacht hat? Ich find das absurd. Das war es aber immer noch nicht!

Jetzt erstatten sie uns noch einen Einrichtungspreis – warum immer wir den zahlen mussten – der uns damals kurz nach dem Umzug eine abnorme Rechnung beschert hat. Alles in allem keine normale Rechnung, vor allem, wenn man dann irgendwie hiervon die Mehrwertsteuer erstattet wird, da kommt dann Betrag x, und wenn man es dann mit Pi quadriert, erfährt mann, wie alt seine Oma wird – oder so… war mir erstmal zu hoch. Ach ja, Fazit:

Quelle: Sash

Quelle: Sash

Ich muss gestehen, dass es zwar nicht schön ist, wegen der Telefonrechnung geweckt zu werden, aber wenn man dann erfährt, dass sie bei minus 26 Euro liegt…

 

Niedrigste WG-Telefonrechnung ever!!!

Hinterlasse einen Kommentar

Filed under Arcor / Vodafone, Feinde, Lichtblicke im Alltag

Die Sache mit dem Vermieter

Gestern haben wir übrigens an Dieter den zweiten Brief abgeschickt. Für alle, die sich nicht erinnern können: Dieter war unser Vermieter, als wir noch in Stuttgart gewohnt haben. Die Wohnung war in unseren Augen geil, zugleich aber ein wenig abenteuerlich. Sie hatte hier und da dicke Mängel und zudem war der Preis recht hoch (genau genommen war er im Bereich des Mietwuchers). Da die Wohnung aber aus vielen (wenn auch kleinen) Zimmern bestand, waren sie immer bezahlbar für den Einzelnen.
Das Verhältnis zu Dieter war (fast) immer ein lockeres, weswegen wir den Mehrpreis auch in Kauf genommen haben. Schließlich konnten wir so einfach eine Wand ins Treppenhaus bauen und waren sicher vor fast jedem Stress. Das wissen wir auch heute noch zu schätzen. Bezüglich der überhöhten Miete hat nie jemand Klage erhoben.
Nun aber kommen wir langsam an einen interessanten Punkt. Wir sind im Laufe der folgenden Woche seit 6 Monaten ausgezogen, haben aber immer noch nicht unsere Kaution wieder. Der Zustand der Wohnung, so wie Freunde sie kennen, mag den Anschein erwecken, dass man auch keine Kaution wiederbekommt, wenn man eine Wohnung so übergibt, aber das ist nur ein Teil der Wahrheit. Die Wohnung ist in miserablem Zustand, das war sie allerdings auch schon, bevor ich sie offiziell übernommen habe. Davor gab es eine Wohnungsbesichtigung und da wurde das – mit Zeugen – klargestellt.
Zwei kleine Mängel – ein an eine Tür geklebter Spiegel und eine fehlende Türklinke – sind unsere Meinung nach berechtigt von der Kaution abzuzihen. Darauf haben wir uns mit Dieter geeinigt. Aber die restlichen 900 bis 1000 Euro hätten wir nach einem halben Jahr dann doch gerne wieder.
Es ist – wir kennen das ja – nicht auszuschliessen, dass Dieter und Petra (seine Frau) das bisher nur vergessen haben, aber wir haben eher die Vermutung, dass sie uns die Kaution vorenthalten wollen – wegen anderer Schäden, deren Reparatur nie eingeplant war. Nun wollen wir mal sehen. Für alle Interessierten hier der Brief im Original.
(Wir haben ihn vorsichtshalber als Einschreiben geschickt, damit nicht jede Masche zieht)

Hallo Dieter, hallo Petra,

seit unserem letzten Brief ist wieder einige Zeit ins Land gezogen. Wir haben euch in unserem Schreiben vom 11. März 2008 darauf hingewiesen, dass ihr es bisher versäumt habt, uns die Kaution zurück zu zahlen. Die Zeit, die verstrichen ist, seit wir ausgezogen sind, nähert sich nun langsam einem halben Jahr.
Wir wollten darauf hinweisen, dass diese Zeitspanne ausreichend ist, um insbesondere eine ohne irgendeine Angabe von Gründen einbehaltene Kaution gerichtlich einzufordern. Unsere Geduld war immer groß, und das ist sie auch jetzt noch. Dass wir deswegen auf unser Geld verzichten, stand allerdings nie zur Debatte.
Wenngleich wir vielleicht nicht den Eindruck erweckt haben mögen: Wir sind sehr gut über die rechtlichen Rahmenbedingungen informiert und wissen, dass uns ohne Vorlage einer Rechnung die volle Kaution zuzüglich Zinsen zusteht, und danach geklärt werden kann, was davon einbehalten wird. Kaution für eine bereits wieder vermietete Wohnung einzubehalten ist ebenso nicht rechtmäßig.
Da ich vorsichtshalber davon ausgehe, dass ihr uns die Kaution vorenthalten wollt mit der Begründung, die von uns verursachten Schäden würden einen Einbehalt rechtfertigen, möchte ich folgendes unmissverständlich klarstellen:

Ich erkenne vorerst keine Schuld an irgendeinem Schaden an, der in der Wohnung existiert. Ausnahmen sind hier das Türblatt im kleineren oberen Zimmer, bei dem Dieter bereits mit 50 € einen relativ konkreten Schadensbetrag genannt hat, und die Türklinke in der Dusche der kleinen Wohnung.

Um es kurz zu machen: Da uns keine Rechnung für die Behebung von Schäden vorliegt, erwarte ich demnächst folgendes Geld auf dem von uns angegebenen Konto:

1060 € Kaution zuzüglich Zinsen und – im Falle einer uns vorliegenden Rechnung – abzüglich der Reparatur von Türklinke und Türblatt.

Danach habt ihr alle Freiheit der Welt, mehr Geld von uns einzufordern. Das wird dann allerdings schwerer als bisher.

Dennoch mit freundlichen Grüßen,

Sash

Dann schauen wir mal, was passiert.

Hinterlasse einen Kommentar

Filed under Feinde, Mein Haushalt, Vermieter