Monthly Archives: Juni 2006

…und es geht weiter

OK, der Arbeitstag dauerte eine ganze Weile länger als geplant, weil irgendwelche Depp-Chefs es geschafft haben, sich im strategisch günstig gelegenen Hofen frontal zu begrüßen. Meine Fresse, wenn wir nicht ein bisschen Ortskenntnis hätten, dann hätte uns die Fahrt vom Kraftwerk Münster nach Mühlhausen knapp über eine Stunde gekostet. Muss man nicht gut finden! Es ist immer noch so schön warm, und ich schwimme in mir selbst davon. Ich bin durchgeschwitzt, fertig, pleite und sonst muss ich traurigerweise zugeben, dass es mir ziemlich gut geht. Das Bier ist kaltgestellt, was aber nicht heisst, dass ich nachher noch zum Schloßplatz tigern werde. Ich mach mir einen gechillten alleinigen Absturzabend inklusive Fussball. Die Begeisterung hat mich immer noch nicht so wirklich gepackt, aber jetzt hab ich schon meinen Fernseher aus der ehemaligen Dusche gewuchtet, und dann findet er auch noch alleine die ARD, und zwar ganz ohne an der Antenne zu rütteln…

Fantastisch! So, es steht gerade 1:1 bei Tunesien gegen Saudi-Arabien, aber ehrlich gesagt: Interessiert mich nicht so ganz. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich bei Polen gegen Deutschland auch noch nicht so ganz entscheiden kann, wem ich den Sieg wünsche…

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Was für eine Woche!

Glücklicherweise hält sie sich nämlich arbeitsmäßig im Rahmen, wenngleich ich heute auch wieder mal auf über neun Stunden komme. Ausgerechnet Tanja hat nach einem Blog-Eintrag geschrieen? Na sowas! Tanja, eigentlich bist Du zurzeit doch eh häufiger in der WG als ich (wenn man die Nächte nicht mitrechnet!). Also eigentlich kann ich Dir gar nix neues erzählen. Du sitzt ja selbst jetzt im Nebenzimmer 😉 Ja, wie sieht mein Leben gerade aus? Ich habe mich selbst im Verdacht, gelegentlich ein etwas langweiliges Leben zu führen, und ich weiss, dass da das ein oder andere Mal Kritik laut wird (was auch ans Nebenzimmer gerichtet ist), aber momentan gibt es einiges zu klären, was sich eben am Besten am PC klären lässt. Es hat sich insofern auch einiges ereignet: Die Chaoze-WG wird wohl noch ein Jahr bestehen bleiben, auch wenn es andere Pläne gab. Ich bin jetzt mal so frech, um die anstehenden Änderungen möglichst konfus zu schildern, um auch noch den letzten aus dem Konzept zu bringen. Diese Pläne sind noch nicht einhundertprozentig sicher aber sehr sehr wahrscheinlich:

  • Anfang August: Ozie zieht in die WG ein
  • Anfang November: Felie und Vera ziehen aus, Ralf ein, Sophie in der WG um.

Eigentlich ganz einfach, wenn man das mal so zusammenfasst. Also werden wir kurzzeitig (immerhin 3 Monate) eine Sechser-WG, was ja nicht das erste Mal ist, und dieses Mal werden wir auf das Wohnzimmer recht gut verzichten können, da Nico ja inzwischen in seiner neuen Heimat (die Kuschel-WG;) zocken kann. Ansonsten ist es vor allem eines: heiss! Gestern abend zeigte das Thermometer im Bus 32,5°C. Das IST Sommer! Endlich! Und schon fangen wir wieder an uns zu beschweren, dass es ja eigentlich schon wieder zu warm ist. Lassen wir das und genießen mal ein wenig. Ich finde den Tag heute trotz der 9 Stunden Arbeit so richtig fett. Solarenergie… *träller* Ja, ein kurzes Lob noch an die Bildzeitung: „Klinksi, putz die Polski!“ Mir fällt einfach kein vernünftiger deutscher Satz ein, um das zu kommentieren. Vielleicht „Bildi, schreib du Kacki?“ Traurig, dass sowas die meistverkaufte Tageszeitung in Deutschland ist… nur meine WM-Laune lässt gerade echt zu wünschen übrig. Wahrscheinlich werde ich mich heute auch nicht so wirklich überwinden können, mir das Spiel um 21 Uhr reinzuziehen. Mal sehen, wenn selbst Ozie mir einen Männerabend ans Herz legt 😉

Servus und Good Bye!

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Voll im Wochenende

…und so sitze ich endlich im Wochenende angelangt in meinem Sessel und lausche den Klängen von Angel Dust und Clawfinger. So fühlt sich das Wochenende an! Laut, hart und ein kleines Bisschen alkoholisch. Nun ja, hat sich die Welt seit vorher so arg verändert? Eigentlich nicht. Also: Deutschland hat das erste Spiel dieser WM dann doch gewonnen. OK, wäre aber auch zu böse gewesen, das muss ich ja zugeben. Jetzt wundert ihr euch aber wahrscheinlich, warum ich übrhaupt am PC sitze und nicht mit Larissa einen trinken bin. Hmm… das frage ich mich auch. Irgendwas hat nicht geklappt, aber ich weiss noch nicht, was – da hab ich gedacht, ich kann die Zeit auch mit Bloggen verbringen. Mir geht es dennoch gut, und ich hab auch nix gegen ein bisschen Auszeit gerade. Ich werde das alles überleben. Jetzt will ich aber noch auf was zu sprechen kommen, das ich vorher völlig vergessen habe. Ich habe mein Fenster geschrottet. Sieht jetzt irgendwie aus, als hätten irgendwelche Typen einen Stein auf die richtige Bahn gelenkt um mich zu ärgern, aber: weit gefehlt! Ich hab’s einfach nur zugemacht. Ein bisschen grob vielleicht, aber nicht zugeschlagen (man muss ein wenig drücken, damit das zugeht) und dann prasselten die Scherben auch schon runter in den Hof. Naja, eine Scheibe ist noch drin, jetzt bin ich mal gespannt wann Dieter (i schaff grad an 3 Modore!) mir ein wenig Hilfe bei der Reperatur gibt. Is ja nicht so wichtig und eben …einfach Chaoze-WG!

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Kurz vor Wochenende

steht mir der Sinn, und ich kann verstehen, dass es meinem PC auch so geht. Nachdem er gerade mal wieder gemeint hat, er müsse „fump“ machen, hab ich meinen Ventilator unter den Tisch gestellt. Passt schon. Mein PC liebt es ja ohnehin, wenn er einen Fan mehr hat. Gut, wo war ich stehengeblieben: Das Wochenende! Ja Jungs und Mädels, Freunde und Feinde, Laberbacken und Schweige-Spacken: Es ist Freitag Nachmittag! Das Wochenende hat wahrscheinlich für die meisten unter euch schon begonnen, aber Nico, Marco, ich und die anderen KBV-ler müssen sich noch ein wenig weiter bemühen. Aber: Für riesige Plakate hat der KBV Geld… warum nicht mal für Nacht- und/oder Wochenendzuschlag? Mal ein zwei Monate wenigstens? Na gut, ich mecker nicht, das überlass ich der Steuerberatungsfirma, die immer meine Stundenzettel zu spät bekommt. Nun haben wir aber heute einen ganz besonderen Tag. Jahrelang haben wir gewartet auf das größte mediale Ereignis, das „in Deutschland je stattgefunden haben wird“. (Gerhard Schröder) Die Fußball-WM beginnt in anderthalb Stunden mit dem denkwürdigen Spiel Deutschland gegen Costa Rica. Mal sehen, wie denkwürdig es ausgehen wird, und wer wie darüber denken wird und warum denke ich eigentlich drüber nach. Nun gut, ich muss gestehen, dass ich kein riesiger Fußball-Freak bin, und dass ich trotz meiner Herkunft eher Sympathien für die Außenseiter hege. Ja, ich oute mich hier: Ich würde mich freuen, wenn Costa Rica gewinnt! Aber machen wir uns nix vor: Letztlich ist es relativ egal, wer gewinnt. Wir haben eine Menge Vorteile durch die WM in unseren Gefilden. Die Kneipen haben länger auf, die Bahnen fahren länger… und wir haben Nachteile: Mehr Verkehr, weniger Ruhe in Kneipen und mehr offen auftretende Faschos. Na denn: Olé! Ich selbst werde den Abend wahrscheinlich mit relativ wenig Fußball verbringen. Ich werde mich mit Larissa treffen, und dann mal sehen, wie es aussieht, was man macht. Und dann werde ich das Wochenende geniessen! Und zwar richtig. Hab ich irgendwie gerade auch nötig. Dennoch verbleibe ich gut gelaunt und sage „Öldrupp goscheratski plum!“ (und ich hoffe stark, dass das kein polnischer Fluch ist 😉

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Der Alltag hat mich wieder!

So, nun sitze ich zum frühen Abend hier und ich bin müde, wie man es kaum glauben kann. Ich habe in der heutigen Nacht nur so um die 4 Stunden rum geschlafen. Nicht, dass es nicht auch Zeiten gibt, in denen ich das gewöhnt bin. Winamp gönnt mir ein paar Minuten Tomte „Weisst Du, was du mir bedeutest? Auf einem Platz in meinem Herz steht dein Name an der Wand…“ Ich weiss ja, dass der Song schon längst wieder total out ist – aber wenn ich schon alt genug bin, Sachen zu hören, die aufgenommen wurden bevor ich geboren wurde… dann geht das auch! Es ist etwas komisch zur Zeit, was meine Laune angeht. Ich bin soweit gut drauf, aber ich mache mir schon auch ein wenig Gedanken über meine Umwelt, und wenn das nur meine Eltern betrifft. Ich war die Tage ja ein bisschen am Rumräumen und Umräumen hier und dann kam es auch noch so, dass der Käufer der Wohnung meiner Mutter mir einen Haufen Fotos gegeben hat, die sie dort vergessen hat. Die näheren Umstände sind dann noch verwirrender, aber es ist schon eigenartig, wenn man ein Regal hier durch die Gegend schleift und dann auf einem der letzten Fotos die man findet, seinen eigenen Vater sieht, wie er vor über 19 Jahren genau dieses Regal zusammenbaut. Das sind so zeitliche Übereinstimmungen, die nichts weiter als Zufall sind – aber irgendwie ist es komisch. Was den Arbeitstag angeht, kann ich nicht bestreiten, dass ich froh bin, dass mein Bruder wieder da ist: Es läuft einfach mal wieder wie geschmiert. Besseres Teamwork findet man wohl selten! Dann ist unser Online-Shop gerade mehr als nur in Planung und es gibt sogar Ideen, wie die WG weiterbestehen könnte. Man kann also nicht sagen, dass sich nichts getan hätte. Nicht zuletzt hat Ozie bereits ihre mündlichen Prüfungen und ich stelle mal wieder fest, wieviel ich in meinem Leben vergessen habe 😉

Aber eines habe ich nicht vergessen: Ich sollte heute Abend früh ins Bett gehen, weil ich morgen einen fetten Tag habe!

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Der Monat fängt ja gut an…

…würde ich mal sagen. OK, ich gebe zu: Ich hatte gerade, als ich heimgekommen bin so richtig beschissene Laune. Aber das ist eigentlich nicht so schlimm. Eine liebe Karte, und schon ist alles wieder ok 😉 Ich bin gerade fertig ohne Ende und zudem einfach auch psychisch ein wenig überlastet. Es ist einfach komisch, die Schlüssel einer Wohnung abzugeben, in die man 18 Jahre lang immer reinlaufen konnte. Es ist irgendwie scheiße, wenn man die begründete Befürchtung hat, dass man seine Mutter das letzte Mal in ihrem Leben sieht. Ja, eigentlich vermisse ich sogar das fucking Auto! Dann noch eine Weile keine Privatsphäre, und es geht einem nicht so sonderlich gut, wenn man dann plötzlich alleine ist (und es trotz allem auch unbedingt sein will!). Aber da ich hier nicht schreibe, um euch was vorzujammern, werde ich nun mal detailliert schildern, was sich so alles zugetragen hat in den letzten anderthalb Wochen. Punkt eins: Ich habe gelernt, meine Page zu vermissen. Es ist so verdammt viel passiert, und ich kann mit Sicherheit nicht alles schreiben, was mir durch den Kopf geht, weil das den Rahmen eines Monats sprengen würde. Dass ich in Berlin bei Ozie war, und dort nicht nur auf der faulen Haut gelegen habe, das haben nun wohl alle mitgekriegt. Nun stand ja aber noch der Umzug an. Nachdem ich am Dienstag Abend heimgekommen bin, war ich erstmal fertig, bin dann aber doch noch bis um 2 Uhr Nachts im icq versackt. Ich weiss, so kennt ihr mich nicht, aber es hat sich nach etlichen Zeiten verbaler Abstinenz ergeben, dass Larissa und ich beide online waren, und so kam es dann zu dieser Ausuferung. Und ich freue mich auf das ein oder andere Bierchen am nächsten Freitag mit ihr zusammen, während von uns wohl eher unbemerkt Costa Rica die ersten WM-Punkte ergattert. Nun ja, Mittwoch Morgen hab ich noch relativ lange ausgeschlafen – bis 7.25 Uhr. Um 8 Uhr wollte / sollte ich bei Mami sein, und das war ich auch. Danke nochmal an Felie, die dafür gesorgt hat, dass meine Wäsche trocken war! Es war etwa viertel nach 8 Uhr, als ich das erste Mal während dieses Umzuges dachte, mich trifft der Schlag: Das Auto war nicht – wie von mir ausdrücklich befohlen – ein Sprinter, sondern ein VW. Nicht, dass ihr jetzt denkt, ich sei so wahnwitzig markenfetischistisch: Bei einem Sprinter weiss ich einfach sicher, dass ich Platz hinter dem Lenkrad habe. Glücklicherweise ist das bei der schönen LT35-Schleuder kein Problem gewesen, da das Teil fast 1 zu 1 ein Sprinter war. Ich schwöre, die sind in etlichen Bauteilen identisch! Dann ging es aber beim Umzug weiter. Meine Mutter hat ja immer gesagt, dass sie kaum was mitnehmen. Leider nur knapp doppelt so viel wie ursprünglich geplant… mit Mühe und Not haben wir fast alles in die Autos gekriegt, der Bügelautomat und ein paar Stühle mussten da bleiben. Insgesamt waren wir aber nicht wie geplant um 14 Uhr wieder unterwegs, sondern bereits um 12.30 Uhr. Im Großen und Ganzen gab sich die Fahrt problemlos und die Autobahnen frei. Wie man sich das wünscht. Ein außerplanmäßiger Stopp zur Schlüsselübergabe war noch, und einer um zu überprüfen, ob die von uns abgeschossene Taube einen Schaden am Wagen hinterlassen hat. Hat sie nicht! Oben angekommen (ca. 21.30 Uhr) war es dann noch ein wenig spannend, die Matratze aus der hintersten Ecke des Busses zu kramen, aber wir haben es überlebt. Danach war relaxen angesagt. Marco und ich sind erstmal ans Wasser vor, das sogar da war als wir kamen, um dann wieder ein paar Meter landeinwärts als die letzten Gäste an diesem Abend ein Fischrestaurant aufzusuchen. Danach gab es noch einen kurzen Abstecher in eine gruselige Altherrenkneipe, und nach einem Bier war dann Bettchen angesagt. Der nächste Tag und damit dieser Monat begann mit einer Verspätung. Tobi kam nicht wie angekündigt um 8 Uhr früh, sondern erst gegen halb 12, weil sich wirklich alle Umstände gegen ihn verschworen hatten. Bis dahin hatten Marco und ich den Bus aber quasi schon ausgeladen und gut war. Dann folgte der Schrankaufbau, und zur Nachmittagszeit war dann das Auto weggebracht und wir bereit für einen kleinen Ausflug. Wir sind nach Spieka-Neufeld gefahren – mit Ernas Hilfe – und haben dort bei Norbert super gefrühstückt, zu Mittag / Abend was auch immer gegessen. Für den Laden kann ich eine Empfehlung aussprechen: „Ebbe und Flut“ in Spieka-Neufeld. Ein kleines Container-Restaurant, zu dem man allerdings nur gelangt, wenn man über den Deich fährt, und wenn nicht gerade zufällig Land unter ist. Dann steht das Teil nämlich als Insel da… Der Nachmittag wurde nach unserer Rückkehr in Cux erstmal mit weiterem Aufbau und der sehr abenteuerlichen Suche nach einer Bank für Tobi verbracht. Dabei haben wir festgestellt, dass Erna (das ist die Stimme von Tobis Navi-System) einen zwar überall hinführt, nicht aber zwingend zu einer Bank. Dann kam der Abend der Abende. Der Umzug war bis auf wenige Kleinigkeiten erledigt und wir waren soweit eigentlich noch relativ fit. Also haben Tobi, Marco und ich uns aufgemacht auf die Suche nach einer Kneipe. Wir sind ein bisschen planlos durch Cux geirrt, und als wir bei der Bundespolizei hinterm Deich rausgekommen sind, war auch uns klar, dass wir da wohl nix mehr finden würden. Zu diesem Zeitpunkt beschloss dann das Wetter uns zuzusetzen. Tobi, diese Arschgranate mit Schirm ergötzte sich immer mehr daran, dass Marco und ich nass wurden. Ausweg? Wir fanden tatsächlich eine kleine Kneipe – die Koralle. Eine kleine Darterkneipe im Tiefparterre, 3 Sorten Bier und es war noch hell. Wir beschlossen, hier nur ein Bier zu trinken und dann weiterzuziehen. Aber: Klar, wurde nichts. Nicht, dass die Kneipe so wahnsinnig toll war… es war gemütlich, das Bier lief gut, und so eine Bedienung wie Martina muss auch erstmal gefunden werden. Irgendwie schien es sehr realistisch, dass das Wort Hysterie für sie erfunden wurde, und dazu war sie „ein kleines Bisschen frech…“ Ein wenig anstrengend zwar, aber ein besseres Thema als Politik und Familie. Man hat gemerkt, dass der Altersunterschied zwischen ihr und Tobi am niedrigsten war, was jetzt aber auch niemand beunruhigen muss. Ein paar blöde Sprüche von beider Seite und gut is. Dann gingen wir. Jeder hatte 8 Bier intus, es war noch immer hell draussen, und wir waren ziemlich angeschlagen. 10 Jahre ohne Klingelputz überlebt, und dann eben dieser Abend. Wir fanden strange Läden, Tobi baggerte ein wenig in der Gegend rum und letztlich sind wir noch zusammen in die Kiste gegangen. Wahrscheinlich hat dieser Laden den Namen nur wegen dieser Redewendung. Die Kiste ist eine kleine Cocktailbar in der eine vermeintlich böse blickende Bedienung selbst zu uns nett ist und in der es Long Island Iced Tea für 6,60 Euro gibt. Das war mein Ende. Die Mischung war ausserordentlich gut, und nach den 8 Bier haben mir 3 davon auch wirklich gereicht. Marco entdeckte noch den Wodka-O auf der Karte, Tobi noch zwei Bier, und das war dann definitiv genug. Ich glaube nicht, dass man das, was wir dann praktiziert haben, noch als Laufen bezeichnen kann. Wir haben dennoch zielsicher die Reineke-Strasse gefunden und uns dort alsbald niedergelassen. Marco hat zwar den Schlüssel stecken lassen, aber selbst das war kein Problem. Am Freitag sind wir dann nach gemütlichem Tischzusammenschrauben kurz nach 12 Uhr Mittags aufgebrochen nach Bremerhaven, von wo aus unsere Zugreise startete. Nun sollte man ja meinen, dass damit alles gegessen ist, tat ich auch, aber: Ich bin in letzter Zeit ja wirklich nicht nur einmal mit der Bahn unterwegs gewesen. Und ich muss zugeben: Die ICE’s waren immer pünktlich. Und ein oder zwei Minuten auf eine Strecke von 700 km – das geht einfach nicht genauer. Aber warum hat ein Zug ausgerechnet dann Verspätung, wenn wir mal was vorhaben. Jedes Mal wenn ich in Berlin war, war es mir scheissegal, wann ich wieder zu Hause ankomme. Nur dieses eine Mal hatte ich etwas vor – nämlich das Konzert gestern Abend im Kneiple. Für alle die da waren: Ich war einfach echt nicht in Konzertstimmung! Am liebsten wäre ich direkt heimgefahren, aber ich konnte natürlich nicht ganz fernbleiben. Aber hallo, wenn Censored Poetry spielen. Anscheinend wurde ich ja schon aufgrund meines Zuspätkommens vermisst. Leute, womit habe ich diesen Ruhm eigentlich verdient? OK, ich weiss: Mit der Live-DVD… na klasse! Ja gut, was aber eigentlich noch viel absurder anmutet als die Tatsache, dass unser Zug Verspätung hatte, das ist der Grund dafür: Spielende Kinder im Gleisbett. Spielende Kinder im Gleisbett? Hallo? Man muss mal dazu eines sagen: Es ist nicht so, dass da ein Bahnonkel hingefahren ist, und die vom Gleis verscheucht hätte und gut is. Nee nee, die haben mindestens 2 ICE’s auf eine andere Strecke umgeleitet! Also entweder das waren verdammt viele und gut bewaffnete Kinder (man weiss ja nie, Jugend von heute und so) oder aber die Bahn ist einfach wirklich verdammt kinderlieb. Naja, mir isses eigentlich auch egal. Ich bin noch angekommen. Ich bin schon irgendwie froh darum, einen Ruf zu haben, der ausreicht, um Konzerte zu verschieben, wenn ich spät dran bin (das muss man als Fan echt mal schaffen!) Im Kneiple angekommen hab ich mich natürlich erstmal wahnsinnig gefreut, dass echt wieder alle am Start waren, die man zu so einem Anlass erwarten konnte. Ja, es war ungewohnt, Censored Poetry an diesem Abend nur als Vorgruppe zu sehen – vor allem wenn man wie ich noch das famose Abschiedskonzert in Erinnerung hat. Aber es ist endgeil (nicht etwa waffengeil), dass ihr dennoch mal wieder auf die im Kneiple nicht vorhandene Bühne gekraxelt seid, und uns eingeheizt habt. Dann kam ja der allererste Auftritt von Don’t trust the smiling Pinguin. Ich bin nicht bis zum Schluß geblieben und es tut mir leid. Was ich bis dato gehört hab von eurer Musik fand ich echt geil. Sehr überraschende Vielfalt, aber das meine ich wirklich positiv. Wenn ihr derart eigen weitermacht, wird das vielleicht wirklich mal was mit größeren Konzis. Bleiben noch ein paar wild zusammengewürfelte Fakten dieses denkwürdigen Ausfluges:

  • Nein, das geht nicht, was bei uns versiegelt ist, bleibt versiegelt
  • „Du hast ’nen geilen Arsch“ ist keine Anmache
  • Long Island Iced Tea rockt weiter
  • Am Bahnsteig schlafen ist Kult
  • Die deutsche Bank in Cux gibt es nicht. Zumindest nicht in der Deichstrasse. Auch nicht in der Gordener Deichstrasse (omfg), am Deich oder sonstwo in Deichnähe
  • Die Autobahn nach Neuwerk ist immer noch nicht fertig. Schlafen die Nordlichter wie ihre Krabben?
  • Zu zweit ein Auto leerrocken kann auch Spaß machen
  • Bei Schiller die letzte Arschlochbestellung zu machen rockt auch
  • ICH hatte keinen Kater
  • LT35 sind Sprinter mit anderem Firmenemblem
  • mein Zimmer sieht immer noch furchtbar aus
  • deine Mudder isch’n Mülleimer!

So, ich denke, ich kann diesen gesammelten Hirnschwund ruhig mal beenden, auch wenn ihr jetzt dasteht und euch fragt „was wollte der Sash uns damit sagen?“ Eigentlich kann ich euch das nämlich auch nicht beantworten, ich kann nur sagen: Äch bän weedr doa!!!“

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